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Kinderheim-Streit eskaliert: Mitarbeiter-Protest

Der Streit um das Kinderheim "Auf Berg" in Seltisberg eskaliert: Erstmals wendet sich das Personal mit einem Protest an die Öffentlichkeit. Die staatliche Fachstelle soll "endlich ihre Verantwortung wahrnehmen".
Seltisberg, 9. Juni 2008

Ihren Hilferuf erliess die Belegschaft des Kinderheims über die Gewerkschaft VPOD. Der Inhalt ist von einer Schärfe, die erahnen lässt, dass die zwischen den staatlichen Fachstelle und der Trägerschaft ("Katholischer Fürsorgeverein") vor kurzem scheinbar erzielte Lösung keine ist - ganz im Gegenteil: Vielmehr fühlen sich die Protestierenden von Regierungsrat Urs Wüthrich und seinem für die Heimaufsicht zuständigen Fachstellenleiter René Broder im Stich gelassen.

Schon vergangenen Herbst hätten alle Teamleitenden Broder auf "die ständige unprofessionelle Einmischung der Trägerschaft in die operative Führung der Heime Auf Berg hingewiesen und um Unterstützung gebeten", heisst es in einem heute Montagnachmittag vom VPOD veröffentlichten Communiqué. Seit der Einsetzung von Interimsleiter Winfried Knapp habe sich das Arbeitsklima "drastisch verschlechtert". Es müsse befürchtet werden, dass "unter diesen belastenden Umständen" die Arbeit "nicht mehr in der erforderlichen Professionalität" geleistet werden könne.

Von Wüthrich und Broder enttäuscht

Kernpunkt des Protests: Wüthrich und Broder vermochten nicht durchzusetzen, was sie noch an einer kürzlichen Medienkonferenz gefordert hatten: Die völlige Unabhängigkeit des neu zu bildenden Ausschusses von der Trägerschaft. Denn: "Im neuen Ausschuss nehmen mindestens zwei in die bisherigen Ereignisse involvierten Personen Einsitz." Die Vertrauensbasis zwischen dem Vorstand der Trägerschaft und der Interims-Heimleitung einerseits und dem Personal auf der anderen Seite sei inzwischen "so nachhaltig gestört, dass das Personal diesem Kompromiss nicht zustimmen kann und auf vollständige Unabhängigkeit des neu einzusetzenden Heimausschusses bestehen muss".

Die Mitarbeitenden der Heime "Auf Berg" sähen in dieser Situation "keine andere Möglichkeit, als selbst an die Öffentlichkeit zu gehen". Sie fordern die kantonale Fachstelle als Auftrags- und Geldgeberin der Heime auf Berg auf, "ihre Verantwortung endlich wahrzunehmen". Sie soll "dafür sorgen, dass der von verschiedensten Seiten, ja sogar von Regierungsrat Wüthrich selbst geforderte Rückzug der Trägerschaft aus der strategischen und vor allem der operativen Führung wirklich stattfindet, indem ein vom Vorstand personell vollständig unabhängiger Ausschuss gebildet wird".

Das Personal der Heime "Auf Berg" behalte sich vor, "weitergehende Massnahmen zu ergreifen, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen".

Hinter dem Protest stehen neben Heidi Mück, Urs Müller und Matthias Scheurer auch die frühere SP-Kantonalpräsidentin Regula Meschberger. Sie sind in der Medienmitteilung als Auskunftspersonen aufgeführt. Die aktuelle Krise hatte OnlineReports öffentlich gemacht.




Weiterführende Links:
- Service: Die Links zur Seltisberger Kinderheim-Krise


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"Herr Wüthrich, was braucht es noch?""

Sehr geehrter Herr Wüthrich, im Kinderheim auf dem Seltisberg kann geschehen, was will, Sie werden wohl nie sagen: "Stopp, so geht’s nicht."

 

Man braucht die Missstände, die seit mindestens 16 Jahren in diesem Heim bestehen, nicht mehr aufzulisten, sie sind öffentlich bekannt. Dazu kommen "unveröffentlichte" Ereignisse, die noch gravierender sind, und von denen ein grosser Teil der "Szene" weiss.

 

Ich kann mir schlichtweg nicht erklären, was Ihre Motivation ist, alles einfach laufen zu lassen. Wenn man schaut, was alles auf dem Tisch liegt, braucht es nicht mal Mut, Profil zu zeigen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass Sie nicht wissen, dass aktuell Mitarbeiter, die nicht genehm sind, schlichtweg geschlissen werden (Sie sind doch noch Gewerkschaftsmitglied?).

 

Mit Ihrem Nicht-Entscheid, mit dem Katholischen Fürsorgeverein Baselland die Leistungsvereinbarung um ein Jahr zu verlängern, wird eine ganze Region vor den Kopf gestossen: Die Kinder im Heim, die Eltern der Kinder, die Angestellten, die Sozialprofis des Baselbietes.

 

Sie finanzieren mit Steuergeldern Zustände, die unwürdig sind, ein Hohn. Die Hoffnung stirbt zuletzt.


Stefan Dietschi, Basel




"Wie lange soll es noch so weiter gehen?"

Es wurde nun wirklich langsam Zeit, dass auch die Mitarbeiter zu Wort kommen. Traurig, diese Kinderheim-Krise! Traurig für die Kinder, traurig für die Angehörigen, traurig auch für die Mitarbeiter. Wie soll man unter solchen Umständen arbeiten können? Wie soll man sich da wohl fühlen und den Kindern die nötige Sicherheit und Geborgenheit geben?

