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BaZ verliert Zeitungsdruck-Auftrag an AZ Medien

Die "Basler Zeitung Medien" (BZM) verlieren einen beachtlichen Zeitungsdruck-Auftrag: Die Gemeindeanzeiger des Basler Reinhardt-Verlags werden neu bei der BaZ-Konkurrenz AZ Medien in Aarau gedruckt.
Basel, 12. Januar 2012

Freddy Rüdisühli, Geschäftsführer des Reinhardt-Verlags, bestätigte heute Donnerstag Informationen von OnlineReports: Die ganze Palette an Lokalzeitungen und Anzeigern ("Riehener Zeitung", "Birsigtal-Bote", "Allschwiler Wochenblatt", "Birsfelder Anzeiger" und "Muttenzer & Prattler Anzeiger") liess der Reinhardt-Verlag bisher bei der "Basler Zeitung" (genau: bei der Tochterfirma "Die Zeitungsdrucker Schweiz AG") drucken.

Seit Anfang Jahr werden die fünf Blätter – ein jährliches Auftragsvolumen in knapp siebenstelliger Höhe – bei den AZ Medien des Verlegers Peter Wanner in Aarau gedruckt. Pikant: Die "Basler Zeitung" hatte drei dieser kommunalen Titel ("Allschwiler Wochenblatt", "Birsfelder Anzeiger", "Muttenzer & Prattler Anzeiger") im Mai 2010 an den Verlag Friedrich Reinhardt AG verkauft, die Titel aber im Auftrag immer noch gedruckt.

BaZ: "Wertschöpfung wandert in den Aargau"

Für die "Basler Zeitung" ist der Auftrags-Verlust schmerzlich. Die von Unterkapazitäten geplagte Zeitungsdruckerei ist das Sorgenkind, für dessen Sanierung Christoph Blocher erst vor einigen Wochen eine persönliche Garantie abgegeben hatte. Druckerei-Chef Felix Bitterli wollte sich gegenüber OnlineReports nicht äussern und liess an den Reinhardt-Verlag verweisen.

BaZ-CEO Roland Steffen respektiert den Entscheid des Reinhardt-Verlags, bedauert den Auftragsverlust aber gleichzeitig: "Wenn immer von der Basler Identität die Rede ist und hier erarbeitete Wertschöpfung in den Aargau abwandert, dann schwächt dies unseren Wirtschaftsraum." Dennoch will sich die BaZ laut Steffen "zu gegebener Zeit wieder um den Auftrag bemühen".

Kein Preis-Vorteil bei AZ-Medien

"Reinhardt"-Verlagsleiter Rüdisühli sagte gegenüber OnlineReports, die Vergabe des Druckauftrags an die AZ Medien sei aus "strategischen Gründen" erfolgt: Die Inserate-Aquisition für alle Lokalzeitungen des Reinhardt-Verlags werde durch die Firma "AZ Anzeiger AG" in Arlesheim besorgt, die zur AZ Medien-Gruppe ("Basellandschaftliche Zeitung", "BZ Basel") gehört. Es habe aus Aarau "keinerlei Druck" gegeben der BaZ den Druckauftrag zu entziehen und der Konkurrenz zu vergeben.

Wie Rüdisühli weiter sagte, sei er mit der BaZ "sehr zufrieden" gewesen. Preislich seien beide Anbieter "etwa gleich" gewesen. Ein Vorteil des AZ Medien-Arrangements sei gewesen, dass der Reinhardt-Verlag seine Buchproduktionen im Anzeigenraum der AZ-Titel promoten könne.




Weiterführende Links:
- BaZ verkauft Lokalzeitungen an die Friedrich Reinhardt AG


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"Lassen Sie doch einfach den Markt spielen"

Lieber Herr Güdel, also wenn die BaZ nur noch durch Todesanzeigen gerettet werden kann, dann erübrigt sich wohl jeglicher Kommentar! Allerdings: Die BaZ verkörpert ja schon heute nichts anderes als eine Todesanzeige – für sich selbst! Im übrigen: Lassen Sie doch einfach den Markt spielen. Oder anders gesagt: Die Leser, bzw. eben die NICHT-Leser, werden entscheiden. So einfach ist es.


Andreas Egger, Basel




"Hirn statt Harn"

Nachdem in der Basler Zeitung – seit der Fusion der beiden Vorgängerblätter – endlich Hirn statt Harn eingekehrt ist, frage ich mich, was sich die Verantwortlichen für Druckaufträge in der regionalen Presselandschaft denken. Viel kann es nicht sein. Die Luftverschmutzung durch völlig unnötige Transporte: Harn statt Hirn. Sobald die Basler Zeitung einen zusätzlichen redaktionellen und inhaltlichen Effort (Todesanzeigen, Fotos, Interviews und Reportagen) im Sinne der betroffenen Lokalzeitungen anbieten kann, werden diese wohl überflüssig. Man darf gespannt sein, was noch alles in diesem Wirtschaftskrieg und Verdrängungswettbewerb abläuft.


Urs Güdel, Riehen




"Konsequenzen waren ja absehbar"

Es war ja klar, dass der Basler Reinhardt-Verlag mit seiner liberalen Haltung irgendwann die Konsequenzen zieht und nicht im Fahrwasser vom abgewählten Bundesrat Blocher schwimmen wollte. Wenn jetzt noch Coop seinen Restauftrag – einen Teil der Auflage ging ja schon verloren – zum Druck der Coop-Zeitung abzieht, kann auch der Milliardär aus Herrliberg die Zeitungsdruckerei nicht mehr halten. Die Leidtragenden sind dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Druckerei an der Wiese. Aber das interessiert den "Chefstrategen" der SVP in keiner Art und Weise. Der in seiner "Ehre" verletzte, kann in seiner Wut schon lange nicht mehr real denken!


Peter Wanner, Basel



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RückSpiegel


Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die sda. und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

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"De Courten sonnt sich im Schatten von Toni Brunner."

BZ Basel
vom 28. Februar 2019
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Sonnenbaden im Schatten – erspart die Schutzfaktor-Evaluation.

In einem Satz


• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.

Titus Hell ist als Nachfolger von David Pavlu zum neuen Präsidenten der Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) gewählt worden.

Anna Ott gibt das Amt als Vizepräsidentin der Grünen Baselland aufgrund ihres Masterstudiums in Nordeuropa ab; eine Nachfolge steht noch nicht fest.

• Das von der Fondation Franz Weber massgeblich unterstützte Referendum gegen ein Ozeanium auf der Basler "Heuwaage" ist mit 4'649 Unterschriften zustande gekommen.

• Der Reinacher Gemeinderat hat beschlossen, ab Februar 2019 mit einem neuen TV-Sendeformat zu starten, das wöchentliche Fernsehsendungen mit Inhalten aus Gemeinde und Vereinen bietet.

• Der Basler "Basta"-Grossrat Daniel Spirgi tritt per 12. Februar 2019 nach nur zweieinhalb Jahren aus dem Kantonsparlament zurück, der Grüne Jérôme Thiriet rückt nach.

Henriette Götz wird am 1. Mai 2019 die Nachfolge von Danièle Gross als Kaufmännische Direktorin am Theater Basel antreten.

• Mit 12'673 Studierenden und Doktorierenden, die sich im Herbstsemester 2018 für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben haben, ist die Gesamtzahl der Studierenden im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

• Der EuroAirport begrüsste am 4. Dezember seinen 8 Millionsten Passagier und erzielte damit die höchste Jahres-Frequenz seit Gründung im Jahr 1946.

Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeginn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.