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"Jeder Text muss Mehrwert bieten": BaZ-Chefredaktor Matthias Geering

Redaktion in Unruhe: "Basler Zeitung" muss Personal abbauen

Die grosse Tageszeitung der Region Basel steht in der schwierigsten Phase ihrer Entwicklung


Von Peter Knechtli


Die globale Zeitungs-Krise trifft auch die "Basler Zeitung": Die Redaktion steht vor einer weiteren Sparrunde und einem damit verbundenen Stellenabbau. Nach Informationen soll rund 15 Prozent des Redaktionsbestandes einem radikalen Zeitungs-Umbau zum Opfer fallen. Innert Jahresfrist soll sich das Gesicht der BaZ sichtbar verändern: Dünner, besser, provokativer.


"Die Situation ist ungemütlich", räumt Matthias Geering (47), seit Ende Januar 2007, Chefredaktor der "Basler Zeitung" (BaZ), offen ein. Vor ihm stehen keine Schönwetter-Jahre und keine wohltuenden Entscheide. Vor ihm steht wohl die schmerzhafteste Transformation in der Geschichte der führenden Zeitung der Nordwestschweiz.

Leserverlust von 20 Prozent in fünf Jahren

In Gegensatz zu den goldenen achtziger und neunziger Jahren, als die Zeitung dem Vernehmen nach zweistellige Millionengewinne einfuhr, muss heute der Kampf an allen Fronten und Kulturen geführt werden: Massiv steigende Energiepreise, die anhaltende Konkurrenz durch schnelle Gratis-Zeitungen sowie die wachsenden kostenlosen News-Angebote und Immobilienmärkte der Online-Portale stellen die Herausgeber von Bezahl-Zeitungen vor ungeahnte Herausforderungen. Noch nicht einmal berücksichtigt sind die derzeit weder quantitativ noch zeitlich abschätzbaren Folgen der Börsen- und Finanzkrise. Das spürt auch die "Basler Zeitung", deren Gruppe mit dem Gewinn von sieben Millionen Franken im neusten Geschäftsjahr kaum zufrieden sein dürfte.

Als vor vier Jahren Ivo Bachmann als Nachfolger von Hans Peter Platz die Chefredaktion übernahm und die Zeitung einer umfassenden Auffrischung unterzog, versprach er, die "modernste Regionalzeitung Europas" anzubieten. So schnell ändern die Zeiten: Kaum haben sich Redaktion und meckernde Leserschaft an das neue Layout gewöhnt, besteht erneut akuter Handlungsbedarf: Innerhalb von fünf Jahren verlor die BaZ 20 Prozent der Leserschaft, die Auflage sank kontinulierlich weiter, erst unter die 100'000-Marke, jetzt liegt sie unter 94'000 Exemplaren. Die Redaktion an Aeschenplatz spürt, was auch an andern bezahlten Tageszeitungen nagt: Die Leserschaft altert, der Abonnenten-Nachwuchs bricht weg. Dramatisch für die Print-Branche: Die Abonnenten von morgen informieren sich – wenn überhaupt – über Gratiszeitungen und über Online-Angebote.

Knatsch um Kompetenzen

Anfang Monat kündigte die Unternehmesleitung recht frohgemut ("Basler Zeitung rüstet sich für die Zukunft") eine erneute Reaktion auf das sich "verändernde Konsumverhalten bei der Mediennutzung" an. Doch der Schritt, der sich dahinter verbirgt und im bevorstehenden Jahr am Aeschenplatz bevorsteht, dürfte der einschneidenste seit der grossen Zeitungsfusion von "National-Zeitung" und "Basler Nachrichten" zur "Basler Zeitung" im Frühjahr 1978 sein: Angekündigt wird eine "tief greifende Analyse" des Blatts, das sich seit dem Verkauf der "Basellandschaftlichen Zeitung" an den "Mittelland-Zeitung"-Verbund des Badener Verlegers Peter Wanner im Fricktal und im Baselbiet auch noch einer neuen Kampf-Front gegenüber sieht.

