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Vielen Dank, Frau Bundesrätin Sommaruga

Von PETER KNECHTLI

In Therwil weigern sich zwei muslimische Schüler aus religiösen Gründen, ihrer Lehrerin zum Gruss die Hand zu geben. Die Schulleitung kommt zum Schluss, den beiden Buben dieses Sonderrecht einzuräumen. Auch an der Sekundarschule Muttenz hat sich laut BZ ein ähnlicher Fall ereignet. Schule, Kanton und Schüler hätten gemeinsam eine "einvernehmliche Lösung gefunden": nämlich die, dass dem muslimischen Sekundarschüler die Handverweigerung erlaubt wird.

Doch nun sendet die vorsichtige Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind ganz andere Signale aus: Sie lässt in ihrer Rechtsabteilung seit Mitte Februar per Gutachten abklären, ob sich die "einvernehmliche Lösung" der Handverweigerung mit dem geltenden Recht, mit dem Prinzip der Gleichberechtigung oder mit der Schulhaus-Ordnung zu vereinbaren ist. Offenbar ist die freisinnige Regierungsrätin darüber verunsichert, ob im Baselbiet Sonderrechte für radikalkonservativ sozialisierte muslimische Schüler Einzug halten sollen oder nicht.

Monica Gschwind kann anderseits zugute gehalten werden, dass sie sich zuerst fachlich dokumentieren lassen will, bevor sie einen Entscheid fällt, der sich hinterher vielleicht als fatal erweisen könnte. Es ist die typisch schweizerische Vorgehensweise: Geht es mit einem Entscheid an oberster Stelle nicht vorwärts, wird eben eine Kommission eingesetzt – oder ein Gutachten bestellt.

So sehr ich für die solide Vorbereitung politisch heikler Entscheide Verständnis habe, so sehr wünsche ich mir immer häufiger, dass politische Mandatsträger auch einmal spontan Klartext reden, wenn es um die Verteidigung von Werten geht, die unsere Identität ausmachen.


"Frau Gschwind müsste die Gruss-Frage
völlig transparent kommunizieren."




Über Therwil und Muttenz schwebt die Handgruss-Frage schon seit Monaten. Bis vergangenes Wochenende blieb sie unter dem Deckel. Ich finde es auch unverständlich, weshalb Schulen und die Bildungsdirektion die Streitfrage unter Berufung auf den Persönlichkeitsschutz aus übertriebener politischer Korrektheit wie ein Staatsgeheimnis hüten – statt sie völlig transparent und öffentlich zu kommunizieren. Schliesslich geht es hier nicht um eine schulhaus-interne, sondern um eine gesamtgesellschaftliche Frage.

Die Schweizer Justizministerin Simonetta Sommaruga hat gestern Montag Klartext geredet. Die sozialdemokratische Bundesrätin hat der Handschlag-Verweigerung in wenigen Worten eine kompromisslose Absage erteilt: "Das geht nicht. Das passt nicht zu unserer Kultur. Das hat mit Integration nichts mehr zu tun und ist auch unter dem Titel Religionsfreiheit nicht akzeptabel."

Danke, Frau Bundesrätin, für diese wenigen klaren Worte, auf die sich jetzt die verunsicherten teilautonomen Schulleitungen der Schweiz werden berufen können.

Das unmissverständliche Statement hat aber auch einen andern Wert. Es ist eine unmissverständliche Aufforderung an Politiker und Migrations-Profis, die Forderung an Flüchtlinge und Migranten, sie seien willkommen unter der Bedingung, dass sie sich an das geltende Recht und – nicht weniger wichtig – an die geltenden Sitten hielten, auch umzusetzen. Und schliesslich weist das Sommaruga-Verdikt auch jene verschwindend kleine Zahl fundamentalistisch-islamischer Eltern in die Schranken, die mit stets neuen Ansprüchen – Verweigerung von Schwimmunterricht und Schullager und neuerdings des Handgrusses – versuchen, die geforderte Anpassung an Recht und Sitten zu unterminieren.

