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"Beklemmendes Gefühl": Cyber-Mobbing-Opfer Eymann, anonyme Blog-Einträge

Immer mehr Gift-Spritzen aus dem virtuellen Hinterhalt

Anonyme Wadenbeisser, Denunzianten und Rufmörder: Das Internet wird zum Kampfgebiet / Justiz ist weitgehend machtlos


Von Peter Knechtli


Das Internet wird immer brutaler zur Kampfzone: Schützen aus dem Hinterhalt zielen immer rücksichtsloser auf Menschen. Ihre Waffen sind die Buchstaben ihrer Tastatur, ihre Sicherheit ist die Anonymität im virtuellen Raum. Die Strafverfolgung scheint weitgehend machtlos.


Als "weltumspannendes basisdemokratisches Publikations-Netzwerk" mit "Zugang zur Öffentlichkeit für jedermann" wurde das Internet noch vor wenigen Jahren gefeiert. Die aus dem Boden schiessenden Blogs als virtuelle Tagebücher hatten anfänglich so etwas wie Kultstatus im Cyberspace.

Aber die euphorische Einschätzung der neuen Technologie weicht mehr und mehr der Ernüchterung. Nicht nur Wissensgierige und Nachrichtensüchtige bedienen sich der digitalen Kommunikationstechnik, sondern auch Gestalten, die sich den geschützten virtuellen Raum zu weniger lauteren Absichten zunutze machen: Sie nehmen, anonym und aus dem Hinterhalt, gezielt Personen ins Visier mit dem Ziel, sich über sie systematisch lustig zu machen, sie zu denunzieren, über sie gezielt Unwahrheiten zu verbreiten oder gar Psychoterror auszuüben.

Zielpersonen sind potenziell alle, vom Professor bis zum Arbeiter, von der Politikerin bis zum Richter, vom Anwälten bis zum Verwaltungskader, vom Berufskollegen bis zum Nachbarn.

Regierungsrat Opfer von Cyber-Attacken

"Es ist schon ein beklemmendes Gefühl", beschreibt der Basler Regierungsrat Christoph Eymann den Effekt, den die Cyber-Aggressoren anstreben. Er weiss, wovon er spricht: Von der neuen Seuche im Internet. Gegen den liberalen Erziehungsdirektor wird seit Jahren gefeuert – aus den Stalinorgeln anonymer Blogs. Ihr Kennzeichen: Sie operieren aus dem Dunkeln, verwenden Pseudonyme und nach einem Impressum, das Verantwortliche nennt, sucht man meist vergebens.

Eine der digitalen Angriffswaffen, die offenbar ein nicht identifizierbarer "R. Jauslin" bedient, heisst "IG Breitensport". Die Plattform gibt Eymann verbale Haue, wenn sich nur die Gelegenheit bietet. Sie schreckt dabei nicht vor ehr- und persönlichkeitsverletzenden Behauptungen zurück, indem sie dem Politiker ohne geringsten Beleg einen "gross angelegten Steuerbetrug" anlastet.

Gestohlenes Foto unter Todesanzeige

"Der Fisch stinkt vom Kopf her", heisst es in einem andern Blog mit Namen "Behördenmobbing" über einem grossen Porträt-Foto von Christoph Eymann. Das Bild wurde, unter Verletzung des Urheberrechts, bei OnlineReports abgekupfert. In einem weiteren Blog erscheint dieses Foto Eymanns direkt unter der faksimilierten Todesanzeige eines Lehrers, der sich umgebracht hatte.

Die Entdeckung, wie leicht sich Persönlichkeiten im Internet versteckt ins Visier nehmen lassen, ist nicht neu. Aufregung erregten schon im Jahr 2000 Schüler der Kantonsschule Aarau, als sie auf Ihrer Website mit anonymem Absender Lehrer "benoteten" und dabei in der Auswahl ihrer Prädikate nicht zimperlich waren: "Menschlich eine Niete", "Hätte Kindergärtner oder Kasperli werden sollen, letzteres ist er zwar schon", oder "Schlaftablette".

Gifteln mit Tarnkappe

Aufs Gifteln mit Tarnkappe hat sich auch der Basler Blog "Infamy" spezialisiert. Darauf sind Schreiber wie "Fuzzy" oder "Supra" aktiv. Mit dem Mut des Pseudonymen bezeichnen sie BVB-Kontrolleure als "Tramnazi" ("Fuzzy"), den Anwalt Felix Moppert, früherer Präsident der Christoph Merian Stiftung /CMS), als "Puff-Vater" und dessen Ehefrau Saskia Frei als "Ausschaffungsliebhaberin" ("Supra"). Hinter "Fuzzy" versteckt sich Dani Winter, Mitglied der "BaZ-Online"-Redaktion. Bei "Supra" handelt es sich um Dominique Spirgi, der jenseits seiner Medien-Maske mit Gemeinwesen wie Reinach, dem "Shift"-Festival oder den Basler Museen (zum Departement von Christoph Eymann gehörend) in Auftragsverhältnissen steht.

Ein Mann mit zwei Gesichtern ist auch der Basler Journalist Patrik Tschudin: Hauptberuflich ist er Wissenschaftsredaktor bei Schweizer Radio DRS 2, das einem hohen ethischen Standard verpflichtet ist und besondere Ansprüche an Integrität und Glaubwürdigkeit seiner Mitarbeitenden stellt. Als Hobby betreibt er den anonymen Blog "Gesammelte Bazismen", in dem er als "patpatpat" (so sein Pseudonym) über die "Basler Zeitung" und "BaZ online" höhnt und sich mit "Infamy" verlinkt.

