© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Bildungs-Wunder in beiden Basel: Gleiche Stundentafeln

Die beiden Basel haben im Bildungsbereich so etwas wie eine – erwünschte – Fusion zustande gebracht: Ab dem Schuljahr 2014/2015 werden endlich gemeinsame Stundentafeln Realität – vom Kindergarten bis zum Gymnasium.
Liestal/Basel, 29. Juni 2012

Wie zwei glückliche Freunde, die nach einer strapaziösen Reise am Ziel angekommen sind, zeigten sich heute der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektor Urs Wüthrich (SP, Bild links) und sein baselstädtischer Amtskollege Christoph Eymann (LDP, Bild rechts) im Kantonsmuseum Liestal: Sie haben – unterstützt mit Beschlüssen des Bildungsrates (BL) und des Erziehungsrates (BS) umgesetzt, worauf schon Generationen warteten.

Ab dem Schuljahr 2014/2015 (Volksschulen) und 2015/2016 (Gymnasium) gelten in beiden Basel, von minimen Abweichungen abgesehen, übereinstimmende Stundentafeln auf allen Bildungsstufen vom Kindergarten über die Primar- und die Sekundarschule bis zum Gymnasium.

Schüler können eigenes Bildungsprofil bosseln

Wüthrich bezeichnete diese Reform als "spektakulär" in einem Bildungsraum Nordwestschweiz (mit den Kantonen Aargau und Solothurn), der bisher durch die massivsten Unterschiede in den Schweizer Bildungssystemen bestach. Die Überwindung dieses Bildungs-Förderalismus erst mal durch die beiden Basel sei, so Wüthrich, "wichtig für die regionale Perspektive". Eymann betonte, dass die harmonisierten Stundentafeln sowohl mit Harmos wie mit dem "Lehrplan 21" kompatibel sei: "Da sind wir voll dabei. Es werden keine Änderungen mehr nötig sein."

Fachleute aus beiden Basel, die an der Erarbeitung des historischen Konzepts mitwirkten, unterstrichen den Kern der Reform: Das neue harmonierte Angebotskonzept mit seiner Durchlässigkeit zwischen Leistungsniveaus und Offenheit für alle Anschlussschulen ermöglicht es dem Schüler, "dass er erstmals an seinem eigenen Profil arbeiten kann". Es geht also um ein Bildungs-Menü à la carte, das den Eleven mehr als bisher einen selbstbestimmten individuellen Fokus erlaubt.

Französisch und Englisch in der Primarschule

Sechs Jahre Primarschule, drei Jahre Sekundarschule und vier Jahre Gymnasium: Das ist die künftig in beiden Basel geltende Zeitraster. Während im Kindergarten auch künftig nur die obligatorischen Jahreslektionen vorgeschrieben sind, erhört sich die Zahl der Lektionen in der Primarschule von anfänglich 26 auf 30 Wochenstunden. Grund Die Einführung des Französisch ab der dritten Klasse und des Englisch aber der fünften Klasse. Neben dem freiswilligen Religionsunterricht wird neu das Fach "Ethik und Religion" fester Bestandteil der Stundentafel.

Mindestes 34 Stunden Wochenlektionen umfasst die in drei Leistungszüge aufgeteilte Sekundarstufe I; ergänzt werden können sie mit zwei freiwilligen Freifach-Lektionen. Ab achtem Schuljahr werden neben den 30 Pflichtlektionen mehrere Wahlpflichtfächer angeboten. Abgeschlossen wird die Sekundarschule mit einer Projektarbeit, die als Pflicht für alle gilt.

Streit um musische und gestalterische Fächer

In den Gymnasien werden gemeinsame Jahresstundentafeln eingeführt und die Maturitätsprüfungen aufeinander abgestimmt. Dadurch werden deren Resultate vergleichbar und eine gewisse Wahlfreiheit über die Kantonsgrenzen hinweg ermöglicht. Auf eine durchschnittliche Schulwoche entfallen 32 Lektionen. In der Einteilung der vorgeschriebenen Lektionenzahl auf die acht Semester sind die Gymnasien frei. Wie heute schon auf der Sekundarstufe II sollen zur Förderung des Austauschs auch auf der Ebene der Volksschule bikantonalen Schulleitungskonferenzen geschaffen werden.

