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"Basler Zeitung" jetzt nur noch in zwei Bünden

Die Basler Zeitung (BaZ) erscheint seit heute Samstag in zwei statt vier Bünden. Das Lesen wird angenehmer, der Inhalt bleibt.
Basel, 2. Januar 2016

Am Anfang und am Ende der heutigen Ausgabe stehen die fiesen Bürokraten: Im Front-Aufmacher ist SP-Landesvater Alain Berset der Bösewicht ("Bundesrat Alain Berset verzögert Bürokratie-Abbau") am Schluss im Sportteil sind es arglistige Fussballfunktionärs-Bürokraten, die dem FCB-Lohnnehmer Elneny die baldige Reise zu Arsenal vermiesen ("Bürokratie lässt Elneny warten"). Inhaltlich also wie gehabt.

Wer aber die heutige BaZ zur Hand nimmt, stellt sofort fest: Sie ist in zwei handliche Bünde aufgeteilt – und nicht mehr in vier Bündchen, die Top-Model Gisele in ihrer Schlankheit alle Ehre machten. Mein erster Eindruck: Die Zeitung hat den Auszehrungs-Groove verloren, sie ist übersichtlicher und handlicher geworden.

Der erste Bund ist in Front, Thema, Schweiz, International, Wirtschaft/Börse, Kultur, Meinungen und "Letzte" gegliedert. Der zweite Bund beginnt wie bis anhin mit dem Lokalteil, gefolgt von Tagestipps, "Spezialseite", Todesanzeigen, TV, Wetter und Sport.

Markus Somm endlich regional

Die Reihenfolge mag da und dort noch etwas gewöhnungsbedürftig sein. Aber das "neue Kleid" (so die redaktionelle Ankündigung), das sich die BaZ gibt, ist die zwangsläufige Konsequenz des Umfang-Abbaus an redaktioneller Leistung als Folge des Inseraten-Rückgangs im vergangenen Jahrzehnt.

Für eine inhaltliche Würdigung ist es noch zu früh. Zu sehr ist die Berchtoldstags-BaZ wegen ihrer Zwei-Bund-Formatierung mit sich selbst und den Jahresend-Parties beschäftigt.

Nur eines: Endlich befasst sich Chefredaktor Markus Somm – wie es OnlineReports wiederholt gefordert hatte – mit einem baslerischen Thema, nämlich der ungewissen Zukunft des Agrokonzerns Syngenta. Die entscheidenden Zitate, auf denen seine 8'855 Zeichen lange Warnung vor der "Verscherbelung" des Multis an die gefrässigen chinesischen Kommunisten basiert, stammen aus Zürcher Medien, nämlich aus der "Finanz und Wirtschaft" und aus dem "Tages-Anzeiger".

Wie schön wäre es gewesen, wenn der BaZ-Chef hier seine eigene Zeitung hätte zitieren können, weil er seine Wirtschaftsredaktion rechtzeitig auf die "blinde Verzweiflung" (Somm) des Konzernchefs angespitzt hätte.




Weiterführende Links:
- BaZ-Chef Markus Somms Rechnung ist nicht aufgegangen


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"Dramatische Ausgangslage"

Mittelfristig ist das das Ende der BaZ in traditioneller Form. Die zwei Hauptgründe sind: Massive Abwanderung der Inserenten und noch immer anhaltender Verlust an Lesern und somit Bruttowerbekontakten. Diese Kombination führt zu einer dramatischen Ausgangslage, nämlich sinkende Millimeter-Insertionspreise multipliziert mit rückläufigen Inseraten, bei gleichbleibenden Basiskosten. Bei einem banal mittelmässigen Chefredaktor, bewusstem Negieren der lokalen Gegebenheiten, gekoppelt mit  fehlenden Perspektiven im elektronischen Bereich ist das das Ende der BaZ als unabhängiges Medium. Ob dies für die Region ein Verlust ist?


Nicolas W. Müller, Basel




"Kosten als der wesentliche Faktor"

Es ist stark anzunehmen, dass die Kosten DER wesentliche Faktor sind, warum nun die BaZ kleiner wurde. Das Kosten-Nutzenverhältnis (weniger Abonnenten) wird nicht mehr gestimmt haben.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Reveille gegen den Wildwuchs"

Nachdem die BaZ am Dienstag und Mittwoch gar nicht erschien bzw. nicht überall verteilt wurde (ich bin treuer Abonnent), wird die Zeitung tatsächlich schlanker: nur noch zwei Bünde – gut für den Urwald. Dies gibt, wie die BaZ schreibt, in der Tat mehr Übersicht im Blätterwald und vor allem Klarheit. Denn offenbar wachsen auch dem Rechtskonservatismus oder – noch besser? – der Reaktion die Bäume nicht länger in den Himmel.
 