Eine "qualitative Marktforschung" von Demoscope soll, so Geering zu OnlineReports, Aufschluss darüber geben, "welcher Typus bereit ist, für eine Tageszeitung zu zahlen, und welche inhaltlichen Erwartungen er an die Bereitschaft knüpft". Anfang kommenden Jahres sollen laut Beat Meyer erste Resultate vorliegen.

Wie die Zeitung der Zukunft aussehen soll, ist noch völlig unklar. Intern prallten schon mit der heutigen multimedialen Performance der "Basler Zeitung" zwei "diametrale Positionen" (Geering) aufeinander: Der PR-Unternehmer Manfred Messmer, der am 19. Juni zum nicht geringen Erstaunen der Branche, als Leiter des neu geschaffenen Unternehmensbereichs "Digital Strategy and Development" verkündet wurde, drängte auf das Online-Primat. Andere wie Chefredaktor Geering oder Verlagsleiter Roland Steffen, verweigerten sich dieser Politik der internen Kannibalisierung bis zu Knatsch und Krach. Grund: Ein aktuelles BaZ-Onlineportal konkurrenziert weniger andere Nachrichtenportale als vielmehr die gedruckte Tageszeitung von morgen.

Weniger Kompetenzen für Online-Chef

Längst nicht alle BaZ-Insider halten es sogar für klug, wichtige Printstoffe des laufenden Tages schon zu Nachmittagsbeginn auch online anzubieten. Weshalb, so die Kritiker, sollen Kunden für eine gedruckte Zeitung ein Jahresabonnement von 368 Franken zahlen, wenn sie die wesentlichen Informationen gratis online abrufen können. Die Unstimmigkeit hatte, abgesehen von persönlichen Animositäten, bereits Konsequenzen. Messmer, von der BaZ zu 50 Prozent auf Mandatsbasis als Geschäftsführer der "BZM Online AG" beauftragt und anfänglich für Redaktion wie Verkauf zuständig, wurde inzwischen ohne grosses Aufhebens in seiner Kompetenz massiv beschnitten: Seit Anfang Oktober ist für die Onlinewerbung Verlags-Chef Steffen verantwortlich, die redaktionelle Hauptverantwortung geht noch dieses Jahr an Geering über.

Noch immer gehört der Arlesheimer PR-Mann dem Beirat des Online-Konglomerats "NewsNetz"* an, dessen Chefredaktor und Tamedia-Mann Peter Wälty sich nach eigenem Bekunden "blendend mit Herrn Messmer versteht".  

Klar ist mittlerweile: Die Online-Technologie, die eine nahezu unmittelbare Verbreitung von Neuigkeiten erlaubt und keinen Redaktionsschluss kennt, lässt sich mit der herkömmlichen Vorstellung einer Tageszeitung nicht vereinbaren. Auf Dauer goutiert das Publikum nicht, für Nachrichten zu bezahlen, die es tags zuvor schon online oder übers Fernsehen zur Kenntnis genommen hat. Ein BaZ-Kadermann zum OnlineReports: "An eine Weiterschreibung dieses Modells glaube ich nicht."

Stellenabbau in der Redaktion

Auch Chefredaktor Matthias Geering weiss, was auf ihn zukommt, wenn er die BaZ der Zukunft entwirft: "Wir werden uns von Kollegen trennen müssen", bestätigte er einen bevorstehenden Stellenabbau, ohne sich allerdings auf eine Zahl festlegen zu wollen. Nach Schätzungen von OnlineReports dürften es sich um mindestens 15 Stellen handeln, was fast jeden achten Arbeitsplatz oder 15 Prozent der 100 Redaktionsstellen bedeutet. Konzernchef Beat Meyer schloss gegenüber OnlineReports nicht aus, dass zusätzlich ein gewisser Anteil an Journalisten ersetzt wird durch Berufskollegen, deren Name eine Marke (Meyer: "Brand") darstellt und für hohe Professionalität und Glaubwürdigkeit bürgt. "Es herrscht", so ein langjähriger BaZ-Redaktor, Dramatisches ahnend, "intern schon einige Unruhe".

