"ASE Investment": Auch Ficon AG kündigt Sammelklage an

Die Finanz-Affäre um die Fricktaler "ASE Investment AG" zieht Kreise: Auch die Liestaler Vermögensverwaltungs-Firma "Ficon AG" kündigt eine Sammelklage an.
Frick, 26. April 2012

Über vierzig "Ficon"-Kunden hatten Vermögen über die Basler Kantonalbank (BKB) laufenden Devisen-Direktkonti oder im über "Swissquote" abgewickelten "Quanto Strategic Currency Funds" der "ASE Investment AG" angelegt.

Die Zusammenarbeit zwischen der "Ficon" und der ASE lief seit 1999 problemlos. Martin Schlegel, der verhaftete ASE-Geschäftsführer, machte auf die Liestaler Unternehmensverwalter einen kompetenten Eindruck. "Seine Aussagen waren plausibel, er verschaffte sich den Respekt der Vermögensverwalter und der Kunden", sagte "Ficon"-Mitinhaber Michael Herrmann heute Donnerstag zu OnlineReports.

Verwunderung über Rolle der BKB

So ging es über viele Jahre, bis Kunden stutzig wurden. So erkannte ein Investor auf einem Bankauszug, dass auf seinem Franken-Konto ein Plus von 200'000 Franken ausgewiesen war – und auf einem Kanada-Dollar-Konto gleichzeitig ein Minus im selben Betrag. Die ASE aber soll ihm nur den Positiv-Beleg zugeschickt haben. Stirnrunzeln habe in der "Ficon" auch der Hinweis eines BKB-Mittelsmannes ausgelöst, Schlegel habe "schon lange nicht mehr mit Devisen gehandelt, sondern mit Aktien". "Hellhörig" wurde die "Ficon" dieses Frühjahr, als "die Jahresbelege so lange nicht kamen".

Nachdem sich bereits Fricktaler ASE-Kundenvermittler zu einem solchen Schritt entschieden hatten, beschloss gestern Mittwoch auch die "Ficon AG", zusammen mit rund zehn Vermittlern, mehreren hundert Direktkonto- und "Quanto"-Fondskunden und "weiteren Privatpersonen, die mitmachen wollen", eine Sammelklage gegen die in die vermuteten Delikte involvierten Unternehmen einzureichen. Herrmann: "Wir haben schon Anwälte kontaktiert."

Die Führung der rechtlichen Schritte übernimmt Michael Herrmann, der hinter dem ASE-Debakel eine "Riesensumme" vermutet. Wieviel Vermögen seine Kunden über die ASE angelegt haben und jetzt darum bangen, wollte Herrmann nicht sagen. Als Bankfachmann zeigte er sich allerdings höchst verwundert über die Kontrollmechanismen innerhalb der Basler Kantonalbank, auf deren Label die Vermittlerin "Ficon" setzte. Herrmann: "Es kann mir niemand sagen, die Bank habe nicht gewusst, was da läuft."

Personelle Verstrickungen

Die Affäre hat, wie OnlineReports gestern Mittwoch erstmals berichtete, auch personelle Verwicklungen in die Basler Gastro-Szene. Der von der Finma kaltgestellte ASE-Präsident Simon Müller, auf freiem Fuss, ist Verwaltungsrat der Treuhand-Firma Berest AG, die zahlreiche Restaurants betreibt. Auf der Berest-Website prangte gestern noch ein prominenter Link auf die personell beinahe identische "Gesellschaft für Treuhandkompetenz AG" (GTK), in der Müller als Verwaltungsratspräsident amtet, und die am Widenplatz in Frick am selben Ort firmierte wie die ASE. Seit heute Donnerstag ist der Link verschwunden.




Weiterführende Links:
- Viele ASE-Anleger bangen um ihr Geld: Millionen-Schaden vermutet
- ASE Investment: "Kunden dürfen noch hoffen"
- ASE-Affäre: BKB-Untersuchung soll "ergebnisoffen" sein
- ASE-Affäre: BKB suspendiert Zürcher Private Banking-Vize
- Basler Gastro-Konzern war Partner von betrugsverdächtiger ASE
- ASE-Anlage-Affäre: Die wundersame Halbierung der "Berest"-Spitze
- Die Härte des Gesetzes für zwei ungetreue ASE-Manager
- ASE-Anlage-Skandal: Zwei Haupttäter fechten Urteil an


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"Blauäugige sterben scheinbar nicht aus"

Man kann es kaum glauben, dass es immer noch Zeitgenossen gibt, die auf eine Rendite von 10 bis 20 Prozent herein fallen. Ist es doch hinlänglich bekannt, dass dies nicht ohne "Schneeball-Effekt" funktioniert! Scheinbar sterben die Blauäugigen nicht aus. Dass da auch noch die Basler Kantonalbank mitmischt, ist mehr als tragisch um nicht zu sagen sehr fahrlässig. Und das gibt doch zu denken.


Bruno Heuberger, Oberwil



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Theater Basel

"Die Dreigroschenoper"
RückSpiegel


In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die gerichtliche Niederage von Polizei-Offizier Bernhard Frey Jäggi nach.

Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

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"In der Elsässerstrasse kam es zu einem Unfall mit Salzsäufer."

BaZ online
vom 20. Februar 2018
über einen Salzsäure-Unfall
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Vielleicht hat auch der Redaktor Salz gesoffen.

In einem Satz


• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.

• Der Münchensteiner Gemeinderat hat die Durchführung des "Tension Festivals" vom 31. Juli im Gartenbad St. Jakob sowie auf den angrenzenden Volleyball-Feldern unter Lärmauflagen bewilligt, nachdem letztes Jahr zahlreiche Beschwerden eingegangen waren.

Hans-Peter Ulmann, seit 1996 CEO von Psychiatrie Baselland, tritt auf 30. Juni 2019 in den Ruhestand.

• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.