© Screenshot by OnlineReports.ch


Facebook: Falsche "Freunde" können teuer werden

Basel, 25. April 2017

Es beginnt auf Facebook alles ganz harmlos: Eine bestätigte Freundschaftsanfrage und umgehend folgt die Bitte des scheinbaren Freundes, doch bitte die Telefonnummer bekanntzugeben. Kurz danach folgt eine SMS des "Freundes" mit der Aufforderung, die Telefonnummer zu bestätigen.

Gelingt es nun den falschen Freunden, ihren Opfern eine SMS-Bestätigung oder einen Code abzuringen, wird unmittelbar danach ihre Telefonrechnung mit bis zu 100 Franken belastet. Der Clou: Absender der Freunschaftsanfrage ist nicht ein – meist – Bekannter, sondern eine Fälscher. Die Freundschaftsanfrager sind Gangster.

Vierzig Anzeigen eingegangen

Bei der Basler Staatsanwaltschaft sind seit Anfang Jahr vierzig Anzeigen von Betrugsopfern eingegangen. Die Ermittler raten zur Vorsicht bei sogenannten "Freundschaftsanfragen" und empfehlen, weder Daten noch andere persönliche Informationen Unbekannten preiszugeben. Insbesondere sei zu prüfen, ob die um Freundschaft anfragende Person nicht schon in Ihrer Freundesliste ist (was oft der Fall ist). Falsch oder verdächtig erscheinende Anfragen sollten verworfen werden. Falls eine Fake-Anfrage doch angenommen wurde, sollte dieser "Freund" umgehend aus der Freundschaftsliste gelöscht werden.

Aus der Optik der Benutzer bleibt jedoch unverständlich, dass diese Gangster durch die Strafverfolgungsbehörden nicht ermittelt werden können, obschon doch angeblich jeder User eine nachverfolgbare Spur im digitalen Raum hinterlässt. Gilt das für dunkle Gestalten nicht?

PS: Gerade heute Dienstagnachmittag erhielt der Autor dieser Meldung eine Freundschaftsanfrage, bei der folgende Angabe stand: "Arbeitet bei: Allschwiler Wald".



 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Aktives Nichtstun der Staatsanwaltschaft"

Leider ist es so, dass nicht nur die Netzwerk-Betreiber den Kriminellen "helfen", sondern auch die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mit aktivem "Nichtstun". Bei einem konkreten Fall wurde über ein Jahr die Anzeige "liegen gelassen", so dass die Netzbetreiber die Senderdaten sicher schon gelöscht hatten. Befragungen von Zeugen erfolgten nach zwei Jahren auf Druck des Anzeigenden. Dies nachdem Einschüchterungsversuche seitens der Staatsanwaltschaft und der Versuch die Ermittlungen auf den Anzeigenden zu überwälzen, nicht fruchteten. Begründet wurde das "Nichtstun" von der zuständigen Stelle mit "Arbeitsüberlastung".

Fakt ist, dass die meisten "GangsterInnen" recht diletantisch ans Werk gehen und sich auch gar nicht gross verstecken müssen. Dumme Nutzer sind der erste Vorteil für dieses "Gewerbe" und die wohl zeitlich wie intellektuell überforderte Staatanwaltschaft, macht es Kriminellen wirklich zu leicht.


Daniel Kobell, Basel




"Netzwerk-Betreiber wollen nicht kontrollieren"

Es ist ja klar, dass solche Typen keine Spur hinterlassen. Die gehen einfach über einen Tor-Browser (Dark Net) und dann ist es fast unmöglich den Absender zu eruiren. So viel zu den sogenannten Sozialen Netzen, die einfach nicht kontrolliert werden können auch wenn die Versprechen der Betreiber das so angeben. Der Aufwand für sie wäre natürlich sehr gross und deshalb  lassen sie die Finger davon. Der /Die Leidtragende/n sind die Nutzer.


Peter Isler, Basel




"Nach oben offene Skala des Blödsinns"

Erstaunlich, wie viele Leute es immer noch nicht gemerkt haben, dass Facebook auf der nach oben offenen Skala des Blödsinns, in dieser Hinsicht, das "führende" soziale Medium ist.


Albert Augustin, Gelterkinden




"Etwas Medienkompetenz wäre gefragt"

Je mehr wir die "Soziale Medien" benutzen, desto mehr wäre etwas Medienkompetenz gefragt. Leider befassen sich die Benutzer viel zu wenig mit den Plattformen und den Privatsphären-Einstellungen und werden so ein leichtes Opfer. Im Falle der falschen Freuden hilft es, wenn die eigenen Freundesliste nicht auf öffentlich zugänglich sondern auf "nur für Freunde" oder bestenfalls auf Privat gesetzt wird. Was die Gangster tun ist, das eigene Profifoto zu verwenden und dann den Freunden, die eben auf Grund der "falschen" Einstellung (> "Privatsphäre" > "Nur ich") für alle sichtbar sind, eine erneute Freundschaftsanfrage zu schicken. Wenn man nicht kontrolliert, ob man mit der anfragenden Person bereits befreundet ist, dann ist die Anfrage oft vorschnell beantwortet.


Tom Wiederkehr, Basel




"Es kommt noch schlimmer"

Es kann noch weiter gehen, wie ich selbst erlebt habe. Ein echter Freund wurde nach MEINER Telefon-Nummer angefragt. Er hat sie zum Glück nicht angegeben.


Roberto Lanz, Bottmingen



www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Steuervoralge 17"

CVP
Communiqué vom
11. Dezember 2018
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Kein gutes Omen, wenn die Vorlage schon zur Alge mutiert ist.

RückSpiegel


Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Der Basler Zeitung fiel in einem Leserbrief in OnlineReports auf, dass der frühere Baselbieter Polizeisprecher auf der SVP-Liste für den Landrat kandidiert.

Telebasel, nau.ch und 20 Minuten bezogen sich in ihren Beiträgen über Sachbeschädigungen gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei auf OnlineReports.

Im Interview mit Claudia Sigel geht die Basler Zeitung auf eine Aussage der Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller in einem OnlineReports-Interview ein.

In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

• Das Projekt eines Ozeaniums des Basler Zoos hat mit starkem Wellengang zu kämpfen: Das gegnerische Komitee reichte fast 5'000 Referendums-Unterschriften ein, wodurch es zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Yvette Harder wird per 18. März 2019 neue Generalsekretärin des Basler Finanzdepartements und damit Nachfolgerin von Alexandra Schilling, die in die Kommandoabteilung der Kantonspolizei wechselte.

• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.

• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Daniel Roth (61) wird im Baselbiet neuer Leiter des Rechtsdienstes von Regierung und Landrat, als Nachfolger von Hans Jakob Speich, der sich vorzeitig pensionieren lässt.

Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.