"Bartheken-Gespräch unter Gleichgesinnten"

Von einem "aramis" stammt der aktuellste Eintrag auf dieser Plattform: "GL-Mitglied der BaZ-Medien schnorrt Alter herunter". Im Visier hat er eine – pikanterweise ebenfalls anonyme – YouTube-Filmlegende von "BaZ-Online"-Geschäftsführer Manfred Messmer (59), der im Video als 23-jähriger "wachovsky" über Politik schwadroniert. Tschudin, der hinter "patpatpat" auch "Infamy"-beliefert, präzisiert, er habe den "Bazismen"-Blog wohl initiiert, aber ihm sei "aramis" nicht bekannt und er habe diesen Beitrag "auch nicht zu verantworten".

Von OnlineReports mit der Frage nach dem Motiv seiner verdeckten Polemik konfrontiert, verteidigte sich Tschudin umständlich. "Es ist nicht so schwierig, herauszufinden, wer hinter meinem Pseudonym steht." Die von ihm alimentierten Blogs seien ein "Versteckspiel vor dem Publikum in Analogie zu einem Schnitzelbank", ein "asynchrones Bartheken-Gespräch unter Gleichgesinnten". Er sei "hart in der Sache, aber nicht hart gegen Personen". Er sei "nicht Teil der Denunziations-Mafia", sagt Tschudin, sei sich aber "bewusst", dass er sich in seiner "Halbdeckung" auch in einer "Grauzone gegenüber dem Arbeitgeber" befinde.

Auch Verlagshäuser publizieren Anonymes

Manchmal holt das Versteckspiel selbst Blog-Betreiber ein. So mokierte sich vergangenen April ausgerechnet Manfred Messmer, Betreiber des mit weitgehend anonymen Beiträgen alimentierten Blogs "Arlesheim reloaded" über "Cyber-Kriminalität": Ein Unbekannter hatte sich – Nicknapping der besonderen Art – an Messmers altem Blog-Namen gütlich getan. Messmer entnervt auf seinem Blog: "Dieses widerliche Subjekt hat meinen Namen geklaut und auf zwei Plattformen seine verleumderischen Texte unter der Marke 'arlesheimreloaded' publiziert."

Sogar seriöse Verlagshäuser wie die "Basler Zeitung Medien" steigen auf den trendigen Versteck-Zug auf: In ihrer Online-Ausgabe verschaffte die BaZ massenhaft anonymen Leserbeiträgen* Zugang zu einer breiten Öffentlichkeit. Möglicher Hintergrund: Wer derartige "Leserbriefe" zulässt, erzielt rasch eine imposante Zahl an Reaktionen. Werden vollständiger Name und Wohnort verlangt, sinkt die Zahl der Beiträge schlagartig.

Bruch in der Dialog-Kultur

Der Entscheid von Redaktionen, anonyme Publikumsreaktionen zu veröffentlichen, markiert einen fundamentalen Bruch in der demokratischen Dialog-Kultur: Vom kompromisslos offen und transparent geführten Diskurs zur verdeckten Personen-Polemik. Gleichzeitig öffnet sich eine gefährliche Lücke. Online-Verantwortliche, die Pseudo-Leserreaktionen publizieren und damit implizit zur Identitätsverschleierung auffordern, desavouieren die journalistische Berufsethik, die Zeitungs-Redaktoren traditionell hochhalten: Mit offenem Visier für Standpunkte einzustehen.

Wer selbst anonym publiziert, entzieht sich überdies der Legitimität, im Kampf gegen den Cyber-Hooliganismus mit gutem Beispiel voranzugehen, und begünstigt erst noch ein Klima, das Beleidigungen und Beschimpfungen im Web salonfähig macht. Zudem bleibt ein Rest an Skepsis, ob nicht Webmaster, sonstwie Zugangsberechtigte oder frustrierte Leser unter verschiedenen Pseudonymen mit nicht nachprüfbaren Einträgen für Schein-Betrieb in Foren sorgen.
 
Erst vor wenigen Tagen gab das "Newsnetz", dem die "Basler Zeitung" angeschlossen ist, die Devise heraus, dass "ab sofort keine Kommentare mit Phantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen" veröffentlicht werden. Diese Regelung, die auf zwingende Angabe des vollständigen Namens und des Wohnorts in Leserreaktionen verzichtet, ist jedoch kaum mehr als ein Feigenblatt: Gleich über dem Disclaimer mäkelt ein "Massimo L." an FCB-Trainer Christian Gross herum. In der Blog-Abteilung von "BaZ-Online" fällt ausserdem auf, wie emsig sich BaZ-"Fuzzy" mit "Infamy"-"Fuzzy" und seinen Einträgen verlinkt.

Von der Beschimpfung bis zur Todesdrohung

Die Härte, mit der gesichtslose Verfolger im Internet zuschlagen, ist unterschiedlich: Sie reicht von jahrelangen Sticheleien über offene Denunzierung und Beschimpfung bis hin zur Todesdrohung. Die Rede ist weder von Blogs, wie sie Bundesrat Moritz Leuenberger oder TV-Chefredaktor Ueli Haldimann oder zahlreiche andere seriöse Anbieter betreiben, noch von Plattformen, die mit transparentem Absender sachlich Kritik üben. Die Rede ist von den Kapuzen-Publizisten, die Gift gegen Andere spritzen und nur eines schützen: Ihre Identität.

Oft ist Cyber-Feiglingen kaum eine Anstrengung zu gross, wenn es beispielsweise darum geht, persönlichen oder politischen Schaden zuzufügen. So zirkulierten vor den Wahlen vergangenen Oktober im Internet grotesk verzerrt formulierte, aufwändig produzierte Wahlwerbungen zugunsten des Basler Regierungsrates Eymann in unterschiedlichen Text-Varianten. Die Kampagne verfehlte ihren Zweck - Eymann unglaubwürdig zu machen - teilweise nicht. Nur: Sie war gefälscht.

