© Foto by OnlineReports.ch
"Ich verlange stärkeres Mitdenken": Neuer BL-Gebäudeversicherungs-Chef Cattelan

Sven Cattelan: "Wer führt, muss Menschen mögen"

Der neue Chef der "Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung" lässt seinen militärischen Hintergrund erkennen – aber auf zeitgemässe Weise


Von Peter Knechtli


Seit Anfang dieses Jahres führt Sven Cattelan die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung. Der Nachfolger von Bernhard Fröhlich mischt das Liestaler Unternehmen ganz ordentlich auf. Er fordert von seinen Mitarbeitern Verantwortung und beschreibt sich vor ihnen auf eine ganz unerwartete Weise.


Das weitgehend unterirdische Gebäudekonglomerat "Futuro" im Liestaler Gebiet "Gräubern" ist das Lebenswerk von Bernhard Fröhlich, dem langjährigen Direktor der Gebäudeversicherung Baselland (BGV): unterirdische durch helle Höfe belichtete, energetisch nachhaltige Bürohäuser und auch Sitz eben dieser Versicherung, die alle Baselbieter Hausbesitzer zu ihren Kunden zählt.

Es war Fröhlichs oberster Anspruch und ständige Redewendung, die staatlich kontrollierte Firma nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen zu führen und zu den schweizweit günstigsten Versicherungen zu gehören.

22 Jahre sass der Umtriebige auf dem Chef-Sessel, von dem aus er das Unternehmen als patriarchaler "Mister BGV" dirigierte. Auf diesem Sessel sitzt seit Anfang dieses Jahres der 54-jährige Jurist Sven Cattelan, der stärker als Fröhlich den Manager-Typ verkörpert.

Grosse Veränderung der Firmenkultur

Der parteilose Münchensteiner ist derzeit damit beschäftigt, seinen eigenen Stallgeruch zu bilden und die bisherige Betriebskultur auf seine Sicht der Dinge umzupolen. Er kann dies ohne Konkurrenzdruck, weil die Baselbieter Gebäudeversicherung ein Monopolbetrieb ist. Hingegen, so Cattelan, sei das Unternehmen einem "gewissen politischen Druck" ausgesetzt.

"Wir befinden uns in einem ganz grossen Change-Prozess", gibt er im Gespräch mit OnlineReports.ch eine Vorstellung davon, welche Firmenkultur im "Futuro" die BGV-Zukunft bestimmen wird. Sven Cattelan, ein Mann mit markantem Kopf, war Oberstleutnant und Kommandant des Infanterie-Bataillons 21. Den an der Basler Fasnacht aktiven Waggis gäbe man ihm nicht auf Anhieb.

Die militärische Charge ist seinem Habitus unzweifelhaft anzuspüren, auch wenn er immer wieder Anglizismen aus dem Management-Jargon in seine Ausführungen einbaut. So sagt er, wenn er über die "Dunkelverarbeitung" spricht und dabei das black box processing – also die digitale Automatisierung etwa von Offerten und Rechnungen – meint, die BGV wolle in der technologisch-digitalen Entwicklung "nicht der first mover sein, but the early follower".

Der denkwürdige Satz

Und doch wäre es abwegig, Cattelan einen militärischen Führungsstil vorhalten zu wollen. Ja, er geht voraus und gibt die Richtung vor, aber nicht in der Meinung, schon zu wissen, wie der Hase in der Gebäudeversicherung läuft, weil er ja schliesslich früher schon in der Privatassekuranz tätig war. "Ich verstehe mich als Teamplayer, denn sechs Köpfe sind einfach besser als nur einer."

Dieses Kredo wurde im vergangenen Frühling deutlich: Am ersten Mitarbeiter-Treffen stand er vor seine knapp 70-köpfige Belegschaft und überraschte sie mit der Aussage: "Der dümmste Mitarbeiter steht vor Euch", was von den Anwesenden als "erfrischendes Beispiel für einen Generationenwechsel" in der Führung wahrgenommen wurde.

Er meinte mit seinem denkwürdigen Satz: Für die Details der Abwicklung sei nicht er der Spezialist, sondern die Sachbearbeiter und Projektleiter. Aber: "Ich verlange von meinen Mitarbeitern ein stärkeres Mitdenken und Handeln."

Vereinfachung der Prozesse

Die Vorgesetzten sollen Verantwortung, Entscheidungskompetenz und Vertrauen delegieren. Die Teams sollen dazu angehalten werden, "ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen zu verrichten – und nicht so, wie ich es machen würde". So sollen Prozesse verschlankt und beispielsweise die Schadenzahlung vereinfacht werden. Darum will er die Plenums-Treffen "von einer Informations- zur Partizipationsveranstaltung" ummodellieren und "bewusst kritische Fragen stellen" – und stellen lassen.

Wenn er seinen Führungsansatz beschreibt, ist immer wieder von Verantwortung die Rede, aber auch davon, den "Auftrag" der Vorgesetzten immer "mit dem Team zu erfüllen". Denn "wer führt, muss Menschen mögen und akzeptieren, dass einer auch einmal eine Schwächephase hat". Keiner sei "komplett". Ausserdem müssten Vorgesetzte auch in schwierigen Situationen mit dem guten Beispiel vorangehen. Und dann folgt wieder so ein typischer Cattelan-Satz: "Schönwetter-Offiziere haben bei mir eine Überlebenszeit von maximal einer Minute."

