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"Stilvoll statt sportlich": Aktuelles BVB-Sommertenü

BVB-Personal mit Kundenkontakt wird neu eingekleidet

Basler Tram- und Buschauffeure weniger sportlich, dafür stilvoller, ist die Devise – acht Jahre nach dem letzten Tenüwechsel


Von Stephan Dietrich


Den Mitarbeitern der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) mit Kundenkontakt steht ein Tenüwechsel bevor: Die noch keine zehn Jahre alte Dienstkleidung scheint zu "sportlich", sie soll durch eine "stilvollere" ersetzt werden. Geschätzter Kostenpunkt: rund eine Million Franken.


"Mit mehr Stil zum Ziel" – unter diesem Motto wollen die BVB ihre Mitarbeiter neu einkleiden. Nachzulesen ist das in der BVB-Mitarbeiterzeitung "Facts". Weil der ganze Prozess erst am Anfang stehe, will BVB Pressesprecherin Dagmar Jenny keine  Fragen zu diesem Thema beantworten. Nur so viel: Der von der "Basler Zeitung" kolportierte Ausdruck "Bebbi-Sagg", mit dem die BVB-Mitarbeiter die derzeitige BVB-Dienstkleidung bezeichnen sollen, sei falsch.

Das bestätigt eine kleine Umfrage bei BVB-Tram- und Bus-Chauffierenden. Da werden zwar einzelne Details wie die hellgrüne Farbe bemängelt, aber die meisten scheinen mit ihrer Kluft zufrieden. "Man darf uns ruhig ansehen, dass wir bei den BVB arbeiten", meint etwa Urs Meienhofer, Präsident von FEME, einem der drei BVB-Mitarbeiterverbände.

Freundlichkeit ist wichtiger

Auch für die BVB-Passagiere scheint die Kleidung des Personals zweitrangig. Wichtiger als das Tenü sei die Freundlichkeit und das Verhalten des Personals gegenüber den Fahrgästen, lautet der allgemeine Tenor. Ähnlich äussert sich auch Andreas Büttiker, Direktor der hauptsächlich in der Agglomeration verkehrenden Baselland Transport AG (BLT). "Klar legen wir Wert darauf, dass unser Personal auch äusserlich einen guten Eindruck macht, aber die Kleidung macht nur ein kleinen Teil aus. Wichtiger ist die Haltung und der generelle Auftritt, mit dem sich das  Personal bei der Arbeit präsentiert", meinte er gegenüber OnlineReports.

Die BLT hat wie die BVB vor knapp zehn Jahren ihr fahrendes Personal neu ausstaffiert. Büttiker: "Wir nehmen ab und zu ein neues Kleidungsstück ins Sortiment auf, aber für eine komplette Neuausstattung sehe ich eigentlich keinen Bedarf."

BVB will jetzt auch "Corporate Fashion"

Wer auch immer bei den BVB den Anstoss zur Neueinkleidung gegeben hat, offenbar will das Basler Tram- und Busunternehmen nichts dem Zufall überlassen – nicht einmal die Anglizismen im Projektbeschrieb. In einem "intensiven Brainstorming" habe ein "Kernteam" mit "Key Playern" aus den Bereichen Markt, Fahrbetrieb und "Corporate Services" dem Projekt den Namen "Stilvoll unterwegs" gegeben, dokumentieren die BVB-"Facts" weiter.

Während die jetzige Bekleidung – der Ausdruck "Uniform" ist samt der strengen, schweren Kleidung längst im Sprach-Mottenschrank gelandet – eher sportlich und flexibel wirke, soll die neue "Corporate Fashion" einen gepflegteren Eindruck machen und Modernität, Kompetenz und Professionalität ausstrahlen.

In einem quasi basisdemokratischen Prozess wurde ein "erweitertes Team" von Mitarbeitenden mit Kundenkontakt gewählt, welches die Evaluierung in Angriff nehmen und begleiten soll. Anders als bei der Material-Wahl der neuen "Flexity"-Tramsitze haben aber die Passagiere beim Tenü kein Mitspracherecht.

1'200 Franken pro Mitarbeiter

BLT-Chef Andreas Büttiker möchte sich zum Auswahlprozedere beim Partnerbetrieb nicht äussern. Nur soviel: "Als wir das neue Tenü angeschafften, hat sich ein kleines Team unter Leitung der Personalchefin von Herstellern Vorschläge machen lassen, dann wurden die Kleider in der Praxis getestet und schliesslich entschieden." Kostenpunkt der Ausstattung pro Mitarbeiter: rund 1'200 Franken.

Über die voraussichtlichen Kosten will sich BVB-Sprecherin Dagmar Jenny keine Angaben machen. Bewegt sich der Tenüpreis im gleichen Rahmen wie bei der BLT, dürfte aber schnell einmal ein Millionenbetrag zusammen kommen.

Bleibt nur zu hoffen, dass den BVB bei der Neueinkleidung das gleiche Malheur erspart bleiben, wie bei der letzten Uniform-Beschaffung vor acht Jahren (siehe Link unten): Damals passte jeder achte Bus- und Tramchauffeur nicht ins neue Tenü – oder umgekehrt.

14. Juni 2012

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"BVB-Mode aus Mazedonien?"

Werden die auch in Mazedonien hergestellt?


Rita Schulthess, Liestal


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"Die als Prinzessin Leia bekannte Schauspielerin starb am 27. Dezember 2017."

Basler Zeitung
vom 20. Juni 2017
über den Tod
von Carrie Fisher
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Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, die formulierte Gesetzesinitiative "zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes" für rechtsgültig zu erklären.

Massimo Di Nucci übernimmt am 1. Juni die Leitung des Basler Zivilstandsamtes und folgt damit auf Mirjam Cattin, die Ende Mai in den Ruhestand tritt.

Ruedi Illes wird ab 1. Juli neuer Leiter der Sozialhilfe Basel-Stadt und damit Nachfolger von Nicole Wagner.

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Peter F. Rapp (71) tritt als Verwaltungsrats-Präsident der Rapp-Gruppe zurück und übergibt die Funktion Daniel Kramer (58), der dem Verwaltungsrat seit vergangenem Jahr angehört.

• Nach Auswertung der Erfahrungen aus dem ersten Jahr hat der Allschwiler Gemeinderat entschieden, die separate Kunststoffsammlung per 2018 definitiv einzuführen.

• Nach zwei Tarifsenkungen in den Jahren 2015 und 2016 erhöhen die IWB die Erdgastarife diesen Monat: Biogas-Erdgas um 0,8 Rappen pro Kilowattstunde für die Kunden im Kleinbezugstarif (Gas zum Kochen und für Durchlauferhitzer) und um 1 Rappen pro Kilowattstunde im Allgemeinen Tarif (Gas zum Heizen).

• Der Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland hat die Volksinitiativen "Bildungsressourcen gerecht verteilen und für das Wesentliche einsetzen!" und "Stopp dem Abbau an den öffentlichen Schulen!" eingereicht.