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© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Männliche "Porno-Camilla": Anklage fordert 6 1/4 Jahre

Im Prozess um den pädophilen Baselbieter ex-Sekundarlehrer, der sich als junge Frau ausgab und Hunderte minderjährige Buben über Internet-Plattformen und Chats sexuell oder pornografisch missbrauchte, verlangt die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von 6 1/4 Jahren.
Basel, 9. April 2019

In Fleisch und Blut stand er heute Dienstagmorgen vor dem Basler Strafgericht: Er, der sich im Internet eine weibliche Identität zugelegt hatte und während zehn Jahren (2003 bis 2013) mindestens 246 pubertierende Buben zu Pornografie und sexuellen Handlungen verführte. Er, der heute 37-jährige Angeklagte, der als Sekundarlehrer in Allschwil, Oberwil und Reinach und schliesslich an der Musikschule Rheinfelden tätig war. Heute ist er arbeitslos.

Als Basler Ermittler – von britischen Kollegen in Rahmen einer internationalen Fahndung alarmiert – seine Wohnung durchsuchten, stiessen sie auf 47'670 kinderpornografische Bilder und 4'096 Videos, 92 tierpornografische Bilder und zwei Videos sowie fünf gewaltpornografische Fotos.

"Bisexuell", "nie eine feste Beziehung"

Der Täter bezeichnete sich in der Befragung zur Person, in der er seine Ausführungen meist knapp hielt ("Ich weiss es nicht mehr") und kaum schlüssige Hinweise über seine Strategie preisgab, als bisexuelles Wesen, das in "zwei Welten" gelebt habe. In seiner realen Welt habe er nie eine feste Beziehung gehabt, in der virtuellen aber lebte er seine pädophile sexuelle Lust an Buben aus – darunter auch an mehreren seiner eigenen Schüler.

Er nahm mit ihnen über die einschlägigen Plattformen wie MSN, festzeit.ch, meinbild.ch, netlog oder Facebook unter Fake-Mädchennamen wie "Nicole", "Camilla" oder "Luci" Kontakt auf und animierte sie unter präzisen Kamera- und Lichtanweisungen, ihm Nackt-Fotos und Live-Videos mit Masturbations-Szenen zu schicken. Als Gegenleistung bot er weibliche Sex-Aufnahmen an, die er aber oft an weitere Vorleistungen knüpfte. Tatsächlich mailte er auch mal Fotos – von jungen Frauen, die er im Internet abkupferte. (Details zu Vorgehen und Anklage hier.)

Als Lehrer warnte er vor Delikten, die er beging

Die beklemmendsten Situationen ergaben sich, wenn die Buben keine weitere Videos und Fotos mehr schickten oder Verdacht schöpften: Ihnen drohte er damit, bisher erhaltenes "Material" (so bezeichnete er die Filmchen) im Internet zu veröffentlichen. Einzelne Opfer berichteten, diese Drohungen hätten bei ihnen "Panik-Attacken" ausgelöst.

Dem aus dem virtuellen Versteck operierenden Angeklagten dagegen hatte das Film-"Material" nach seinen Worten Befriedigung, ja Gefühle der "Faszination" ausgelöst. Er sei "damals pornosüchtig" gewesen, sagte der Täter, der in einer psychotherapeutischen Behandlung steht und in der Verhandlung "pädophile Neigungen" abstritt. Heute habe er "kein Interesse mehr an Buben im Schutzalter".

Erschreckend: Als Baselbieter Lehrer thematisierte er vor seinen Schülern auch "Nutzen und Gefahren des Internets" und wies sie dabei "auf alles Mögliche hin". Unter anderem warnte er sie auch "vor dem, was ich selbst machte". In Fall eines missbrauchten Schülers, welcher der Sohn eines ehemaligen Freundes ist, rang er sich zur Aussage durch, es tue ihm "wahnsinnig leid". Der heute 22-jährige Mann wurde als 14-Jähriger Bub in einem Chat vom Angeklagten alias "Nicole" verleitet, vor der Webcam sexuelle Handlungen vorzunehmen und Porno-Fotos zu machen.

Anklage-Rückweisung abgelehnt

Vor der Fünferkammer des Strafgerichts unter dem Vorsitz von Roland Strauss beantragte Verteidiger Silvio Bürgi zur Verhandlungsbeginn die Sistierung und Rückweisung des Strafverfahrens, weil die Anklage die "Geschäftsverläufe unklar" dokumentiert habe. Der Mandat sei "in seiner Lebensführung blockiert", für ihr stehe "viel auf dem Spiel". Der Staatsanwaltschaft warf er vor, sie wolle an diesem Fall "ein Exempel statuieren". Das Gericht wies den Antrag nach kurzer Beratung ab: Ddie Aktenführung sei "nicht konfus".

Die Anklagepunkte: Nötigung, sexuelle Handlungen mit Kindern und Pornografie.

Staatanwältin fordert 6 1/4 Jahre

Staatsanwältin Eva Eichenberger forderte in in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von 6 1/4 Jahren und ein Tätigkeitsverbot von zehn Jahren. Wer, wie der Angeschuldigte, "während zehn Jahren tagtäglich seinem 'Hobby' frönt, muss sich damit abfinden, dass man seine These der 'zwei Welten' als Schutzbehauptung entlarvt". Was in der Anklageschrift dokumentiert ist, sei nur "das absolute Minimum" dessen, was sich der Schulmeister im Internet geleistet habe. Seine jüngsten Opfer seien "gerade mal neun Jahre alt" gewesen.

