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Luca Urgese: Der erste grüne Vorstoss des FDP-Präsidenten

Die Freie Strasse als Basels bedeutendste Einkaufsmeile hat 08.15-Attraktionswert. Achtung: Der Basler FDP-Präsident und Nationalrats-Kandidat Luca Urgese will Grün in Grau reinmischen.
Basel, 23. Juli 2019

Reden wir gar nicht erst drum herum: Die Freie Strasse hat im (an sich unzulässigen) Vergleich zur Zürcher Bahnhofstrasse den Charme eines Staubwedels. Vom Bankenplatz zum Marktplatz zieht sich weitgehend ein von Kaufhäusern flankierter Asphaltgürtel, genannt Fussgängerzone. Ausser Asphalt ist weit und breit nichts in Sicht, das den belebten Kanal zwischen mehrstöckigen Baustoffen gestalterisch verbindet ausser einige etwas zufällig hingestellte, aber rege benützte Stühle.

Das Baudepartement plant nun, die Freie Strasse und ihre Umgebung mit einem durchgehenden Belag aus Quarzsandsteinplatten zu versehen, um damit die Fussgängerfreundlichkeit zu betonen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

"Leider keine Bäume"

Doch ein Politiker, von dem man es zuletzt erwartet hätte, hat in den Visualisierungen einen Mangel festgestellt, den er eines parlamentarischen Vorstosses für würdig hält: "Bäume und sonstige Bepflanzungen sind leider nicht vorgesehen" – abgesehen vom "Platzbaum" bei der Bäumleingasse.

FDP-Grossrat Luca Urgese (kleines Bild) hält dies praktisch zwar für "durchaus nachvollziehbar, da sonst der Platz für die notwendigen Anlieferungen mittels grossen Fahrzeugen fehlen würde" und der Zugang für das Gewerbe auch nach der Umgestaltung "zwingend hinderungsfrei" möglich sein müsse.

In einer Schriftlichen Anfrage "betreffend mehr Grün in der Freien Strasse" regt er aber eine zusätzliche Begrünung" an, die "nicht nur optisch eine zusätzliche Aufwertung" bedeutete, sondern angesichts steigender Temperaturen an heissen Tagen wie dem heutigen einen Beitrag leistete, "die Luft zu kühlen". Denkbar seien "Fassadenbegrünungen oder Hors-sol-Begrünungen am Strassenrand in Zusammenarbeit mit den Hauseigentümern".

Petra Gössis langer Arm?

Scheinbar ist diese lobenswerte Vorstoss nicht ganz ohne Einfluss der neuerdings Ökologie-inspirierten FDP Schweiz-Chefin Petra Gössi entstanden: Es ist der erste Vorstoss zur Umweltpolitik, den der "liberalste und gewerbefreundlichste Grossrat von Basel-Stadt" (Selbstdeklaration) seit seinem Einzug in den Grossen Rat im Jahr 2014 eingereicht hat.

Auf Ergänzungs-Fragen von OnlineReports beeilte sich Urgese aber, davor zu warnen, ihn mit dem Klima-Hype in Zusammenhang zu bringen. Bei seiner Anfrage handle es sich "nicht um einen Klimaschutz-Vorstoss". So komme "der Begriff 'Klima' im ganzen Vorstosstext kein einziges Mal vor". Vielmehr gehe es ihm um Stadtentwicklung beziehungsweise eine attraktive Gestaltung der Innenstadt.

Nachhaltige Wirtschaft erwartet

Trotzdem betont er, dass die Umweltpolitik in der Basler FDP "schon immer eine höhere Aufmerksamkeit als andere Kantonalsektionen unserer Partei" hatte. Auch künftig werde seine Partei "immer wieder liberale Ideen einbringen sowie Vorstösse anderer Parteien unterstützen, die wir als ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig beurteilen".

Ohnehin erwarte die Öffentlichkeit von der Wirtschaft nachhaltige Lösungen. "Für mich ist deshalb klar, dass für jedes Unternehmen, das auch in Zukunft erfolgreich sein will, kein Weg daran vorbeiführt, der Nachhaltigkeit von Produktion und Produkten grosse Aufmerksamkeit zu schenken."

Erster kleiner Treffer

Schaden dürfte der Begrünungs-Impuls dem FDP-Präsidenten nicht. Denn der 33-jährige Enkel italienischer Einwanderer kandidiert im Oktober für den Nationalrat, wobei es sich nach heutiger Einschätzung um eine "Klima-Wahl" handeln dürfte. Da hat Luca Urgese, einer der Spitzenkandidaten, schon einen kleinen Treffer in seinem Palmares.




Weiterführende Links:
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"Flecken auf dem Quarzsandstein"

Eines hat Herr Urgese vergessen oder er kennt er das Problem gar nicht, das schon länger von Fachleuten bemängelt wurde, nämlich dass diese Quarzsandsteinplatten die vom Baudepartement vorgeschlagen und installiert werden sollen, sehr schmutzempfindlich sind, jeder Colaflecken oder irgendwelche andere Essensresten sind von diesem Stein sehr schwer weg zu bekommen. Vielleicht liefern die Bäume dann ein bisschen Schatten, damit diese unschönen Flecken nicht so sichtbar werden. Warum die Basler Grossräte das so einfach hinnehmen, ist mir und noch einigen anderen schleierhaft, obwohl das schon öffentlich diskutiert wurde. Der diesbezügliche Ärger ist vorprogrammiert.


Bruno Heuberger, Oberwil



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CIRCO FANTAZZTICO

Der Jugendzirkus Circo Fantazztico aus Costa Rica bietet sozial gefährdeten Kindern und Jugendlichen eine Gemeinschaft und neue Perspektiven.

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Mehr: www.ecosolidar.ch

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"Hacker in USA stiehlt Daten von gut 100 Millionen Bankkunden"

AZ online
vom 30. Juli 2019
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Korrekter wäre: "Hackerin in USA ...". Es war eine Frau.

RückSpiegel


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Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

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In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Die Medienwoche empfiehlt ihren Leserinnen und Lesern die Lektüre des OnlineReports-Interviews mit "Prime News"-Gründer Christian Keller.

Telebasel und die Schweiz am Wochenende nahmen die OnlineReports-News über die Tresor-Knacker im Gartenbad St. Jakob auf.

In ihrem Artikel über die Solidarisierung von BVB-Mitarbeitenden mit einem BaZ-Redaktor nahm Prime News auf einen früheren OnlineReports-Beitrag Bezug.

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Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

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In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

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Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.