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Der Mann hinter der "Basler Zeitung": Christoph Blocher

Basel, 14. Juli 2011

Die Gerüchte wollten nicht verstummen, Spekulanten setzten Vermutungen in Umlauf: Wer hat den Kauf der "Basler Zeitung" finanziert, als sich im Februar letzten Jahres die Familie Hagemann von den "Basler Zeitung Medien" (BZM, offizielle Firmenbezeichnung) trennte? Weder Tito Tettamanti noch Martin Wagner, die sich anfänglich standhaft als "Besitzer" des Medienunternehmens deklarierten, haben die Finanzierung von rund 70 Millionen samt Anerkennung der Schulden von über 100 Millionen Franken geleistet, sondern "Mister X" im Hintergrund. In Tat und Wahrheit waren Tettamanti (750'000 Franken) und Wagner (250'000 Franken) nur Eigentümer der "BaZ Holding AG", die als Vehikel zur Übernahme mit einem Kapital von einer Million Franken flugs gegründet wurde.

Aufgrund von Informationen, die OnlineReports vorliegen, scheint jetzt Klarheit darüber zu herrschen, dass SVP-Chefstratege Christoph Blocher den Deal finanziert hat. Daran änderte sich auch nichts, als der Basler Flugunternehmer Moritz Suter letzten November die "BaZ-Holding" von Tettamanti/Wagner übernahm. Zwar versuchte Suter in den letzten Monaten eine Umfinanzierung des 70 Millionen-Darlehens zu bewerkstelligen und über die Besitzverhältnisse Transparenz zu schaffen. Doch scheint ihm dies bisher nicht im erhofften Mass gelungen zu sein.

Christoph Blocher war letzten November als BaZ-Partner ruchbar geworden, als der Restrukturierungs-Auftrag an sein Beratungsunternehmen Robinvest AG durch die "NZZ am Sonntag" publik gemacht wurde. Nicht bekannt war damals, dass sich Blocher dieses Mandat, das in einem Teil Basels einen Sturm der Entrüstung auslöste, gewissermassen selbst gegeben hat.

Auf die Frage nach dem Darlehensgeber im Hintergrund verweigerte Moritz Suter bisher standhaft jede Auskunft. Christoph Blocher ("Ich habe doch keinen Einfluss auf die BaZ") wollte von seiner Rolle als Geldgeber nichts wissen. BaZ-CEO Roland Steffen, derzeit in Ferien, antwortete auf Anfrage von OnlineReports: "Zu den Besitzverhältnissen äussern wir uns nicht weiter. Alle relevanten Informationen sind bekannt, Neues ist nicht zu vermelden."




Weiterführende Links:
- Wem gehört die BaZ? Moritz Suter plant Transparenz
- "Basler Zeitung Medien" lagern Zeitungsdruck aus
- Christoph Blocher soll künftigen BaZ-Kurs bestimmen
- BaZ-Wirbel: Jans fordert gesetzliche Medien-Transparenz
- Demo gegen "Blocherisierung" vor BaZ-Redaktion
- Blocher soll schon in BaZ-Verkauf involviert gewesen sein
- BaZ-Redaktion: "Beratungsmandat beschädigt Ruf"
- Christoph Blocher soll künftigen BaZ-Kurs bestimmen
- Wut und Frust über SVP-isierung der "Basler Zeitung"
- Die "Basler Zeitung": Was ist und was werden könnte


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"Wenn dies stimt ..."

Wenn dies stimmt, und ich glaube, dass es stimmt, so wären ein unbefristeter Streik der Redaktion und ein Massenprotest der Basler die adäquate Antwort. Eigentlich müsste man sofort das Abo kündigen und auf die Alternative, die hoffentlich kommt, setzen.


Otmar Hersche, ehemaliger Direktor von Radio und Fernsehen DRS, Bern




"Eine Frage der Moral"

Die Situation ist unerträglich: Ein Unternehmen, dessen Hauptzweck das Vermitteln von Informationen ist, verschweigt, wem es gehört. Die Intransparenz bei der Basler Zeitung trägt unabhängig von der Qualität und Ausrichtung des Blattes dazu bei, Vertrauen und Abonnemente aufzukünden. Man kann es eine Frage der Moral nennen, ob Medien ihre Geldgeber und Abhängigkeiten offen legen sollen oder nicht. Ich lasse mich in dem Fall gerne einen Moralisten nennen und warte auf eine Alternative (neben OnlineReports).


René Broder, Birsfelden




"Wir wüssten gerne mehr Einzelheiten"

Einerseits ist man versucht zu triumphieren: Q.e.d. - wir haben's ja die ganze Zeit gewusst. Andererseits werde ich eine gewisse Skepsis nicht los: Was ist das für eine "Information", die OnlineReports angeblich vorliegt? Ist der Informant glaubwürdig, die Information hieb- und stichfest? Oder soll damit die Saure-Gurken-Zeit eingeläutet werden? Wir wüssten gerne mehr Einzelheiten.

 

So oder so: Das Beispiel von Rupert Murdochs Schmierentheater (aber auch von Silvio Berlusconi in Italien) zeigt, wo eine solche Konzentration von Macht und Medien hinführen kann. So weit dürfen wir es in der Schweiz nicht kommen lassen.


Gaby Burgermeister, Basel



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"In den meisten Gemeinden des Kantons Basel erhalten Sie die Basler Zeitung bis 6.30 Uhr per Frühzustellung durch einen Verträger."

Basler Zeitung
Abo-Dienst aus Zürich
in seinen "Antworten
auf häufig gestellte Fragen"
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Die BaZ scheint entweder 186 Jahre hinten drein oder einige Jahre voraus zu sein.

RückSpiegel


Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Krichgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.

Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).