Sparen auf allen Ebenen und Synergienutzung ist in der BaZ und ihrer Gratis-Zeitung "Baslerstab" aber schon seit Monaten aktuell. Es herrscht ein Stellen-Stop, vier BaZ- und einige "Baslerstab"-Redaktionsstellen wurden bereits nicht mehr besetzt, freie Mitarbeiter beklagen sich über schwindende Aufträge und knappe Entschädigung. Reportage-Autor Alois Bischof erhielt von Geering den Entscheid, "dass wir unsere regelmässige Zusammenarbeit beenden sollten": Der Redaktions-Kapitän hat "den Auftrag, das Budget zu reduzieren". Synergien will er auf eine Weise nutzen, dass nicht mehr – wie jüngst – je zwei Redaktoren und zwei Fotografen der BaZ und des "Baslerstab" zum Jubiläum der Autobahn-Raststätte nach Pratteln fahren.

Ausserdem gibt der "Baslerstab" seinen traditionellen Standort am Schlüsselberg auf: Die Redaktion wird am BaZ-News-Desk am Aeschenplatz untergebracht, der Verlag zusammen mit andern Verkäufern am Gruppen-Hauptsitz an der Hochbergerstrasse zusammengefasst.

"Weniger Seiten auf hohem Niveau"

Soeben begann der Berner Printmedien-Berater Peter Karlen eine Durchleuchtung der Strukturen mit dem Ziel, kostensparende Synergien zu orten. Derweil erkennt Redaktionschef Geering schon: "Die 'Basler Zeitung' vom Herbst 2009 wird nicht mehr die 'Basler Zeitung' von heute sein." Die neu strukturierte BaZ werde "weniger Seiten auf hohem Niveau" bieten. Geering ist sich bewusst, dass Auflage und Leserschaft weiter sinken werden, aber er glaubt daran, "dass ein Publikum bereit ist, für ein tägliches intelligentes Hilfsmittel einen Preis zu bezahlen".

Doch die Neuorientierung kann nur gelingen, wenn es der verkleinerten Redaktion im Nachrichten-Überfluss gelingt, die "Frage dahinter" zu erkennen, Folgeentwicklungen zu aktuellen Entscheidungen zu antizipieren und ihre Texte erkenntnisgewinnend zu präsentieren. Dieser völlig neue und extrem teure Inhalts-Anspruch bedeutet aber einen Paradigmawechsel auf der Redaktion: Die Fähigkeit, sich von jahrzehntelang gepflegten, berichtenden Chronik-Stil zu verabschieden, und sich tagesgesprächsträchtigen Recherchen zuzuwenden. "Jeder Text muss den Anspruch erfüllen, einen Mehrwert zu bieten. Einfach einen andern Agenturtext zu schreiben, das geht nicht mehr. Wer für eine Zeitung zahlt, soll ein Privileg haben", gibt Geering den Kurs vor.

Wachsender Zürcher Einfluss

Interne Gedanken gehen in Richtung einer hohen Flexibilität und einer Aufhebung der traditionell starren Ressort-Struktur, die die Redaktion dazu zwingt, "Seiten auch dann abzufüllen, wenn gerade nichts läuft". Offen ist auch, ob das teure tägliche Kultur-Magazin, wo sich tiefgründige Stoffe und geistreiche Texte in unmittelbarer Nachbarschaft und in widersprüchlicher Dramaturgie mit papageienfarbenen TV-Vorschauen ertragen müssen, im Tabloidformat beibehalten wird. Verlagsleiter Roland Steffen schwebt eine "Zeitung, die sich täglich neu erfindet" vor, und er gewinnt der Krise Positives ab: "Es ist eine der besten und letzten Chancen, unser Modell aus eigener Kraft grundlegend zu überdenken."

Andere Verlage scheinen die "Basler Zeitung" indes schon zu umgarnen. Im "NewsNetz"-Onlineverbund gibt die Zürcher Tamedia ("Tages-Anzeiger", "SonntagsZeitung") den Ton schon auf eine Weise an, dass Marke "BaZ" nicht mehr klar erkennbar ist. Kooperationen mit Tamedia bestehen auch im Wochenend-"Magazin", in der Gratiszeitung "News" und in Tamedia-Druckaufträgen, welche die 80 Millionen Franken teure BaZ-Rotationsmaschine in Schwung halten.

