Unsere News, unsere Handschrift

Zehn Fakten zu OnlineReports.ch, dem unabhängigen Basler News-Portal


Von Peter Knechtli


Referat an den "Bieler Kommunikationstagen" ("comdays") am 21. Oktober 2009


Marc Furrer hat mich gebeten, Ihnen in 25 Minuten die Erfolgs-Story von OnlineReports zu schildern. Da beschlichen mich - kritisch in eigener Sache - sogleich Zweifel: Tappe ich hier in eine Falle, die einen kritischen Journalisten zum Selbstlob verführt? Was ist gemeint mit "Erfolg im Journalismus"? Visits und Pageviews bolzen? Exponentiell steigende Gewinne? - Oder letztlich eben doch der wiederkehrende Primeur? Eben doch die dauerhaft solide Nachrichten-Eigenleistung? Eben doch die gut informierte Öffentlichkeit?

Das Einzige, was ich Ihnen bestätigen kann: OnlineReports, das unabhängige Nachrichtenportal für die Region Basel, ist seit genau elf Jahren auf dem Netz. Die Existenz ist gesichert und OnlineReports wird mittlerweile auch ausserhalb der Region Basel, unserem Hauptverbreitungsgebiet, zur Kenntnis genommen.


Fakt Nr. 1: Unser Business-Plan ist die gute Story

Ich weiss, die Frage, die Sie zu allererst und am brennendsten interessiert, ist die: Wie finanziert sich OnlineReports? Wie kommt OnlineReports erst recht in Zeiten der Medienkrise über die Runden? Vor kurzem hat mich einer der profiliertesten Journalisten dieses Landes gefragt: Wie sieht Euer Business-Plan aus? Ich sagte ihm - und er schaute mich dann etwas verdutzt an: Wir haben keinen Business-Plan. Unser Business-Plan ist die gute Story.

Das grosse Privileg des Internet-Publishing liegt in der Tatsache, dass nahezu kein Kapital in teure Produktionsmittel gebunden werden muss, die nicht ohnehin zum Arbeitswerkzeug jedes Medienschaffenden gehören, nämlich Laptop und Kamera. Beim Start vor elf Jahren ohne einen Franken Fremdkapital erregte regional schon Aufmerksamkeit, dass ein Freier Journalist seine Recherchen und Bilder im Netz publizierte. Es war die Zeit, in der das Anzeigengeschäft der meisten Zeitungen noch in einem Mass florierte, dass sich die Verleger nicht verlasst sahen, im Online-Journalismus eine neue kommerzielle und inhaltliche Herausforderung zu erkennen und im Sinne einer organischen Ablösung von der Print-Publizistik umsichtig in den Online-Bereich zu investieren.

Als ich mich zum Online-Going entschied, fand ich ein völlig freies Betätigungsfeld vor. Dennoch war die Stimmung ambivalent: Es war eine Mischung von Fatalismus und Überzeugungstat. Heute kann ich mir als einzigem fest Angestellten der 2004 gegründeten OnlineReports GmbH einen branchenüblichen Lohn auszahlen, über ein gewisses Budget für Freie Mitarbeitende verfügen und Reserven bilden für technische Erneuerungen. Bei alledem bleibt auch noch ein bescheidener Gewinn übrig, dessen Steuerertrag den Staatshaushalt des Kantons Basel-Stadt bei Ausbleiben allerdings kaum in eine grössere Krise stürzen würde.

Schwach auf der Brust sind wir im Marketing: Kampagnen können wir uns nicht leisten. Wichtigstes Branding-Instrument bleiben einstweilen unsere Stories.