Mir ist bewusst, dass sich die Handschlag-Verweigerung Ausländerfeinden wunderbar anbietet, ihr eigenes Süppchen zu kochen. Mir ist auch klar, dass die Welt wegen eines ausgeschlagenen Handgrusses nicht untergeht. Die Politik muss jedoch im Interesse einer geordneten Integration landesweit klare Leitlinien dazu setzen, was geht und was nicht. Sie muss dann aber konsequenterweise auch jene Schweizer Sitten des Geldversteckens zum Verschwinden bringen, wie sie uns in diesen Tagen die "Panama Paper"-Affäre offenbart hat.

5. April 2016
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"Händedruck-Verweigerer Donald Trump"

Ist es nicht ironisch und spassig, dass ausgerechnet Donald Trump – der allen Muslimen der Welt die Einreise in die USA verbieten will – panische Angst davor hat, seinen Anhängern, Fans und potentiellen Wählern die Hand zu schütteln …

Allerdings nicht aus religiösen Gründen. Er hat schlicht und einfach Angst vor der Übertragung von gefährlichen und tödlichen Krankheiten und Bakterien beim Schütteln der Hände.


Paul Kienle, Riehen



"Warum erschüttert das die ganze Nation?"

Die Fakten zum Fall habe ich aus den Medien und frage: Warum nur erschüttert die Nachricht, dass zwei halbwüchsige Schüler ihrer Lehrerin die Hand nicht geben wollten, die ganze Nation?

Ich habe verschiedene Interpretationen gelesen, was diese Verweigerung bedeuten kann. Ich weiss nicht, welche stimmt. Vor allem scheint mir interessant, dass die beiden Jugendlichen offenbar bis im November 2015 keine Mühe hatten. Was hat den Sinneswandel herbeigeführt?

Vor allem habe ich alle meine Diskussionspartnerinnen und Diskussionspartner gefragt: "und, wie würdet Ihr das Gebot denn durchsetzen? Muss da immer ein anderer Schüler die Hand des Betroffenen nehmen und sie führen?". "Nein, natürlich nicht", sagten sie. "Andere Vorschläge?". Lehrer, Erzieher, Eltern haben sich ja immer wieder mit Verweigerungshaltungen zu beschäftigen. Da ist ein Repertoire von mehr oder weniger angemessenen und wirksamen Reaktionen vorhanden.

Diese Vereinbarung in Therwil ist vielleicht, situationsbezogen, doch nicht so schlecht. Ich habe jedenfalls nichts davon gelesen, dass sich jetzt massenweise andere Schüler der Verweigerung des Handschlags angeschlossen hätten.

Und, Hand aufs Herz: wer von uns ist nicht schon, mehr oder weniger elegant, einem Handschlag ausgewichen? Aus welchen Gründen auch immer. Nur haben wir es nicht deklariert, und es hat, zum Glück, niemand darüber geschrieben!


Judith Stamm, Luzern



"Bitte sofort abschaffen"

Seit wann gibt es denn diesen Handschüttel-Zwang an den Schulen? Nein, solche Viren- und Bakterien-Übertragungsmomente gab es damals in meinen Basler Schulen, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen  nie. Und das heutzutage, wo man in Spitälern, Arztpraxen und anderen öffentlichen Einrichtungen schief angesehen wird, wenn man seine Hände nicht unter die Gratis-Desinfektionsmittelspender hält.

Bitte sofort abschaffen, diese krankmachende, sogenannte  "Schweizer Tradition". Aber auch diese Axt eignet sich hervorragend und wird auch schon wieder fleissig aufgegriffen, um Religionen zu spalten anstatt zu vereinen. Die SVP tüftelt wahrscheinlich bereits an einem neuen Initiativ-Text?