Im Vorfeld der Medienkonferenz heute Freitagmorgen im Kantonsmuseum in Liestal hatten Verbände der musischen und gestalterischen Bildung einen "skandalösen Abbau" der von ihnen angebotenen Fächer kritisiert. Die Antworten der Bildungsfachleute wie auch der beiden zuständigen Regierungsräte waren etwas umständlich: Im Minimum werde weniger, im Maximum mehr als bisher angeboten, war der unverbindliche Tenor. Immerhin war zu vernehmen, dass es "noch kleinere Korrekturen" gebe, um den "kleinen Abbau" zugunsten technisch-naturwissenschaftlicher Angebote zu kompensieren.

Eymann erklärte, es im Bildungsbereich mit zahlreichen Partikular-Interessengruppen zu tun zu haben. "Wir müssen damit leben, dass nicht alle zufrieden sind."



 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Ich sehe einfach einige laute Juso wie Adil Koller, die noch Schwimmflügeli tragen."

Christine Frey
abtretende Baselbieter
FDP-Präsidentin in der
Basler Zeitung
vom 24. März 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Christine Frey trägt schon Schnorchel.

"Und übrigens ..."

Gegen Eliten und Sunniten
RückSpiegel


Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Das Medienportal persoenlich.com zog die OnlineReports-Meldung über die Kündigung des BaZ-Abos durch den ehemaligen BaZ-Verleger Matthias Hagemann nach.

Die Nachricht über den Abbruch der Gelterkinder Rahmtäfeli-Fabrik wurde von der Volksstimme aufgenommen.

Die Sissacher Volksstimme, die Basler Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-News über den Bolzenschuss im Gelterkinder Ortskern auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht über den erneuten Parteiwechsel von Grossrat Michel Rusterholtz auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung griff die OnlineReports-News über den Sammelerfolg des Referendums gegen Alkohol in Jugendzentren auf.

Die OnlineReports-Story über Andrea Strahm und die Präsidiums-Suche der Basler CVP nahmen das SRF-Regionaljournal, die TagesWoche, die Basler Zeitung und die BZ Basel auf.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ online nahmen die OnlineReports-News über den Austritt Daniel Goepferts aus dem Basler Grossen Rat auf.

In ihrem Kommentar über "Die Arroganz der Basler Regierung" (Schlagzeile) nahm die Basler Zeitung Bezug auf eine Schilderung in OnlineReports.

SRF online bezog sich in ihrem Bericht über den ASE-Prozess auf OnlineReports.

Für ihre Sendungen "10vor10" und "Schweiz aktuell" holte das Schweizer Fernsehen Statements bei OnlineReports ein.

Die BZ Basel und 20 Minuten online bezogen sich in ihren Artikel über die Basler CVP-Präsidentin Adrea Strahm auf ihre Kolumnen in OnlineReports.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht über Platzprobleme des neuen BVB-"Flexity"-Trams am Basler Aeschenplatz auf.

In seinem Bericht über den Anlage-Skandal der ASE Investment ging die Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens auf die Rolle von OnlineReports bei der Enthüllung des Schwndels ein.

In seinem Bericht über das von Handwerker-Autos besetzte Trottoir in der Basler Centralbahnstrasse nahm das SRF-Regionaljournal auf einen früheren OnlineReports-Artikel Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, das SRF-Regionaljournal, 20 Minuten online und die SDA nahmen den OnlineReports-Bericht über die Verurteilung des Rappers Ensy auf.

Die Volksstimme beschrieb, wie Peter Knechtli vor 30 Jahren die Brand-Katastrophe von Schweizerhalle erlebte.