Die verstärkte Zusammenarbeit der "Basler Zeitung" mit dem deutlich grösseren Zürcher Verlagshaus blieb den Baslerinnen und Baslern nicht verborgen. Es sei eine Frage von wenigen Jahren, bis auch die "Basler Zeitung"-Gruppe zum Tamedia-Konzern gehöre, wird oft orakelt.

Vision provozierende Selektiv-Zeitung

Das kann sein, muss aber nicht. Noch immer bekräftigt BZM-Präsident Matthias Hagemann den Willen, in Basel eine nicht aus Zürich bestimmte Stimme zu erhalten. Aber seinen Kreativen wird bei der Transformation der Komplett-Zeitung in eine proaktive, provozierende Selektiv-Zeitung ein Husarenstück abverlangt. Matthias Geering: "An jenem Tag, an dem der Kern unserer Zeitung nicht mehr nördlich des Jura gemacht wird, haben wir einen wichtigen Teil unserer Legitimation verloren."

* Das NewsNetz ist eine Online-Kooperation der Tamedia, der Berner Espace Medien ("Berner Zeitung") und die "Basler Zeitung Medien".

28. Oktober 2008

Weiterführende Links:


BaZ druckt "Volksstimme"

pkn. Auf der Rotationsmaschine der "Basler Zeitung" an der Hochbergerstrasse wird in den nächsten Monaten und in edlen Farben auch die in Sissach erscheinende Lokalzeitung "Volksstimme von Baselland" gedruckt. Wegen eines Umbaus müsste die drucktechnisch nicht mehr befriedigende "Volksstimme"-Rotation demontiert und verschoben werden. Dazu kommt es nicht: Die Maschine soll zum Restwert in ein fernes Land geliefert werden.



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"Zweimal PR-Botschaften von Pharmakonzernen"

Das journalistisch-unabhängige Selbstverständnis der BaZ hat schon stark gelitten: Gleich kurz hintereinander liess sich der Wirtschaftsteil zwei Mal zum PR-Botschafter von Basler Pharmakonzernen degradieren. Zwei Artikel waren mit dem Hinweis versehen, sie seien im Rahmen einer bezahlten Reise entstanden - einmal Roche, einmal Novartis. Insbesondere jener Artikel, in dem eine Novartis-Verwaltungsrätin auf einer ganzen Zeitungsseite das Doppelmandat von Daniel Vasella in Schutz nehmen durfte, hat mich erschreckt. Klar, weil er ein enger Verwandter des früheren Sandoz-Chefs ist, gibt es keinen anderen Menschen auf dieser Welt, der ihm das VR-Präsidium oder den CEO-Posten abnehmen könnte.

 

Solche PR-Gags machen sonst eher Gratiszeitungen. So kann man sich z. B. die Ausgeh-Tipps von "20 Minuten" kaufen. Ich hoffe, dass die BaZ nicht auch irgendwann zur reinen Rückseite von Inseraten verkommt.


Jan Schudel, Basel



"Mich erstaunt die Situation der BaZ nicht"

Mich erstaunt die Situation der BaZ nicht. Vor einigen Monaten hatte ich einen Leserbrief an die BaZ geschrieben, der nicht veröffentlich wurde, worin ich folgenden Vorschlag schrieb: Legen Sie den Baslerstab und die BaZ an drei Tagen zusammen (Werbeblock separat). Verteilen Sie diese Zeitung an alle Haushalte in der Region an folgenden Tagen, z.B. Mo, Mi, Fr.

 

Vorteile:

- "News" braucht es nicht mehr.

- "Baslerstab", bei dem man ja bald durchschauen kann, braucht es ebenso nicht mehr.

- Alles in einem Haus konzentriert.

- Werbung und gute Redaktionsarbeit haben einen geschlossenen Auftritt.

- Endlich mal ein konzentrierter mutiger Schritt.

- Bestimmt mehr Leser und deshalb für die Werbung, die Geldquelle, sehr interessant.

