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Die EBM, der Zivilschutz und das Baselbieter Staatsarchiv

Münchenstein/Liestal, 8. September 2017

Die Meldung tönt so staubtrocken, dass es sich lohnt, nachzufragen – um dabei Interessantes zu erfahren. Also: "EMB gibt historisches Archiv an Kanton ab", heisst der wenig aufregende Titel der heutigen Medienmitteilung des Energieversorgers Elektra Birseck Münchenstein. Klingt ein bisschen nach "Wir können unsere Räume für Besseres verwenden als für hundertjährige Akten, die niemanden mehr interessieren".

So ist es aber ganz und gar nicht. Nur darf sich natürlich jedes Unternehmen fragen, ob verlassene Aktenberge erhalten, der Müllabfuhr anheim gestellt oder dem Baselbieter Staatsarchiv übergeben werden sollen. Nun ist das Staatsarchiv aber keine gemeinnützige Grümpelkammer, sondern ein wissenschaftliches Institut, das sich sehr wohl überlegt, was es unter seine Obhut nehmen will und was nicht.

Zivilschützer leisteten Vorarbeit

Die EBM startete schon vor einiger Zeit eine Anfrage, ob ihr Firmenarchiv für das Staatsarchiv von Interesse sei. Staatsarchivarin Regula Nebiker (Bild Mitte) sagte zu, weil es sich um einen "sehr, sehr schönen Bestand" handelt, der lokal-, regional- und wirtschaftsgeschichtlich relevant sei, wie sie OnlineReports erklärte.

So trafen denn gestern Donnerstag über hundert Laufmeter historisch relevante Dokumente, die spezialisierte Angehörige des Kulturgüterschutzzugs der Zivilschutz-Kompagnie Altenberg während zwei Jahren vorsortiert, vorbereitet und katalogisiert hatten, an der Wiedenhubstrasse in Liestal ein.

Das EBM-Archiv zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl die Geschäftsberichte, als auch die Protokolle und Sitzungsunterlagen von Verwaltung und Direktion über einen Zeitraum von 120 Jahren lückenlos erhalten sind. Daneben finden sich technische Zeichnungen, handkolorierte Pläne, Skizzen, Fotografien (auch Glasdias) und Videokassetten.

Einzigartig ist die Korrespondenz im Zusammenhang mit dem EBM-Netzgebiet im Elsass. Rund 500 Bände Sitzungsprotokolle der Delegiertenversammlungen, des Verwaltungsrats und der Direktion wurden in Bern digitalisiert. Von der Dokumenten-Übergabe in keiner Weise betroffen ist das EBM-Museum, über das OnlineReports.ch im Oktober 2014 berichtete.

Finanzierung noch nicht geregelt

Bei der gestrigen Akten-Übergabe in Münchenstein, die eine Spur staatsmännischen Zeremoniells aufwies, waren auch EBM-Direktor Conrad Ammann (Bild rechts) und Frank Elmar Linxweiler (Bild links), Leutnant des Kulturgüterschutzes Altenberg, dabei.

Eines soll allerdings nicht verschwiegen werden. Wie Regula Nebiker auf Anfrage von OnlineReports.ch erklärte, ist die Finanzierung "noch nicht geregelt". Es ist nämlich keineswegs so, dass die Dienstleistungen des Staatsarchivs – mir nichts dir nichts – auf Staatskosten angeboten werden: "Wir haben die Zusage der EBM, dass sie die Aufarbeitung bezahlt", sagte die Hüterin des kantonalen Archivs. Der konkrete Betrag müsse aber noch ausgehandelt werden.

Denn erst jetzt beginnt im Baselbieter Haus der Akten das wissenschaftliche Projekt der Aufbereitung und Bewirtschaftung sowie der fachgerechten und sorgfältigen Aufbewahrung. Das ist eine immense Arbeit, die längere Zeit in Anspruch nehmen wird. "Da steht die EBM in der Pflicht", sagt Regula Nebiker. So schnell wird der Münchensteiner Energieversorger seine Dokumente also doch nicht los.

Übrigens häufen sich die Aktenberge auch bei der Liestaler "Elektra Baselland" (EBL), die etwa gleich alt ist wie ihr Münchensteiner Schwester-Unternehmen, wie Direktor Urs Steiner auf Anfrage von OnlineReports.ch erklärt. "Wir werden uns gelegentlich schon auch Gedanken über unsere historischen Akten machen müssen. Aber derzeit ist das noch kein Thema."




Weiterführende Links:
- EBM-Museum: Weniger Nostalgie – mehr Vermittlung


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"Weinstein setzte Spione auf Opfer ab"

BZ Basel
vom 8. November 2017
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... nachdem er sie zu Miniaturen erniedrigt hatte.

RückSpiegel


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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.

• Der Binninger Mike Keller ist neuer Präsident des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB) bis Frühjahr 2019 und somit Nachfolger des neuen Basler Stadtentwickers Lukas Ott, der alle politischen Ämter niederlegt.

• Der an der Harvard-Universität arbeitende Forscher Professor Alexander F. Schier wird ab 2018 neuer Leiter des Biozentrums der Universität Basel.

• Das Unternehmerpaar Marc Friedrichsen und Julia Reidemeister übernahm Mitte Oktober die "Boutique Danoise" an der Aeschenvorstadt in Basel im 50. Jahr ihres Bestehens von Thomas und Astrid Bachmann.

Hoffmann-La Roche will bis ins Jahr 2020 den Wasserverbrauch pro Mitarbeitenden um zehn Prozent senken.

• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.