Adresse in Panama

Als besonders aggressiv und aktiv setzt sich seit einiger Zeit die rechtslastige Domäne "winkelried.info" (Motto: "Intelligente Menschen gegen Links") in Szene: Auf dieser Plattform werden andersdenkende Bürgerinnen und Bürger aus dem versteckten Hinterhalt besonders heftig durch den Dreck gezogen, mit vollem Namen genannt und mit Foto blossgestellt: "Trottel der Woche", "Linksfascho" oder "stadtbekannter ekliger 68iger" ist die Tonart. Sämtliche Blog-Einträge sind anonym. Fotos werden oft geklaut – auch bei OnlineReports.

Das Impressum der "Winkelried"-Site, die laut eigenen Angaben aus der Kommunikations-Webseite der SVP hervorging, enthält keinen Namen, aber eine Adresse – in Panama.

Auch Bundesrätin im Visier

Was sich Betroffene von hinterhältigen Kläffern bieten lassen müssen, bewegt sich manchmal in der rechtlichen Grauzone – immer wieder aber auch im widerrechtlichen Bereich. Das Lokalforum "Wohlen online" ist in einen Rechtsstreit verwickelt, weil ein anonymer Verfasser einen Gemeinderat als "scheinheiligen Abzocker" bezeichnet hatte. Die Gemeindeväter, so der unbekannte Verfasser, hätten im Dezember 2005 für fast 4'000 Franken in einem "Luxusrestaurant" (so die Mittelland-Zeitung) diniert. Ein Urteil steht noch aus.

Ein Blick in die Strafanzeige dieses Falles zeigt, dass selbst höchste Magistraten nicht vor Attacken geschützt sind. So muss sich eine amtierende Bundesrätin als "Politflittchen" beschimpfen lassen, das "dem Vernehmen nach erhebliche Probleme mit der ehelichen Treue" habe.

Die Online-Beschimpfung nimmt an Intensität zu und wird immer rücksichtsloser. Klar ehrverletzend sind Attacken, wie sie auf der Seite pi-news.net enthalten sind. Darin wird ein Anwalt aus dem Kanton Bern, der in Basel erfolgreich gegen eine Islam-Kritikerin geklagt hatte, als "Speichellecker von Gewalt und Terror" und "skrupellose Anwaltshure" bezeichnet.

Systematisch zur Witzfigur aufgebaut

Eine extreme Form von Psycho-Terror schildert der österreichische Autor Gerald Gross in seinem Buch "Wir kommunizieren uns zu Tode". Er dokumentiert den Fall eines jungen Stuttgarters, der durch den Betreiber eines Internetforums während Jahren "systematisch zur Hass- und Witzfigur aufgebaut" wurde. Fotos des Verfolgten wurden "wie Voodoo-Puppen verunstaltet" und im Netz veröffentlicht, samt persönlichen Daten, Bankverbindungen inklusive. Nach Aufrufen im Netz wurde er schliesslich auch im wirklichen Leben verfolgt und überwacht.

Immerhin: Nachdem das Stalking-Opfer geklagt hatte, wurde der Blog-Betreiber eruiert und wegen übler Nachrede, Verleumdung und Ausspähens von Daten verurteilt.

Die Denunzierung im Web nimmt inzwischen Formen an, die eine Userin gegenüber OnlineReports als "parasitären Urwald" bezeichnete. Die Website "rottenneighbor" eröffnet die Möglichkeit, anonym Nachbarn zu beschimpfen, mit genauer Markierung ihres Wohnorts auf dem Ortsplan inbegriffen. Auch auf der Basler Landkarte sind schon einige Einträge vorhanden.

Die Denunzierungs-Akteure akquirieren offensiv: "Hat dich deine Ex betrogen? Willst du dich nun rächen?", heisst es in Massen-Mails an ahnungslose User, "dann bist du hier genau richtig". Und weiter verspricht der Schmuddel-Text: "Wenn du Film- oder Bildmaterial von ihr hast, um sie damit so richtig bloss zu stellen, dann solltest du es uns unbedingt per Mail einsenden. Wir veröffentlichen es garantiert und anonym."

Gefälschte Selbstmord-Ankündigung

Dem 21-jährigen Zürcher Informatiker Roman Hüssy, der in seinem Blog abuse.ch auf idealistischer Basis ("Ich habe ein grosses Interesse am Thema") auf kriminelle Machenschaften wie insbesondere Banken-Phishing durch vermutete Ost-Banden und Sicherheitsprobleme im Internet aufmerksam macht, erlebte diesen Sommer einen grausamen Angriff: Zu Zehntausenden tauchte auf Schweizer Bildschirmen ein Mail auf, in dem sein Selbstmord angekündigt wurde ("ich muss es jemandem sagen – mein Leben hat kein Sinn mehr"). Absender und Text waren gefälscht.

Hüssy reichte Strafanzeige gegen Unbekannt ein. Laut seinen Angaben konnten durch die holländische Staatsanwaltschaft dank seiner Aufklärungsarbeit drei Betrugs-Tatverdächtige aus Russland und der Ukraine verhaftet werden. Derzeit gebe es aber "keine Kenntnis" über einen Zusammenhang der Verhafteten mit den Suizid-Mails.

Mit dem tatsächlichen Tod endete ein besonders krasser Fall von Internet-Mobbing in den USA. Es ist realer Stoff für einen Horror-Film. Die 49-jährige Lori Drew hatte mit ihrer Tochter und einem Familienfreund einem 13-jährigen depressiven Mädchen via "MySpace" einen 16-jährigen Freund namens "Josh Evans" vorgetäuscht. Als der ihr schrieb, die Welt wäre ohne sie schöner, erhängte sich das Mädchen im Kleiderkasten. Der Prozess gegen Drew läuft derzeit in Los Angeles.