Die NZZ zitierte aus dem OnlineReports-Kommentar zu den Basler Regierungsrats-Wahlen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Ivo Corvini-Mohn wird neuer Präsident des Personal-Verbandes Polizei Basel-Landschaft (PVPBL) als Nachfolger von Sven Oppliger.

• Der Basler Gewerbeverband hat die beiden Initiativen "Zämme fahre mir besser" mit 3'811 Unterschriften und "Parkieren für alle Verkehrsteilnehmer" mit 3'917 Unterschriften im Rathaus eingereicht.

Riehen muss den Kunstrasen auf der Grendelmatte ersetzen, wofür dem Einwohnerrat ein Kredit von 520’000 Franken beantragt wird.

• Die frühere Baselbieter Juso-Copräsidentin Samira Marti (Ziefen) wird Vizepräsidentin der SP-Kantonalpartei, wobei sie den ehemaligen Juso-Präsidenten Florian Schreier (Birsfelden) ersetzt.

• Die Kantonstierärzte der beiden Basel haben die regionalen Verfügungen über die Schutzmassnahmen gegen die Vogelgrippe als abgeschlossen erklärt.

Thomas Mächler wird Anfang April neuer Bereichsleiter Jugend, Familie und Sport (JFS) im Basler Erziehungsdepartement als Nachfolger von Hansjörg Lüking, der das Departement im Januar verlassen hat.

• Weil für sie keine Ersatzteile mehr verfügbar sind, treten demnächst 111 Betten aus dem Rehab Basel, die 2002 beschafft wurden, ihre Reise in die Slowakei an.

Stephan Wetterwald wird neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung der Baselbieter Pensionskasse und damit Nachfolger von Hans Peter Simeon, der Ende November in den Ruhestand tritt.

• Die Stadt Basel hat den Zuschlag für die Durchführung des Eidgenössischen Jodlerfestes im Jahr 2020 erhalten, wodurch sich vom 26. bis 28. Juni jenes Jahres rund 12'000 aktive Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger treffen werden.

• Der FC Basel hat mit seinem 32-jährigen Mittelfeldspieler Davide Callà den ursprünglich bis zum 30. Juni 2017 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Die Baselbieter Jungsozialisten (Juso) haben Ronja Jansen (21) und Nils Jocher (20), beide aus Frenkendorf, einstimmig als ihr Co-Präsidium gewählt.

• Der Leiter der Basler Stadtreinigung, Peter Schär (47), hat seine Stelle beim Tiefbauamt auf 1. März gekündigt, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.

• Weil im Gelterkinder Kindergarten "Staffelen" die defekte Ölheizung nicht durch eine "einigermassen kostenattraktive und baulich auch realisierbare Alternative zu Öl ersetzt werden kann", beschloss der Gemeinderat "den Ersatz der alten Anlage durch einen neuen Öl-Brennwertkessel".

• Der 44-jährige Chemiker Alexander Schocker wird neuer Leiter Forensik bei der Polizei Basel-Landschaft als Nachfolge von Markus Looser, der letzten Herbst zur Kriminalpolizei Basel-Stadt wechselte.

• Die Oberwiler Bevölkerung hat in einer Referendums-Abstimmung den Beschluss über den Kredit für die Planung Eisweiherplus mit 1'072 Ja zu 2'820 Nein aufgehoben und damit die Planung beendet.

• Der Baselbieter Landrat hat einen Kredit von 14 Millionen Franken zum Bau der Tramlinie Margarethenstich bewilligt.

• Das Referendum gegen die unbegrenzte Alkohol-Abgabemöglichkeit in baselstädtischen Jugendzentren wurde mit 4’600 Unterschriften eingereicht.

• Der 53-jährige Patrick Dill wird ab 1. April neuer Leiter der Gemeindeverwaltung Allschwil.

• Der Kanton Baselland beteiligt sich an der "Berufsschau 2017" in Pratteln mit einem finanziellen Beitrag aus den Mitteln des Wirtschaftsförderungs-Fonds in der Höhe von 900'000 Franken (bisher 950'000 Franken).