Nur ein Silberstreifen am Horizont? Politik und Öffentlichkeitsarbeit können (noch immer) frisch, ehrlich und vernünftig sein. Dies braucht jedoch unbedingt auch einen positiven, konstruktiv-kritischen Rahmen seitens der Medien. Oder lacht der Himmel bereits, wird frei für Neues? Wir brauchen auf jeden Fall eine Reveille gegen den Wildwuchs des Neoliberalismus und die Kurzsicht des Populismus.
 
Von der hiesigen BaZ wird dieser Weckruf sicher nicht kommen. OnlineReports ist diesbezüglich schon besser disponiert. Insgesamt gibt dies Vertrauen für das neu angefangene Jahr. Dafür vielen Dank.


Peter Toebak, Liestal



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"Trotzdem erliess nun die Bundesanwaltschaft Straffbefehl."

Impressum
Schweizer Journalisten-Organisation in einem Communiqué vom 4. Dezember 2016 über die Verurteilung eines Journalisten
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Seine Berichterstattung hatte zuviele Rümpfe.

RückSpiegel


In ihrem Kommentar über "Die Arroganz der Basler Regierung" (Schlagzeile) nahm die Basler Zeitung Bezug auf eine Schilderung in OnlineReports.

SRF online bezog sich in ihrem Bericht über den ASE-Prozess auf OnlineReports.

Für ihre Sendungen "10vor10" und "Schweiz aktuell" holte das Schweizer Fernsehen Statements bei OnlineReports ein.

Die BZ Basel und 20 Minuten online bezogen sich in ihren Artikel über die Basler CVP-Präsidentin Adrea Strahm auf ihre Kolumnen in OnlineReports.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht über Platzprobleme des neuen BVB-"Flexity"-Trams am Basler Aeschenplatz auf.

In seinem Bericht über den Anlage-Skandal der ASE Investment ging die Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens auf die Rolle von OnlineReports bei der Enthüllung des Schwndels ein.

In seinem Bericht über das von Handwerker-Autos besetzte Trottoir in der Basler Centralbahnstrasse nahm das SRF-Regionaljournal auf einen früheren OnlineReports-Artikel Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, das SRF-Regionaljournal, 20 Minuten online und die SDA nahmen den OnlineReports-Bericht über die Verurteilung des Rappers Ensy auf.

Die Volksstimme beschrieb, wie Peter Knechtli vor 30 Jahren die Brand-Katastrophe von Schweizerhalle erlebte.

Die NZZ zitierte aus dem OnlineReports-Kommentar zu den Basler Regierungsrats-Wahlen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über dubioses Geld aus dem malaysischen Staatsfonds 1MDB an Leonardo DiCaprio auf.

Die TagesWoche bezog sich in einem Artikel über Umbau-Probleme im Theater Basel auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen die OnlineReports-Recherche über verschlampte Lohnausweise im Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement auf.

Die Basler Zeitung verwies in ihren Zusatz-Recherchen über den inhaftierten Basler Dschihadisten A.J. auf die Erstmeldung in OnlineReports.

Die NZZ am Sonntag zitierte OnlineReports in ihrem Artikel über den Tod des Basler Buchhändlers und Verlegers Dieter Hagenbach.

Die Basler Zeitung ging auf das Komfort-Reisli der landrätlichen Personalkommission des Baselbieter ein, die OnlineReports publik gemacht hatte.

Das Radio-Regionaljournal von SRF befragte OnlineReports in seiner Analyse zu den politischen Mehrheits-Verhältnissen in Basel im Vorfeld der Gesamterneuerungs-Wahlen.

In ihrer Meldung über den Brand des denkmalgeschützten Hauses an der Gundeldingerstrsasse in Basel bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über das bedrohte Eglin-Werk im Basler Sandgruben-Schulhaus nach.

20 Minuten
und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-Recherche über den Basler Dschihadisten im Ausschaffungs-Gefängnis aufgenommen.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung zogen die OnlineReports-News über Dieter Leutwyler als neuer Schlosswart von Wildenstein nach.