Fakt Nr. 2: Wir haben alles falsch gemacht

Sie haben es bereits bemerkt: Wir haben bei der Entwicklung unseres Projekts wahrscheinlich ziemlich alles falsch gemacht, was Betriebswirtschafter vor Firmengründungen als unerlässliche Voraussetzung erachten: Es gab keinen Business-Plan, keinen Fünf-Jahres-Plan und keine Langfrist-Strategie. Wir foutierten uns um Wertschöpfungsketten. Wir gingen aber von der Überzeugung aus, dass guter, unabhängiger, umfassender, analysierender und vertiefender Journalismus bis ans Ende der Welt sein gutes Publikum finden wird. In unserer Vorstellung ist relevante, meinungsbildende Information eine Dienstleistung an die restdemokratische Gesellschaft. Wir wollten Journalisten bleiben und nicht Vermarkter eines journalistischen Industrieprodukts werden.

Es gibt bei OnlineReports auch kein Honorar-Reglement. Anfänglich gab's für Freie Journalisten ein Bier als Ehrensold statt Zeilenhonorar. Mittlerweile können wir mehr oder weniger branchenübliche Honorare zahlen, die auch nicht gerade fürstlich sind. Dafür bieten wir hochgradige Aktualität auch bei Zahlungsfristen: Gelegentlich überweisen wir das Honorar, noch bevor der Beitrag publiziert ist. Rund zehn Freie Journalisten, Autoren und Kolumnisten arbeiten heute für OnlineReports, einige von ihnen auch freiwillig. OnlineReports funktioniert, weil wir nie mehr in das Projekt investierten als an Einnahmen erarbeitet werden konnten. OnlineReports funktioniert aber auch, weil unsere News eine eigene, unverwechselbare Handschrift haben.


Fakt Nr. 3: OnlineReports kann ein Modell sein

Sie sehen: Ich werde mich ganz bewusst nicht aufs Glatteis begeben und Ihnen OnlineReports als Erfolgsbeispiel verkaufen. Aber ich möchte Ihnen OnlineReports als Modell vorstellen, das auch in andern Städten und Regionen der Schweiz Schule machen und die Nachrichten-Landschaft beleben könnte. Nur: Als 1:1-Kopiervorlage eignet sich OnlineReports vermutlich nicht.

Grundvoraussetzung ist ein gut gefüllter Rucksack. Wer nicht über eine solide journalistische Ausbildung, über jahrelange Erfahrung und über ein entsprechendes Netzwerk an Informanten verfügt, wer keine Beziehungen zu potenziellen Werbekunden geknüpft hat, lässt wohl lieber die Finger davon. Als ich OnlineReports im Herbst 1997 als Labor-Versuch startete, hatte ich mehr als ein Vierteljahrhundert journalistische Front-Erfahrung. Ich lancierte OnlineReports allein, später zusammen mit Berufskollegen, die sich in einer Überzeugung einig waren: Dass sich der Wert von Journalismus bei weitem nicht primär an Quoten messen lassen kann, sondern dass Qualitäts-Journalismus viel mehr eine Frage von Herzblut und Lebenshaltung ist.

Die Chancen, die Vormachtstellung regionaler Medienunternehmen mindestens aufzulockern, stehen heute besser als vor elf Jahren. Die jüngsten Sparkonzerte, Rückbau- und Entlassungswellen vor allem in den Printunternehmen schaffen günstige Voraussetzungen zum Aufbau Digitaler Klein-Medienunternehmen (DKMU). Für begabte, leistungsfähige Medienschaffende, die die Krise aus den Redaktionen gespült hat, eröffnen sich Möglichkeiten zum Aufbau, einer neuen, selbstbestimmten und selbst bestimmenden Existenz als Online-Publisher. Die Einstiegs-Hürden sind gering, da der Anteil an Technik und Infrastruktur bescheiden ist. Online-Journalismus ist leichtfüssig, flexibel, und unmittelbar - er bietet beste Voraussetzungen sowohl für brandaktuelle wie für hintergründige Information. Ein guter Einfall kann sofort online umgesetzt werden - im Zug, in der Hängematte am Mittelmeer oder in der Hotel-Lobby.


