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© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Neujahrsempfang mit Partnerfreuden statt Twitter-Stress

Im Jahr, in dem Grossräte den Neujahrs-Empfang der Basler Regierung abschaffen wollen, gab es einen Teilnahme-Rekord: 600 Gäste aus der Region strömten heute Montagabend ins Volkshaus.
Basel, 7. Januar 2019

Der Neujahrs-Empfang im Hause des Volkes findet zwangsläufig ohne dieses statt. Vielmehr bietet er die Möglichkeit von Gästen aus der eigenen Stadt und Region, aber auch aus der ausländischen Nachbarschaft zum unprotokollarischen Austausch einzuladen. Meist schafft eine musikalische Combo im Hintergrund Ambiance, die Reden beschränken sich erfrischenderweise auf eine einzige: jene der Regierungspräsidentin.

Elisabeth Ackermann, seit zwei Jahren in diesem Amt, dürfte sich vehement gegen die von der FDP geforderte Abschaffung dieses Brauchs zum Jahresbeginn gewehrt haben, gibt er doch der Basler Exekutive Gelegenheit, sich insbesondere bei den badischen und elsässischen Gästen, der Apéro-Pflege nicht abgeneigt, für ähnliche Einladungen zu revanchieren.

Kultur und Partnerschaft

"Noch nie durften wir so viele Gäste willkommen heissen", begrüsste die Chefin des Präsidialdepartements denn auch die Feiernden und äusserte sich sodann zu den beiden Themen "Kultur" und bikantonale "Partnerschaft", die beide eng miteinander verflochten sind und zentral auch in den Aufgabenbereich der Regierungspräsidentin fallen.

"Basel ist eine Kulturstadt, die ihresgleichen sucht. Sie hat ein unglaublich breites, interessantes und vielfältiges Angebot. Sie ist ein äusserst attraktiver Magnet für internationale Kulturtouristen", sagte Ackermann und mahnte: "Lassen Sie sich durch einzelne Medienberichte nichts Gegenteiliges einreden."

Der Stadt, die "die erste öffentliche Kunstsammlung der Welt" schuf, werde oft vorgeworfen, "dass wir von allen Schweizer Städten am meisten Geld für Kultur ausgeben". Diese Behauptung sei wegen der unterschiedlichen politischen Struktur schwer zu vergleichen, "aber richtig ist, dass den Baslerinnen und Baslern Kultur einiges wert ist, auch wenn es prozentual dann doch keine fünf Prozent unserer Gesamtausgaben sind".

Kultur und Gewerbe als Belebungsfaktor

Es sei überdies eine "überholte Sicht, zu behaupten, für Kultur würde via Staatsbeiträge sauer verdientes Geld leichtfertig wieder ausgegeben". Der so konstruierte Gegensatz zwischen Wirtschaft und Kultur sei falsch. Zwischen Wirtschafts- und Gewerbekreisen und Kultur gebe es durchaus gemeinsame Anliegen und Interessen, betonte die Regierungspräsidentin.

In der Kreativwirtschaft gebe es längst Überschneidungen zwischen Kultur und Gewerbe. "Wenn wegen des Onlinehandels Innenstadt-Läden schliessen und gewisse Lagen zu veröden drohen – wer, wenn nicht Kultur und Gewerbe, könnte solche Lagen wiederbeleben?"

Wenn die Transformations-Areale zu lebendigen Stadtquartieren und nicht zu sterilen Schlafsiedlungen entwickelt werden sollen, sei das gemeinsame Engagement von Wirtschaft und Kultur entscheidend.

Partnerschaft soll "vertieft" werden

Die Partnerschaft zwischen beiden Basel, die in den letzten Jahren einem harten Praxistest unterzogen war, wollte Ackermann nicht schlecht reden. "Allen Unkenrufen zum Trotz" hätten die beiden Regierungen "Meilensteine setzen" können. Dabei nannte sie namentlich den erneuerten Kulturvertrag, der etwa "bei den bisherigen Zahlungen" bleibe: "Das ist weniger, als manche sich vor einigen Jahren erhofft haben, aber mehr, als noch vor einem Jahr erwartet wurde."

Natürlich könnten weiterhin laute Anschuldigungen erhoben werden, sagte Ackermann und fügte sogleich hinzu: "Das ist in der Politik weltweit ja gerade in Mode: Polarisieren, Partner beschimpfen und grossartige neue Deals versprechen. Aber ehrlich gesagt: Wem würde es etwas bringen, wenn ich meinen Ärger über dies und jenes in die Welt hinaus twittern würde?"

Nach der abgelehnten Kantons-Fusion von 2014 sollte die Partnerschaft viel eher weiter vertieft werden, forderte die Basler Staats-Repräsentantin und nutzte die Gelegenheit, die am 10. Februar zur Abstimmung gelangende Fusion der öffentlichen Spitäler in beiden Basel zu bewerben: Diese Zusammenarbeit sei "für unsere regionale Gesundheitsversorgung, für das Unispital und auch für die Universität mit der wichtigen medizinischen Ausbildung essentiell".

Mit Erich Kästners "Es gibt nichts Gutes: ausser man tut es" stiess sie auf "ein gutes Jahr 2019" an. Begonnen hatte Elisabeth Ackermann ihre Rede mit einer statusgemäss epischen Anrede, was vom Publikum gefällig aufgenommen wurde. Und die Herrin über das Rathaus lachte (Bild).



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"Als er durch die Wiese ging, um zum Frack zu gelangen, rutsche er aus."

BZ Basel
vom 14. Juni 2019
über ein Auto-Wrack
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Der Frack war zu lange, darum rutsche-rutsche.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.