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Sicherheit: Treppen-Knatsch um neues Hallenbad

Nach dem leidenschaftlichen Kampf um den Neubau des Hallenbads in Gelterkinden ist nun ein Sicherheits-Streit um das Nichtschwimmerbecken entbrannt. Benutzergruppen fordern Anpassungen, der Gemeinderat blockt ab.
Gelterkinden, 28. Februar 2017

Es war einer der heftigsten Abstimmungskämpfe der letzten Jahrzehnte in Gelterkinden: Bürgerliche Exponenten ergriffen das Referendum gegen den Kredit von 17,6 Millionen Franken zum Neubau des Hallenbads. Sie scheiterten am 25. September mit 1'710 Ja gegen 711 Nein deutlich, die Neubau-Befürworter jubelten.

Doch einen Monat später verdüsterte sich die Stimmung in der "Gruppe Schwimmausbildung Gelterkinden", der unter anderem die Schwimmvereine, das Seniorenschwimmen und die Schulleitung angehören, unter anderem aus Sicherheitsgründen: Sie stellte aufgrund der Baupläne fest, dass die Treppe zum Nichtschwimmerbecken auf dessen schmaler Stirnseite vorgesehen ist, wobei den Einstieg nur ein Steg von 2,5 Metern Breite vom tiefen Schwimmerbecken trennt.

Wenn einer ins Schwimmerbecken fällt

Landrat Martin Rüegg, Mitglied des Ja-Komitees "Gruppe Pro Hallenbad", sprach gegenüber OnlineReports von einem "Sicherheitsrisiko". Wenn die Nichtschwimmer auf dem schmalen Steg mal übermütig werden, könne gut sein, "dass plötzlich einer aus Versehen ins tiefe Becken fällt". Prekär sei die Situation insbesondere für Primarklassen mit zwanzig Schülern und mehr. "Da hat man als Lehrer die nötige Übersicht nicht mehr", sagte Rüegg, selbst Sportlehrer am Gymmnasium.

Die Schwimmclubs verlangten deshalb, die Stufen statt auf der schmalen Stirn- auf der ganzen Längsseite anzuordnen, wie dies "bei fast allen Lernschwimmbecken üblich" sei. Dies hätte zudem den Vorteil, dass zwei bis drei Gruppen im Bereich der Treppen mit den Kindern arbeiten könnten und nicht nur eine wie an der Stirnseite. Das Bad könnte dadurch ausserdem "wesentlich flexibler und ökonomischer" betrieben werden (so Daniel Laube, der die "Gruppe Schwimmausbildung" vertritt).

Gemeinderat: "Keine Sicherheitsbedenken"

Allerdings hatten die Gegner einer schmalen Treppe, die sich laut Laube "nie offiziell zum Projekt äussern" oder Einsprache erheben konnten, mit ihrer Kritik ein Zeitproblem: Derart in den Abstimmungskampf vertieft trugen sie ihr Begehren reichlich spät vor. Auf Antrag der Baukommission lehnte auch der Gemeinderat ihre Forderung ab, obschon die beiden Schwimmclubs bereit waren, bis zur Hälfte der geplanten erforderlichen 40'000 Franken für die Projektänderungen beizusteuern. "Dies ist für uns ein derart wichtiger Punkt, dass wir dieses für die Clubs nicht leicht verkraftbare Angebot machten", sagte Martin Rüegg.

Gemeindepräsidin Christine Mangold erklärte gegenüber OnlineReports, Baukommission und Gemeinderat hätten nach Rücksprache mit Fachleuten "keine Sicherheitsbedenken", da von Wasser zu Wasser ein Abstand von 3,20 Metern vorgesehen sei. Im alten Hallenbad sei das Nichtschwimmerbecken nur mit einer Leine vom Schwimmerbecken getrennt gewesen. Zudem enthalte das neue Konzept "so viele Verbesserungen" wie die Vergrösserung der Becken oder der Hubboden, "dass wir nicht schon am Anfang mit zusätzlichen Kosten starten wollten".

Noch ist erst der Abbruch des alten Hallenbads im Gang (Bild), so dass die Gegner der schmalen Treppe noch eine "sehr, sehr, sehr kleine Hoffnung" (Rüegg) sehen, dass ihre Forderung doch noch erfüllt wird.




Weiterführende Links:
- Gelterkinden will schwimmen: Klares Ja zum neuen Hallenbad


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"Treppen auf der Längsseite ist logisch"

Der Einbau der Treppen auf der Längsseite ist eigentlich logisch bei einem Lernschwimmbecken, unabhängig von der Sicherheit. Da hat wohl jemand bei der Planung nicht genug überlegt.


Hanspeter Berger, Basel



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"Ich sehe einfach einige laute Juso wie Adil Koller, die noch Schwimmflügeli tragen."

Christine Frey
abtretende Baselbieter
FDP-Präsidentin in der
Basler Zeitung
vom 24. März 2017
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Christine Frey trägt schon Schnorchel.

"Und übrigens ..."

Gegen Eliten und Sunniten
RückSpiegel


Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Das Medienportal persoenlich.com zog die OnlineReports-Meldung über die Kündigung des BaZ-Abos durch den ehemaligen BaZ-Verleger Matthias Hagemann nach.

Die Nachricht über den Abbruch der Gelterkinder Rahmtäfeli-Fabrik wurde von der Volksstimme aufgenommen.

Die Sissacher Volksstimme, die Basler Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-News über den Bolzenschuss im Gelterkinder Ortskern auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht über den erneuten Parteiwechsel von Grossrat Michel Rusterholtz auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung griff die OnlineReports-News über den Sammelerfolg des Referendums gegen Alkohol in Jugendzentren auf.