Rufmord gegen Firmen

"Nur noch widerlich" empfindet der Zürcher Soziologie-Professor Kurt Imhof die anonymen Attacken. Er wurde eben selbst Opfer verdeckter Heckenschützen, nachdem er die Berichterstattung über den Fall von Bundesrat Samuel Schmid/Nef als "Sommerloch-Treibjagd" der Medien qualifiziert hatte. Gegenüber OnlineReports diagnostizierte Imhof einen "Zerfall der Sitten in der öffentlichen Kommunikation" insbesondere auch dann, wenn von nicht identifizierbaren Absendern gegen Wissen und Willen von Personen Persönliches veröffentlicht wird: "Wenn der Mensch das Geheimnis verliert, verliert er sich selber."

Anonymer Rufmord aus dem Internet bedroht mittlerweile auch Unternehmen: Mitte Oktober sah sich laut "PCtipp" ein Aargauer PC-Händler einem anonymen Massen-Mail ausgesetzt, in dem behauptet wurde, gegen die Firma laufe ein Verfahren wegen unlauterem Wettbewerb. Bekannt sind Fälle von Unternehmen, die mit Spam-Lawinen förmlich zugeschüttet und danach erpresst werden.

Eymann reichte Strafanzeige ein

"Extremist", "Sauhund" oder "fetter arroganter Armleuchter": Fast scheint es, als sei im Internet alles erlaubt. Ist es aber nicht, erklärt der Basler Medienrechtler Georg Gremmelspacher. So kann sich theoretisch auf Artikel 28 des Zivilgesetzbuches berufen, wer in seiner Persönlichkeit verletzt wird. "Ausfälligkeiten in Blogs sind leider an der Tagesordnung", stellt Gremmelspacher fest. Er weist aber zugleich darauf hin, dass die Anonymität der Blogger die Durchsetzung des Rechts in der Praxis erheblich erschwert: Versuche, auf dem Rechtsweg gegen die Verletzung eines Persönlichkeitsrechts oder auch des Urheberrechts vorzugehen, gestalten sich oft als schwierig. Gremmelspacher: "Der Gesetzgeber ist gehalten, klare und durchsetzbare Normen zu schaffen. An der Fortsetzung dieses Zustandes kann niemand ein Interesse haben."

Das musste auch der Basler Regierungsrat Eymann erfahren: Er reichte vor zwei Jahren Strafanzeige gegen den Belästiger ein – es gelang der Staatsanwaltschaft bisher nicht, dessen Identität ausfindig zu machen.

Marc Henauer, Sektionschef im Bundesamt für Polizei und Spezialist für Cybercrime, bestätigte gegenüber OnlineReports, dass Cyber-Mobbing "zugenommen und eine absolut neue Qualität" hat, findet es aber "schwer, von einem Trend zu reden". Vielmehr habe sich die Tätigkeit von Beschimpfern und Kriminellen "in den virtuellen Raum verlagert". Auf die Frage nach der Zahl gemeldeter Fälle musste Henauer passen. Dazu lägen "keine statistischen Daten" vor.

Massive Verstösse gegen Urheberrecht

Auch laut Harald Schmid, dem Informatik-Chef der Baselbieter Sicherheitsdirektion, haben "die Mittel, einen Blog zu erstellen und schnell eine Gruppe Gleichgesinnter zusammenzubringen, massiv zugenommen". Dadurch könnten Plattformen geschaffen werden, auf denen "ungeprüft und unreferenziert über jemanden hergefallen werden kann". Als Beispiel nennt Schmid das "explosionsartige Wachsen" der People-Plattform "Facebook", auf der sich rasch sogenannte "Communities" bilden können, um beispielsweise ungehindert ihren "Basel-Hass" oder ihren Hass gegen Einzelpersonen zum Ausdruck zu bringen.

Nirgends wird überdies derart massiv gegen Urheberrecht verstossen wie in anonymen Blogs. Das musste auch OnlineReports schon mehrfach erfahren. Schamlos kupfern sie urheberrechtlich geschützte Fotos und redaktionelle Kommentare integral ab, um sie als Munition gegen ihre Feindbilder zu missbrauchen. Sie verschleiern ihre Urheberschaft, indem sie öffentliche WLAN-Zugänge oder virtuelle Server beispielsweise in Südafrika benützen.

Fündig werden Strafverfolger selten. An ihrem Aufdeckungswillen fehle es allerdings nicht, sagt Beat Voser, Leitender Staatsanwalt und Chef des Basler Kriminalkommissariats, über die sich ausweitenden Fälle von Cyber-Stalking zu OnlineReports: "Das Missbrauchspotenzial ist in der Höhe praktisch unbegrenzt, aber die Eingriffsmöglichkeiten der Behörden sind sehr limitiert. Wir wüssten längst, was wir möchten. Aber die Politik und die gewinnorientierten Fernmeldeunternehmen geben uns die nötigen technischen und personellen Mittel nicht."

Staatsanwaltschaft fordert "Direktüberwachungen"

Voser ist realistisch: "Ohne Registraturmassnahmen werden die Delikte massiv zunehmen." Nach dem Willen der Strafverfolger dürfte nur noch Fernmeldetechnik auf den Markt kommen, "die überwachbar ist". Konkret: Jede SIM-Card und jeder Computer müsste einer klar identifizierbaren Person zugeschrieben werden, die als Absender für verschickte Inhalte verantwortlich ist. Folge: Auch Internet-Cafés müssten eine stichfeste User-Identifikationsprüfung durchführen und ein genaues Benützungsprotokoll führen.

