News

© Foto by OnlineReports.ch


Eva Herzog kandidiert – Claude Janiak verzichtet

Die Geschäftsleitung der SP Basel-Stadt hat Finanzdirektorin Eva Herzog (49) als Kandidatin für die Nachfolge von Bundesrat Moritz Leuenberger nominiert. Der Baselbieter Ständerat Claude Janiak dagegen verzichtet.
Basel, 16. August 2010

Eva Herzog, Mutter zweier schulpflichtiger Kinder im Alter von 13 und 10 Jahren, präsentierte sich heute Montagmorgen an einer gemeinsamen Medienkonferenz der SP Basel-Stadt und der SP Baselland als "Vertreterin einer modernen urbanen Schweiz, als Vertreterin einer Grenzregion und der zweitstärksten Wirtschaftsregion der Schweiz".

Herzogs "Chance intakt"

Die promovierte Historikerin, seit fünfeinhalb Jahren Basler Regierungsrätin, präsentierte sich als regionale Vertreterin der ganzen Region, die wieder einmal einen Bundesratssitz verdient hätte. Ihre Wahlchancen seien zwar nicht gross, aber die Chance sei vorhanden und es gelte, sie zu packen. Andernfalls würde sie "lustvoll" als Basler Regierungsrätin weiter arbeiten.

An der Medienkonferenz gab der Baselbieter Ständerat Claude Janiak (61) seinen Verzicht auf eine Bundesrats-Kandidatur bekannt. Gleichzeitig kündigte er eine erneute Kandidatur als Ständerat an. Er müsse realistischerweise davon ausgehen, dass er "nicht der Wunschkandidat" der SP-Fraktion sei. Er unterstütze dagegen voll und ganz die Kandidatur Herzog. Die Chance sei intakt, dass sie auf ein Zweierticket kommt, meinte Janiak. Ausserdem sei davon auszugehen, "dass die SP eine Frau nominieren wird".

Eine Baselbieter Baslerin

Eva Herzog ist in Pratteln aufgewachsen, wohnt aber seit rund dreissig Jahren in Basel. 1999 wurde das damalige Mitglied der "Kaserne"-Geschäftsleitung Basler Verfassungsrätin, 2001 Grossrätin und drei Jahre später Fraktionspräsidentin, bevor sie 2005 den Sprung in die Regierung schaffte.

Ihre Bereitschaft, sich von der SP-Bundeshausfraktion zur Bundesrats-Kandidatin nominieren zu lassen, habe sie mit ihren Lebenspartner und ihren Kindern abgesprochen. Die hätten mit einem "Go for it!" grünes Licht gegeben.

Erster Exkurs auf die nationale Bühne

Als ihren Leistungsausweis nannte Eva Herzog die Sanierung der staatlichen Pensionskasse, die Steuersenkung von jährlich 150 Millionen Franken, die strenge Ausgabenpolitik und die Senkung der "in den neunziger Jahren aufgehäuften Schulden- und Eventualverpflichtungen um fast drei Milliarden Franken" – in jener Zeit war das Finanzdepartement bürgerlich regiert. Unter ihrer Ägide sei die staatliche Liegenschaftsverwaltung, "die keinen allzu guten Ruf hatte, in eine moderne, professionelle Immobilienverwaltung verwandelt worden".

In einem ersten Exkurs auf die nationale Bühne führte Herzog aus, es zeichne sich ab, dass "das System der bilateralen Verträge nicht mehr funktioniert". Sorgen bereiten ihr die Finanzierung der Schweizer Universitäten, aber auch die "zunehmende Akademisierung" auf Kosten der Berufsbildung. Die Sozialdemokratin warnt vor einem "radikalen Abbau" der Sozialwerke ("Gefährdung des sozialen Friedens") und stört sich an der Abwälzung der Kosten auf Kantone und Gemeinden durch die neuste Revision der Arbeitslosenversicherung.

Mit Malama im Gespräch

Sich selbst bezeichnete sie als "lösungsorientiert, pragmatisch und mehrheitsfähig" – Eigenschaften, die auch der Basler Gewerbedirektor und FDP-Nationalrat Peter Malama für sich beanspruchen dürfte.

Malama überlegt sich auch eine Bereitschaft zur Bundesrats-Kandidatur. In den nächsten Tagen will er sich entscheiden. Herzog sagte auf eine Frage von OnlineReports, sie sei mit Malama im Gespräch und er habe ihr schon seine Unterstützung zugesagt. Es sei auch gut möglich, dass sich die Vielleicht-SP-Bundesrätin Herzog und der Vielleicht FDP-Bundesrat Malama in den Fraktionen gegenseitig empfehlen.

Strahlkraft optimierungsfähig

Als Finanzpolitikerin – und auch als Steuersenkerin – hat sich die linke Eva Herzog auch in bürgerlichen Kreisen einen soliden Ruf erworben, den ihr bei ihrer Wahl nicht alle zugetraut hatten. Ihr Finanzdepartement ist verständlicherweise eher eine diskrete Regierungs-Hochburg. Aber bezüglich Kommunikation und Strahlkraft hat Eva Herzog noch nicht das Mögliche aus sich selbst herausgeholt. Sie wirkt zuweilen etwas hölzern und bei unangenehmen Fragen nicht ganz souverän. Aber auch Aussenseiter-Chancen sind Chancen.

Kommentar zu Eva Herzogs Bundesrats-Kandidatur




Weiterführende Links:
- "Urban": Auch Peter Malama will in den Bundesrat
- Wieder kein "Bundesrat Caspar Baader"
- Bundesratswahlen: Anita Fetz übt sich in Verzicht
- Verzicht: Guy Morin will nicht Bundesrat werden


 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Gute Arbeit statt Cüpli-Job"

Das spricht doch nur für Eva Herzog, lieber Herr Josef Zwicker – statt einem Cüpli-Job gute Arbeit in Bundes-Bern machen. Sie hätten scheinbar ersteres genommen, klar, man kann weniger falsch machen und sich unpolitischer geben. Die Lebensphilosophie vieler Eidgenossen.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Seltsam, Frau Herzog"

"Seltsam: Das Präsidialdepartement zu übernehmen, hat Frau Herzog abgelehnt – aber Bundesrätin werden ..."


Josef Zwicker, Zürich



www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Im Fall Dojo hat die Baselbieter Staatsanwaltschaft Haupttäter Paulo Balicha verurteilt"

Basler Zeitung
Untertitel
vom 21. September 2018
über den Überfall auf das
Kampfsportzentrum von
Shemsi Beqiri
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Da scheint einer selbst im Strafgerichts-Saal blind auf die Staatsanwaltschaft eingeschossen zu sein.

Frisch pubertiert

Schein-Stories auf Instagram
RückSpiegel


Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

persoenlich.com erwähnte OnlineReports und seine frühere Praktikantin Valerie Zaslawsky im Zusammenhang mit ihrem Weggang bei der NZZ und ihrem Umzug nach Berlin, wo sie als Freie Journalistin arbeitet.

In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.