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"In der Schweiz einzigartig": Spital-Partner Engelberger, Weber

Vielleicht die Geburtsstunde des "Universitätsspitals Nordwest"

Fusionierte Spitäler und gemeinsamer Gesundheitsraum: Regierungen beider Basel legen Staatsverträge vor


Von Peter Knechtli


Wenn alles gut geht, war heute Freitag die Geburtsstunde des "Universitätsspitals Nordwest" in beiden Basel: Die beiden Regierungen legten heute die Entwürfe zu den Staatsverträgen vor und beschwörten Kosteneinsparungen im fast dreistelligen Millionenbereich.


Im Jahr 2020 soll in den beiden Basel die fusionierte Spitalgruppe stehen: Der Zusammenschluss der vier öffentlich-rechtlichen Spitäler mit den Standorten Basel, Liestal, Bruderholz und Laufen.

Die beiden Gesundheitsdirektoren Lukas Engelberger (CVP, Basel-Stadt) und Thomas Weber (SVP, Baselland) präsentierten heute Freitagmorgen im St. Jakob-Park die Staatsverträge zur gemeinsamen Spitalplanung und zur Bildung des gemeinsamen Universitätsspitals. Die Dokumente wurden letzten Dienstag nach dreijähriger Vorarbeit von den Regierungen unterzeichnet.

Vermutlich am 10. Februar 2019 – also fast genau in einem Jahr – soll die Bevölkerung in beiden Kantonen gleichzeitig über diese Verträge abstimmen.

Die Gesundheitsdirektoren schwärmen

Hauptziele der grössten Spitalreform in der Geschichte der beiden Kantone sind die optimierte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, eine "deutliche Dämpfung des Kostenwachstums" im Spitalbereich sowie eine langfristige Sicherung der Hochschulmedizin in der Region.

Das kantonsübergreifende Projekt, schwärmten die beiden Regierungsräte, sei "bisher in der Schweiz einzigartig". Und: "Die Spitalorganisation nach Kantons- und sogar Gemeinde-Grenzen ist von gestern."

Konkret ist die Namensgebung: "Unversitätsspital Nordwest AG" soll die Firma mit öffentlichem Zweck heissen, die einen Marktanteil von rund 70 Prozent abdecken wird. Bis 2026 sollen netto zwischen 120 und 150 Betten abgebaut werden. Gerechnet wird mit einer jährlichen Einsparung von mindestens 70 Millionen Franken.

Baselland erhält Sperrminorität

Auf der Basis einer Bedarfsanalyse erfolgt die Planung und schliesslich die gemeinsame und für beide Kantone gleich lautende Spitalliste.

Einer der grossen Streitpunkte sind die Beteiligungsverhältnisse und die Sorge, ob darin die Kräfte- und Besitzverhältnisse adäquat abgebildet sind. Vorgesehen ist, dass anfänglich Basel-Stadt 66,6 Prozent und Baselland 33,4 Prozent des Aktienkapitals halten wird.

Damit verfügt das Baselbiet über eine Sperrminorität, da die wichtigsten Entscheidungen an der Generalversammlung eine Zweidrittelsmehrheit – und somit die Zustimmung beider Kantone – erfordern.

Gesamtarbeitsvertrag für Personal

Möglich ist eine Erweiterung des Aktionariats auf andere Gemeinwesen oder gemeinnützige Dritte, nicht aber auf kommerziell ausgerichtete Trägerschaften.

Ein weiterer Streitpunkt sind die Anstellungsbedingungen, die privatrechtlich definiert werden sollen. Vorgesehen ist ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit den wichtigen Personalverbänden und die Einbindung des Personals in die baselstädtische Pensionskasse.

Noch nicht alle zufrieden

Interessanterweise ist es die SVP, die sich an vorderster Front zum bikantonalen Mammutwerk bekennt. Vorbehalte äussert sie weiterhin zur geplanten Tagesklinik für operative und interventionelle Eingriffe (TOP) auf dem Bruderholz. Die Grünen in beiden Kantonen stehen geeint hinter dem Projekt.

Weiterhin "äusserst kritisch" äussert sich dagegen die Gewerkschaft VPOD, weil "zu wenig auf die Forderungen des Personals eingegangen" worden sei. Auch sei die Rechtsform einer Aktiengesellschaft "inakzeptabel". Ähnlich äussert sich der Verein "Gesundheit für alle", der zudem eine "Privilegierung der privaten Leistungserbringer" befürchtet.

9. Februar 2018

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"Die Tatbestand einer Entfremdung"

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vom 3. Oktober 2018
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Nicht erfüllt.

RückSpiegel


In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

persoenlich.com erwähnte OnlineReports und seine frühere Praktikantin Valerie Zaslawsky im Zusammenhang mit ihrem Weggang bei der NZZ und ihrem Umzug nach Berlin, wo sie als Freie Journalistin arbeitet.

In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.

Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.