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144'000 Tram-Franken und die Tassen im Schrank

Basel, 5. März 2016

Die Basler Kantonspolizei, nicht gerade als informationsfreudig bekannt, veröffentlichte gestern Freitag eine Meldung, die auch hartgesottene Nachrichtenverarbeiter zweimal lesen mussten, so unglaublich mutete sie an. Ein älteres Ehepaar hatte im Tram auf dem Weg zur Tochter irrtümlich eine Tasche mit 144'000 Franken Bargeld liegen lassen (das entspricht dem Wert von 288 oben abgebildeten, sich allerdings nicht mehr im Umlauf befindlichen Noten, OnlineReports berichtete).

Der Autor jener Polizeimeldung speckte seinen Text auf ein nicht mehr zu unterbietendes Minimum ab. Keine Altersangabe. Keine Tramnummer. Keine Angaben zum Ausstiegsort. Kein Wort zum Motiv, einen nicht ganz unerheblichen sechsstelligen Betrag in der Handtasche auf Familienbesuch mitzuführen. Grund der polizeilichen Schmallippigkeit: Die Meldung soll keine Hinweise enthalten, die "Rückschlüsse auf die Identität des Ehepaares" ermöglichten.

Viele kamen ins Grübeln

Nun hat die pikante Polizei-Meldung zwar nicht die Identität des vergesslichen Paares zutage gefördert, dafür umso mehr Fragen und Kommentare provoziert. "Aber das Paar hat schon nicht alle Tassen im Schrank, oder?", fragte beispielsweise ein nicht unbekannter Unterbaselbieter SP-Politiker auf Facebook. Damit stimmte er vermutlich mit Gedanken überein, die sich zahlreiche weitere denkende Leserinnen und Leser bei der Lektüre gemacht haben.

Aus der Tatsache, dass die Verlustmeldung am Schalter des Basler Bahnhof-Polizeipostens aufgegeben wurde, kann geschlossen werden, dass sich das unglückliche Paar per Eisenbahn zum Tochter-Besuch aufmachen wollte. Doch gerade in der Bahn hätte die zweite Gefahr gelauert, die Handtasche liegen zu lassen. Aber warum denn mit 144'000 Franken Bargeld die Tochter besuchen? Wohnt die Tochter gar im Ausland? Ein vorgezogenes Ostergeschenk in Form eines Bündelchens Banknoten?

Aber lassen wir das. Solche Fragen zu stellen, wäre die Sache von Kommissaren. Denn vielleicht war die vordergründige Meldung nur die Vorspeise zum Hauptgang. Ein Appetizer sozusagen, der Fantasie beflügelte.




Weiterführende Links:
- Im Tram verloren: 144'000-Franken-Tasche blieb unbehelligt


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"Moneytransfer durch Senioren"

Finde den Begriff "älteres Ehepaar" so dehnbar und schön. Es war also nicht ein "altes Ehepaar", sondern schon ein etwas "älteres"! Wobei man jetzt nicht so genau weiss, ob die Ehe schon ein schönes Alter aufweist, oder ob dieses Alter etwa beim Betrachten schon auffällt.
 
Also eindeutig Moneytransfer durch Senioren!


Christian B. Schäffler, Basel




"Nach oben offene Skala des Blödsinns"

Ein nicht unbekannter Politiker fragt sich auf Facebook, ob das Paar welches die Geldtasche liegen liess, nicht alle Tassen im Schrank hat. Für mich zeigt sich einmal mehr, das Mitteilungsbedürfnis von gewissen Leuten auf Facebook ist irgendwie seltsam und bestärkt meine Meinung, dass Facebook auf der nach oben offenen Skala des Blödsinns immer noch den gleichen oder gesteigerten Stellenwert für gewisse Zeitgenossen darstellt!


Albert Augustin, Gelterkinden



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"Wegen Lieferproblemen Haben wir keine Ware erhalten. Deswegen Können wir Ihnen leider nicht den ganzen Sortiment anbieten, vor allem leaderprodukte fehlen."

Coop Pronto
Anschlag des
Teams Basel Bahnhof
am 15. Januar 2017
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Auch die Autokorrektur war ausser Betrieb.

RückSpiegel


Die OnlineReports-Story über Andrea Strahm und die Präsidiums-Suche der Basler CVP nahmen das SRF-Regionaljournal, die TagesWoche, die Basler Zeitung und die BZ Basel auf.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ online nahmen die OnlineReports-News über den Austritt Daniel Goepferts aus dem Basler Grossen Rat auf.

In ihrem Kommentar über "Die Arroganz der Basler Regierung" (Schlagzeile) nahm die Basler Zeitung Bezug auf eine Schilderung in OnlineReports.

SRF online bezog sich in ihrem Bericht über den ASE-Prozess auf OnlineReports.

Für ihre Sendungen "10vor10" und "Schweiz aktuell" holte das Schweizer Fernsehen Statements bei OnlineReports ein.