"Zudem", so Voser weiter, "wären Technologien zur Verfügung zu stellen, die effiziente Direktüberwachungen der Kommunikation über Internet und Mobiltelefonie ermöglichen und die nicht schon deshalb nicht einsetzbar sind, weil sie wegen prohibitiver Kosten nicht bezahlt werden können". Der Basler Kriko-Chef ist überzeugt, dass das Problem des Cyber-Mobbings "mit Sicherheit noch wachsen wird". Die Bereitschaft, gesetzgeberisch vorzugehen, werde erst dann entstehen, wenn "der Leidensdruck gross genug ist".

Wenn anonyme Schreiber online "völlig enthemmt zuschlagen", ist auch der Medien-Analytiker Kurt Imhof der Auffassung, dass "die entsprechenden Rechtsmittel zur Verfügung stehen müssen".

Allmählich wächst in der Politik zumindst Problembewusstsein. Sowohl auf Bundesebene wie in Kantonen sind Vorstösse zur Bekämpfung von "Cyber-Bullying" (so der offizielle Begriff für Mobbing und Persönlichkeits-Verletzungen im Internet) hängig. In Basel-Stadt erkundigte sich CVP-Grossrat Stephan Gassmann nach konkreten Massnahmen zur Verhinderung von Internet-Mobbing.

Giftler bedrohen Freiheit im Internet

Als vor wenigen Tagen der Bundesrat die zunehmende Brutalisierung und Opfer-Gier in Printmedien und im Internet beklagte, jaulten Verleger und Redaktionsleiter auf – jene indes nicht zu Recht, die Anschwärzern ungefilterten Zugang zu ihren Plattformen mit beträchtlicher Öffentlichkeitswirkung ermöglichen. Selbst die gebührenfinanzierte SRG ist nicht in allen Fällen Vorbild: Wer auf der "Kassensturz"-Website Hirn-Müll in die Reaktions-Maske tippt, findet ihn in Bruchteilen von Sekunden schon online.

Bisher scheiterte eine verstärkte Überwachung der Cyber-Kommunikation an Datenschutz-Bedenken. Doch wer die Anonymität des virtuellen Raums für Anschwärzung, Rufmord oder Psycho-Terror ausnützt, arbeitet den Regulierungs-Befürwortern direkt in die Hände. So braucht sich niemand zu wundern, wenn der Ruf nach staatlicher Überwachung im Internet zunimmt, nur weil Private mit Verantwortung und der Freiheit des Internet nicht umgehen können.

* Transparenz: OnlineReports publiziert Leserbriefe ausschliesslich mit vollem Namen und dem Wohnort des Absenders. Im Zweifelsfall wird die Identität der Absender nachrecherchiert.


Kommentar: Impressumspflicht für Blogger

20. November 2008

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
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"Islamkritiker brauchen den Schutz des Pseudonyms"

Was Peter Knechtlis Artikel (unwissend oder scheinheilig?) verschweigt, das ist die Notwendigkeit von beispielsweise Islamkritikern, den Schutz eines Pseudonyms in Anspruch zu nehmen, um überhaupt eine freie Meinungsäusserung zu wagen, ohne sich mörderischen Bedrohungen auszusetzen und um sich dem Mobbing der gleichgeschalteten Zensurpresse zu entziehen. Offenbar ist es Knechtli entgangen oder es interessiert ihn nicht, aus welchem obskuren Dunkel der Anonymität rufmörderische Denunzianten von Islamkritikern tätig werden. Soll die Staatsanwaltschaft noch mehr animiert werden, Computer von unabhängigen Verfechtern der Meinungsfreiheit und Menschenrechte zu beschlagnahmen, die wie Kriminelle behandelt werden? Selbst das Basler Strafgericht musste in einem skandalösen Fall der strafrechtlichen Verfolgung demokratischer Religionskritik kürzlich zugeben, mit solchen Massnahmen "über das Ziel hinausgeschossen" zu haben.


Felix Feigenwinter, Basel



"Zensur mittels der Selektion von Leserbriefen"

Kann es sein, dass Blogger, anonyme, pseudonyme wie auch namentlich bekannte, auch deshalb so nerven, weil sie sich einer grundsätzlichen Kontrolle durch irgendwen schlichtweg entziehen? Der Kontrolle durch den Staat, der Beaufsichtigung durch Parteien oder Interessenverbände usw. aber auch durch den Entzug aus dem Einflussbereich von "Oberlehrern" und, vor allem bei den Printmedien, der Umgehung einer Zensur durch die Redaktionen. Einer Zensur mittels der Selektion von Leserbriefen oder anhand des fadenscheinigen Argumentes der Platz- soll heissen Zeichenbeschränkung. Wenn ich über einen halbseitigen Artikel nur noch schreiben darf: "Hat mir gefallen." Oder: "Hat mir nicht gefallen", also entweder 14 oder 19 Zeichen, hat das nichts mehr mit der Möglichkeit zu tun, seine Meinung frei zu äussern. Was wäre dagegen zu tun? Zum Beispiel bloggen. Ob das nun jemandem passt oder nicht.


René Reinhard, Basel



"Mir fehlen die Worte"

Mir fehlen die Worte über so viel Unverfrorenheit, verdeckt Menschen zu beschimpfen oder gegen sie Drohungen auszusprechen. Dies schmerzt unglaublich, ich glaube, ich verstehe die Welt nicht mehr. Ihnen sei gedankt, dass sie mir "die Augen öffnen".


Yvonne Rueff-Bloch, Basel



"Internet-Prozess wachsam und offen gestalten"

Diese umfassende Recherchearbeit von Peter Knechtli lädt zum Nachdenken ein. Im Grunde genommen beschreibt sie den Zustand einer Kommunikationskrise.

