Gebäudeversicherung: Prämienerhöhung bei Grundstücken

Liestal, 20. November 2017

Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung (BGV) erhöht erstmals seit 16 Jahren die Prämien für die Grundstück-Versicherung: Die Grundtaxe wird um 11.50 auf 29.50 Franken angehoben. Die Flächenprämien bleiben unverändert. Ebenfalls wird die Grundtaxe neu pro Grundstück und nicht wie bisher pro Eigentümerschaft erhoben. Bei Eigentümerschaften mit mehreren Grundstücken wird die Grundtaxe aber maximal sechsmal erhoben.

Wie der Baselbieter Hauseigentümerverband mitteilt, wollte die BGV diesen Tarif "auf deutlich mehr als 30 Franken anheben". Dass die Prämienanpassung nun weniger stark ausfalle als geplant, sei auf den Einsatz des Verbandes zurückzuführen.

Erweiterung der Deckungsumfänge

Durch verschiedene Erweiterungen der Deckungsumfänge bei den freiwilligen Wasserschadenversicherungs-Produkten "WasserBasis" und "WasserPlus" wird – so die BGV weiter – den Kundenbedürfnissen entsprochen. Zu den Neuerungen gehören beispielsweise der Einschluss von im Haus liegenden Gasleitungen, von Wasserschäden durch Bade- und Planschbecken oder die Deckung von Schäden durch Rückstau aus Aussenablaufrohren oder Fallleitungen.

Beim Produkt "WasserPlus" wurden überdies die monetären Versicherungsleistungen erhöht. So erhält die Kundschaft beispielsweise für die Ortung, Freilegung sowie Wiedereindecken undichter Gas- und Wasserleitungen neu bis 50‘000 Franken gutgesprochen (bisher 20‘000 Franken). Ferner sind Zusatzobjekte wie beispielsweise Stützmauern künftig prämienfrei mitversichert, sofern das entsprechende Zusatzobjekt für die Feuer- und Elementarschadenversicherung angemeldet und das Hauptgebäude durch eine BGV-Wasserschadenversicherung gedeckt ist.

Erhöhte Kontrollpflicht für Eigentümer

Die BGV weist auch darauf hin, dass per 1. Januar 2018 das neue kantonale "Brand- und Naturgefahrenpräventions-Gesetz" (BNPG) in Kraft tritt. Eine der wichtigsten Neuerungen im Zusammenhang mit dem Brandschutz ist die Erhöhung der Eigenverantwortung der Liegenschaftseigentümerschaft bezüglich der Kontroll- und Unterhaltspflicht von Feuerungsanlagen.

Die Eigentümerschaft respektive die Betreiber von Feuerungsanlagen müssen zukünftig ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen und ihre Feuerungsanlagen regelmässig durch eine Fachperson ihrer Wahl kontrollieren lassen. Die bisherigen obligatorischen Kontrollen durch die Kaminfeger sowie die Kaminfegerkreise werden aufgehoben.

Wie Laszlo Koller, Leiter des BGV-Geschäftsbereichs Prävention, gegenüber OnlineReports präzisierte, können für diese periodischen Kontrollen Kaminfeger, aber auch andere Spezialisten wie Heizungsinstallateure, Hafner/Ofenbauer oder Servicetechniker der jeweiligen Ofenmarke beauftragt werden.



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