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Strafrichter Brunner verbannte die BaZ aus Gerichtssaal

Muttenz, 4. Juni 2017

Es ist einmalig in der Geschichte der Baselbieter Justiz: Strafrichter André Brunner hat am Freitag den Berichterstatter der "Basler Zeitung" von der Verhandlung ausgeschlossen. Wie das Blatt selbst berichtete, liess der Vorsitzende den akkreditierten Journalisten, der als einziger Medienschaffender den Prozess verfolgte, nach knapp zwei Minuten durch den Weibel aus dem Gerichtssaal weisen. "Bringen Sie die BaZ aus dem Saal, ich kann mich nicht konzentrieren", zitiert die Zeitung die seltsam klingende Begründung des Gerichtspräsidenten.

Angeklagt war ein 39-jähriger Kosovare, der zwischen November 2015 und Januar 2016 in Trimbach und Läufelfingen zwei Poststellen ausgeraubt hatte. Der BaZ-Berichterstatter, der tags zuvor über den Prozess berichtet hatte, erlaubte sich die Wiedergabe seiner Wahrnehmung über den Verhandlungsverlauf: Der Vorsitzende Brunner habe "in ausufernder und chaotischer Art" durch den Prozess geführt. Zwischendurch habe er sich "als Budgetberater" des sich in Geldnot befindenden Angeschuldigten betätigt.

Die BaZ spekuliert, dass Brunner einerseits diese Kritik ihres Berichterstatters mit dem Rausschmiss sanktionierte. Anderseits könnte der Richter auch einen "persönlichen Rachefeldzug geführt haben", weil ihn die Zeitung vor Monaten in seiner Funktion als Kesb-Beistand heftig kritisiert hatte, da er – so der BaZ-Vorwurf – das mit dem Mündel vereinbarte Kostendach um das Doppelte überschritten habe.



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"Nicht akzeptabel"

Wie lässt sich das mit der Rede- und Pressefreiheit vereinbaren? Ich kenne die Umstände nicht, doch scheint mir ein derartiges Gebaren in einer Basisdemokratie nicht akzeptabel!


Martin Naescher, Gelterkinden




"Wie lange muss es dauern?"

Albert Augustin bringt es mit seiner messerscharfen Analyse auf den Punkt. Danke! Ich kann ihm – dem Kenner der Szene – sehr nachfühlen. Fragt sich, wie lange es dauern muss, bis der Krug (d.h. Brunner), der zum Brunnen geht, schliesslich bricht.


Ueli Pfister, Gelterkinden




"Parteibüchlein ist kein Fähigkeitszeugnis"

Dieser Vorfall ist tatsächlich einmalig, und ich neige aufgrund bisheriger Medienberichte auch zu der Auffassung, dass es sich um einen "persönlichen Rachefeldzug" von Brunner handelt, der ihn zugleich charakterisiert. Am einfachsten wäre es, wenn das strafgerichtliche Jahrespräsidium Brunner inskünftig von einer Verhandlungsführung ausschliesst. Mit derartigen Vorsitzenden ist kein "Gerichts-Staat" zu machen. Schliesslich müsste die politische Partei, die Brunner seinerzeit im Landrat für eine Wahl nominierte, die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass für eine Richterqualifikation das Parteibüchlein allein kein "Fähigkeitszeugnis" darstellt.


Albert Augustin, Gelterkinden



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Theater Basel

"Medea" im Theater Basel
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"Abfallkübel statt Herz"

BaZ und BZ Basel
Titel über gleich lautendem
Artikel zum Juventus-Aus
vom 13. April 2018
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BaZ-Autorenzeile: SDA. BZ-Autorenzeile: Stefan Wyss. Wer suggeriert mehr Eigenleistung?

Alles mit scharf

Wachsen und Widerstand

"Und übrigens ..."

Zeit für Stau und Lottogewinn
RückSpiegel


Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• An der 1. Mai-Feier in Liestal wird etwas Ständerats-Vorwahlkampf spürbar, indem die grüne Nationalrätin Maya Graf und SP-Nationalrat Eric Nussbaumer mit als Hauptredner auftreten.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

• Der von der Wirtschaftskammer Baselland eingereichten Gesetzesinitiative "Für eine faire steuerliche Behandlung der Wohnkosten" (Wohnkosten-Initiative) stellt die Regierung einen Gegenvorschlag gegenüber.

Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

• Die Universität Basel erhält fünf von 39 neuen Förderungsprofessuren, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr vergeben hat.

• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.