 

Dies ist eine klar unvollständige Vision, aber es ist nicht abzustreiten, dass vor Monaten so der Verlust beim "Baslerstab" (x Millionen Franken) nicht mehr vorhanden wäre.


Rolf Hermann, Schönenbuch



"Ja keinen Ärger mit den Einflussreichen"

Die BaZ ist selber Schuld, wenn das Blatt seit Jahren mit rückläufigen Abonenntenzahlen kämpfen muss. Dürftig geschriebene Artikel, oft mit Schreib- und Kommafehlern gespickt, ist mir die Zeitung schon lange verleidet. Die Herausgeber gelten als stramm bürgerlich orientiert. Der BaZ ist bekannt, dass in Basel in den letzten Jahren die Bürgerlichen bei Wahlen keine gute Figur machen. Gezwungenermassen muss dementsprechend auch die Linke in der Zeitung zu Wort kommen. Mein Eindruck ist der, dass dies eher widerwillig geschieht. Genau so tönen auch die Kommentare: Ja kein falsches Wort an die Adresse der Chemie, Messe Schweiz, Banken und Versicherungen. Ja keinen Ärger mit einflussreichen Inserenten.


Eric Cerf, Basel



"Aussterbende Spezies der Bleiwüstenleser"

Seit zwei Jahren bin ich Neuabonnent der NZZ. (Klar, die BaZ lese ich auch, um mich über die Regio zu informieren.) Warum gerade die NZZ? Weil sie lange Hintergrundberichte bringt, national und vor allem international, kurz: interessanten Lesestoff! Aber vermutlich gehöre zur aussterbenden Spezies der begeisterten Bleiwüstenleser.


Ernst Feurer, Biel-Benken



"Für einen Kurswechsel ist es zu spät"

Schon im April 2003 kündigte ich mein BaZ-Abo mit den Zeilen: "Ich hoffe, dass Ihnen die sinkenden Abonnentenzahlen den nötigen Druck für einen Kurswechsel bringt!."

 

Aber es kam noch schlimmer. Nicht nur die Auswahl der Themen blieb einseitig - auch die Journalisten begannen immer öfters ihre Kommentare, resp. persönliche Meinung direkt in die Berichterstattung "einzupacken". Jüngstes Beispiel waren die Wahlen 2008. Ich durfte als Regierungsratskandidat (einer kleinen Partei!) gleich etliche Erfahrungen mit dem Gerechtigkeitssinn und der moralischen Verantwortung der Regionalredaktion hautnah erleben. Falschmeldungen wurden mit grosser Überheblichkeit und Verzögerungstaktik nicht einmal korrigiert (mehr auf www.sd-bs.ch). Notabene gilt diese Aussage von ganz unten bis in die Chefetage. Herr Geering bezeichnete die verlangten Richtigstellungen von offensichtlichen Falschmeldungen als "Erpressung". Meiner Meinung nach ist es nun bei der BaZ für einen Kurswechsel nun zu spät, sie wird in eine untere Liga abrutschen.


Patrik Cattin, Schweizer Demokrat, Basel



"Wer etwas zu sagen hat, kommt in die Zeitung"

Liebe Herren Friedlin, Borer und Zumstein, wer etwas zu sagen hat, der kommt eben in die Zeitung, wer nix zu sagen hat oder immer das Gleiche verzapft, der kommt nicht in die Zeitung. Das hat mit der politischen Ausrichtung des Blattes nichts zu tun. Wer das, wie Sie, bis jetzt noch nicht gecheckt hat, dem wird auch der erneute Relaunch der BaZ nicht weiter helfen, und er muss sich weiterhin an Herrn Köppels ewig gleiche Lästerpostille halten - solange es sie noch gibt!


Matthias Scheurer, Basel



"BaZ links-grün - starker Tubak!"

