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Handelskammer dirigiert die "Unisono"-Offensive

Ob "Steuervorlage 17", die Universität Basel oder das "Herzstück": Die Handelskammer beider Basel will Verbände, Politiker und Institutionen in den umstrittenen regionalen Kernthemen auf den Gaspedal-Modus einschwören.
Basel, 20. November 2017

Die Handelskammer beider Basel ist offensichtlich unglücklich darüber, wie derzeit die drei wichtigsten Themen auf der Agenda des Wirtschaftsraums Nordwestschweiz laufen: Universität, "Steuervorlage 17" und das "Herzstück". Als sie heute Montagmorgen die Medien zu einem lockeren Austausch zusammentrommelten, waren Töne in einer für diese Wirtschafts-Organisation ungewohnten Deutlichkeit zu hören. Der Tenor: Wohin man schaut – es dominieren wieder die Partikularinteressen.

Handelskammer als "Pressure Group"

Die Handelskammer sieht sich nun in einer Rolle der "Pressure Group" – einer Kraft, die Augen öffnen, Reihen schliessen und in den wichtigsten Dossiers Bewegung statt Stillstand auslösen will. "Wenn die Politik und die Verbände dieser Region nicht zusammenstehen, werden wir abgehängt", mahnte die Handelskammer-Präsidentin, die Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (Bild Mitte).

Die Universität Basel habe in den letzten Monaten einen "politischen Tsunami" erlebt, in dem "die Emotionen wichtiger waren als die Sache", diagnostizierte Handelskammer-Direktor Franz Saladin (Bild rechts). Als Trägerschaftskanton habe sich Baselland zu lange nicht über seine finanziellen Vorstellungen geäussert. Anderseits habe Basel-Stadt als Standortkanton das Baselbiet "zu wenig einbezogen" und ihm so den Status eines "Juniorpartners" verliehen.

Drohung einer Vertragskündigung

Er sei "erschrocken" (so Saladin), als die landrätliche Finanzkommission kürzlich schon wieder drohte, den Staatsvertrag Ende 2019 per Ende der Leistungsperiode 2018-2021 zu kündigen, wenn aus Baselbieter Sicht keine weiteren Entlastungen erreicht werden. Er hoffe, dass der Landrat in zehn Tagen dem Leistungsauftrag und dem Globalbeitrag 2018 bis 2021 zustimme und das Referendum nicht ergriffen werde. Schneider-Schneiter doppelte nach: "Wir sind der Meinung, dass die Universität sich wandeln und effektiver werden muss." Sie habe es "verpasst, diesen Wandel rechtzeitig anzugehen".

Unsicherheiten im Biotop der regionalen Kräfte verspürt die Verbandspräsidentin auch rund um Finanzminister Ueli Maurers "Steuervorlage 17" als Nachfolge-Versuch zur gescheiterten "Unternehmenssteuer-Reform III". Hier müsse zugunsten der gegen tausend in der Region domizilierten Unternehmen mit privilegiertem Steuerstatus "rasch eine neue Lösung" geschaffen werden, um ihnen "Rechtssicherheit" zu geben. Da könne es nicht sein, dass der Gewerbeverband seine Differenzen zu den Wünschen der Industrie schon mit einer Referendums-Androhung verbinde. Die Vernehmlassungsfrist läuft noch bis 6. Dezember.

Dätwyler: "Das 'Herzstück' muss rein"

Noch etwas länger, nämlich bis am 15. Januar kommenden Jahres, läuft die Vernehmlassung zum "Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35" des Bundes. Verbands-Vizedirektor Martin Dätwyler (Bild links) wünscht sich dazu "einen grossen Berg von klaren Stellungnahmen aus unserer Region", denn der Bundesrat räumt dem "Herzstück" als einer Verknüpfung des trinationalen Schienennetzes zwischen den Bahnhöfen Basel SBB, Badischem Bahnhof und Bahnhof St. Johann zum Ärger der Basler keine Priorität ein.

"Das 'Herzstück' muss in die Vorlage rein", legte Dätwyler seine Reserve ab und bezeichnete die vom Bundesrat angebotene, für Basel risikoreiche Variante einer Vorfinanzierung  als "so nicht umsetzbar": "Die muss weg!". Zwar sehe SBB-Chef Andreas Meyer den Bedarf des "Herzstücks" ein, doch er richte seinen Fokus auf den Fernverkehr. Diametral andere Vorstellungen hat die Handelskammer auch bezüglich der Dringlichkeit: "Schön langsam", wie es Meyer meine, "geht nicht. Jetzt müssen wir Gas geben", forderte Dätwyler, was Schneider-Schneiter zur Feststellung veranlasste: "Wenn das 'Herzstück' nicht in die Ausbau-Vorlage aufgenommen wird, fallen wir in den nächsten zehn Jahren wieder in die Lethargie."

Aktives Lobbying

Ihre Lobby-Arbeit hat die Handelskammer schon aufgenommen. Weitere Veranstaltungen werden in den nächsten Wochen stattfinden – unter anderem am 11. Dezember ein Anlass in Bern, an dem die Nordwestschweizer "Parlamentarier-Gruppe" Bundespolitiker anderer Kantone aktiviert. Denn kommendes Jahr kommt die Vorlage ins Parlament, das 2019 definitiv entscheidet.




Weiterführende Links:
- Bundesrat zum "Herzstück": Nicht nur Glück für Basel
- "Herzstück": Handelskammer klopft bei "Doris" an
- "Herzstück": Nur dritte Bundes-Priorität für Basler S-Bahn
- Referendum gegen "Herzstück"-Planung gescheitert
- Regierungen beider Basel lancieren "Herzstück"-Planung


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"Zeichen deuten auf grosse Kualition"

BZ Basel online
Titel vom
25. November 2017
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Kühe aller Fraktionen vereinigt euch!

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Promeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.