Dass sich erst in der Bewährung der Charakter zeigt, weiss der neue BGV-Chef aus eigener Erfahrung. Der seit 23 Jahren mit einer Bayerin verheiratete Manager hat zwei Söhne im Alter von 16 und 20 Jahren. Der ältere von ihnen leidet an Muskelschwund und hat eine begrenzte Lebenserwartung. Diese private Erfahrung weckte in beiden Elternteilen ein starkes Engagement zugunsten von Behinderten. Cattelans Ehefrau firmiert als Geschäftsführerin von "Amiamo" (Kleider für Behinderte), Sven Cattelan als Präsident der Stiftung GSR, die vor zwei Wochen in Aesch den Neubau das "Fachzentrum für Gehör, Sprache und Kommunikation" einweihte.

Die "übernächste Geländekammer"

Mitarbeiter bezeichnen ihren neuen Chef als einen, der sich beraten lässt und der fordert, aber gleichzeitig auch "eine gewisse Ruhe in sich trägt". Seine Führungs-Interpretation bezeichnet Cattelan als "Paradigmawechsel". Seit dem Arbeitsantritt schuf er mit vier Geschäftsbereichen, einer zweiköpfigen Geschäftsleitung und einem aus fünf Kadern bestehenden Direktions-Meeting "klare Strukturen".

Damit will sich der Neue nicht über seinen Vorgänger stellen: "Ich habe eine sehr gute Gebäudeversicherung mit hoher Kundenzufriedenheit angetroffen", attestiert Cattelan. "Es geht uns gut, aber wir müssen uns aus einer Position der Stärke weiter entwickeln. Wir wollen proaktiv arbeiten, bevor wir müssen." Zu den ständigen Aufgaben der Vorgesetzten gehöre es, "den Blick in die übernächste Geländekammer zu richten".

Der Sohn des "P26"-Chefs

Geländekammer! Da blitzt kurz die militärische Metaphorik auf, die auch schon seinem vor drei Jahren verstorbenen Vater Efrem Cattelan vertraut war. Er war Anfang der neunziger Jahre als Chef der Geheimorganisation "P26" – einer Kaderorganisation mit dem Ziel, im Falle einer Besetzung der Schweiz den Widerstand zu organisieren –, aus dem Nichts in die Schlagzeilen katapultiert worden. Als diese Geheiminstitution unter gewaltigem Medienwirbel aufflog, erlebte Cattelan als junger Mann "eine spannende Zeit", während der er "das Elternhaus hütete" und sein Vater vorübergehend abtauchte.

Der Fall sei von den Medien "völlig aufgebauscht" worden, da der jeweilige Vorsteher des Militärdepartements und der parlamentarische Beirat, dem National- und Ständeräte angehörten, über die Organisation informiert gewesen seien. Sven Cattelan, der damals schon über die konspirative Tätigkeit seines Vaters im zulässigen Rahmen informiert war, erinnert sich daran, wie er als junger Mann "eine Geheimhaltungs-Erklärung auf Büttenpapier" unterschreiben musste. Die Baselbieter Kantonspolizei stand der Familie in der Blütezeit des Wirbels freundlich bei: "Brauchen Sie Unterstützung?"

Über hundert Reaktionen aus der Öffentlichkeit seien in jenen Tagen im häuslichen Briefkasten eingetroffen, "nur eine oder zwei davon waren negativ". Wurde Sven Cattelan jeweils nach der beruflichen Tätigkeit seines Vaters gefragt, habe er "immer dieselbe Platte aufgelegt: Er betreibe in Basel ein Personalvermittlungs-Büro. Dass er ein Büro an der Bäumleingasse betrieb, stimmte in der Tat, nur hatte es mit Personalvermittlung äusserst wenig zu tun.

Verbesserung der Wasserschaden-Versicherung

Nichts mit Geheimnissen hat Sven Cattelans neue Funktion als Direktor der öffentlich-rechtlichen Anstalt BGV zu tun. Neben dem operativen Geschäft, zu dem auch die Schirmherrschaft über die Feuerwehren gehört, will er auch gemeinnützige Aktivitäten fortführen, die Naturfreund Bernhard Fröhlich beispielsweise mit Schwalben-Nisthäusern oder der Ansiedlung einer seltenen Schnecken-Kolonie auf dem "Futuro"-Dach lanciert hatte. So darf der Verein Baselbieter Feldscheunen auf eine namhafte Unterstützung für sein Projekt zählen, die für das Baselbiet typischen, vom Zerfall bedrohten Feldscheunen zu retten.

Zu Sven Cattelans Hauptaufgaben gehört die Nutzung der Digitalisierungs-Chancen. Die wichtigen gesetzlichen Grundlagen sind gelegt. Auf 1. Januar 2018 hat die Regierung Ende August das Brand- und Naturgefahrenpräventions-Gesetz und das Dekret über die Sorgfaltspflicht bei Feuerungsanlagen ebenso wie die Verordnung dazu und neue Gesetzesbestimmungen über die Berücksichtigung von gravitativen Naturgefahren im Baubewilligungsverfahren in Kraft gesetzt.

Derweil plant der neue BGV-Chef eine Verbesserung der Wasserschaden-Versicherung und eine Versicherungsdeckung, die Gasleitungen den Wasserleitungen gleichsetzt. Dies ganz nach den Prämissen seines Vorgängers: "Wir streben nach wie vor ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis an."

6. September 2017

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Die SP Baselland bedauert den Ausgang der kantonalen Abstimmungen über (...) den Margarethenstick und ..."

SP Baselland
Communiqué
vom 24. September 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Hätte der Margarethenstich auf einem Stick Platz gefunden, wäre er vermutlich angenommen worden.

RückSpiegel


Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.