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Thailands Indigene fordern mehr Rücksichtnahme

Bern/Zürich, 31. Oktober 2005

Die Schweizer Behörden wie auch die Schweizer Hilfs- und Entwicklungsorganisationen müssen den Interessen der Urvölker besser Rechnung tragen. Dies ist das Fazit eines Besuchs thailändischer Indigener in Bern und Zürich.

Seit Mitte letzter Woche versuchte eine Delegation aus Vertreterinnen und Vertretern thailändischer Urvölker die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (Deza) in Bern aber auch Schweizer Hilfs- und Entwicklungsorganisationen wie beispielsweise Alliance Sud, Helvetas, Swissaid und Caritas für ihre Anliegen zu sensibilisieren. Unterstützt wurden sie dabei von den ethnologischen Organisationen Iwgia Schweiz und Infoe Schweiz sowie vom indigenen Netzwerk Ikap aus Thailand, das unter anderem vom deutschen Ethnologen Timmi Tillmann, seiner Frau und Berufskollegin Maruja Salas und von Valeska Korff vertreten wurde.

"Wir kämpfen an zwei Fronten: Gegen die Regierung, die unsere Kulturen nicht anerkennen, und gegen die Tendenz in unserer eigenen Jugend, unser Wissen und unsere Traditionen aufzugeben", erklärte am Samstag in Zürich Chupinit Kesmanee, Universitätsdozent in Bangkok und Präsident der Organisation "Impect", die sich für die Bergvölker Thailands einsetzt.

Thailand, so die Botschaft der asiatischen Delegation, ist bei weitem nicht nur Touristenparadies und das Land der schönen Strände und feinen Küche. Vor allem der Norden ist auch die Heimat zahlreicher indigener Völker wie die der Tai, Lawa, Khamu, Hmong, Lisu, Lahu, Mien, Akha und Karen. Das grösste Problem dieser Völker ist, dass ihre Kulturen und ihr herkömmliches Wissen geflissentlich übersehen werden.

Die "Modernisierungsbestrebungen" der thailändischen Regierung wie auch die Entwicklungsideologie westlicher Organisationen führten zu einem schleichenden Zerfall der indigenen Werte und des traditionellen Wissens. "Die Kulturzerstörer sind unter anderen die Missionare, die Lehrer der Dorfschulen, die Mediziner wie auch die verschiedenen Beratungsprogramme in der Forst- und Landwirtschaft, die mit ihren ethnozentrischen Vorstellungen und Technologiepaketen die Lebensbedingungen der indigenen Landbevölkerung oft nur verschlechtern", umschrieb Timmi Tillmann die Nöte der Urvölker.

Worum es konkret geht, zeigten die Angereisten im Völkerkundemuseum Zürich. Yua Thanomrunruang (Bild), der Weise der Hmong, berichtete über Pflanzenwissen und Saat; Naikhuan Sae-Wang, die Mien-Yao-Weberin und Koordinatorin des Handwerkernetzeswerks in Nordthailand, demonstrierte die Bedeutung der Webmuster; See Salee, die Hmong-Heilerin, erzählte von der Weitergabe traditioneller Heilmethoden, und Baramee Booduang, der Karenführer und Spezialist für Schwendbau, demonstrierte mit Tanz und Flötenspiel das umfassende Naturverständnis seines Volkes.

Wie die Schweizer Ethnologen Danilo Geiger (Iwgia) und Max Mader (Infoe) gegenüber OnlineReports erklärten, müsse auch in der Schweizer Bundesverwaltung und bei den schweizerischen Hilfs- und Entwicklungswerken das Verständnis für die Anliegen der indigenen Völker noch stark gefördert werden. Denn immer noch würden allzu oft die Bedürfnisse der Indigenen nicht wahrgenommen – und stattdessen blindlings über ihre Köpfe hinweg operiert.



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6/2019
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Das wäre dann das Gegenteil von Terrorbekämpfung.

Frisch pubertiert

Jahresrückblick? Nein, danke.
RückSpiegel


Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

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Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

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Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

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Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

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Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die Gemeinde Riehen spendet 10'000 Franken zugunsten eines Nothilfe-Projekts des Roten Kreuzes für Geflüchtete in Bosnien-Herzegowina.

Ein überparteiliches Komitee hat am 15. Januar bei der Basler Staatskanzlei die Unterschriften für die Initiative "für erschwingliche Parkgebühren" eingereicht.

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Der FC Basel leiht seinen 21-jährigen Innenverteidiger Yves Kaiser bis zum Ende der Saison 2019/2020 an den FC Schaffhausen aus der Challenge League aus.

Knut Schmidtke, Marc Schärer und Lucius Tamm werden per 1. April 2020 die Leitung des in Frick domizilierten Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL von Urs Niggli übernehmen.

Die Baselbieter Grünen reichten am 12. Dezember ihre mit rund 1700 Unterschriften versehene Klimaschutz-Initiative ein, die das Ziel des Pariser Abkommens gesetzlich verankern will.

Die Basler SP-Bürgergemeinderätin Canan Özden tritt auf Anfang 2020 die Nachfolge der zurücktretenden Gabriella Matefi (SP) als Basler Bürgerrätin (Exekutive der Bürgergemeinde) an.

Das Theater Basel konnte im Jahr 2018/2019 die Anzahl der Besuchenden zum vierten Mal in Folge auf 183'705 Personen (+1,6 Prozent) erhöhen, während jedoch die Besucher-Einnahmen um 1,7 Prozent sanken.

Die neue grüne Baselbieter Landrätin Laura Grazioli übernimmt von der frisch gewählten Nationalrätin Florence Brenzikofer das freiwerdende Präsidium der Finanzkommission.

Paola Gallo, die ehemalige Geschäftsleiterin von "Surprise", übernimmt per 1. Oktober 2019 die Geschäftsführung der Job Factory Basel AG und der Stiftung Job Training.

Der 19-jährige Geografie- und Geschichtsstudent Nino Russano wird als Nachfolger von Nicolas Eichenberger neuer Präsident der Juso Basel-Stadt.

Der Basler Bürgerrat hat eine spürbare Senkung der Einbürgerungsgebühren beschlossen, von der sowohl ausländische als auch Schweizer Bewerbende profitieren.

Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.