Die OnlineReports-News über das Konkursverfahren gegen die Oliver Kreuzer GmbH in Muttenz des ehemaligen FC Basel-Verteidigers wurde von der Basellandschaftlichen Zeitung aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Entgegen der ursprünglichen Absicht bleibt der Polizeiposten Waldenburg aus "regionalpolitischen Gründen" bis auf Weiteres bestehen, wie die Baselbieter Regierung schreibt.

• Die beiden Basler Parteien CVP und EVP führen ihre seit vier Jahren bestehende Fraktionsgemeinschaft im Grossen Rat weiter.

Leila Straumann, die Leiterin der baselstädtischen Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern, übernimmt ab 1. Dezember 2017 das Präsidium der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG).

• Die Stimmberechtigten von Sissach haben sich mit 1‘583 Ja- gegen 985 Nein-Stimmen für den Ausbau der Kunsteisbahn zur geschlossenen Eishalle ausgesprochen.

• Grossrätin Beatrice Isler übernimmt den Vorsitz der CVP-Frauen Basel-Stadt als Nachfolgerin der langjährigen Präsidentin Jenny Ch. Wüst.

• Das Budget 2017 von Riehen lässt bei Ausgaben von 112 Millionen Franken einen Überschuss von rund 0,7 Millionen Franken erwarten.

• Weiterhin gleich bleibende Konditionen für Baselbieter Steuerzahlende: Der Vergütungszins für das Jahr 2017 bleibt bei 0,2 Prozent, der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Das aus Vertretern von BDP, FDP, LDP und SVP bestehende überparteiliche Komitee "Nein zum überteuerten Kasernen-Umbau" hat mit knapp 2'900 Unterschriften das Referendum gegen das vom Grossen Rat beschlossene Projekt eingereicht.

Markus Balmer wird neues Mitglied der IWB-Geschäftsleitung und neuer Leiter des Geschäftsbereichs Vertrieb als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Patrick Schünemann.

• Die Reinacher Gemeinderätin Bianca Maag-Streit wird ab 1. Januar 2017 Präsidentin des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) und damit Nachfolgerin von Peter Vogt, Gemeindepräsident von Muttenz.

• Die Stadt Liestal budgetiert für das Jahr 2017 ein Defizit von 610'000 Franken.

• Die Starke Schule Baselland zieht die Initiative "Ausstieg aus dem überteuerten und gescheiterten Harmos-Konkordat" zurück und reicht im Gegenzug die Initiative "Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen" ein.

• Knapp zwölf Wochen nach Start der Arbeiten ist die Basler Klybeckstrasse ab 29. Oktober für den Tram- und Individualverkehr wieder geöffnet, nachdem die Gleise zwischen Klingentalgraben und Amerbachstrasse ersetzt und die Tramlinien 8 und 17 umgeleitet wurden.

• Der Physiker Martin Eschle (50) wird per 1. Dezember dieses Jahres Mitglied der IWB-Geschäftsleitung und neuer Leiter des Geschäftsbereichs Beschaffung gewählt – als Nachfolger von Bernhard Brodbeck, der die IWB Ende Oktober auf eigenen Wunsch verlässt.

• Der Basler Grosse Rat hat einem Staatsbeitrag von 4,4 Millionen Franken an eine neue Basler Stadtgeschichte mit 70 zu 11 Stimmen (8 Enthaltungen) zugestimmt.

Markus Sennhauser (51) leitet seit Anfang Oktober den Dienst für Prävention der Kantonspolizei Basel-Stadt als Nachfolger von Stefan Gasser, der seit Anfang Juli den Bezirk Kleinbasel der Sicherheitspolizei leitet.

• Die Basler SVP hat mit über 4'800 Unterschiften ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern (Einbürgerungsinitiative)" eingereicht, die unter anderem verlangt, dass keine Kriminellen und Sozialhilfeempfänger eingebürgert werden können und dass kein Rechtsanspruch auf eine Einbürgerung besteht.

• Die Basler Jungsozialisten (Juso) haben ihre kantonale Initiative "Topverdienersteuer – Für gerechte Einkommenssteuern in Basel" bei der Staatskanzlei eingereicht.

• Die "Bau- und Umweltzeitung" der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion erscheint aus Spargründen nur noch in elektronischer Form.

Novartis schenkt dem Kanton Basel-Stadt einen Hafenkran, der bis 2010 im ehemaligen Hafen St. Johann in Betrieb stand.