Roland Steiner, Duggingen



"Keinerlei Toleranz signalisieren"

Das Verhalten des Schulleiters und insbesondere der zuständigen Regierungsrätin ist nicht nachvollziehbar. Im massgebenden Handweiser zum Umgang mit Disziplinarmassnahmen an den Schulen aus dem Jahr 2008 (http://burg.educanet2.ch/mg/handweiser-disziplinarmassnahmen.pdf) hat die Bildungsdirektion unter dem Titel "Abgrenzung 'Interkulturelle Toleranz' gegen die Schulordnung" unter anderem festgehalten: "Wir dürfen und müssen punkto geltende Gesetze keinerlei Toleranz signalisieren und üben. Die geltenden Gesetze sind in aller Deutlichkeit und Konsequenz anzuwenden. Dass Angehörige anderer Kulturen ihre eigenen Gesetze mitbringen und einen Staat im Staat führen dürfen, ist nicht zu tolerieren…." Um dies auch im vorliegenden Fall umzusetzen braucht es sicher keine teuren Rechtsgutachten.


Christian Heim, Riehen



"Nichts Besseres zu tun?"

Ich hatte einen jüdischen Mann zu betreuen. Als ich seine erwachsene Tochter kennen lernte, weigerte sie sich aus religiösen Gründen – wie sie mir erklärte –, mir die Hand zu geben. Ich habe das einfach akzeptiert. Da nun aber die jüdische Religion Bestandteil "unserer Kultur" ist und wir deren "Sitten" durchaus auch als "geltende" anerkennen, frage ich mich, ob mit unterschiedlichen Ellen gemessen wird? Bin ich jetzt womöglich nicht als "gleichberechtigt" behandelt worden? Diskriminieren jüdische Frauen die Männer? Muss dringend ein Gesetz vorschreiben, dass "Hand geben" obligatorisch ist, weil "Kultur" und "Sitte"? Hat der Bundesrat nichts Besseres zu tun? (Und – haben die Medien schon ihr "Sommerloch"?)


Peter Waldner, Basel



"Eien Flanke für die Rechten geöffnet"

Peter Knechtlis Kommentar zeigt, wie differenziert und nachdenkend man diese Frage angehen kann – merci! Die Akzeptanz, dass junge muslimische Männer ihren Lehrerinnen den Handschlag hat nichts mit der "Wahrung des Kindeswohls" (im Kommentar Frau Gerber) zu tun, sondern alleine damit, was bei uns Usus ist. Das Schlimme ist, dass nun gerade bürgerliche und die betroffenen LehrerInnen und Schulleitungen aus Ignoranz, Abwarten und nicht Klartext reden den Rechten eine "schöne" Flanke geöffnet haben.
 
Und noch zu Frau Gerber: nach meinem Erfahrungs- und Wissensstand ist der Handschlag in den USA in bestimmten Gegenden und Kreisen absolut üblich (letztmals vor kurzer Zeit in Stanford von zwei amerikanischen knapp Zwanzigjährigen erfahren – einer mit evangelikalen, der andere mit asiatischen Wurzeln. Und jüdisch-orthodoxe Frauen sollen tatsächlich nicht von anderen Männern als jene der engsten Familie berührt werden, aber wenn ein andersgläubiger Mensch die Hand hinstreckt, wird sie aus Anstand und Respekt gedrückt!

Nicht mehr und nicht weniger verlangen wir.


Barbara Umiker Krüger, Arlesheim



"Pädagogisch minimalistischen Pragmatismus"

Der Rektor der Sek (und des Progymnasiums) in Therwil, Herr Lauener, war mal Klassenlehrer meines Sohnes (Jahrgang 1971). Er hat sich schon damals durch einen pädagogisch minimalistischen Pragmatismus ausgezeichnet. Beim ersten Elternabend meinte er, im ersten Progymnasialjahr könnten sich die Lehrer nicht so für die Schüler engagieren, da ja einige wieder in die Sek "absteigen" würden. Die Videoclips des Fernsehinterviews zeigen einen Mann, der fremdelt. Seine Regelung erlaubt den beiden Syrern, niemandem (also nicht nur Frauen) die Hand zu geben. Dass das gesellschafts- und integrationspolitisch unerwünscht ist, kam ihm offenbar nicht in den Sinn.

Falls sie sich sonst den Gepflogenheiten anpassen, können die Muslime sich ja eigene Schulen gründen – wie das andere religiöse Minderheiten auch tun. Aber den Schwanz mit dem Hund wedeln zu lassen, geht eher nicht.


