BaZ-Auflage sank nochmals um 10'000 Exemplare

Die "Basler Zeitung" hat nicht nur Leser verloren, sondern auch massiv Auflage. Aktuell verkauft sie rund 10'000 Exemplare weniger als noch vor einem Jahr.
Basel, 1. Oktober 2013

Gemäss der heute publizierten Auflagenstatistik der AG für Werbemedienforschung (Wemf) in Zürich weist die "Basler Zeitung" (BaZ) – Stichtag 30. Juni – eine "verbreitete Auflage" von 59'124 Exemplaren aus. Die "verbreitete Auflage" ist ein neuer Wert: Er gibt an, wie viele Exemplare eines Titels tatsächlich im Umlauf sind – egal ob gratis oder bezahlt. Um es am Beispiel BaZ konkret zu machen: Deren "verbreitete Auflage" setzt sich zusammen aus einer "verkauften Auflage" von 57'647 Exemplaren (Abos, Kiosk, Probeabos, Kunden- und Mitarbeiterabos) sowie 1'477 gratis abgegebenen Exemplaren (zum Beispiel an Messen).

Verlust von 20'000 Abonnenten

Bisher hatte die Wemf den Bezahltiteln lediglich die "verkaufte Auflage" ausgewiesen – also ohne die Gratisauflage einzurechnen. Bei der BaZ betrug die "verkaufte Auflage" letztes Jahr 68'289 Exemplare. Doch der damalige Wert ist mit der heutigen "verkauften Auflage" nicht mehr direkt vergleichbar, weil die Wemf sie neuerdings enger und damit härter definiert. So werden etwa stark vergünstigte Promotions-Abos sowie Ferienunterbrüche nicht mehr zur "verkauften Auflage" gezählt.

Dennoch lässt sich sagen, dass die BaZ heute 9'000 bis 10'000 Exemplare weniger verkauft als noch vor einem Jahr. Gemäss aktueller Wemf-Statistik weist sie nun 51'424 Abos sowie 1'479 Probeabos, und am Kiosk setzt sie pro Tag durchschnittlich 2'017 Exemplare ab. Zur Erinnerung: 2010, als Markus Somm als Chefredaktor antrat, hatte die BaZ noch gut 20'000 Abonnenten mehr. BaZ-CEO Rolf Bollmann sagte gegenüber OnlineReports, die Auflage-Tendenz sei immer "noch leicht sinkend, aber die enorme Erosion konnte in den letzten Monaten aufgehalten werden".

"TagesWoche" legt zu

Punkto Auflagen der zweitgrösste Titel in der Region Basel ist die Wochenzeitung "TagesWoche": Sie kommt neu auf eine "verbreitete Auflage" von 26'562 Exemplaren. Davon weist ihr die Wemf 26'358 "verkaufte Exemplare" aus – und davon 22'639 Abos und pro Woche 1'945 Kioskverkäufe. Somit hat die "TagesWoche" in den letzten zwölf Monaten 3'800 Abonnenten hinzugewinnen können.

An dritter Stelle folgt die "Basellandschaftliche Zeitung" (BZ), die mit ihren beiden Teilausgaben in der Region Basel auf eine "verbreitete Auflage" von insgesamt 24'603 Exemplaren kommt. Die täglich "verkaufte Auflage" liegt bei 23'635 Exemplaren, darunter 19'504 Abos und 351 Kioskverkäufe. Somit weist die BZ etwa 1'500 Abos mehr aus als noch vor einem Jahr. Sie konnte also ebenfalls von der BaZ-Schwäche profitieren, allerdings weniger stark als die "TagesWoche". Das versucht sie zu ändern: So hat die BZ 2'654 Probeabos im Markt, fast doppelt wie die BaZ (1'479) und fünfmal so viele wie die TagesWoche (519).

Nur geringfügige Veränderungen

Die dreimal wöchentlich erscheinende Sissacher "Volksstimme" kommt auf eine "verbreitete Auflage" von 7'624 Exemplaren, die "verkaufte Auflage" ist exakt gleich gross. Die "Neue Fricktaler Zeitung", die ebenfalls dreimal pro Woche erscheint, weist eine "verbreitete Auflage" von 7'499 Exemplaren aus, wovon 7'070 verkauft sind. Gegenüber den letztjährigen Zahlen sind bei beiden Titel nur geringfügige Veränderungen feststellbar.

Übrigens: Im Fricktal erscheint auch die "Aargauer Zeitung, Ausgabe Fricktal". Sie ist wie die BZ Teil des Verbundes "Nordwestschweiz". Ihre täglich "verbreitete Auflage" beträgt 5'859 Exemplare, die "verkaufte Auflage" 5'459 Exemplare.




Weiterführende Links:
- "Basler Zeitung" verlor Leser, die Konkurrenz legte zu


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"In den meisten Gemeinden des Kantons Basel erhalten Sie die Basler Zeitung bis 6.30 Uhr per Frühzustellung durch einen Verträger."

Basler Zeitung
Abo-Dienst aus Zürich
in seinen "Antworten
auf häufig gestellte Fragen"
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Die BaZ scheint entweder 186 Jahre hinten drein oder einige Jahre voraus zu sein.

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Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

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• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

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• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

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• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).