Der Beklagte hat laut Staatsanwältin "rücksichtslos, hinterhältig und perfide" gehandelt: "Er kam in den Chats jeweils sofort zur Sache". Wenn Buben Widerstand gaben, habe er Druck aufgesetzt: "Er war stets der Regisseur", wenn von seinen Opfern das Einführen von Gegenständen in den Anus oder Auflecken von Sperma befohlen habe: "Sie waren lebendige Mittel zum sexuellen Zweck."

"Es bricht einem das Herz"

Die Anklägerin wörtlich: "Es bricht einem das Herz, wie Junge darum gebettelt haben, sie (gemeint ist die vermeintliche Chat-Partnerin) möge ihre Drohung nicht wahr machen, die übermittelten Bilder zu veröffentlichen." Wäre der Täter nicht der London Metropolitan Police ins Netz gegangen, wäre er heute noch aktiv. Opfer müssten ausserdem damit rechnen, dass ihre über Tausch-Plattformen verbreiteten Bilder weiterhin ihm Internet kursieren, sagte die Staatsanwältin weiter.

Sie setze ein "grosses Fragezeichen" hinter die Behauptung des Täters, dass er sich nicht mehr zur Pädophilie hingezogen fühle. "Wer über eine so lange Zeit systematisch nach demselben Muster vorgeht, weiss auch, was seine Motive waren." Dann ihn nicht ausschliesslich Knaben interessiert hätten, wie er behauptete, treffe nicht zu: "Die Chats, Bilder und Filme sprechen eine andere Sprache." Und wenn er diese Neigungen früher gehabt habe, "hat er sie heute noch".

Sie habe in ihren Ermittlungen "nichts gefunden", das den Angeschuldigten entlaste, sagte die Staatsanwältin weiter. Dass er über die lange Zeit von zehn Jahren "fast 250 Opfer generiert" habe, sei strafverschärfend.

Verteidiger will nur 15 Monate bedingt

Verteidiger Silvio Bürgi ging in seinem Antrag von 15 Monaten bedingt auf zwei Jahre weit unter das Strafmass der Anklägerin. Bürgi kritisierte verschiedene verfahrensrechtliche Aspekte. So hätte die Zeit der Strafuntersuchung durch ein abgekürztes Verfahren reduziert werden sollen. Durch die umfangreichen Opfer-Befragungen aber habe die Staatsanwaltschaft das Beschleunigungsgebot verletzt ("Behördenversagen").

Es sei "ausser Frage, dass mein Mandat in der Schuld steht", räumte der Verteidiger ein. Aber er sei reuig und könne die Verfehlungen nicht rückgängig machen. Durch Therapien habe er "hartnäckig an sich gearbeitet". Er soll zwar "angemessen bestraft" werden, aber das Gericht müsse dem "medialen Druck" standhalten und "professionelle Nüchternheit bewahren". Der Angeschuldigte habe "längst erkannt, dass er sich jahrelang auf dem Holzweg befand".

Kein einziger Fall von Körperkontakt

Bürgi wies als Entlastungs-Argument auch darauf hin, dass sein Klient "in keinem einzigen Fall einen Körperkontakt" mit den kontaktierten Buben hatte. Einige der betroffenen Opfer und heutigen Männer seien sogar "belustigt" darüber gewesen, dass ihnen ein angeblich älteres Mädchen Avancen gemacht habe. Es sei für diese Männer, wie er habe feststellen können, "keine Welt zusammengebrochen". Kein einziges Opfer habe ausgesagt, die Kontakte mit dem Angeschuldigten hätten Auswirkungen auf ihre sexuelle Entwicklung gehabt.

Das Tatverschulden im Einzelfall sei als "leicht" einzustufen. Der nicht vorbestrafte Beschuldigte sei heute nach Absolvierung von Hunderten Therapiestunden "eine andere Person". Er sei kooperativ gewesen und habe Reue gezeigt, was strafmildernd beurteilt werden müsse.

Urteil am Donnerstagmorgen

Der Staatsanwaltschaft warf er "Stimmungsmache" vor. Sie schiesse mit ihrem Strafantrag "weit weit über das Ziel hinaus". Seinem Klienten sei "klar, dass es für ihn keine berufliche Zukunft mehr mit Kindern gibt". Deshalb sei von einem Berufsverbot abzusehen.

In seinem letzten Wort sagte der Angeklagte, er bereue, was vorgefallen sei. Es tue ihm "enorm leid". Das Urteil wird am Donnerstagmorgen verkündet.

Kommentar: "Medien als Instrumente der Strafverteidiger"




Weiterführende Links:
- Internet-Plattform: Die scharfe "Camilla" war der Sekundarlehrer
- Freiheitsstrafe: Drei Jahre für Pädo-Lehrer "Camilla"
- Männliche "Porno-Camilla": Anklage fordert 6 1/4 Jahre
- Pädophiler Lehrer: Staatsanwaltschaft legt Berufung ein


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"Unser Sport trifft den Zahn der Zeit"

Franz Amann
Vice-Präsident
Rhein-Club Basel
im "Vogel Gryff"
vom 23. Mai 2019
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Gratulation zum Volltreffer der Kategorie Zeit-Zahn.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

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Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.