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"Kontrollierte Hoffnung" für das Kinderheim "Auf Berg"

Der Kanton Baselland erlaubt dem Reinacher Katholischen Fürsorgeverein die "kontrollierte" Fortführung des Seltisberger Kinderheims "Auf Berg". Er verlängerte dem Verein die Leistungsvereinbarung auf Zusehen hin um ein weiteres Jahr bis Ende 2009. Der Vereinsvorstand tritt von operativen Ämtern zurück zugunsten eines neuen, betriebsverantwortlichen Heimausschusses.
Seltisberg, 30. Mai 2008

Dagegen widersetzte sich der Katholische Fürsorgeverein erfolgreich dem erklärten Willen von Bildungsdirektor Urs Wüthrich, die Vereins- von der Heimführung organisatorisch wie betrieblich zu entflechten. Diesen von Wüthrich vor zwei Monaten an einer Medienkonferenz in Aussicht gestellten, unabhängigen "Verwaltungsrat" wird es nicht geben. Der Leiter der kantonalen Fachstelle für Sonderschulung, Jugend- und Behindertenhilfe - der Baselbieter "Heimaufsicht" -, René Broder, sprach am Freitag in Liestal konsequent von einer "kontrollierten Hoffnung", welche der Vereinsführung nun entgegengebracht werde.

Auffällig: Regierungsrat Wüthrich, der Anfang April "harte Forderungen" gegenüber der Vereinsführung durchzusetzen versprach, fehlte heute bei der Information über die erzielten, und auch nicht erzielten Übereinkünfte.

Neu: Betriebsverantwortlicher Heimausschuss

Beim Konflikt um die Betriebsführung des Kinderheims "Auf Berg" in Seltisberg geht es im Kern um eine Entflechtung der ehrenamtlichen Vorstandsarbeit der Reinacher Trägerschaft von der eigentlichen operativen Heimführung. Eine Vermischung der beiden Tätigkeiten hatte immer wieder, bis weit in die Vergangenheit zurück, für ständigen Zoff und Heimleiterwechsel, aber auch zum Teil fachlich fragwürdige Betriebsführung der Institution gesorgt.

Um in Zukunft die Betriebsführung des Heims definitiv "strategisch und operativ" zu trennen, wurden laut Broder in mehreren Gesprächen mit dem Fürsorgeverein wichtige Übereinstimmungen gefunden. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei ein neu geschaffener Heimausschuss, wie René Broder sagte. Der Heimausschuss wird von fünf Fachpersonen besetzt, wovon die eine vom Kanton vorgeschlagen werden kann. Der Ausschuss wird den neuen Heimleiter wählen. Dies wird allerdings erst dann geschehen, wenn der Ausschuss Ende Juni durch durch die Generalversammlung der Trägerschaft formell bestätigt ist.

Viel Vertrauen in Heimausschuss

Seitens des Vereins sagte Vorstand Simon Stemmer, die auf den Weg gebrachte Statutenrevision sichere die mit dem Kanton getroffene Übereinkunft "rechtlich" ab. Stemmer, seit etwas mehr als einem Jahr Vereinsmitglied, wird dem neuen Heimausschuss angehören, von der "Vergangenheit unbelastet" sein und dem Vorstand nicht mehr angehören. Designierter Präsident des neu gebildeten Ausschusses ist Marcel Schlatter, pensionierter Mitarbeiter der IV Basel-Stadt und selbst in den ziebziger Jahren "Auf Berg"-Heimleiter.

Für René Broder garantieren Schlatter und Stemmer eine unabhängige und vor allem fachliche Betriebsführung. Unterdessen wird das Heim weiterhin ad interim von Winfried Knapp, dem Schlatter "gute Arbeit" bescheinigt, geleitet.

Fünf Mitarbeiter-Kündigungen

Für René Broder gilt es nun vordringlich, die Situation im Heim "zu beruhigen". Denn bereits liegen mindestens fünf Kündigungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Tisch. Ausserdem sollen nach Bekanntwerden des heute vorliegenden Kompromisses zwischen Kanton und Verein von zahlreichen weiteren Mitarbeitenden, die offenbar die Tragfähigkeit der vorgestellten Lösung bezweifeln, Kündigungsabsichten geäussert worden sein.

Gemäss Marcel Schlatter sei durchaus mit weiteren Kündigungen zu rechnen, da normalerweise Leiterwechsel im sozialpädagogischen Bereich im Personal Veränderungen zur Folge hätten. René Broder billigte dem Personal "professionelle Arbeit" zu: "Unsere Lösung wird keine sofortige Entspannung bringen, das ist uns bewusst. Zu sehr scheint das Vertrauen erschüttert und zu offen sind noch zahlreichen Entwicklungen." Als Konsequenz wird Broders Fachstelle die Arbeit "Auf Berg" weiterhin durch regelmässige Besuche begleiten und bei Unstimmigkeiten intervenieren.

Angesprochen auf eine heute im "Blick" erschiene Story über zu knappe Essensrationen im Mutter-Kind-Heim, einem Teil von "Auf Berg", sicherten die Verantwortlichen eine "Prüfung" der nähern Umstände zu.

Bild von links: Marcel Schlatter, designierter Leiter Heimausschuss; René Broder, Leiter kantonale Fachstelle; Simon Stemmer, designiertes Mitglied Heimausschuss, Antonio Tucconi, Mitarbeiter Fachstelle



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"Weinstein setzte Spione auf Opfer ab"

BZ Basel
vom 8. November 2017
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... nachdem er sie zu Miniaturen erniedrigt hatte.

RückSpiegel


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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.

• Der Binninger Mike Keller ist neuer Präsident des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB) bis Frühjahr 2019 und somit Nachfolger des neuen Basler Stadtentwickers Lukas Ott, der alle politischen Ämter niederlegt.

• Der an der Harvard-Universität arbeitende Forscher Professor Alexander F. Schier wird ab 2018 neuer Leiter des Biozentrums der Universität Basel.

• Das Unternehmerpaar Marc Friedrichsen und Julia Reidemeister übernahm Mitte Oktober die "Boutique Danoise" an der Aeschenvorstadt in Basel im 50. Jahr ihres Bestehens von Thomas und Astrid Bachmann.

Hoffmann-La Roche will bis ins Jahr 2020 den Wasserverbrauch pro Mitarbeitenden um zehn Prozent senken.

• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.