 

Öffentliche, das heisst veröffentlichte Kommunikation ist heute weitgehend kommerzialisiert und von Lobby-Interessen beherrscht (PR, Werbung, Nachrichtenübermittlung). Im Cyber-Net hat sich neben der kommerzialisierten Welt unter anderem auch eine teilweise individuell, teilweise von nicht finanzkräftigen Gruppierungen betriebene Gegenwelt aufgebaut.

 

Die Kritik an der Lobbywelt, welche sich allgegenwärtig inszeniert, besitzt inzwischen weitreichende Möglichkeiten. Die Möglichkeiten werden genutzt - und erreichen oft das, was Mächtige irgendwelcher Institution häufig durch ihre "Kommunikation" genannte Propagandatätigkeit verhindern möchten: Transparenz. So ist zum Beispiel im jüngsten US-Präsidentenwahlkampf die von den Republikanern inszenierte Schmutzkampagne gegen Obama nicht zuletzt wegen der wachen Reaktion eines Teils der Cyber-Netgemeinde ins Leere gelaufen.

 

Allerdings: Mit Strafrechtsartikeln und Polizeiaktionen wird man dem Phänomen von Spam und von Hassblogs kaum umfassend "gerecht". Dazu kommt, dass man eben nicht weiss, wer hinter diesen Erscheinungen steht. Es könnte - und es wird konkret - gerade im Bereich der bis ins Existentielle gehenden Politikerbeschimpfung durchaus auch von sogenannten politischen Gegnern gefakt werden, was es das Zeug hält.

 

Im Report von Knechtli wird auf die Verwicklungen von Online-Leserbriefschreibern und Online-Redaktionen hingewiesen, man erfährt, dass ein DRS2-Redaktor seinen Blog im Anonymen wirken lässt. Dagegen könnte mit Redaktionsarbeit und mit Zugangsbeschränkungen wenigstens im Bereich von Medienblogs einiges versucht werden. Offensichtlich fehlt dazu aber weitherum schlicht der Wille. Was OnlineReports diesbezüglich konkret unternimmt, erscheint mir vorbildlich. Kommunikation ist ein Prozess, Stammtischgeraune kommt darin auch vor. Den Internet-Prozess wachsam und zugleich offen zu gestalten erfordert weit mehr als Staatsanwälte und Strafgesetznovellierungen.


Alois-Karl Hürlimann, Berlin



"Motivation für eine Donation in den Recherchierfonds"

Vielen Dank für die saubere Recherche einerseits und die klare Stellungnahme andererseits. Es gibt nichts hinzuzufügen. Motivation für eine Donation in den Recherchierfonds!


Bruno Rossi, Gelterkinden



"Die Hunde bellen"

Leute, die es nötig haben, Andere anonym virtuell anzugreifen, sind doch eigentlich zu bedauern. Zu feige, zu ihrer Meinung zu stehen. Zu unreif, sich Fakten zu stellen, so es überhaupt um etwas ginge. "Halbstark", weil kindisch oder (spät-)pubertär, tun sie sich selbst etwas Gutes, indem sie sich ihren eigenen Frust so von der Seele "reden".

 

Das Internet ist wie Fernsehen: Ein rascher Blick und man erkennt, ob etwas sehenswert ist oder nicht. So sehr ich nachvollziehen kann, wie Leute, die angegriffen werden, darunter leiden, weil sie sich natürlich direkt angesprochen fühlen, so sehr empfehle ich ihnen die Erkenntnis: "Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter."


Peter Waldner, Basel



"So entsteht der gläserne Bürger"

Ein gut recherchierter und fundierter Bericht auf einem Online-Portal zu lesen, macht immer wieder Freude. Dass sich Peter Knechtli dem Thema so differenziert annimmt, passt in die heutige Cyber-Welt - Danke.

 

Erschrocken bin ich ab den Forderungen von Beat Voser, die eine totale Überwachung bedeuten. Die Anonymität im WWW ist nicht nur schlecht und verwerflich. Denn bei einer Registrierung und lückenlosen Überwachung werden gläserne Bürger geschaffen. Dass damit die Cyberkriminalität eingeschränkt werden kann, ist ein Trugschluss, dem ein Staatsanwalt nicht anheim fallen dürfte. Denn Kriminelle werden kaum mit ihrer echten Identität ihr Unwesen treiben.

 

Eine recht einfache Lösung wurde leider schon vor Jahren vom Parlament verworfen. Nämlich die Schaffung einer offiziellen Signatur (Cyber-Siegel). Wenn Personen beim Passbüro und Firmen beim Handelsregister einen Cyberschlüssel kaufen können, mit dem sie ihre Mails und Blogbeiträge entweder signieren oder auch verschlüsseln können, wäre der Spamflut und der feigen Anonymität ein erster Riegel vorgeschoben. Denn die eine solche Signatur gibt nicht zwingend die Identität preis, kann aber jederzeit von der Strafbehörde aufgedeckt werden. Ganz nach dem Motto: Unsignierte Mails und Blogs ins Abfallkörbchen. Dazu benötigt man nicht einmal ein neues Gesetz, sondern einen politischen Auftrag und mehr Eigenverantwortung.

 

Dass das Internet auch von Betrügern und Hassern missbraucht wird, war schon den Gründervätern bewusst. Man hat bis heute erfolgreich übermässige Überwachungs- und Kontrollmechanismen unterbunden, denn nur so kann das Internet in Freiheit weiter wachsen. China zeigt, dass Kontrolle und Überwachung nicht die richtige Lösung ist, sonst würde das Land kaum zu den weltweit bekannten Spammern und Cybercrimes gehören.


Daniel Kobell, Basel



"Diagnose: Fehlendes Rückgrat"

Ein ausführlicher Beitrag über ein Problem, dessen Ursache schnell diagnostiziert ist: Fehlendes Rückgrat - leider eine weit verbreitete Mangelerscheinung in unserer Gesellschaft.


