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"Ich gehe freiwillig": Abtretenden Coop-Chef Loosli

Ernstmals über 20 Milliarden Umsatz: Erfolgreicher Abschied des Coop-Chefs

Das letzte Jahr des abtretenden Konzernchefs Hansueli Loosli endet mit einem Rekordergebnis


Von Peter Knechtli


Der abtretende Coop-Konzernchef Hansueli Loosli (55) hinterlässt eine Referenz: Sein letztes Geschäftsjahr als CEO erzielte einen Rekordumsatz von erstmals über 20 Milliarden Franken. Seinem Nachfolger hinterlässt er ein gut aufgestelltes Unternehmen.


Die Show ist nicht seine Sache, aber er weiss, worauf es ankommt: Wie üblich verlas er an der heutigen Bilanz-Medienkonferenz die Zahlen und Entwicklungen des vergangenen Geschäftsjahres. Erst ganz am Schluss, in der Fragerunde der Journalisten, kam er kurz auf seinen Abschied als Vorsitzender der Coop-Geschäftsleitung zu sprechen. Er habe das Unternehmen während 15 Jahren gern geführt und er gehe freiwillig.

Über seine Nachfolge mochte er sich nicht äussern: Die Wahl und die Kommunikation sei Sache des Verwaltungsrates. Vermuten lässt sich, dass ein Mann aus dem eigenen Haus das Rennen machen wird. Neben dem Schreibenden sass Retail-Chef Philipp Wyss (Bild). Der 44-jährige Kaufmann wird als einer der heissen Anwärter gehandelt. Und sein heutiges Lachen verriet zumindest Zuversicht.

0,3 Prozent mehr Marktanteil

Wer auch immer in Looslis Fussstapfen treten wird, steigt in ein gemachtes Nest: Der Das Geschäftsjahr 2010 der Coop-Gruppe stieg um 1,7 Prozent auf erstmals über 20 Milliarden Franken. Der Jahresgewinn stieg gar um 40 Millionen oder 9,3 Prozent auf 470 Millionen Franken. Damit konnte Coop trotz verstärkter Billigkonkurrenz erneut Marktanteile gewinnen, nämlich 0,3 Prozent. Das Umsatzwachstum ist unter anderem auf die Übernahme des Kosmetikunternehmens "The Body Shop Switzerland AG" zurückzuführen, die um 7,7 Prozent zulegte. Mit der Übernahme der "Railcare AG" sicherte sich Coop langfristig Bahn-Kapazität. Damit habe Coop einen "weiteren konsequenten Schritt" (Loosli) auf dem Ziel realisiert, bin 2023 CO2-neutral zu arbeiten.

Dasselbe Ziel verfolgt auch die Zentralisierung der Logistik und der Bäckerei im aargauischen Schafisheim. Dies hat zur Folge, dass jährlich wiederkehrend 60 Millionen Franken und 5'000 Tonnen CO2 eingespart werden können – zum Preis freilich, dass die Bäckereien in Basel und Wallisellen aufgehoben werden. Loosli sagte, es würden "unter dem Strich keine Stellen abgebaut". Alle Mitarbeitenden erhielten ein "adäquates Stellenangebot".

Grosshandel als zweites Kerngeschäft

Mit der Übernahme der europaweit tätigen Transgourmet-Gruppe und ihren 21'000 Mitarbeitenden setzt Coop neben dem Detailhandel neu auch auf den Grosshandel als "zweites starkes Kerngeschäft". Im Verlaufe dieses Jahres sollen die Firmen-Strukturen aufgebaut und der Holding-Sitz in Basel etabliert werden. Bau+Hobby erreichte als Schweizer Baumarktführer den letztjährigen Rekordumsatz und kooperiert nun mit der deutschen Dehner, Europas grösste Garten-Center-Gruppe. Die Bell-Gruppe wuchs um 1,4 Prozent.

Das Jahresergebnis ist umso beachtlicher als auch Coop entlang der Landesgrenzen den durch den tiefen Euro erst recht animierten Einkaufstourismus im EU-Raum spürt. So sollen die Zollämter teilweise gegen 20 Prozent mehr Mehrwertsteuer-Abstempelungen verzeichnet haben. Aufgegangen ist die Coop-Preispolitik, die Kosteneinsparungen durch erhöhte Produktivität in Form von Preissenkungen an die Kunden weitergab.

Online-Shop weiterhin stark wachsend

Als "ausgezeichnet" bezeichnete Loosli das Wachstum der Internet-Shops um 16,1 Prozent auf 185 Millionen Franken. Im Online-Supermarkt coop@home stiegen die Verkäufe trotz harter Konkurrenz um 15,2 Prozent auf 77 Millionen Franken.

Ende Jahr führte die Gruppe 1'915 Verkaufsstellen, 51 mehr als ein Jahr zuvor, die 37 Body Shop-Standorte allerdings mitberücksichtigt. Die Zahl der Retail-Verkaufsstellen blieb mit 816 unverändert. Mit 3,6 Prozent überdurchschnittlich gewachsen sind die Megastores.

Coop beschäftigte letzten Jahr 53'500 Mitarbeitende, davon absolvierten gut 3'000 junge Menschen eine Berufsausbildung. Trotz leicht vergrösserter Belegschaft sank der Personalaufwand leicht. Grund ist die Abgabe von Filialen in Ungarn und der Verkauf einer Firma in Frankreich.

Mehr Lohn für Kleinverdienende

Die Coop-Spitze betonte an der Medienkonferenz ihr Bekenntnis zur Nachhaltigkeit sowie zur gerechten und ökologischen Produktion. Der Erfolg dank guter strategischer Positionierung soll den "Menschen dahinter" (so ein diesjähriges Schwerpunkt-Thema) dienen: Mit der bemerkenswerten Lohnerhöhungsrunde von durchschnittlich 2,8 Prozent sollen die tieferen Lohnsegmente verstärkt angehoben werden.

Derweil wird sich Konzernchef Loosli auf seine neue Funktion als Coop- und Swisscom-Verwaltungsratspräsident vorbereiten. Er freue sich, die Medienvertreter "bei anderer Gelegenheit" wieder zu sehen, sagte er zum Abschluss seines heutigen Auftritts in Muttenz. Der Wechsel von der Geschäftsleitung in den Coop-Verwaltungsrat erfolgt auf 1. September.

15. Februar 2011

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"Dass einzige Problem, dass ich habe, wenn ich mit meiner Frau arbeite, ..."

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... ist dass mit der Orthografie, wenn dass Korrektorat aus Kostengründen nach Bosnien ausgelagert wird.

"Und übrigens ..."

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.