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Wenn die "Swiss" geht ...: Säbelrasseln im Konjunktiv

Von PETER KNECHTLI

Da geht durch die Sonntagspresse, die "Swiss" wolle sich definitiv vom Basler EuroAirport zurückziehen: Das verbliebene magere Linienangebot streichen und die operative Leitung ganz nach Zürich transferieren.

Und was geht in Basel los?

Ein Gejammer sondergleichen. Ob durch die Handelskammer oder jetzt durch die Regierung: Alte Communiqué-Fragmente und Schlagwort-Partikel, bis zum Überdruss bekannt, werden in eine Form gegossen und als rezyklierte Empörung dem Publikum verabreicht.

Neu an den derzeitigen Verlautbarungen ist nur, dass sich die Regierungen offenbar nicht mehr - wie früher - treuherzig auf beschwichtigende Versprechen des Herrn Dosé verlassen, sondern schon bei Aussagen des neuen "Swiss"-CEO Christoph Franz gegenüber Gewerkschaftsvertretern zu verbaler Entrüstung Zuflucht nehmen. Offenbar spitzt sich die Lage doch zu: Die "Swiss"-Rechnung ging für Basel nicht auf, auch wenn schon früh nicht wenige Stimmen auch aus der "IG Luftverkehr" gewarnt hatten.

Die brisanteste Stelle der neusten regierungsrätlichen "Swiss"-Stellungnahme ist die Aussage, dass ein Rückzug der "Swiss" aus Basel den "endgültigen Abschied vom Konsens beim Aufbau der 'Swiss' bedeutete". Das klingt kämpferisch und entschlossen, zeigt eine im Vorwahlkampf handlungsbereite Regierung, die sich nicht alles bieten lassen will, falls einträte, was Herr Franz gesagt haben dürfte.

Doch dieses Säbelrasseln im Konjunktiv lenkt nur von etwas viel Gravierenderem ab, das nun tatsächlich mit Lokalpolitik sehr viel zu tun hat: Das Basler Investment in Schweizer Luftfahrtunternehmen hat den Staat schon Dutzende Millionen Franken gekostet - es können auch hundert Millionen sein.

Diese immense Geldvernichtung basierte offensichtlich auf einem fundamentalen Missverständnis: Der Staat glaubte - zuletzt beim erneuten Investment in die neue "Swiss" -, sich damit einen Gegenwert erkaufen können in Form von attraktiven Luftfahrt-Angeboten, Arbeitsplätzen und Standort-Attraktivität. Wie sich heute zeigt, ticken nicht die Basler Uhren, sondern jene der Wirtschaft anders: Für die "Swiss" scheint der EuroAirport schlicht kein überlebensfähiges Marktfeld zu sein.

Und die Regierungen können nur zuschauen und Communiqués schreiben. Letztlich ist selbst die vertragliche Zusicherung, das öffentliche Investment mit einer im Interesse "aller drei Landesflughäfen" liegenden Luftfahrtpolitik zu lohnen - sie entsprechend zu berücksichtigen -, nicht einmal das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurde. Es wächst die Erkenntnis, dass die Regierungen beider Basel mit den "Swiss"-CEOs zwar freundlich parlieren und dinieren können - aber zur Firmenpolitik nichts zu sagen haben.

Möglich sind nur zwei offensive Strategien, die eine weniger, die andere mehr Erfolg versprechend: Entweder die Kantone und die Handelskammer setzen in Bern und Zürich einen Druck von ganz anderer Grössenordnung auf - so, wie es der Baselbieter Gewerbedirektor Hans Rudolf Gysin auf Kantonsebene seit Jahrzehnten erfolgreich zu tun pflegt - oder sie richten sich auf eine aktive Marketing- und Promotionspolitik des EuroAirport ein, die "Swiss" als Teilnehmer gar nicht mehr voraussetzt.

Es ist zu hoffen, dass der in den Ferien weilende Wirtschaftsminister Ralph Lewin im bevorstehenden Wahlkampf einige überzeugende Antworten zu geben imstande ist.

3. August 2004
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"Das Kartenhaus bricht zusammen"

Wie immer, wenn der Staat strukturell eine Branche künstlich unterstützt, die nicht marktfähig ist, bricht das Kartenhaus über kurz oder lang zusammen. Vielmehr als jetzt wütend über die Swiss zu schimpfen, sollten sich viele Politiker fragen, ob die hunderten Steuermillionen, die unsere Region bisher in die Luftfahrt investiert hat, nicht besser angelegt gewesen wären, hätte man das Geld jedem einzelnen Steuerzahler in seiner eigenen Tasche gelassen und somit eine marktgerechte und nachhaltige Verwendung des Geldes sichergestellt.


Siro Imber, Präsident Jungfreisinnige Baselland“, Allschwil



"Erpressung nicht zulassen"

Nun gehen sie, die Erpresser! Wahrscheinlich schon vergessen ist die Tatsache, dass vor einiger Zeit die ehemalige "Swissair" den Basler EuroAirport erpresste mit der Forderung, entweder bekommt die damals in Basel gegründete und von hier aus operierende EasyJet keine Starterlaubnis mehr oder die "nationale Fluggesellschaft" werde nach Zürich abwandern. Und Basel gehorchte!

 

Wo stehen wir heute? Genau! Hoffentlich werden endlich die zuständigen Regio-Politiker daraus lernen und in Zukunft dem EuroAirport unter die Arme greifen, um damit dem Dreiländereck endlich zu attraktiven, günstigen und flexiblen Flugangeboten zu verhelfen. Das alleine hilft dem Standort Basel weiter und nicht auf ein Denkmal einer so genannten "nationalen Fluggesellschaft" setzen, die erstens niemand mehr will und zweitens ohnehin ein Fass ohne Boden ist, was wir auch in anderen Ländern feststellen können. Wie lange will man sich noch erpressen lassen?


