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Veruntreuung: Zwei Jahre bedingt für Bloggerin

Mutttenz, 4. Oktober 2018

Das Baselbieter Dreier-Strafgericht hat heute Donnerstagnachmittag eine 41-jährige Steuerberaterin zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten bei einer Probezeit von drei Jahren verurteilt. Die Anklägerin hatte 2,5 Jahre, der Verteidiger Freispruch verlangt.

Der gebürtigen Montenigrinerin, die sich in der Region als bekannte Bloggerin am Meinungsstreit beteiligt, hatte die Staatsanwaltschaft – vertreten durch János Fábián – unter anderem Veruntreuung, ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und betrügerischen Konkurs vorgeworfen. Laut dem erstinstanzlichen Urteil werden ihr zusätzlich hohe Verfahrenskosten und weitere finanzielle Belastungen aufgebürdet.

640'000 Franken Schadenssumme

Strafgerichtspräsident Andreas Schröder machte eine Schadenssumme von 640'000 Franken geltend, die vor allem Liegenschafts-Deals in Reinach und Dornach und einen Nachbarn der Angeklagten betrafen, der ihr emotional sehr nahe stand, und der ihr Investments in Höhe von 900'000 Franken anvertraute. Auch von einem durch ihren Nachbarn – einem erfolgreichen Buchprüfer – gespiesenen Konto hob sie sechsstellige Beträge für sich und Dritte ab, aber auch minimale Summen wie 200 Franken als FDP-Mitgliederbeitrag.

Ein Beispiel aus dem Jahr 2008: Am selben Tag, an dem der Nachbar 200'000 Franken auf das Raiffeisen-Konto "dra-Investment" einzahlte, hob die Angeklagte 76'000 Franken unrechtmässig ab.

Zentral in die Delikte involviert war die Firma "Remada-Immo-Bau AG", in der die Angeklagte als operative Chefin mit Einzelunterschrift mit alleinigem E-Banking-Zugang firmierte. In der Anklage war die Rede von einer Firmen-Schwindelgründung, gefälschten Hypothekarverträgen und Abzweigung von durch eine Freundin anvertrauten Vorsorgegeldern in sechsstelliger Höhe. Bezüge flossen auch an Verwandte in Montenegro.

Beschwerdefreudige Angeklagte

Die Delikte trugen sich vor allem zwischen 2008 und 2010 zu. Ehrverletzungs-Vorwürfe sind deswegen mittlerweile verjährt. Die auffällig lange Verfahrensdauer sei aber "nicht überwiegend der Staatsanwaltschaft anzulasten. Vielmehr habe auch die Angeklagte mit ihren 22 Beschwerden und Strafanzeigen die Verzögerung herbeigeführt. Richter Schröder warf ihr vor, sie habe es "verstanden, die Leute in ihrem Umfeld zu überzeugen". Gleichzeitig aber habe sie das gewonnene Vertrauen von Freunden und ihrem Nachbarn ausgenützt und diese dadurch "massiv enttäuscht".

Die Angeklagte war nicht vorbestraft und liess sich seit den damaligen Delikten auch nichts mehr zuschulden kommen. Während der mündlichen Urteilsbegründung fiel sie dem Richter aber rabiat ins Wort ("Schwachsinn!"), womit sie im Wiederholungsfall eine Verweisung aus dem Gerichtssaal riskierte. Noch im Anklagestand kündigte die gescheiterte Immobilien-Dealerin an, sie werde "ganz sicher in die Berufung gehen".

Angeklagt ist auch ihr um 22 Jahre älterer Ehemann. Er konnte aus gesundheitlichen Gründen an der Verhandlung nicht teilnehmen.



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RückSpiegel


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Weitere RückSpiegel

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"Er nimmts mit einem Lächeln"

BZ Basel
vom 23. Januar 2019
über die Verurteilung von
Cristiano Ronaldo zu
18,8 Millionen Euro
wegen Steuerbetrugs
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Das sind die Götter der heutigen Zeit.

In einem Satz


Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

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Titus Hell ist als Nachfolger von David Pavlu zum neuen Präsidenten der Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) gewählt worden.

Anna Ott gibt das Amt als Vizepräsidentin der Grünen Baselland aufgrund ihres Masterstudiums in Nordeuropa ab; eine Nachfolge steht noch nicht fest.

• Das von der Fondation Franz Weber massgeblich unterstützte Referendum gegen ein Ozeanium auf der Basler "Heuwaage" ist mit 4'649 Unterschriften zustande gekommen.

• Der Reinacher Gemeinderat hat beschlossen, ab Februar 2019 mit einem neuen TV-Sendeformat zu starten, das wöchentliche Fernsehsendungen mit Inhalten aus Gemeinde und Vereinen bietet.

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Henriette Götz wird am 1. Mai 2019 die Nachfolge von Danièle Gross als Kaufmännische Direktorin am Theater Basel antreten.

• Mit 12'673 Studierenden und Doktorierenden, die sich im Herbstsemester 2018 für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben haben, ist die Gesamtzahl der Studierenden im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

• Der EuroAirport begrüsste am 4. Dezember seinen 8 Millionsten Passagier und erzielte damit die höchste Jahres-Frequenz seit Gründung im Jahr 1946.

Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeginn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.

• Die Baselbieter Regierung will bei der Staatssteuer den Vergütungszins für das Jahr 2019 bei 0,2 Prozent belassen, ebenso bleibt der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

• Das Projekt eines Ozeaniums des Basler Zoos hat mit starkem Wellengang zu kämpfen: Das gegnerische Komitee reichte fast 5'000 Referendums-Unterschriften ein, wodurch es zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Yvette Harder wird per 18. März 2019 neue Generalsekretärin des Basler Finanzdepartements und damit Nachfolgerin von Alexandra Schilling, die in die Kommandoabteilung der Kantonspolizei wechselte.

• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.