Fakt Nr. 4: Am Anfang stand des Experiment

Wie entstand OnlineReports? Vorbilder gab es keine. Dafür stand am Anfang die Überzeugung, dass sich mit dem Neuen Medium Internet für qualitativen Journalismus ein Publikum ebenso finden lässt wie die Werbeeinnahmen, die diesen Journalismus finanzieren. Ich war damals als Freier Journalist Basler Korrespondent unter anderem der "SonntagsZeitung", als ich mich ausnahmsweise politisch engagierte - gegen das Projekt einer Hochleistungsstrasse im Baselbiet. Meine Frau war Präsidentin der Bürgerinitiative und ich übernahm als absolut blutiger Online-Laie in einem Mut-Anfall den Part, den Referendumskampf auch im Internet zu führen. Es war vermutlich der erste Online-Abstimmungskampf in der Schweiz. Jedenfalls nahm das Staatsarchiv die damalige Pionier-Politwebsite dankbar entgegen.

Meine Frage damals war: Weshalb soll, wenn schon eine Abstimmungs-Plattform doch für einiges Aufsehen sorgte, nicht auch ein unabhängiges News-Portal die Neugier der Öffentlichkeit wecken? Ich will auch nicht verhehlen, dass ich angetan war von der Art - "wir sind gerade draussen auf Recherche" -, wie der umstrittene amerikanische Journalist Matt Drudge sein Publikum direkt am Entstehen seiner Berichte teilnehmen liess.

Mit massgeblicher technischer Unterstützung eines befreundeten Webdesigners unternahm ich die ersten Geh-Versuche im Online-Journalismus. Wie gross war die Begeisterung, als nur schon das Logo auf dem Bildschirm auftauchte! Gleichzeitig machte ich mich mit neu auftauchenden Begriffen wie "jpg", "html" oder "ftp client" vertraut. Ich begann, meine Beiträge, die in Printmedien erschienen waren, aktuell auf die Pionier-Plattform aufzuschalten, die damals noch unter der Marke "Peter Knechtli Reports" firmierte.

Im Herbst 1998 erschien auf dem damals noch primitiven Layout, das etwa alle Mängel aufwies, die ein Look & Feel aus heutiger Sicht aufweisen konnte, die erste Werbung. Es war gleich eine Jahresbuchung, die den kommerziellen Start von OnlineReports markierte. Ich war wie elektrisiert, weil ich als 49-Jähriger spürte: Hier tut sich ein neues Berufsfeld mit völlig neuen Chancen auf, nämlich die Mutation des Freien Print-Journalisten zum vollberuflichen Online-Publisher und Unternehmer.

Gründe, diesen Schritt zu wagen, waren vorhanden: Schon in den neunziger Jahren offenbarten sich den Korrespondenten die beklemmenden Vorzeichen der heutigen Printmedien-Krise: Tageszeitungen kürzten oder strichen die Fixa, sparten an Spesen. Aus den Redaktionen, die unter wachsende Konkurrenz gerieten, tönte die Kampf-Devise nach Basel: "Stärker auf die Tube drücken!", "Nur noch grosse Primeurs, am liebsten über Vasella!"

Nachdem es OnlineReports gelungen war, immer mehr Eigenleistungen, Primeurs und auch Video-Clips online zu präsentieren, nahm bescheiden, aber sukzessive auch das Werbevolumen zu. So kam schliesslich der Zeitpunkt, an dem ich mir erlauben konnte, mich ganz aus dem Printgeschäft, das mehr und mehr zur Selbstausbeutung wurde, zurückzuziehen und mich ganz auf das Online-Publishing zu konzentrieren. Fortan lebte ich von meinem eigenen Geschäft - und ich kann Ihnen sagen: Es war ein äusserst befreiendes Gefühl, von selbst erwirtschafteten Einnahmen leben zu können. Kein Redaktionsschluss mehr. Keine Produzenten mehr, die ohne Rückfrage Geschichten zuspitzten, Headlines dramatisierten oder gar die integrale Abtretung der Nutzungsrechte von Freien Journalisten einforderten.


