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"Verantwortungsvolles Nichtstun": Basler Autor Urs Schaub

Eine Familienangelegenheit zwischen zwei Buchdeckeln

Urs Schaub, der ehemalige Basler "Kaserne"-Chef, gibt sich seinen Kindheitserinnerungen auf dem Bauernhof hin


Von Anna Wegelin


In seinem ersten Band mit Kurzgeschichten feiert der Stadtbasler Krimiautor Urs Schaub seine Arbeits-Ferien als Bub auf dem Bauernhof auf sehnsüchtig-ironische Weise.


Alter macht glücklich, wissen Generationenforschende. Schauen wir also getrost nach vorn. Unsere Erfahrung ist allerdings: Je mehr Jahre man auf dem Buckel hat, desto mehr holt einen die eigene Herkunft ein, im Schönen wie im Schwierigen.

Vom Schwierigen berichtet Urs Schaub zwar auch in seinem autobiografischen Erzählband "Das Lachen meines Vaters", Kindheitserinnerungen an seine Arbeits-Ferien bei Verwandten auf dem Bauernhof im Oberaargau: Zur Strafe Steine zusammenlesen auf dem Acker, die unerwiderte Liebe zur älteren Cousine aushalten, dem Teufel ins Gesicht sehen.

Nur noch die Essenz

Aber das Schöne, die Idylle überwiegt in den Miniaturen, an denen der Stadtbasler Autor der Tanner-Krimis mit Jahrgang 1951 während vieler Jahre immer wieder gearbeitet habe, wie er an der Buchvernissage im Literaturhaus Basel berichtete. Es sei wie beim Konfi-Einkochen gewesen: Am Schluss sei nur noch die Essenz übrig.

Das Schöne, das für ihn auch Sehnsucht und Stille bedeutet, ist im Buch: Wenn er mit seinen Tanten, Onkeln, der schönen Cousine und dem Knecht am langen Tisch Znüni isst, den Rosswagen übers Land jagt, sich beim Kühehüten im verantwortungsvollen Nichtstun übt oder mit dem Hofhund aus dessen Häuschen heraus ungebetene Gäste gemeinsam anknurrt.

Ironie scheint durch

Schaub versteht sich auf die hohe Kunst der kindlichen Erzählperspektive – unmittelbar am Geschehen, nah bei seinen Gefühlen, kreativ in der Fantasie. Dass zuweilen der erwachsene ironische Erzähler durchscheint, bekommt seinen Texten ausgesprochen gut. Und die Essenz ist spürbar: Die Sätze wirken bis auf die letzte Kadenz und Silbe wie polierter Bergkristall.

"Das Lachen meines Vaters" sei eine "Familienangelegenheit", so der Autor auch in Bezug auf die schlichten Illustrationen von Sebastian Schaub, seinem älteren Sohn. Wer wie Unterzeichnende ein Landei ist und nicht mehr ganz jung, spürt beim Lesen eine Vertrautheit mit dem Erzählten.

Sohn eines "Büezers"

Doch ausgerechnet hier liesse sich eine leichte Kritik am Konzept des schön gestalteten Bands anbringen: Auf die Dauer finden wir es schade, dass die allererste, Titel gebende Geschichte mit dem Vater des Autors, keine Fortsetzung findet: Wie war es, als Sohn eines "Büezers" in der Basler Chemie aufzuwachsen? Schaub, das ist Stoff für ein nächstes Buch!

Gut ist jedenfalls, dass seine Bauernhofgeschichten immer wieder auch nicht-realistische, irrlichterne Momente enthalten. Sie geben dem Schönen und Schwierigen ein paar schräge Ecken und Kanten.

Urs Schaub: "Das Lachen meines Vaters", Geschichten aus der Kindheit. Limmat Verlag, Zürich. 120 Seiten, Pappband. Zirka 28 Franken. ISBN 978-3-85791-754-7

7. Oktober 2014


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"Macht einem gluschtig"

Die Beschreibung von Anna Wegelin zum Buch von Urs Schaub macht einem guschtig. Zum Thema "Wie war es, als Tochter eines Büezers in der Basler Chemie aufzuwachsen?" hätte ich auch zu erzählen.


Heidy Strub, Muttenz


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"Personenwagen entfernt sich nach Kollision mit Velo von der Unfallstelle"

Polizei Basel-Landschaft
Titel einer Medienmitteilung
vom 28. Mai 2019
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In solchen Fällen schalten die PWs den Flucht-Autopiloten ein.

RückSpiegel


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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.