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"Eine wunderbare Chance": Basler Museums-Strategen*

Schritte auf dem Weg zum Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel

Das Haus am St. Albangraben mit seiner Sammlung, deren Bedeutung weit über Basel strahlt, soll besser positioniert werden


Von Aurel Schmidt


Mit der Wahl eines Managing Directors und der Überweisung eines Ratschlags für einen Planungskredit in Höhe von 2,8 Mio Franken für einen Erweiterungsbau an den Grossen Rat hat die Basler Regierung alles im Moment Mögliche unternommen, um die grossen Pläne des Kunstmuseums zu fördern.


Die Einladung des Ressorts Kultur des Erziehungsdepartements zu einer Pressekonferenz zum Thema Kunstmuseum traf kurzfristig ein. Alles sollte offenbar so rasch wie möglich über die Bühne gehen. Begreiflicherweise: Für das Kunstmuseum Basel steht im Augenblick viel auf dem Spiel. Es steht vor grossen Plänen. Und die Zeit drängt.

Gesucht wurde seit Juli dieses Jahres ein Managing Director, der dem Direktor Bernhard Mendes Bürgi zur Seite steht und ihn von den Verwaltungsaufgaben entlastet. Bürgi soll Gelegenheit haben, sich ganz auf die künstlerische Leitung des Museums zu konzentrieren, was eine Aufgabe ist, die alle Kräfte in Anspruch nimmt. Das Kunstmuseum will an der Weltspitze mithalten – das ist die Erwartung, die von allen Seiten gestellt wird. Wenn das aber so ist, dann sind aber Marketing und Kulturmanagement-Mitteln unverzichtbar. Das Museum muss besser "verkauft" werden, heisst das heute. Die Managerstelle wurde im Juli dieses Jahres öffentlich ausgeschrieben. Gewählt wurde in der Rekordzeit von drei Monaten Fausto De Lorenzo.

De Lorenzos breites Beziehungsnetz
 
Der neuen Manager brachte in allen Punkten die gestellten Qualifikationen mit: Kenntnisse der hiesigen Museums- und Kunstszene, breites Beziehungsnetz, Erfahrung bei der Umsetzung grosser Projekt. Das wurde gestern an einer Medienkonferenz von Regierungsrat Christoph Eymann, Michael Koechlin vom Ressort Kultur, dem Direktor des Kunstmuseums, Bernhard Mendes Bürgi, sowie Peter Mosimann, Präsident der Kunstkommission des Kunstmuseums, mitgeteilt.

De Lorenzo wird seine neue Stelle am 1. Mai kommenden Jahres antreten. Bürgi und er bilden zusammen die Geschäftsleitung des Kunstmuseums. Die letzte Verantwortung liegt bei Bürgi. Im Fall von Uneinigkeit hat das Erziehungsdepartment beziehungsweise demnächst das neue Präsidialdepartement das letzte Wort. Bürgi begrüsst die Stärkung des Museums.

Grosse Aufgabe: Der geplante Erweiterungsbau

Die Eile, mit der die Wahl erfolgt ist, lässt erkennen, und die Redner an der Medienkonferenz hoben es auch deutlich hervor, dass heute die verbesserte Positionierung des Kunstmuseums Basel im Vordergrund steht. Der neue Managing Director wird hier seine Aufgabe finden.

Nicht zuletzt aber dürften die seit einigen Monaten bekannten Plänen für einen Erweiterungsbau des Kunstmuseums den Ausschlag für seine schnelle Wahl gegeben haben.

Mit der Schenkung des "Burghofs" durch die Mäzenin Maja Oeri an die Stadt Basel ist innerhalb von kurzer Zeit eine neue Situation entstanden. Die Vereinbarung mit der Schenkerin sieht vor, dass der Kanton Basel-Stadt auf der Parzelle an der Dufourstrasse 5 einen Ergänzungsbau für das Museum erstellt. (Über die Höhe des in Frage kommenden Betrags für den Erwerb des Grundstücks ist Stillschweigen vereinbart worden.) Zugleich ist mit dem Schenkungsvertrag die Forderung verbunden, dass bis Ende 2010 alle wichtigen politischen Entscheidungen getroffen sein müssen. Falls diese Bedingung nicht erfüllt wird, hiesse das, dass der Vertrag seine Gültigkeit verliert. Es muss also rasch gehandelt werden, wenn man denkt, wie langsam die demokratischen Mühlen mahlen.


Erweiterungsbau bringt viele Vorteile

Mit einer räumlichen Erweiterung des Kunstmuseums könnte die Sammlung wirkungsvoller präsentiert werden. Ausserdem entstünde dringend gewünschter Platz für Sonderausstellungen, mit denen das Museum seine Tätigkeit ausweiten könnte. Bisher mussten dafür jeweils die Sammlungsräume zur Verfügung gestellt und ausgeräumt werden. Ein Desideratum des Museums sind auch zusätzliche Depotflächen. Für Bernhard Mendes Bürgi stellt der Neubau eine "wunderbare Chance" dar.
 
Es wäre auch eine Chance für die Stadt. Aber die Aufgaben, die jetzt auf die Verantwortlichen zukommen, dürften enorm sein: Künstlerisch, architektonische, städtebauliche Aspekte sind zu berücksichtigen; ausserdem kommen wohl auch personelle Fragen dazu. Und alles muss finanziert werden, durch den Staat ebenso wie durch Private, was wiederum bedeutet, dass das Projekt in der Öffentlichkeit auf breite Akzeptanz angewiesen ist und das Kunstmuseum sich vorteilhaft präsentieren kann. Einen bedeutenden Beitrag dazu wird nächstes Jahr eine grosse Ausstellung mit Werken von Vincent van Gogh leisten.

Kedit für Planung und Architekturwettbewerb

Die Basler Regierung hat das Ihre bereits getan und als ersten Schritt an ihrer letzten Sitzung einen Ratschlag für einen Planungskredit in der Höhe von 2,8 Millionen Franken an den Grossen Rat überwiesen. In diesem Betrag sind auch die Kosten für einen Architekturwettbewerb enthalten. Dessen Durchführung ist für 2009 vorgesehen ist. Mit der Eröffnung des Baus wird im Jahr 2015 gerechnet.

* von links: Fausto De Lorenzo, Michael Koechlin, Christoph Eymann, Bernhard Mendes Bürgi und Peter Mosimann

29. Oktober 2008

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Newsletter-Schlagzeile
vom 30. März 2018
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Schlichte Folge eines Suizids, halt.

In einem Satz


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• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

• Der von der Wirtschaftskammer Baselland eingereichten Gesetzesinitiative "Für eine faire steuerliche Behandlung der Wohnkosten" (Wohnkosten-Initiative) stellt die Regierung einen Gegenvorschlag gegenüber.

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Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

• Die Universität Basel erhält fünf von 39 neuen Förderungsprofessuren, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr vergeben hat.

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