Fakt Nr. 5: OnlineReports betreibt Selbstausbeutung

Es wäre nun falsch, zu glauben, beim Wechsel vom Freien Journalisten zum Kreativ-Unternehmer hätte die Selbstausbeutung überwunden werden können - ganz im Gegenteil: Ohne eine schöne Portion "Angefressenheit", man kann sie meinetwegen auch Leidenschaft nennen, ist diese Leistung nicht zu vollbringen. Das heisst auch: Ansprüche auf geregelte Arbeitszeiten gibt es ebenso wenig wie eine 40-Stunden-Woche. Kernarbeitszeiten im Journalismus, wie es Kurt Brandenberger einmal ironisch formuliert hat, sind ebenso wenig denkbar wie längere spontane Auszeiten. Ja, man könnte es harte Arbeit nennen, liessen sich in diesem Beruf Arbeit, journalistische Leidenschaft und Privatleben so einfach trennen. Aber diese "Angefressenheit" ist selbstgewählt und nicht fremddiktiert. Das ist der Unterschied!

Ein Beispiel: Wenn in Basel, wie dieses Frühjahr, morgens um 3.39 Uhr die Erde so heftig bebt, dass der Sprechende jählings vertikal im Bett vorzufinden ist, dann ist keine Frage, dass um 3.50 Uhr eine 20-Zeilen-Breaking-News auf OnlineReports zu lesen ist. Ob der Kurz-Einsatz vor Morgengrauen die Welt verändert hat, bleibe dahingestellt. Jedenfalls ist das Erdbeben in der Jahres-Zugriffsstatistik in Form eines markanten Ausschlags nach oben erkennbar. Die Online-Gemeinde will eben real time wissen, wer sie soeben aus dem Schlaf gerüttelt hat: War es Mutter Erde oder Partnerin Susanne?

Ich möchte deshalb nicht behaupten, unsere Arbeitsweise sei Suva-konform und gesamtarbeitsverträglich - aber sie ist mit Sicherheit äusserst befriedigend und befreiend. Erstaunlicherweise empfinde ich in der Online-Welt ohne Redaktionsschluss weniger Stress und Druck-Situationen als zuvor im Print-Geschäft, als es galt, eine Story bis zur Dead Line abzuliefern. Die Dead Line existiert nicht mehr.


Fakt Nr. 6: OnlineReports lässt sich finanzieren

Um nun doch etwas konkreter zu werden, was die Finanzierung betrifft: OnlineReports wird fast ausschliesslich über Werbung finanziert. Wir erhielten bisher keine Himmelsgeschenke von Basler Mäzenen oder Stiftungen und auch keinen Anteil aus den Gebühren-Splitting-Millionen, obschon wir unbestrittenermassen einen Service public erbringen. Wir profitieren von keiner Mehrwertsteuerbefreiung und keiner staatlichen Verbilligung unserer Datenströme. Von wenigen löblichen Ausnahmen abgesehen, erfuhren wir bisher kaum finanziellen Support von kantonaler Seite, obschon unsere Berichte und Kommentare gerade auch in den Verwaltungsetagen intensiv genutzt und ausgewertet werden.

Der Werbung haben wir einen klar definierten Raum zugewiesen, der eine deutliche Trennung von redaktioneller Leistung und kommerziellem Raum erlaubt. Auch wenn wir mit aufdringlicher Werbung, die mitten im redaktionellen Text steht, oder mit plötzlich aufspringenden Bannern Mehreinnahmen generieren könnten, haben wir auf diese Formate verzichtet. Wir wollen weder die Leserschaft verärgern noch zur Salonfähigkeit immer aggressiverer Werbeformen beitragen.

Umsatzzahlen geben wir nicht bekannt. Es trifft aber zu, dass sich die Werbeeinahmen über all die Jahre positiv entwickelt haben. Die traditionelle Werbekrise haben wir kaum gespürt, das vergangene Jahr entwickelte sich erfreulich. Erfreulich ist auch, dass die meisten Werbekunden, die erstmals auf OnlineReports gebucht haben, auch ein späteres Mal wieder buchen.

