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© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Baustopp-Affäre: Holzbau-Firma "hat Hauptverantwortung"

Hauptverantwortliche für die Unterlassung der gesetzlichen Sicherheits-Vorkehrungen beim Neubau des Werkhofs in Sissach ist jetzt offiziell die österreichische Holzbau-Firma Sohm AG. Konsequenzen hat sie keine zu tragen.
Sissach/Liestal, 1. August 2018

Die im Vorarlbergischen domizilierte Holzbau-Firma Sohm AG beziehungsweise ihre formelle Schweizer Tochterfirma erhielt von der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) den Auftrag zum Bau des neuen Werkhofs des Tiefbauamtes in Sissach. Der 1,5 Millionen Franken-Auftrag ist einer der grössten Holzbau-Aufträge, die der Kanton Baselland je vergab.

Am 12. Juli verhängte ein Suva-Inspektor einen sofortigen Baustopp. Grund: Die Firma Sohm hatte die Arbeiten begonnen, ohne die in Schweiz geltenden Sicherheits-Vorkehrungen zu treffen. Weder ein Baugerüst noch ein Fangnetz traf der Suva-Experte bei seinem Besuch auf der Baustelle an.

Holzbau-Firma trug "Haupt-Verantwortung"

Die Arbeiten waren schon relativ weit fortgeschritten. Der Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen, dass ohne Intervention der Suva der Bau ohne reguläre Absicherungen beendet worden wäre. Dies war auch der Bauleitung der "Rapp Architekten AG" nicht aufgefallen. Scheinbar fand keine Baustellen-Kontrolle statt.

Aber die Suva-Präsenz wirkte: Sofort fügten sich die Holzbauer den Anordnungen. Spielten sowohl die Firma Sohm AG wie die Bauleitung das stumme Männchen, erklärte nun BUD-Sprecher Nico Buschauer auf Nachfrage von OnlineReports.ch: "Die Hauptverantwortung liegt bei der Holzbaufirma." Deren Verantwortliche hätten sich "vertraglich dazu verpflichtet, dass sämtliche Sicherheitsvorschriften eingehalten werden".

Offiziell sei das Gerüst durch den beauftragten Gerüstbauer "zu spät gestellt" worden. Dadurch hätten seitens des Holzbau-Unternehmers die Sicherheitsnetze nicht montiert werden können, da diese einseitig an den Gerüsten befestigt werden müssen.

Unterlassung ohne Konsequenzen

Die Unterlassung hat, was erstaunen mag, für die beauftragte Firma keine Konsequenzen, wie Buschauer weiter ausführte: "Das Sicherheitsnetz sowie das Gerüst wurden inzwischen vorschriftsgemäss installiert. Die betreffende Firma erfüllt damit ihre vertraglichen Pflichten." Eine schriftliche Verwarnung oder Mahnung ist seitens der Baudirektion nicht erfolgt.

Auch die künftige Auftragsvergabe werde bezüglich Bewertung der Sicherheitsfrage und der Berücksichtigung einheimischer Unternehmen nicht beeinflusst. Buschauer: "Auch weiterhin wird in den Ausschreibungen die Erfüllung der Sicherheits-Anforderungen verlangt", was für regionale wie auswärtige Unternehmungen gleichermassen gelte.

Personal nachgeschult

Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften, so der Sprecher weiter, habe für die Baudirektion "weiterhin oberste Priorität". So sei unmittelbar nach der Suva-Intervention "sämtliches Personal auf der Baustelle durch die Projektleitung nochmals auf die Sicherheitsvorschriften hingewiesen und entsprechend geschult" worden. Aussserdem habe die BUD mit der Suva vereinbart, "dass während der Bauzeit noch weitere Kontrollen stattfinden sollen".




Weiterführende Links:
- Sicherheits-Mängel: Suva verfügte Baustopp am Werkhof Sissach


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"Es ging auch anders"

Grosse Hallen aus Holz und Sissach – das scheint keine gute Kombination zu sein. Es ginge auch anders, das beweist zum Beispiel die für Pilatus in Stans erstellte Montagehalle. Das Know-How ist in der Schweiz durchaus vorhanden, wie der verlinkte Artikel der deutschen Fachzeitschrift "bauhandwerk" zeigt. Wem das zu weit ist, der kann sich ja mal bei Prix Lignum Beispiele ansehen.


Markus Jordi, Itingen



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"Der FCB startet am 20. Juni in Sion in die Meisterschaft."

Basler Zeitung
vom 21. Juni 2019
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Der Stehsatz hat so seine Tücken.

RückSpiegel


In ihrem Artikel über die Solidarisierung von BVB-Mitarbeitenden mit einem BaZ-Redaktor nahm Prime News auf einen früheren OnlineReports-Beitrag Bezug.

Die Badische Zeitung nahm die OnlineReports-News über den Wechsel von Orthopäden vom Bruderholz-Spital in die Allianz von Universitätsspital Basel und Bethesda-Spital auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.