Die BZ Basel und 20 Minuten online bezogen sich in ihren Artikel über die Basler CVP-Präsidentin Adrea Strahm auf ihre Kolumnen in OnlineReports.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht über Platzprobleme des neuen BVB-"Flexity"-Trams am Basler Aeschenplatz auf.

In seinem Bericht über den Anlage-Skandal der ASE Investment ging die Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens auf die Rolle von OnlineReports bei der Enthüllung des Schwndels ein.

In seinem Bericht über das von Handwerker-Autos besetzte Trottoir in der Basler Centralbahnstrasse nahm das SRF-Regionaljournal auf einen früheren OnlineReports-Artikel Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, das SRF-Regionaljournal, 20 Minuten online und die SDA nahmen den OnlineReports-Bericht über die Verurteilung des Rappers Ensy auf.

Die Volksstimme beschrieb, wie Peter Knechtli vor 30 Jahren die Brand-Katastrophe von Schweizerhalle erlebte.

Die NZZ zitierte aus dem OnlineReports-Kommentar zu den Basler Regierungsrats-Wahlen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Gerhard Schafroth, Gründungsmitglied und Gründungspräsident der Baselbieter Grünliberalen, tritt nach fast zehn Jahren aus dem Parteivorstand zurück und überlässt seinen Posten dem 26-jährigen Frenkendörfer Wirtschaftsstudenten Patrick Wolfgang.

• Die Augenkliniken des Kantonsspitals Baselland und des Universitätsspitals Basel arbeiten künftig so eng zusammen, dass sie ihre Angebote miteinander abstimmen und medizinisches Personal austauschen.

• In Liestal werden die Gasstrasse (Abschnitt Rheinstrasse bis Weierweg), der Weierweg und die Rosenstrasse vom Gemeinde- ins Kantonsstrassennetz integriert und umgebaut werden.

Beat Lüthy (54), dreifacher Vater aus Sissach, wird neuer Leiter des Baselbieter Amts für Volksschulen.

• Der ACS beider Basel will gegen die Einführung von "Tempo 30" auf Basler Hauptverkehrsachsen weiter zu kämpfen und den Fall am Beispiel der Sevogelstrasse vor Bundesgericht bringen.

• Mit dem Ziel, dass Basler Jugendzentren alkoholfrei bleiben, hat ein Komitee aus gesundheits- und jugendschutzorientierten Kreisen das Referendum gegen das revidierte Gastgewerbegesetz ergriffen.

• Im Rahmen ihrer Aktion "Noël" hat die Basler Kantonspolizei 36 Langfinger verhaftet.

• Zur Unternehmenssteuer-Reform III haben die Basler SP-Delegierten mit 84 zu 47 Stimmen bei 3 Enthaltungen die Nein-Parole beschlossen.

• In zwei von 27 Enkelbetrugs-Fällen konnten Gangster im Baselbiet gesamthaft 16'000 Franken ergaunern.

• Entgegen der ursprünglichen Absicht bleibt der Polizeiposten Waldenburg aus "regionalpolitischen Gründen" bis auf Weiteres bestehen, wie die Baselbieter Regierung schreibt.

• Die beiden Basler Parteien CVP und EVP führen ihre seit vier Jahren bestehende Fraktionsgemeinschaft im Grossen Rat weiter.

Leila Straumann, die Leiterin der baselstädtischen Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern, übernimmt ab 1. Dezember 2017 das Präsidium der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG).

• Die Stimmberechtigten von Sissach haben sich mit 1‘583 Ja- gegen 985 Nein-Stimmen für den Ausbau der Kunsteisbahn zur geschlossenen Eishalle ausgesprochen.

• Grossrätin Beatrice Isler übernimmt den Vorsitz der CVP-Frauen Basel-Stadt als Nachfolgerin der langjährigen Präsidentin Jenny Ch. Wüst.

• Das Budget 2017 von Riehen lässt bei Ausgaben von 112 Millionen Franken einen Überschuss von rund 0,7 Millionen Franken erwarten.

• Weiterhin gleich bleibende Konditionen für Baselbieter Steuerzahlende: Der Vergütungszins für das Jahr 2017 bleibt bei 0,2 Prozent, der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Das aus Vertretern von BDP, FDP, LDP und SVP bestehende überparteiliche Komitee "Nein zum überteuerten Kasernen-Umbau" hat mit knapp 2'900 Unterschriften das Referendum gegen das vom Grossen Rat beschlossene Projekt eingereicht.

Markus Balmer wird neues Mitglied der IWB-Geschäftsleitung und neuer Leiter des Geschäftsbereichs Vertrieb als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Patrick Schünemann.

• Die Reinacher Gemeinderätin Bianca Maag-Streit wird ab 1. Januar 2017 Präsidentin des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) und damit Nachfolgerin von Peter Vogt, Gemeindepräsident von Muttenz.