Allerdings sei hier erwähnt, dass wir noch "kleine Brötchen" backen: Die Werbe-Akquisition führt noch ein Schattendasein. Ich verwende schätzungsweise 5 Prozent meiner Arbeitszeit mit Akquisitions-Tätigkeit, was immerhin zeigt, dass bei verstärkten Anstrengungen doch noch beträchtliches Potenzial genutzt werden könnte.

Ich werde dabei immer wieder gefragt, ob die Doppelfunktion von Redaktionsleitung und Werbeakquisition nicht problematisch sei und die klassische Trennung von inhaltlichem und kommerziellem Teil unterlaufe. Tatsächlich kann die Doppelfunktion problematisch sein, aber diese Gratwanderung gibt es auch in Zeitungen, Privatradios und im Privatfernsehen - insbesondere in Medien also, die sich zur Hauptsache mit Werbung finanzieren. Nur wird das nicht so gern deklariert und schon gar nicht öffentlich zugegeben. Interessanterweise wird die Akquisitionsfrage oft auch Kolleginnen und Kollegen aufgeworfen, die ihren Lohn aus Konzessionsgeldern beziehen und sich nicht um die Finanzierung ihres Mediums zu kümmern haben. Immerhin halten wir in unseren Geschäftsbedingungen fest, dass eine Werbebuchung keinerlei Einfluss auf Auswahl und Inhalt der redaktionellen Angebote legitimiert. Nachweislich leben wir diese Praxis. Und das wissen unsere Werbekunden auch.

Andere Finanzierungs-Formen wie beispielsweise die von den Verlegern aktuell verstärkt ins Feld geführte Kostenpflicht für bestimmte Eigenleistungen haben wir bisher nicht in Erwägung gezogen.

Ich habe eben erwähnt, dass sich OnlineReports weitgehendst aus Werbeeinnahmen finanziert. Ein kleine, aber wichtige zusätzliche Einkommensquelle ist der Recherchierfonds. Daraus werden Artikel Freier Journalisten honoriert, für die das reguläre Budget nicht ausreicht - also insbesondere Sonder-Recherchen oder Nice-to-have-News. Gespeist wird der Fonds durch freiwillige Beiträge von Leserinnen und Lesern, die das Angebot von OnlineReports schätzen.


Fakt Nr. 7: Wir können etwas erreichen

Matthias Hagemann, der Verleger der "Basler Zeitung", hat uns schon einmal vorgehalten, wir seien Rosinenpicker, wogegen sich seine Tageszeitung als "Komplettzeitung" verstehe. Über den Begriff der "Komplettzeitung" - gemessen an dem, was sich in der Region tatsächlich abspielt, ohne dass darüber berichtet wird - müsste gesondert diskutiert werden. Aber Rosinenpicker - das sind wir doch alle in unseren jeweiligen Welten, die wir journalistisch abdecken. Auch die Tageszeitungen picken Rosinen. Die "Komplettzeitung" ist eine Phantom. Um die Relationen zu zeigen: OnlineReports hat etwa 30-mal weniger Personal als nur schon die Lokalredaktion der "Basler Zeitung". Entsprechend stellt sich für uns die Frage, was wir für unsere Leserinnen und Leser leisten können - und was nicht. (In Klammern sei hier angefügt, dass "Basler Zeitung" und OnlineReports ein freundschaftliches, aber konkurrenzielles Verhältnis pflegen.)

Wir produzieren nicht auf eine ganz bestimmte Zielgruppe hin, sondern bieten ein attraktives Menü an, das sein Publikum findet. Wenn es eine Zielgruppe gibt, dann sind es die Meinungs- und Funktionsführenden, die Neugierigen, die Teilnehmenden, die Sicheinmischenden, die Mitentscheidenden, die Widersprechenden. Wir verzeichnen derzeit gegen 50'000 Visits pro Monat.