 

Ich frage mich mich, wie lange das noch so weiter gehen soll. Vor sechs Jahren war ich selber von Willkür und Unprofessionalität betroffen, enttäuscht von der damaligen Heimleitung, enttäuscht aber auch von der (katholischen) Kommission.

 

Den Mitarbeitern und Kindern wünsche ich alles Gute und den Verantwortlichen wünsche ich, dass diese nun Farbe bekennen und endlich die nötigen Schritte einleiten.


Silvia Gysin, Reigoldswil



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Alles mit scharf

Schlagende Argumente
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"Insgesamt kamen 1'000 Mitarbeiter und 450 Milliarden Euro Umsatz in die Schweizer Gruppe."

Schweiz am Wochenende
vom 20. Mai 2017
über den Zukauf der
deutschen "Bilfinger Hochbau"
durch Implenia
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Das muss eine Firmen-Perle sein: 450 Millionen Euro Umsatz pro Mitarbeiter.

RückSpiegel


Telebasel online geht in ihrem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Ruedi Illes wird ab 1. Juli neuer Leiter der Sozialhilfe Basel-Stadt und damit Nachfolger von Nicole Wagner.

• Für die Ende Jahr zurücktretende Beatrice Inglin-Buomberger sollen sich die Juristin Elisabeth Burger Bell und der Ökonom Thomas Riedtmann in derkommenden sechsjährigen Amtsdauer in der Funktion der Ombudsstelle teilen.

• Das dreitägige Hafenfest zum 75-jährigen Bestehen der Hafenanlagen in Birsfelden lockte mit seinen vielseitigen Attraktionen rund 40'000 Besuchende an.

Peter F. Rapp (71) tritt als Verwaltungsrats-Präsident der Rapp-Gruppe zurück und übergibt die Funktion Daniel Kramer (58), der dem Verwaltungsrat seit vergangenem Jahr angehört.

• Nach Auswertung der Erfahrungen aus dem ersten Jahr hat der Allschwiler Gemeinderat entschieden, die separate Kunststoffsammlung per 2018 definitiv einzuführen.

• Nach zwei Tarifsenkungen in den Jahren 2015 und 2016 erhöhen die IWB die Erdgastarife diesen Monat: Biogas-Erdgas um 0,8 Rappen pro Kilowattstunde für die Kunden im Kleinbezugstarif (Gas zum Kochen und für Durchlauferhitzer) und um 1 Rappen pro Kilowattstunde im Allgemeinen Tarif (Gas zum Heizen).

• Der Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland hat die Volksinitiativen "Bildungsressourcen gerecht verteilen und für das Wesentliche einsetzen!" und "Stopp dem Abbau an den öffentlichen Schulen!" eingereicht.

• Dank eines Jahresgewinns von 107 Millionen Franken können die Industriellen Werke Basel (IWB) dem Kanton Basel-Stadt eine Gewinnausschüttung von 37 Millionen Franken (Vorjahr: 20 Millionen Franken) abliefern.

• Der 24-jährige Kleinbasler Marco Natoli ist als Nachfolger von Patrick Huber neuer Präsident der Jungen CVP Basel-Stadt.

• Die LDP Riehen/Bettingen nominiert Daniel Hettich als Kandidat für die kommenden Wahlen in den Riehemer  Gemeinderat.

• Per 1. Januar 2019 stellen die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) neu auch das Fahrpersonal der Buslinie 50 ("Flughafen-Bus"), die bisher durch das PostAuto-Fahrpersonal betrieben wurde.

• Das Beschaffungsvolumen der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion fiel letztes Jahr mit rund 117 Millionen Franken gegenüber den Vorjahren "eher bescheiden" aus, wobei 60 Prozent auf Bau- und 30 Prozent auf Dienstleistungsaufträge entfielen.

• Ab 1. Januar 2018 soll die "Sanitätsnotrufzentrale beider Basel" (SNZbB) für die Entgegennahme von Notrufen und die Disposition der Einsätze in der Region verantwortlich sein, wodurch die bisherigen Zentralen der Sanität Basel und des Kantonsspitals Baselland zusammengelegt werden.

• Die Basler Ethnologin Tabea Buri wird als Nachfolgerin von Dominik Wunderlin neue Leiterin der Abteilung Europa am Museum der Kulturen Basel (MKB).

Manuela Hobi ist die neue Präsidentin der Sektion CVP Grossbasel Ost, dies als Nachfolgerin von Andreas Peter.

Anna Wegelin, bisher Leiterin Marketing und Kommunikation bei Pro Senectute beider Basel, wird ab 1. Juni "Head of Communication" beim Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut.

• Statt mit einem budgetierten Defizit von knapp zwei Millionen Franken schliesst die Rechnung 2016 der Stadt Liestal mit einem Verust von 950'00 Franken ab.

Stephan Bachmann, Direktor des REHAB Basel, ist von der Mitgliederversammlung zum Präsidenten der "Basler Privatspitäler-Vereinigung" gewählt worden.

• Die "Basler Zeitung" erhöht ihren Jahresabonnements-Preis von 466 auf 485 Franken.

• Das Kunstmuseum Basel besetzt per 1. Mai drei Stellen neu: Daniel Kurjaković übernimmt den neu geschaffenen Posten des Kurators Programme, Anita Haldemann wird Leiterin des Kupferstichkabinetts, und Ariane Mensger wird Kuratorin am Kupferstichkabinett.

• Der 56-jährige Renzo Simoni, bis im Juni noch CEO der AlpTransit Gotthard AG, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat der Gruner AG gewählt.