Kinderheim "Auf Berg": Ausschluss aus Konferenz

Drastischer Schritt im Fall des Seltisberger Kinderheims "Auf Berg": Die Baselbieter Konferenz der Heimleiterinnen und Heimleiter der Kinder- und Jugendheime (HEBL) schliesst die Trägerschaft per sofort aus ihrer Organisation aus.
Seltisberg, 4. März 2008

Der Entscheid fiel am 29. Februar einstimmig an einer HEBL-Konferenz gefällt, wie der Verband heute Dienstagmorgen mitteilte. Unterzeichnet ist das Communiqué vom Jahrespräsidenten Kurt Lirgg. Zur Begründung wird angeführt: "Unsere Vorgaben und Zielsetzungen sind in der jetzigen Situation im Kinderheim 'Auf Berg' nicht mehr gewährleistet." Eine Wiederaufnahme werde zu "gegebener Zeit" geprüft. Seitens der umstrittenen Kinderheim-Trägerschaft war die Reinacher Präsidentin des Katholischen Fürsorgevereins, Huberta Heinzl, für einen Kommentar nicht zu erreichen.

Zu Anfang des Jahres beurlaubte Heinzl ihren Kinderheim-Leiter Simon Wiget mit "sofortiger Wirkung", wie OnlineReports am 18. Februar öffentlich machte. Zur Begründung führten beide "unüberbrückbare Differenzen" in Fragen der künftigen Heimführung an. Tatsächlich aber ist dieser Rauswurf die fünfte Trennung seit 1993 in Serie: Drei Heimleiter gingen jeweils auf Druck der Trägerschaft; einer trennte sich "im gegenseitigen Einvernehmen" und eine fünfte, ad interim eingesetzte Leitung beschrieb die Spitze des Trägerschafts-Vereins als recht eigentlich unfähig und sagte bereits 2006 zutreffend weitere "Trennungen" voraus.

Nach Recherchen von OnlineReports schieden die Heimleiter auch in den Jahren 1988 und 1977 im Dissens vom Verein. Dieser wurde und wird seither nur von zwei Frauen geführt: Vom heutigen Ehrenmitglied Margrit Bennet-Saladin, Allschwil, und, seit 1994, Huberta Heinzl, Reinach. Ansonsten gehören dem Vorstand, der mit schöner Regelmässigkeit wechselt, zur Zeit an: Irene Rigo-Altermatt, Lupsingen; Helen Gianola-Lindlar, Himmelried; Valentin Hänggi, Arlesheim; Norbert Malsbender, Schönenbuch; Hans Schmid, Therwil sowie Simon Stemmer, Wallbach.

Mit ihrem drastischen Entscheid geben die Baselbieter Heimleiter all jenen Stimmen indirekt Recht, die seit Jahren vor der unprofessionellen Führung des Kinderheims durch den Katholischen Fürsorgeverein warnen. Bereits am 13. September hatte sich die HEBL in einem nicht veröffentlichten Schreiben an die Kantonale Fachstelle für Sonderschulung, Jugend- und Behindertenhilfe mit einer Solidaritätsadresse zugunsten von Heimleiter Wiget gewendet. Im Schreiben wird festgehalten, dass die Trägerschaft die Voraussetzungen der Baselbieter Vorschriften über die Führung von Kinderheimen nicht mehr erfülle.

Unterzeichnet war dieser Brief von der Heimleiter-Konferenz: Stefan Köhli, Heimleiter Laufen; Wolfgang Lanz, Landschule Röserental; Urs Kühnis, "Auf der Leiern"; Kurt Lirgg, Heimleiter Schillingsrain; Ueli Schneeberger, Jugendwohngruppen beider Basel; Fred Aschwanden, Sommerau; Charles Wüest, Sonnenhof, Arlesheim; Priska Zimmermann, Wohngruppe Wolfbrunnen sowie Albert Rüeggsegger, Leiter der Wohngruppe für behinderte Kinder.




Weiterführende Links:
- Heimleiter-Wechsel am Fliessband
- Knatsch im Kinderheim: Heimleiter wirft Handtuch
- Kinderheim "Auf Berg": Amtsvormünder intervenieren
- Kinderheim-Krise: Gespräche ergebnislos
- Kinderheim "Auf Berg": Maulkorb für Mitarbeitende


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"Wo bleibt die Reaktion der politisch Verantwortlichen?"

Ein kompetenteres Gremium als die Konferenz der Baselbieter Heimleitungen (HEBL) in Bezug auf die zeitgemässe Führung einer sozialen Institution gibt es im Augenblick wahrscheinlich nicht. Der Ausschluss der Trägerschaft der "Heime Auf Berg" zeigt die Reichweite des Konfliktes, in dessen Mittelpunkt es letztendlich um das Wohl von Kindern und Jugendlichen geht.

 

Presse, Amtsvormundschaften und HEBL haben reagiert. Wo bleibt die Reaktion der politisch Verantwortlichen?


Sabine Ott, Ziefen



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RückSpiegel


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Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

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• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.