Bei der Auswahl der Stoffe spielen die drei Kriterien "Aktualität", "Relevanz" und "Exklusivität" die entscheidende Rolle. Wir suchen die inhaltliche Balance zwischen Polit-Analyse und Dorf-Story, wobei die gut recherchierte und amüsante formulierte Mikro-Geschichte von nebenan einen ähnlichen Stellenwert haben kann wie ein gesellschaftspolitischer Tiefgänger oder ein brisantes Interview. Der Fokus ist lokal - politisch, kulturell, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Aber wir setzen immer wieder internationale Akzente, so etwa in den Themenbereichen "Menschenrechte", "Indigene", "Islam und Integration" oder mit einer regelmässigen Kolumne aus Peking.

OnlineReports war nicht immer, was es heute ist. Es hat schon zwei grundlegende typografische und technische Erneuerungen hinter sich. Aber auch in der stärkeren thematischen Betonung der Kultur und in neugeschaffenen Gefässen dokumentieren sich die verschiedenen Ausbaustufen.

Wenn nun Res Strehle, Chefredaktor des "Tages-Anzeigers", der Auffassung ist, Online-Journalismus sei eine Angelegenheit für Kurzstreckenläufer mit Vorliebe für schnell gemixtes Kurzfutter, so irrt er. Wir bringen recherchierte Stories in einer Länge, die mit den ausführlichen Stoffen seines "Magazins" ohne Weiteres Schritt halten kann - und das erst noch mit gutem Erfolg: Nicht der schnelle Massen-Zugriff ist entscheidend, sondern das Langfrist-Interesse an vertiefenden Stoffen und deren Vernetzung.

Medien-Experten, aber auch Politiker sagen: Der einstige Pionierbetrieb OnlineReports sei aus der Basler Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Dass wir attraktiven Journalismus betreiben, belegt unter anderem die Tatsache, dass andere Medien unsere Primeurs in hoher Kadenz aufgreifen. Auch ein kleines Medium kann ein Wirkungsmedium sein. Was wir melden, durchdringt innert Kürze die regionale Öffentlichkeit.


Fakt Nr. 8: Wir sind für Informanten eine attraktive Adresse

Online-Journalismus ist nicht in erster Linie eine Neuerfindung des Journalismus, sondern bestenfalls eine Variante davon. In vielen Grundregeln - Fairness, Wahrhaftigkeit, Gründlichkeit, Quellenschutz usw. - unterscheidet er sich nicht vom klassischen Print-Journalismus. Dazu gehört auch die Pflege und die ständige Erneuerung des Informantennetzes. Wenn wir mehr bieten wollen als das Kurzfutter der Andern, müssen wir an Informationen herankommen, die später in Form von Reports oder Analysen nur auf OnlineReports zu lesen sind. Natürlich ist die Länge der Berufserfahrung kein an sich entscheidendes Qualitätsmerkmal. Aber erfahrene Medienschaffende kennen Zusammenhänge und historische Bezüge eher als neu einsteigende Berufsleute, sie haben sich Kompetenzzentren und einen soliden Informanten-Pool erarbeitet. Sie kennen den heiklen Umgang mit guten Quellen. Jüngere Journalisten anderseits - das haben wir auch erfahren dürfen - bringen neue Aspekte ein, lancieren wichtige "junge" Themen und brechen eingeschliffene Muster auf.

Wer nun ein Online-Portal entwickelt und sich mit der Personalfrage beschäftigt, sollte nicht der Gefahr erliegen, die Berufserfahrung gering zu schätzen mit dem Kalkül, Kosten zu sparen. Die teils vorherrschende Tendenz, Redaktionen vor allem mit kostengünstigen Jung-Journalisten auszustatten und auf erfahrene Kräfte zu verzichten, birgt die Gefahr, dass nicht nur handwerkliches Know how verloren geht, sondern auch die Zugänge zu wichtigen Quellen versiegen.

Wir wollen für unsere Informanten eine attraktive Quelle sein, und wir sind es auch. Die Informanten, die uns teils über Jahrzehnte hinweg immer wieder Geschichten "stecken", können auf unseren professionellen Umgang vertrauen.


