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Basler FDP mit Heissluftballon auf Rückeroberungs-Kurs

Die Basler FDP setzt für die Nationalratswahlen auf die Schwerpunkte Bildung, Digitalisierung und Innovation. Das sei man dem zweitgrössten Wirtschaftsstandort der Schweiz schuldig.
Basel, 15. August 2019

Böse Zungen könnten sagen: Die Basler FDP setzt auf heisse Luft. Denn zum Auftakt des Nationalratswahlkampfes und als Bildmotiv liess sie heute Donnerstagmorgen auf der Sportanlage "Schützenmatte" einen Heissluftballon steigen. Allerdings gesichert am Seil und aus Platzgründen nicht mit allen Kandidaten aufs Mal im Korb.

Sitz vor vier Jahren verloren

Doch der FDP ist es am Boden durchaus ernst. Sie möchte den Nationalratssitz, den sie vor vier Jahren verloren hat, zurückerobern. Parteipräsident Luca Urgese, der selber kandidiert, erläuterte den Wahlslogan "Die Schweiz will" respektive "Basel will".

Die FDP als weiterhin staatstragende Partei setzt auf den Begriff der Willensnation. Sie will alle Bürger ansprechen, die gewillt sind, Verantwortung zu übernehmen "und ihr Schicksal durch Fleiss, Respekt und Engagement selbstbewusst zu gestalten."

Revolutionierung der Arbeitswelt

Die Freisinnigen setzen auf die drei Themen Bildung, Digitalisierung und Innovation. Vizepräsident Daniel Seiler setzt im Bildungsbereich auf den Föderalismus, wünscht sich vom Bund aber Hilfestellung und Leitlinien für die Ausbildung in allen digitalen Belangen. Dominique Martin, Informatikerin und einzige Frau auf der Fünferliste, sieht die Digitalisierung nicht als Jobkiller, sondern als Revolutionierung der Arbeitswelt.

Thomas Kessler, der frühere Leiter der Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung im Präsidialdepartement, ist das neue Gesicht bei der FDP. Vor dem Hintergrund des Innovationstandortes Basel setzt er zum Beispiel auf eine abgestufte Liberalisierung in der Drogenpolitik. Drogen würden trotz Verboten konsumiert, und der Staat könnte hier "Milliardenbeiträge reinholen". Im kontrollierten Verkauf müsste allerdings auf einen hohen Jugendschutz geachtet werden.

Für Lenkungsabgabe auch auf Treibstoffen

Gemäss ihrem neusten Programm setzt sich die FDP für eine Lenkungsabgabe auch auf Treibstoffen ein, betonte Christian Egeler. Denn der Verkehr verursache ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen. Mobilität sei aber auch ein Wirtschaftsfaktor und ein massvoller Ausbau bei den Strassen sei notwendig. Aber für das Gesamtverkehrs-System brauche es innovative Lösungen mit dem Ziel einer CO2-freien Mobilität. 

Die Basler FDP feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen mit einem Fest am 6. September in den Langen Erlen und auch einer historischen Publikation. Die frühere Radikaldemokratische Partei nennt sich heute "FDP. Die Liberalen", während die traditionellen Basler Liberalen auf das Kürzel LDP setzen. Die nationale Fusion zwischen Liberalen und Freisinnigen wurde in Basel nicht nachvollzogen.

Bild von links: Luca Urgese, Christian Egeler, Dominique Martin, Thomas Kessler, Daniel Seiler



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vom 15. August 2019
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Das Analoge überholt manchmal das Digitale.

RückSpiegel


Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Krichgemeinde Grellingen auf.

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

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Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.

Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

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• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

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• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).