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Muttenz legte Walter Eglins "Schatzgräber" wieder frei

Kultureller Lichtblick im Baselbiet: Vergangenen Freitag legte die Gemeinde Muttenz Walter Eglins Mosaik "Der Schatzgräber von der Muttenzer Hard" frei. Weitere Kunstwerke des Oberbaselbieter Künstlers sind noch immer versteckt.
Muttenz, 22. September 2014

Zum 50. Todestag von Walter Eglin (1895-1966) möchten Sohn Toni und eine Projektgruppe rund um den "Freundeskreis" des Oberbaselbieter Künstlers ein Buch veröffentlichen. Damit sie den "Schatzgräber von der Muttenzer Hard" (Bild oben) in dieser Publikation vorstellen können, legte die Gemeinde Muttenz das seit einiger Zeit verdeckte Mosaik mit Natursteinbrunnen im Muttenzer Primarschulhaus "Gründen" frei und ermöglichte der engagierten Gruppe nun, das Kunstwerk zu fotografieren.

Wandschmuck blieb unbeschädigt

Glück: Der Wandschmuck sei unbeschädigt und soll bis zum Sommer 2015, wenn das Schulhaus abgerissen wird, fachgerecht demontiert werden, sagte Toni Eglin heute Montagnachmittag gegenüber OnlineReports. Eglin junior, der sich mit Leidenschaft für die Freilegung der Werke seines Vaters einsetzt, verweist auf eine Mitteilung der Gemeinde. Was in der Zwischenzeit mit dem Werk passiere – ob es wieder versteckt werde oder freigelegt bleibe –, weiss Eglin nicht: "Es wäre aber sehr schade, wenn man es wieder zudecken würde."

Der "Schatzgräber der Muttenzer Hard" war 2012 im "Gründen"-Schulhaus abgedeckt worden, um ein davor aufgestelltes Schülerprojekt besser zur Geltung zu bringen (OnlineReports berichtete). Ausschlaggebend für den Fund des Muttenzer "Schatzjägers" durch Toni Eglin war ein Leserbrief des früheren Birsfelder Gemeindepräsidenten Peter Meschberger in OnlineReports, der auf Kunstwerke im "Gründen“ hinwies.

Mehrere Eglin-Werke vesteckt

Vor einem Jahr hatte OnlineReports ausserdem bekannt gemacht, dass Walter Eglins Mosaik "Die Sphinx" im Liestaler KV-Gebäude eingemauert wurde. Nach einigem Hin und Her wurde das Kunstobjekt dem Kanton als Eigentümer zurückgegeben, der es, verbunden mit einer feierlichen Zeremonie, dem Walter Eglin-Museum in Känerkinden als Dauerleihgabe überliess.

Das Schicksal des Sgraffitos "Der Weltenbaum" indes, das sich gemäss Toni Eglin "hundertprozentig" ebenfalls im KV Liestal befinde, ist aber noch nicht geklärt. Dasselbe gilt für das freigelegte Mosaik "Die Eule". Erst am 9. Oktober gäben KV-Präsident Daniel Lötscher und Geschäftsführerin Christine Mangold bei einem Besuch im Walter Eglin-Museum bekannt, was mit den Werken geschehe, wie Toni Eglin weiter ausführte.

Das Versteckspiel scheint System zu haben: Auch im Keller des Münchensteiner Sekundarschulhaus "Lärchen" seien neben Werken von Pümpin, Düblin und Weidmann drei kleine Mosaike von Walter Eglin gelagert. Reto Marti, der Leiter von Archäologie und Museum Baselland, habe gegenüber Toni Eglin bekundet, dass Münchenstein die Werke dem Archiv zurückgeben solle, wenn kein Interesse an den Kunstobjekten mehr bestehe.

Der "Schatzjäger" soll in Muttenz bleiben

Den Kunstfreunden um Toni Eglin geht es nicht etwa darum, alle den Blicken der Öffentlichkeit entzogenen Werke für das Museum in Känerkinden zu gewinnen. "Der 'Schatzjäger' illustriert eine Muttenzer Sage, das Mosaik soll dort bleiben", beteuert er. Auch wie mit den Werken im Münchensteiner Schulhauskeller konkret umgegangen wird, interessiert ihn weniger – Hauptsache, sie bleiben der interessierten Bevölkerung zugänglich.




Weiterführende Links:
- Walter Eglins "Sphinx" ruht hinter Liestaler KV-Gips
- Nach der "Sphinx"-Verwirrung: Wo bleibt der "Weltenbaum"?
- Die "Sphinx" ist aus dem Liestaler KV-Gefängnis entwichen
- Niggi Ullrich verteidigt Zumaurerei der Eglin-"Sphinx"
- Eingemauerte Liestaler "Sphinx": Ungereimtheiten
- Die im KV eingegipste "Sphinx" wird ausgegraben
- "Sphinx"-Affäre: KV verweigert Einsicht in Dokumentation
- Mosaik "Sphinx" ausgemauert und dem Kanton übergeben
- Kultur-Peinlichkeit: Schlange durch Baustelle fast erdrückt
- Gemeinde kündigt Freilegung des Eglin-Mosaiks an


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