Fakt Nr. 9: OnlineReports bildet aus

Vorletztes Jahr habe ich mich trotz relativ hoher Belastung entschieden, einen Teil meiner Arbeitskraft in die Ausbildung von Nachwuchskräften zu investieren. Vergangenen September verliess die zweite Praktikantin, wie die erste auch eine Studentin der Medienwissenschaften, unsere Redaktionsmühle. Das Ziel ist es, Handwerk und Berufsehtik aus der Praxis zu vermitteln - unabhängig davon, ob die Praktizierenden dereinst in den Journalismus einsteigen wollen oder nicht. Immerhin ergibt sich daraus die Möglichkeit, ihnen mindestens während ihres Studiums eine Freie Mitarbeit und damit eine Verdienstmöglichkeit anzubieten.


Fakt Nr. 10: Die Unterlassung ist unser Plus

Lassen Sie mich abschliessend an wenigen Beispielen festhalten, dass wir uns weitgehend an bewährten journalistischen Grundsätzen orientieren. Wir widerstehen den Verlockungen, modische Gags und auf kurzfristige Effekte angelegte künstliche Aufregung mitzumachen. Diese Unterlassungen sind unser Plus.

1. Vielen Bezahl-Medien fehlt das Unwiderstehliche. Sie setzen auf Agenturstoffe und Nachrichten, die auch andere Medien publizieren - oder vielleicht schon früher publiziert haben. Wir benutzen keine Nachrichtenagenturen, sondern erarbeiten unsere Werke aus eigener Quelle.

2. Weil brisante Recherchen zu teuer geworden sind, nutzen Redaktionen immer häufiger "Experten"-Meinungen und Meinungsumfragen als Grundlage von Vermutungs- und Konjunktiv-Stories. Oder sie folgen der Agenda von Anlässen, Medienkonferenzen und Communiqués, die andere vorgeben. Medienkonferenzen verkommen immer mehr zu PR-Ritualen. Kritische Fragen von Journalisten werden selten, nachzuhaken gilt als uncool. Journalisten übernehmen häufiger als früher undistanziert die interesse-gesteuerten Floskeln der Informierenden und werden so zu Verwedelungsgehilfen. Wir versuchen, dem entgegenzusteuern: Wir besuchen Medienkonferenzen nur selektiv, haken aber bei Bedarf nach, bringen den eigenen Frage-Kontext ein und bieten damit einen Mehrwert.

3. In bezahlten Informationsmedien fällt die schon fast obszöne Überbewertung von Models und Moderatorinnen, Missen und Mistern, Klatsch und Watsch, Stars und Sternchen auf. Seriöse Traditions-Zeitungen drohen so zur täglichen "Glückspost" zu mutieren. Wo sie völlig kritiklos die Promi- und Schönheits-Illusion kultivieren, entlarven wir das Laufsteg-Spektakel als blosses Akquisitions-Vorspiel zum Unterwäsche-Fotoshooting.

4. Inflationär berichten Medien über Rankings, Awards und allgemeine Ehrenkübelei. Wir nicht. Wir konzentrieren uns auf Bezüge, die mit dem realen Leben zu tun haben.

5. Bestimmte Blogs lassen bedenkenlos anonyme, teils auch persönlichkeitsverletzende Kommentare zu. Auf OnlineReports ist jeder redaktionelle Artikel gezeichnet. Auch jeder Leserbrief wird redigiert und mit dem Namen und Wohnort des Absenders versehen. Die Identität des Verfassers wird mit vertretbarem Aufwand verifiziert. Wir wollen keinen Beitrag zum Cyber-Mobbing zu leisten.

6. Die Zugriffshäufigkeit entscheidet nicht über die Auswahl von Beiträgen. Wo die Relevanz der Quote gegenüber steht, ziehen wir die Relevanz der Quote grundsätzlich vor.

