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Jugendchor-Festival: Frohgesang, der zu Herzen geht

Zum 10. Europäischen Jugendchor Festival treten 18 Chöre aus zwölf Ländern von Basel bis Djakarta an drei Tagen und Abenden des Auffahrt-Wochenendes in Sälen der Region, in Gottesdiensten und im Freien auf. Das Jubiläums-Festival des auswendigen Gesangs erwartet über 25'000 Zuhörer.
Basel, 4. Mai 2016

Erstes Zusammentreffen von zwei Jugendchören aus Djakarta und Katalonien zur gemeinsamen Probe im Gemeindezentrum der Eglise Française (Bild). Josep Vila Jover, der Leiter des 42-köpfigen "Cor Infantil Amics de la Unio" aus Granollers bei Barcelona, fordert die vornehmlich weiblichen Jugendlichen auf, sich den 30 Sängerinnen des Jugendchors "Cordana" aus Djakarta vorzustellen. Wie das? Jede dreht sich um und gibt dem Gegenüber Name und Herkunft preis. Schon funkeln Augen und tauschen sich Lächeln aus. So einfach ist das mit der Völkerverständigung!

Ohne Noten frisch von der Leber weg
 
Zum Einstimmen massieren sich die Jugendlichen bei einer Polonaise gegenseitig den Rücken. Das spanische Tanz-Lied "La nostra dansa" haben die beiden Chöre zu Hause einstudiert. Auswendig, versteht sich! Schon die ersten Takte jubilieren, als hätten die Chöre schon lange zusammen gesungen.

Das ist das Erstaunliche bei diesem Jugendchor-Gesang: Rasch sind die Zeichen des Dirigenten in Klang und Bewegung umgesetzt. Maestro Jover, der seinen Chor seit der Gründung vor 15 Jahren leitet, weiss, worauf die jungen Stimmen ansprechen. Das Lied sitzt schon beim ersten Durchlauf. Spontaner Applaus.

Nun sind die Indonesier an der Reihe. 14 Stunden waren die 30 Sängerinnen unterwegs, bis sie ihr erstmaliges Ziel die Schweiz erreichten und von den Gastgerberfamilien aus Riehen in Empfang genommen wurden. Ein ganz anderer Gesang mit viel Konsonanten und schrillen Obertönen. Kein Singen ohne rituelle Bewegung. Also lernen die Indonesierinnen den Kataloniern, wie man die Hände vor der Brust hält und die Bewegungen von Armen und Beinen koordiniert.

Unterstützt von Trommeln und Bambusflöte

Die Leiterin Aida Swenson hat ihren Chor "Cordona" 1992 gegründet. Sie ist eine eigentliche Chor-Choreographin, die die Bewegungen der Stimme körperlich umsetzen lässt. Umgekehrt übertragen sich die Körperbewegungen auf die Stimme. Man möchte mitjauchzen, wenn man könnte.

Rhythmisch unterstützt werden die Sängerinnen von auf einer Sechser-Tonreihe abgestimmten Trommeln und einer Bambusflöte. Stimme, Körper, Rhythmus, Tanz, das ergibt die totale Übereinstimmung. Die Mädchen lächeln und tänzeln. Eine Augenweide und ein Hörgenuss!

Mit Tschembe und Vorsängerin

Schliesslich gibt jeder Chor noch eine Kostprobe aus seinem Repertoire zum Besten. Die Katalonier besammeln sich um ein Djembe, das ein Sänger mit Händen und Fingern trommelt. Der Kreis entfaltet sich wie aufgehende Blumen. Eine menschliche Blütenpracht!

Die Indonesierinnen stellen sich in Reihen verteilt mit einer Vorsängerin auf, die das mehrstrophige, einstimmige Lied in seiner Monotonie rituell schon fast bis zum tranceähnlichen Zustand ausreizt.

Wochenende der tausend Stimmen

Eine der vielen Proben. Anderswo proben die 18 Chöre für die Konzerte und weitere Jugendchöre für Auftritte in Gottesdiensten und Matineen in den Sälen und auf Plätzen in Basel wie der Region bis Laufen, Mariastein und Möhlin.

Es wird an diesem Wochenende der tausend Stimmen nur friedliche und glückliche Gesichter geben. Heute Mittwochabend wird das 10. Europäische Jugendchorfestival noch einmal im alten Musiksaal und in der Liestaler Stadtkirche eröffnet.

Die Festrede beim Jubiläumskonzert vom 7. Mai hält der EU-Botschafter Richard Jones. Den Abend beschliesst der türkische Jazzchor "Bogazici" mit dem von Hasan Uçarsu neu arrangierten Schweizer Volkslied "Dei obe uffem Bergli". Staatspräsident Erdogan müsste den modernen Juchzer seiner singenden Landsjugend zu hören bekommen!




Weiterführende Links:
- Die Welt-Jugend besingt die Region während fünf Tagen


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Weitere RückSpiegel

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"De Courten sonnt sich im Schatten von Toni Brunner."

BZ Basel
vom 28. Februar 2019
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Sonnenbaden im Schatten – erspart die Schutzfaktor-Evaluation.

In einem Satz


• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.

Titus Hell ist als Nachfolger von David Pavlu zum neuen Präsidenten der Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) gewählt worden.

Anna Ott gibt das Amt als Vizepräsidentin der Grünen Baselland aufgrund ihres Masterstudiums in Nordeuropa ab; eine Nachfolge steht noch nicht fest.

• Das von der Fondation Franz Weber massgeblich unterstützte Referendum gegen ein Ozeanium auf der Basler "Heuwaage" ist mit 4'649 Unterschriften zustande gekommen.

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Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeginn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.