Die OnlineReports-Story über Andrea Strahm und die Präsidiums-Suche der Basler CVP nahmen das SRF-Regionaljournal, die TagesWoche, die Basler Zeitung und die BZ Basel auf.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ online nahmen die OnlineReports-News über den Austritt Daniel Goepferts aus dem Basler Grossen Rat auf.

In ihrem Kommentar über "Die Arroganz der Basler Regierung" (Schlagzeile) nahm die Basler Zeitung Bezug auf eine Schilderung in OnlineReports.

SRF online bezog sich in ihrem Bericht über den ASE-Prozess auf OnlineReports.

Für ihre Sendungen "10vor10" und "Schweiz aktuell" holte das Schweizer Fernsehen Statements bei OnlineReports ein.

Die BZ Basel und 20 Minuten online bezogen sich in ihren Artikel über die Basler CVP-Präsidentin Adrea Strahm auf ihre Kolumnen in OnlineReports.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht über Platzprobleme des neuen BVB-"Flexity"-Trams am Basler Aeschenplatz auf.

In seinem Bericht über den Anlage-Skandal der ASE Investment ging die Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens auf die Rolle von OnlineReports bei der Enthüllung des Schwndels ein.

In seinem Bericht über das von Handwerker-Autos besetzte Trottoir in der Basler Centralbahnstrasse nahm das SRF-Regionaljournal auf einen früheren OnlineReports-Artikel Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, das SRF-Regionaljournal, 20 Minuten online und die SDA nahmen den OnlineReports-Bericht über die Verurteilung des Rappers Ensy auf.

Die Volksstimme beschrieb, wie Peter Knechtli vor 30 Jahren die Brand-Katastrophe von Schweizerhalle erlebte.

Die NZZ zitierte aus dem OnlineReports-Kommentar zu den Basler Regierungsrats-Wahlen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Ivo Corvini-Mohn wird neuer Präsident des Personal-Verbandes Polizei Basel-Landschaft (PVPBL) als Nachfolger von Sven Oppliger.

• Der Basler Gewerbeverband hat die beiden Initiativen "Zämme fahre mir besser" mit 3'811 Unterschriften und "Parkieren für alle Verkehrsteilnehmer" mit 3'917 Unterschriften im Rathaus eingereicht.

Riehen muss den Kunstrasen auf der Grendelmatte ersetzen, wofür dem Einwohnerrat ein Kredit von 520’000 Franken beantragt wird.

• Die frühere Baselbieter Juso-Copräsidentin Samira Marti (Ziefen) wird Vizepräsidentin der SP-Kantonalpartei, wobei sie den ehemaligen Juso-Präsidenten Florian Schreier (Birsfelden) ersetzt.

• Die Kantonstierärzte der beiden Basel haben die regionalen Verfügungen über die Schutzmassnahmen gegen die Vogelgrippe als abgeschlossen erklärt.

Thomas Mächler wird Anfang April neuer Bereichsleiter Jugend, Familie und Sport (JFS) im Basler Erziehungsdepartement als Nachfolger von Hansjörg Lüking, der das Departement im Januar verlassen hat.

• Weil für sie keine Ersatzteile mehr verfügbar sind, treten demnächst 111 Betten aus dem Rehab Basel, die 2002 beschafft wurden, ihre Reise in die Slowakei an.

Stephan Wetterwald wird neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung der Baselbieter Pensionskasse und damit Nachfolger von Hans Peter Simeon, der Ende November in den Ruhestand tritt.

• Die Stadt Basel hat den Zuschlag für die Durchführung des Eidgenössischen Jodlerfestes im Jahr 2020 erhalten, wodurch sich vom 26. bis 28. Juni jenes Jahres rund 12'000 aktive Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger treffen werden.

• Der FC Basel hat mit seinem 32-jährigen Mittelfeldspieler Davide Callà den ursprünglich bis zum 30. Juni 2017 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Die Baselbieter Jungsozialisten (Juso) haben Ronja Jansen (21) und Nils Jocher (20), beide aus Frenkendorf, einstimmig als ihr Co-Präsidium gewählt.

• Der Leiter der Basler Stadtreinigung, Peter Schär (47), hat seine Stelle beim Tiefbauamt auf 1. März gekündigt, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.

• Weil im Gelterkinder Kindergarten "Staffelen" die defekte Ölheizung nicht durch eine "einigermassen kostenattraktive und baulich auch realisierbare Alternative zu Öl ersetzt werden kann", beschloss der Gemeinderat "den Ersatz der alten Anlage durch einen neuen Öl-Brennwertkessel".

• Der 44-jährige Chemiker Alexander Schocker wird neuer Leiter Forensik bei der Polizei Basel-Landschaft als Nachfolge von Markus Looser, der letzten Herbst zur Kriminalpolizei Basel-Stadt wechselte.

• Die Oberwiler Bevölkerung hat in einer Referendums-Abstimmung den Beschluss über den Kredit für die Planung Eisweiherplus mit 1'072 Ja zu 2'820 Nein aufgehoben und damit die Planung beendet.

• Der Baselbieter Landrat hat einen Kredit von 14 Millionen Franken zum Bau der Tramlinie Margarethenstich bewilligt.

• Das Referendum gegen die unbegrenzte Alkohol-Abgabemöglichkeit in baselstädtischen Jugendzentren wurde mit 4’600 Unterschriften eingereicht.

• Der 53-jährige Patrick Dill wird ab 1. April neuer Leiter der Gemeindeverwaltung Allschwil.

• Der Kanton Baselland beteiligt sich an der "Berufsschau 2017" in Pratteln mit einem finanziellen Beitrag aus den Mitteln des Wirtschaftsförderungs-Fonds in der Höhe von 900'000 Franken (bisher 950'000 Franken).