Peter Berlepsch, Basel


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"Ob die BaZ die Geschichte aufnehme, erkundigte sich Stückelberger und wollte präventiv mit Gegenargumenten das Terrain gegen eine allfällige negative Berichterstattung vorbereiten."

Basler Zeitung
vom 27. August 2016
nachdem OnlineReports über die Komfort-Reise der landrätlichen Personalkommission unter dem Vorsitz von Balz Stückelberger (FDP) berichtet hatte
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Die BaZ ist eben doch gefürchteter als viele wahrhaben wollen.

RückSpiegel


Die NZZ am Sonntag zitierte OnlineReports in ihrem Artikel über den Tod des Basler Buchhändlers und Verlegers Dieter Hagenbach.

Die Basler Zeitung ging auf das Komfort-Reisli der landrätlichen Personalkommission des Baselbieter ein, die OnlineReports publik gemacht hatte.

Das Radio-Regionaljournal von SRF befragte OnlineReports in seiner Analyse zu den politischen Mehrheits-Verhältnissen in Basel im Vorfeld der Gesamterneuerungs-Wahlen.

In ihrer Meldung über den Brand des denkmalgeschützten Hauses an der Gundeldingerstrsasse in Basel bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über das bedrohte Eglin-Werk im Basler Sandgruben-Schulhaus nach.

20 Minuten
und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-Recherche über den Basler Dschihadisten im Ausschaffungs-Gefängnis aufgenommen.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung zogen die OnlineReports-News über Dieter Leutwyler als neuer Schlosswart von Wildenstein nach.

Die OnlineReports-News über das Konkursverfahren gegen die Oliver Kreuzer GmbH in Muttenz des ehemaligen FC Basel-Verteidigers wurde von der Basellandschaftlichen Zeitung aufgenommen.

Die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, die Basellandschaftliche Zeitung, marcbachmann.ch und barfi.ch nahmen den OnlineReports-Bericht über den massiven Publikums-Verlust von Telebasel auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-News über den Stellenabbau in der Baselbieter Kantonsverwaltung auf.

Das Online-Portal Inforsperber ging ausführlich auf den Gastkommentar von Beat Stauffer in OnlineReports über eine Basler Migrations-Veranstlatung ein.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Appellationsgerichts-Entscheid zur Überbauung eines grünen Innenhofs an der Maiengasse in Basel auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Recherche über die Forderung nach einem Demo-Verbot an Sitzungstagen des Basler Grossen Rates auf.

Die TagesWoche und die Basler Zeitung verwiesen in ihren Berichten über die Krise im Historischen Museum Basel auf OnlineReports.

In ihrem Rückblick "Armes, armes Basel" zitierte die Basler Zeitung aus OnineReports.

Auf einen OnlineReports-Bericht über Probleme mit Musliminnen im basler Frauenbad Eglisee nahm die TagesWoche Bezug.

Die TagesWoche verwies auf die Analyse der neusten Leserzahlen der Printmedien aus der Region Basel.

Die TagesWoche ging auf kontroverse Standpunkte zur Handschlag-Verweigerung in OnlineReports ein.

Roland Stark ging in der Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Kolumne von Joël Thüring über die Möglichkeit einer Sommer-Olympiade in Basel ein.

Auf die OnlineReports-News über die Zahlungsunfähigkeit der "Baugesellschaft BL AG" ging die Basler Zeitung ein.

In ihrem Bericht über die GPK-Kritik an der Seltisberger Gemeinderätin Vanessa Duss Jacobi berief sich die Basler Zeitung auf eine Recherche von OnlineReports.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Bericht über das Kriech-Tram auf der Klybeckstrasse aud OnlineReports.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Liestaler Stadtpräsidenten Jürg Wüthrich nahm die Basler Zeitung auf.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Spray-Attacke auf den Sitz der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt auf.

Das SRF-Regionaljournal, die TagesWoche und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über den Abgang von Oliver Jacobi als Baselbieter Kantonsingenieur auf Recherchen von OnlineReports.

Telebasel, die Basler Zeitung, 20 Minuten und die Basellandschaftliche Zeitung stützten sich in ihren Berichten über Sibel Arslans Rücktritt auf OnlineReports.

Die TagesWoche, Telebasel, die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-Meldung über den Weggang von Sibel Arslan bei der Baselbieter Sicherheitsdirketion auf.

Den OnlineReports-Bericht über den krankgeschriebenen Baselbieter Kantonsingenieur Oliver Jacobi zog die Basler Zeitung nach.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-Recherche über rechtliche Probleme beim Eigenheim-Bau des Baselbieter Kantonsingenieurs in Seltisberg auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung zog die OnlineReports-Recherche über Tricksereien beim Eigenheim-Bau des Baselbieter Kantonsingeieurs nach.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, zitierte in seiner Kolumne einen OnlineReports-Kommentar aus dem Jahr 2010 zur "Bespielung" von Basler Plätzen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Einen Lettländer nahmen Schweizer Grenzwächter bei einer Zollkontrolle kurz vor Olten im Eurocity Basel-Mailand fest, der zehn gefäschte belgische Identitätskarten mit sich führte.

• Die vier Abwasserreinigungs-Anlagen in Nusshof, Rünenberg Süd, Rünenberg Nord und Kilchberg/Zeglingen werden aufgehoben und die Abwässer in grösseren Anlagen in Sissach und Frenkendorf behandelt.

• Mit über 34'000 Eintritten erreichte das Open Air-Cinéma auf dem Münsterplatz diesen Sommer fast gleich viele Filmbegeisterte wie letztes Jahr.

• Zum Projekts des trimodalen Containerterminals Gateway Basel Nord haben die Schweizerischen Rheinhäfen beim Bundesamt für Verkehr ein Fördergesuch für das Hafenbecken 3 eingereicht.

