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Erdbeben: Bisher gegen 400 Schäden reguliert

Die Schadenregulierung im Zusammen mit den durch die Geothermie-Bohrungen verursachten Erdbeben kämen "in der Zwischenzeit gut voran". Dies teilt die Bauherrin Geopower AG heute Dienstagmorgen mit.
Basel, 11. September 2007

Über 1'500 Fälle der insgesamt 2'500 Schadensmeldungen seien bis Ende August durch das Ingenieurbüro Aegerter & Bosshardt resp. die AXA-Winterhur bearbeitet worden. Gegen 400 dieser Fälle hätten bereits abgeschlossen werden können. Für die von allen Beteiligten angestrebte effiziente und kompetente Abwicklung mussten laut Geopower "verschiedene Voraussetzungen geschaffen werden, die angesichts dieses rechtlich wie auch versicherungstechnisch komplexen Falles mit grenzüberschreitender Ausdehnung teilweise sehr zeitintensiv waren". Dazu gehörten nebst den Prozessabläufen zwischen den Beteiligten und einem vereinfachten Verfahren bei kleineren Fällen auch die Bestimmung des Gebiets, in dem Schäden als Folge der Erdstösse seit vergangenem 8. Dezember möglich sind. Dies sei nicht zuletzt deshalb notwendig gewesen, "weil teilweise Schadensmeldungen aus grösserer örtlicher Entfernung eintrafen".

Dieser Schadenperimeter wurde vom Basler Ingenieurunternehmen Aegerter & Bosshardt mit Unterstützung des Schweizerichen Erdbebendienstes und des geologisch-paläontologischen Instituts der Universität Basel erarbeitet. Der Perimeter umfasst ein Gebiet von rund 15 Kilometer um das Bohrloch in Kleinhüningen. Bei der Bodengeschwindigkeit wurde gemäss den entsprechenden Normen der niedrigste in Betracht kommende Wert von drei Millimeter pro Sekunde gewählt. Ausserdem seien die Grenzen des Perimeters "bewusst grosszügig bemessen" worden. Damit soll verhindert werden, dass Schäden fälschlicherweise von der Beurteilung ausgeschlossen werden. Der technische Bericht "Perimeterdefinition" wie auch eine Karte des Perimeters sind unter www.geopower-basel.ch verfügbar.

Ausserhalb des festgelegten Perimeters sei daher "davon auszugehen, dass die geltend gemachten Schäden nicht auf die verschiedenen Erdstösse, sondern auf andere Ursachen zurückzuführen sind". Von den 2'500 eingegangenen Schadensmeldungen liegen insgesamt nur rund 160 Objekte ausserhalb des definierten Gebietes.

Laut Geopower wurden bisher "erwartungsgemäss" keine Schäden an tragenden Bauteilen festgestellt. Es handle sich vorwiegend um Rissbildungen in Oberflächenstrukturen wie Abrieb, Putz oder Kacheln sowie um Ablösungen bei der Schnittstelle verschiedener Materialien, wie Putz an Holz. Ein Grossteil der Schäden liegt unter 2'000 Franken.



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