7. Lokale Medien reden weniger Klartext als früher - oder gar nicht mehr. Die ungeschminkte Kommentierung ist verschwunden. Wir versuchen dagegen nach alter Journalistenregel, Ross und Reiter zu nennen.
 
Fazit: Ob OnlineReports ein Erfolgsmodell ist oder nicht, das möchte ich gern Ihnen überlassen.

Schauen Sie rein!

Ich danke Ihnen.

Der Autor ist Gründer und Chefredaktor von OnlineReports.

1. November 2009

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
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"Gut recherchierte Artikel"

Chapeau Peter Knechtli, denn ohne Wenn und Aber beschreiben Sie, was Sie bewogen hat, OnlineReports ein Gesicht zu geben. Für mich bedeuten die wirklich gut recherchierten Artikel immer wieder eine Entdeckungsreise im Internet, die sich lohnt, denn Nichts wird beschönigt oder in den Schmutz gezogen. OnlineReports begeistert und informiert sachlich und fundiert. Weiter so Peter Knechtli und Team.


Yvonne Rueff-Bloch, Basel



"Ein Gefallen an mündige Leser"

Lieber Peter, Du bringst in Deinen "zehn Fakten" nicht nur brillant auf den Punkt, woran die heutigen Bezahl-Medien leiden, sondern machst auch vor, wie es anders geht. Und tust damit mündigen Lesern einen riesigen Gefallen. Danke in deren aller Namen. Weiter so!


Corina Christen, Publizistin, Basel



"Ein journalistischer Text mit über 23'000 Zeichen"

Herrjesses: Ein journalistischer Text mit über 23'000 Zeichen – so "uncool" und so völlig neben den von selbsternannten Medienpäpsten erstellen Regeln. Das kann doch im heutigen Fast-Food-Journalismus nicht gut gehen. Kann es eben doch, wie Peter Knechtli auch mit seinen aktuellen 10 Thesen zu OnlineReports – wie schon bei früheren seiner tiefgründigen Kommentare – immer wieder bewiesen hat.

 

Wenn ich mich immer wieder dabei ertappe, dass ich meine regionale Tageszeitung nicht in 20 sondern sogar in 10 Minuten durch habe, dann sind mir die ungewohnt langen Texte voller Fakten und persönlicher Meinungen allemal lieber als das tägliche, in den Printmedien meistens wiedergekaute Kurzfutter. Ganz einfach, weil mir diese langen Online-Geschichten nicht das grosse Gähnen, sondern eben 20 spannende Minuten Lektüre bescheren. Und dies, obwohl ich – aufgrund meiner persönlichen politischen Orientierung – oft genug nicht mit allem einverstanden bin, was Knechtli bzw. auch andere OnlineReports-Kolumnisten schreiben. Ich wünsche mir weiterhin diese Online-Auseinandersetzungen, auch wenn sie über die ungebührlichen 20'000-Zeichen-Länge hinaus schiessen.


Edi Borer, Kaiseraugst


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Veranstaltungs-Hinweis


LE PRIX DE L'OR

Eine politische Komödie aus der Schweiz und Burkina Faso – nicht nur, aber auch ein Stück zur Konzernverantwortungs-Initiative

Das Stück mit Beteiligung westafrikanischer Theaterschaffender zeigt exemplarisch, die Auswirkungen des Rohstoffhandel auf Land und Leute auf. Das Stück erzählt von der Gier nach Gold, schlechter Regierungsarbeit und Konzernen, die keine Verantwortung für ihr schändliches Tun übernehmen wollen.
Tournee-Daten

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"Die Tatbestand einer Entfremdung"

OnlineReports.ch
Schlagzeile
vom 3. Oktober 2018
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Nicht erfüllt.

Frisch pubertiert

Die Leute auf dem Hügel
RückSpiegel


In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

persoenlich.com erwähnte OnlineReports und seine frühere Praktikantin Valerie Zaslawsky im Zusammenhang mit ihrem Weggang bei der NZZ und ihrem Umzug nach Berlin, wo sie als Freie Journalistin arbeitet.

In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.

Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.