• Die Leerwohnungsquote im Kanton Basel-Stadt liegt nach 0,3 Prozent im Vorjahr jetzt bei 0,4 Prozent, was immer noch Wohnungsnot bedeutet.

• Mit einer Anpassung des Bau- und Planungsgesetzes zur besseren Nutzbarkeit der Dachgeschosse sollen in Basel die baurechtlichen Vorschriften liberalisiert werden.

Anwohner wehren sich mit einer Petition gegen einen zwei Millionen teuren Umbau des Steinbühlmättelis, der "ein ganzes Jahr dauern soll und mehr Nach- als Vorteile bringen wird".

Raffaela Hanauer amte per sofort als Co-Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest (jgb), dies zusammen mit dem Baselbieter Bálint Csontos.

• Die Gemeinde Riehen bietet ab dem 12. August im Naturbad kostenlosen WLAN-Empfang, genauso wie in den nächsten Wochen auf der Grendelmatte sowie im Dorfzentrum.

Adrian Gaugler, News-Moderator und Sport-Chef von Telebasel, hat gekündigt und wird Mediensprecher von Swissgrid.

• 90'000 Personen verfolgen in Basel die Bundesfeier am Rhein mit dem Feuerwerk als Höhepunkt, das um 23 Uhr gezündet wurde.

• Weil der Kanton Basel-Stadt gemäss Eidgenössischer Lärmschutzverordnung verpflichtet ist, bei Grenzwert-Überschreitung bis März 2018 Strassenlärm-Sanierungen vorzunehmen, und weil die Anwohner befürchten, dass die Lärmbelastung im Rahmen der Ausbaupläne der Roche noch zunimmt, soll die Lärmbelastung an der Grenzacherstrasse "mit geeigneten Massnahmen gesenkt werden".

• Der 25-jährige FCB-Mittelfeldspieler Taulant Xhaka hat seinen bis zum 30. Juni 2018 laufenden Vertrag vorzeitig um weitere drei Jahre verlängert.

• Die Basellandschaftliche Kantonalbank erzielte im ersten Halbjahr 2016 einen Geschäftserfolg von 93,9 Millionen Franken, was einer Steigerung um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, während der Gewinn um 2,3% auf 52,9 Millionen Franken stieg.

• Das Komitee "Liaison directe" und das Komitee "SBB Pro Juralinie" haben bei SBB und Bundesamt für Verkehr (BAV) eine Resolution eingereicht, mit der eine Verbesserung des Bahnangebotes von Basel via Laufen, Delémont, Moutier, Grenchen-Nord zum Genferseebecken hin verlangt wird.

• Die Baselbieter Juso und das Junge Grüne Bündnis Nordwest reichten am 5. Juli ihre beiden Schwester-Initiativen, die ein Stimmrecht für niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer und ein Stimmrecht ab 16 Jahren fordern, ein.

Jens van der Meer tritt am 1. Juli seine Funktion als Verwaltungsleiter von Riehen an – als Nachfolger des langjährigen Gemeindeverwalters Andreas Schuppli, der nach 16 Jahren in Pension geht.

• Die Sanität Basel-Stadt und das Kantonsspital Baselland prüfen, die Sanitätsnotruf-Zentralen für ihre jeweiligen Einsatzgebiete zusammenzulegen.

Stephan Naef (54) wird per 1. Oktober neuer Finanzchef der EBM als Nachfolger von Cédric Christmann, der intern als Geschäftsführer die EBM Energie AG übernimmt.

• Der Verwaltungsrat der BVB hat per 1. September den 50-jährigen Bruno Stehrenberger, Leiter Betriebsführung und Mitglied der Geschäftsleitung der SBB-Division Infrastruktur, zum neuen Leiter Infrastruktur und Mitglied der Geschäftsleitung gewählt.

• Die Fraktion der Grünen Baselland wird für die Wahl zum Landratspräsidenten den Pratttler Parlamentarier Philipp Schoch vorschlagen.

• Der Zoo Basel erhöht die Eintrittspreise ab 1. Juli 2016: Ein Erwachsenenticket kostet neu 20 Franken (bisher 18 Franken) und ein Kinderticket neu 9 Fanken (bisher 7 Franken); die Preise für die Jahres-Abonnemente werden ab 1. Januar 2017 erhöht.

• Das Umwelt-Abo im Tarifverbund Nordwestschweiz kann ab sofort mit einem frei wählbaren Gültigkeitsbeginn bezogen werden – egal ob Monats- oder Jahresabonnement.

• Der Landrat hat dem neuen Baselbieter Energiegesetz, das eine Energieabgabe und ein Fracking-Verbot enthält, zugestimmt.

• Der Basler Wirtschaftsminister Christoph Brutschin (SP) wurde neuer Präsident der Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren.

• Das Jugendkultur-Festival (JKF) will "mit Überzeugung" an seinem Nachhaltigkeitskonzept inklusive Mehrweggeschirr festhalten.

Fritz Jenny, Vizepräsident "Rehab Basel AG und Direktor des Bürgerspitals Basel, übernimmt das Rehab-Präsidium von Heinrich Koller, der altersbedingt zurücktritt.

• Der Basler FDP-Grossrat Helmut Hersberger ist neuer Präsident des Hauseigentümerverbands Basel-Stadt.

• Der Allschwiler Gemeindeverwalter Dieter Pfister verlässt seinen Posten auf 31. Dezember 2016.

Schweizer Grenzwächter erwischten Anfang Juni am Autobahnzoll Basel-Weil einen 36-jährigen Albaner, der versuchte, 3,2 Kilogramm Kokain in einem Versteck in seinem Auto von Deutschland in die Schweiz zu schmuggeln.