Ein Totempfahl für Bruno Manser vor Basler Erinnerungsfeier

Basel, 19. Mai 2005

Drei Tage vor der grossen Erinnerungsfeier für den verschollenen Regenwaldschützer und Menschenrechtsaktivisten Bruno Manser in der Elisabethenkriche wurde auf dem Basler Theaterplatz ein Mahnbaum für den engagierten Basler Bürger aufgestellt. Der gut fünf Meter hohe Totempfahl aus Lärchenholz, der mit geschnitzten Tier- und Pflanzenmotiven aus dem Regenwald verziert ist, soll von Freunden und Sympathisanten bis zur Feier vom kommenden Samstag "mit wirklichen Blumen und Pflanzen geschmückt und belebt werden", sagte Lukas Straumann (Bild), Geschäftsführer des Bruno Manser Fonds, gegenüber OnlineReports. Der Mahnbaum war ein Jahr nach Mansers Verschwinden in Sarawak auf der Insel Borneo von 50 Freunden geschaffen worden.

Unmittelbar vor der grosser Erinnerungsfeier vom kommenden Samstagnachmittag sollen Mahnbaum und Blumenschmuck in die nahe Offene Kirche Elisabethen getragen werden. Manser, der nicht erst seit seiner kürzlichen Verschollenerklärung zur internationalen Kult-Figur für den Widerstand gegen die Regenwald-Zerstörung durch Holzkonzerne geworden ist, hat mit seinem Engagement die Herzen zahlreicher Menschen gewonnen. Zur Feier, die "keine Trauerfeier sein, sondern an Bruno Mansers Werk erinnern soll", erwartet Straumann eine volle Kirche und zahlreiche Gäste. Als Rednerinnen und Redner treten unter anderen alt Bundesrätin Ruth Dreifuss, der Kabarettist Franz Hohler, der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann und der Umweltaktivist Martin Vosseler auf. Sprechen wird auch eine malaysische Indigenen-Delegation, angeführt vom Menschenrechtler Mutang Urud, Angehöriger des Volkes der Kelabit und einer der engsten Freunde und Mitstreiter Mansers. Er gründete die Sarawak Indigenous Peoples' Association (SIPA) und engagierte sich bis zu seiner Verhaftung durch die malaysische Polizei im Februar 1992 in Sarawak für die Rechte der Urbevölkerung.

Vom 23. Mai 2000 datiert Bruno Mansers letztes Lebenszeichen: Ein Brief aus dem Regenwald an seine Freundin Charlotte. Am 10. März dieses Jahres wurde er vom Basler Zivilgericht offiziell für tot erklärt. "Verschollen, nicht vergessen" lautet das Motto der Feier, die öffentlich ist.



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Kein Wunder bei diesen lauen Lüftchen.

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