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Stadtcasino-Kommission begründet Auftrag an Vizepräsident

Basel, 7. März 2016

Eine Anfrage der "Basler Zeitung" hat dazu geführt, dass die Casino-Gesellschaft Basel gegenüber Spendern, Mitgliedern und dem Patronatskomitee die Vergabe eines Auftrags zum Umbau des Stadtcasinos an die Firma Jean Cron AG ausführlich begründet. Denn Martin Cron (71, Bild), der Vizepräsident der Casino-Gesellschaft, ist zugleich Verwaltungsrats-Präsident der Jean Cron AG.

Beim Auftrag geht es um Arbeiten am sogenannten "39er-Bau", der direkt an den Barfüsserplatz angrenzt und aus dem ein direkter Durchgang vom Steinenberg auf den Barfüsserplatz herausgebrochen wird. Wie Christoph Gloor, der Präsident der Casino-Gesellschaft, gegenüber OnlineReports erklärte, handelt es sich um einen Auftrag "in einer tiefen sechsstelligen Höhe" an den Gesamtkosten von fünf Millionen Franken für diesen Teilbereich.

Noch nicht vergeben sind die Arbeiten für den Umbau des Musiksaals und den Durchbruch, die auf 50 Millionen Franken veranschlagt sind.

Cron war am günstigsten

Im Brief an die Stakeholders heisst es, die Auftragsvergabe stehe in Übereinstimmung mit den Vorgaben im Projekthandbuch. Als private Organisation habe die Casino-Gesellschaft "keine Verpflichtung, öffentliche Submissionen durchzuführen". Dennoch habe sie sieben Unternehmer für die Baumeister-Arbeiten zur Offertstellung eingeladen.

Die Jean Cron AG habe die günstigste Offerte eingereicht. Für weitere Arbeiten, in denen sie nicht das günstigste Angebot machte, sei die Firma nicht berücksichtigt worden. Auch sei Martin Cron "während des gesamten Offert- und Vergabeprozesses der Baumeisterarbeiten in den Ausstand getreten".

Ausschluss wäre "unfair" gewesen

Präsident Gloor ergänzte gegenüber OnlineReports, die Kommission (Verwaltungsrat) hätte die Alternative gehabt, Mitglieder völlig aus dem Vergabeverfahren auszuschliessen, um keine Interessenskonflikte zu riskieren. Die Kommission hätte es aber als unfair empfunden, die Firma Cron bei der Offertstellung aussen vor zu lassen, nur weil deren Präsident, der ehrenamtlich "enorme Arbeit beim Fundrainsing" geleistet habe, auch der Bauherrschaft angehöre. Cron habe unter gleichen Konditionen offeriert wie die übrigen Mitbewerber und deren Angebote nicht gekannt.

Der gesamte Umbau des Stadtcasinos in zwei autarke Gebäude ist auf 77,5 Millionen Franken budgetiert. Der Kanton Basel-Stadt beteiligt sich daran mit einem Fixbetrag von 38 Millionen Franken, was 49 Prozent entspricht.



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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

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Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

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Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

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• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.