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© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Privatspitäler gegen Spitalfusion in Kampfbereitschaft

Die 14 Privatspitäler in beiden Basel rüsten zum Kampf: Sie lehnen die geplante Fusion der öffentlichen Kliniken zum "Universitätsspital Nordwest" kategorisch ab. Heute Mittwochmorgen waren schon scharfe Töne zu hören.
Basel, 16. Mai 2018

Als fände bereits jetzt – und nicht erst im Februar 2019 – die Volksabstimmung über das grösste je in der Region initiierte Gesundheitsprojekt statt, gaben die Privatspitäler an einer Medienkonferenz heute Morgen die Parole aus: "2xNein" zu den Staatsverträgen.

Es geht um den Widerstand gegen die geplante Organisation der regionalen Gesundheitsversorgung durch die Gross-Fusion der vier öffentlichen Akutspitäler, dem die führenden Verbands-Offiziellen Thomas Rudin (Bethesda), Stephan Bachmann (Rehab Basel), Tibor Somlo (Ergolz-Klinik) und Andreas Jäschke (Klinik Arlesheim) ein Gesicht geben (Foto von links nach rechts).

Enttäuscht über Regierungs-Gespräche

Ihrer Enttäuschung über den Projekt-Verlauf gaben sie freien Lauf: Zweimal hätten sich die Vertreter der privaten Anbieter mit den beiden Gesundheitsdirektoren Lukas Engelberger (CVP, Basel-Stadt) und Thomas Weber (SVP, Baselland) zu Gesprächen getroffen – herausgekommen sei gar nichts: "Es war verlorene Zeit." Ihre "Verbesserungshinweise" und "konstruktiven Weiterentwicklungs-Elemente" seien weitgehend unberücksichtigt geblieben.

Die Privatspitäler werfen den beiden Regierungen vor, es bestünden "Null Chancen", die Ziele der neuen Spitalstruktur – optimierte Gesundheitsversorgung, geringeres Wachstum der Spitalkosten und die langfristige Sicherung der regionalen Hochschulmedizin – zu erreichen. Noch sei die Fusion der "wirtschaftlich ungenügend" leistungsfähigen Baselbieter Staatskliniken "unverdaut", werde schon eine weitere Fusion mit dem Universitätsspital Basel ins Auge gefasst, was eine "Last" darstelle: "Es kommt zu einem finanziellen Fiasko und einem Versorgungsengpass für die Bevölkerung."

Eigenkapital mit "Bilanztricks"

Weil die beiden fusionswilligen Spitäler "finanziell angeschlagen" seien und ungenügende betriebliche Ergebnisse erwirtschafteten, sei das prognostizierte Sparziel von 70 Millionen Franken bis 2015 "unrealistisch".

Mit dem gegen 8'000 Mitarbeitenden starken "Universitätsspital Nordwest" werde somit ein "too big zu fail"-Konstrukt geschaffen, das bei auftauchenden Finanzproblemen rasch nach dem Sanierungstopf der beiden Kantone und ihrer Steuerzahler gerufen. Dadurch würden die Privatspitäler, die diese Form der Sanierung nicht kennen, zusätzlich benachteiligt.

Zur Beschaffung des Eigenkapitals werde sogar zu "Bilanztricks" zu Lasten der Steuerzahler gegriffen, indem Fremdkapital und Darlehen von über 150 Millionen Franken in Eigenkapital umgewandelt und Rückstellungen wegen des Verzichts auf Vollkapitalisierung der Pensionskasse aufgelöst würden. Die vorgeschlagene Pensionskassenlösung sei eine "Blackbox", die Löhne dürften nach oben angepasst werden.

Kantone mit mehreren Hüten

Scharfe Kritik üben die privaten Kliniken auch an der Mehrfach-Rolle der Kantone als Eigentümer, Regulator und Aufsicht, was den wettbewerbsrechtlichen Vorgaben des Bundesrates an staatlich beherrschte Unternehmen widerspreche. Die Ausdehnung der kantonalen Planung auf den ambulanten Bereich sei nicht nur falsch, es bestehe dafür auch keine gesetzliche Grundlage. "Ich staune, dass bürgerliche Politiker und die Hausärzte nicht auf die Barrikaden gehen."

Die Strategie der vier "betonierten Standorte" – wovon Laufen und Bruderholz als problematisch betrachtet werden – sei reine "Strukturerhaltung". Es sei "absurd" und "verpolitisiert", ein "Provinzkaff" (so Bachmann) wie Laufen zu einem Universitätsstandort mit derselben Baserate wie das Unispital zu erheben. Der Standort Laufen sei auch ein Beispiel der "Verpolitisierung", indem dem Bezirk statt eines reduzierten "Notfalls" kürzlich ein Notfallbetrieb rund um die Uhr angeboten werde.

Ziel: Scheitern in den Parlamenten

Zur Sicherung der Hochschulmedizin hätten ein "Netzwerk mit den Privaten" in die Verträge aufgenommen werden müssen, hiess es weiter. Dass die zur Beurteilung des Leistungsauftrags vorgesehene unabhängige Fachkommission "nur als Sounding Board" ausgestaltet ist, sei "ungenügend".

Wie ersichtlich, haben die Privatspitäler, die gegen 30 Prozent der akutstationären Versorgung leisten, ihre diplomatische Sprache abgelegt und Klartext gesprochen. Sie wollen zusammen mit medizinischen Standesorganisationen dafür sorgen, dass das "Universitätsspital Nordwest" schon bei der Beratung in den Parlamenten scheitert. Diese können keine Anpassungen an den Staatsverträgen vornehmen, sondern nur Ja oder Nein sagen.




Weiterführende Links:
- Vielleicht die Geburtsstunde des "Universitätsspitals Nordwest"


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"Er geht noch in die Mittelschule, ins Kollegium."

Radio SRF1
vom 18. Oktober 2018
über den Poetry Slammer
und OnlineReports-
Kolumnisten Max Kaufmann
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Aha, Kollegium Oberwil. Wir ahnen, was gemeint ist.

RückSpiegel


Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Der Basler Zeitung fiel in einem Leserbrief in OnlineReports auf, dass der frühere Baselbieter Polizeisprecher auf der SVP-Liste für den Landrat kandidiert.

Telebasel, nau.ch und 20 Minuten bezogen sich in ihren Beiträgen über Sachbeschädigungen gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei auf OnlineReports.

Im Interview mit Claudia Sigel geht die Basler Zeitung auf eine Aussage der Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller in einem OnlineReports-Interview ein.

In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

persoenlich.com erwähnte OnlineReports und seine frühere Praktikantin Valerie Zaslawsky im Zusammenhang mit ihrem Weggang bei der NZZ und ihrem Umzug nach Berlin, wo sie als Freie Journalistin arbeitet.

In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Daniel Roth (61) wird im Baselbiet neuer Leiter des Rechtsdienstes von Regierung und Landrat, als Nachfolger von Hans Jakob Speich, der sich vorzeitig pensionieren lässt.

Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.

Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.