Bruno Heuberger, Oberwil



"Die Steuergelder sind längst futsch"

Sie bringen die Probleme genau auf den Punkt. Anscheinend übt sich unsere Exekutive nun neuerdings in Überaktionismus. Was bisher selten der Fall war... Es ist interessant, was in Sonntagszeitungen kolportierte Aussagen alles bewirken und in Gang bringen können. Die Reaktion der Regierungen beider Basel ist sicherlich übertrieben, bisher besteht noch kein Grund zur Panik. Es ist überdies aus wirtschaftlicher Sicht für die "Swiss" äusserst fragwürdig, den Standort Basel aufzugeben. Gerade was die Localcosts (also Mieten etc.) anbelangt, hat Basel gegenüber Zürich einen grossen Vorteil. Es zeichnet sich aber ab, was die SVP (notabene einmal mehr als einzige Partei) schon seit dem "Grounding Swissair" sagte: Die Schweiz braucht keine vom Staat finanzierte und künstlich am Leben erhaltene Airline.

 

Die Steuergelder sind schon längst futsch, wir und insbesondere die einst stolze "Fliegerregion Basel" schauen in die Röhre. Die "Swiss" will sich mit dieser möglichen Ankündigung nur eine bessere Rolle in künftigen Verhandlungen verschaffen und so die Regierung unter Druck setzen. Selbstbewusst müssen wir aber den Standort EuroAirport stärken; auch ohne "Swiss" muss es weitergehen. Diverse Billig-Airlines sind bereits auf den Zug aufgesprungen, viele andere Airlines würden den Weg nach Basel sicherlich finden. Die Region umfasst zwei Millionen Einwohner (D, F und CH), hier lässt sich noch einiges herausholen. Dazu gehört aber auch ein Bahnanschluss und dies nicht erst 2012! Ein ab Dezember nur alle 10 Minuten fahrender überladener Bus Nr. 50 ist nicht gerade förderlich für das Vermarkten unseres Flughafens.

 

Darüber und über eine andere Kostenverteilung mit Frankreich und Deutschland sollte sich Herr Lewin Gedanken machen. Die "Swiss" kann und soll hier bleiben, erpressen lassen müssen wir uns von Herrn Franz aber dennoch nicht! Spätestens dann, wenn die "Swiss" an die Lufthansa und somit in ausländische Hände fallt, interessiert es die neuen Chefs in Frankfurt kaum, was ein Regierungsrat in Basel dazu meint. Vielmehr gilt es nun, den Markt endlich auszuschöpfen und neue potenzielle Airlines (auch im Bereich Business) nach Basel zu bringen! Dann stehen wir vor einer rosigen Zukunft am EuroAirport.


Joël A. Thüring, Sekretär Basler SVP und Grossratskandidat, Basel



"Jammern und Drohen erhöht nur das Frust-Potenzial"

Mit schöner Regelmässigkeit – insbesondere wenn Zürich als nationales Airport-Heiligtum Lendenlähmungen zeigte und zeigt – setzte sich früher die "Swissair" und setzt sich heute die "Swiss" nonchalant über alle Versprechungen, Abmachungen und "Verträge" hinweg. Basel hat doch deswegen schon etliche Male "Swissair"-Flüge verloren und verliert neuerdings stetig auch "Swiss"-Destinationen. Das wird sich in Zukunft nicht ändern. Basel bzw. die Nordwestschweiz sollte sich auf die erfolgreichen Rezepte besinnen, mit denen schliesslich auch der EuroAirport in den letzten 20 Jahren seinen Platz in Europa (Stichwort Crossair-Hub) behaupten konnte: Sich vom unsicheren Partner "Swiss" abnabeln, auf die eigenen Stärken, Ideen und Konzepte bauen und selber dafür sorgen, dass der Flughafen in der Schweiz und im angrenzenden Ausland (wieder) stark wird. Die Flughafen-Direktion hat den ersten Schritt in diese richtige Richtung gottseidank bereits getan. Jammern und Drohen, wie es jetzt wieder am Rheinknie praktiziert wird, erhöht nur sinnlos das Frust-Potenzial – sonst gar nichts. Und auch die in den Sand gesetzten Nordwestschweizer "Swiss"-Millionen kommen damit nicht mehr zurück.


Edi Borer, Basel


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"Steinberg", "Steinberg"

Basler Zeitung
vom 7. November 2019
in einem Text über "Basel
und seine Baustellen"
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Dreimal wollte der Autor in einem Text "Steinenberg" schreiben – einmal erfolgreich, zweimal scheiterte er.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.

Die SP Baselland empfahl an ihrer Delegiertenversammlung vom 22. Oktober, im zweiten Ständerats-Wahlgang die grüne Maya Graf zu wählen.

Die Grünen Liestal und Umgebung haben Marie-Theres Beeler an der Mitgliederversammlung vom 22. Oktober für die Legislatur 2020-2024 für den Stadtrat nominiert.

Am 9. August 2019 hat Eva Meuli dem Landrat ihren Rücktritt als Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-Recht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft per 31. März 2020 erklärt.

Am 14. Oktober, lediglich drei Wochen nach Ausschreibung der Publikumsöffnung der ADEV Ökowärme AG, waren alle 3000 neu ausgegebenen Namenaktien gezeichnet.

Die Universität Basel richtet am 1. Februar 2020 mit dem Biologen Carsten Gründemann eine Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin ein.

Wechsel in der Geschäftsführung der Suchthilfe Region Basel: Barbara Held übernimmt die Leitung per Januar 2020, nachdem Walter Meury – ein Pionier in der Suchtarbeit – Ende Jahr in den Ruhestand geht.

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.