Sehr geehrte Herren Zumstein, Borer und Friedlin, die "Basler Zeitung" als links-grünes Blatt oder SP-Postille zu betiteln, ist ja starker Tubak. Erstaunlich nur, dass sich in dieser auch die Liberalen und andere bürgerlichen Parteien regelmässig vernehmen lassen. Man muss ja sehr auf der rechten Seite stehen, um eine solche einäugige Behauptung in die Welt zu setzen. Im Grunde genommen ist es doch so, dass jeder seine Zeitungen und Gazetten liest, die ihn persönlich bestätigen und ihm ein bisschen politische Anerkennung liefert. So ist nun mal der Mensch resp. das eigene Ego. Herr Borer steht wenigstens zu seiner bevorzugten Lektüre des SVP-Sprachrohrs, die da "Weltwoche" heisst.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Bezahlen ohne Mehrwert?"

"... Wer für eine Zeitung zahlt, soll ein Privileg haben, gibt Geering den Kurs vor." Fein. Wie aber gedenken Matthias Geering, eventuell gar Matthias Hagemann jene zu kompensieren, die der "Basler Zeitung" exklusive aufgrund von der quantitativen Macht und des dieser inhärenten Einflusses treu blieben respektive treu bleiben mussten? Also bezahlten, ohne das Privileg immateriellen Mehrwertes gehabt zu haben? Wie auch immer. Wenn die "Basler Zeitung" endlich nicht mehr quasi als Sekretariat der Basler Rot-Grünen funktionierte und begänne, objektiv und anregend zu berichten, so wäre ich schon zufrieden.


Patric C. Friedlin, Basel



"Das tönt nach Déja-vu"

Solange bald jedes Tagesmedium in Inhalt, Tonalität und Moralin – stromlinienförmig nach Comedia-Stallorder? – von anderen kaum mehr zu unterscheiden ist und die Leserschaft im empörungsbewirtschafteten Kurzfutterstil des "Blick" abgespiesen wird;

 

solange der in der Regel doch recht mündige Bürger jetzt auch noch beim Lesen einer Tageszeitung (und nicht nur beim nationalen TV und Radio) den Eindruck erhält, irgendwelche Journalisten wollen ihn im Zeltmissionars-Stil moralinsauer erwecken und erziehen;

 

solange sich die Tagesmedien (inkl. Sonntagspostillen) immer mehr als Hofberichterstatter populistischer Polit-Trittbrettfahrer profilieren und

 

solange die Redaktionen nach wie vor meinen, sie müssten die meist selbst losgetretenen Treppenhaus-Skandälchen in endlosen Nachzügen bis zum

Geht-nicht-mehr auslutschen: Solange braucht es tatsächlich immer weniger bezahlte Tagesmedien. Denn dann sind sie erstens zum Gähnen langweilig, zweitens beliebig austauschbar und folglich drittens tatsächlich viel zu teuer.

 

Da abonniere ich mir lieber die "Weltwoche", die zumindest immer mal wieder höchst interessante Hintergrundinformationen liefert (die in keiner Tageszeitung zu finden sind), auch wenn ich über einzelne Beiträge auch nicht immer begeistert bin. Aber immerhin habe ich dort das Gefühl, mir würde das, was ich zu denken und zu tun habe, nicht ständig vorgekaut bzw. ich dürfe mir auch noch meine eigene Meinung bilden. Mir graut vor dem Umbau der BaZ, wie ihn Herr Geering beschreibt. Das tönt fatal nach dem "Déjà-vue" bzw. "Déja-écouter" seiner Vorgänger.


Edi Borer, Kaiseraugst



"Eine quasi SP-Postille"

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube! Weniger "rote Farbe", mehr Ausgewogenheit und eine signifikante Steigerung der Sprachqualität sind sowohl in der gedruckten als auch in der Online-Ausgabe von Nöten. Wieweit sich die BaZ-Redaktion, vor allem bei der Online Ausgabe "NewsNet", von der linken Tagi-Redaktion abkoppeln kann, muss sich erst noch weisen. Auffallend ist, wie oft sich die BaZ zusammen mit dem Zürcher "Tagesanzeiger" als quasi SP-Postille präsentiert und wie viel Raum den linken Parteiexponenten zugestanden wird.


Hans Zumstein, Itingen


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Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
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"Nun will auch dieses den Exitus schaffen."

BZ Basel
vom 1. Juni 2018
über den Wegzug des
Naturhistorischen Museums
in Basel
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Hoffen wir, dass beim Exodus die letale Dosis ausbleibt.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".