Thomas Richers, Minusio



"Gratulation zum Mut"

So einfach ist es halt eben nicht immer meine Herren (und Frau Somaruga). Händeschütteln tun zudem zwischen den Geschlechtern auch noch viele andere nicht – zum Beispiel die US-AmerikanerInnen im Alltag – sie geben sich nicht die Hände, orthodox-jüdische Personen auch nicht und auch in Thailand gibt's andere Bräuche; den Schulschwimmunterricht wollten viele Jahre vor allem die Katholiken in unserem Land nicht besuchen, deshalb wurde er lange nicht in den obligatorischen Unterricht mit einbezogen.

Selbstverständlich gibt es Grenzen und notwendige Forderungen, wie dies auch gestern Robert Ruoff auf Infosperber schrieb. Er zitiert den angesehenen Westschweizer Schriftsteller Jean-Noël Cuénod der zum Verhältnis von Religion und Toleranz und zu den berechtigten Ansprüchen an Muslime, die in der Schweiz leben wollen, in etwa sage: "Wenn ein Muslim sich in der Schweiz ansiedeln will, soll man ihm zwei Fragen stellen:

1. Bist Du bereit, die freie Entscheidung Deiner Frau zu akzeptieren, nicht mehr die Burka, den Nijab, das Kopftuch zu tragen. Und vielleicht ihren eigenen Weg zu gehen. Ohne sie zu bestrafen?
2. Bist Du bereit, ohne Ausrufung eines Todesurteils die freie Entscheidung eines Muslim zu akzeptieren, aus dieser Religion auszutreten?"
 
Dem kann ich mich nur anschliessen. Daneben gilt es mit einander zu sprechen und halt auch Einzelfalllösungen zu suchen, denn es gilt das Kindswohl im Blick zu behalten. Da kann ich Therwil und Muttenz zu ihrem Mut nur gratulieren.


Brigitta Gerber, Basel



"Nicht in den gleichen Topf"

Danke für die Aufforderung zu mehr Zivilcourage. Die PolitikerInnen sind eher gebrannte Kinder. Da spielen die Journalisten keine unbedeutende Rolle!

Verweigerung des Grusses mit der Hand von Schülern gehört, denke ich, nicht in den gleichen Topf wie Nicht-teilnehmen-lassen an einem Schullager oder Schwimmunterricht.

Stellen sie sich vor, sie würden in ein Land ziehen, in dem es Sitte wäre, dass die Schülerinnen und Schüler jeden Alters mit nur einem Lendenschutz baden gehen würden. Es wäre leicht vorstellbar, dass einige unter uns, dem nicht so leichten Lauf lassen könnten.

Sie werden eventuell einwenden, dass den Eltern das ja bereits vor ihrer Abreise bekannt war. Das stimm, muss jedoch keinesfalls umgekehrt auch so sein. Die allermeisten Menschen, die aus 3.Weltländern zu uns arbeiten kommen, leben nicht so informiert, wie wir. Unser sittliches Empfinden ist nicht immer das der Menschen anderer Kulturen. Das ist nicht sehr erstaunlich. Vor wenigen Jahrzehnt hatten sogar unsere Väter der Sittlichkeit wegen ein ganzes Badekleid zu tragen. Und unsere Grossmütter, je nach Alter die Urgrossmütter, trugen Kopftücher, nicht nur in der Kirche. Im Tessin noch heute.

Das Nicht-teilnehmen-lassen eines Kindes an einem Schullager trägt noch eine grössere Dimension in sich. Ein ausgeglichenes 7-jähriges Mädchen aus wohl geführtem, muslimischem Haus, durfte nicht mit ins Schullager. Das Gespräch bei ihnen zu Hause, in Beisein eines ihrer Freundes, brachte nach langem Erklären und Insistieren die Erlaubnis. Die Mutter brachte ihre Tochter an den Bahnhof, übergab sie persönlich der ihr unbekannten Frau des Lehrers, die mitging, und umarmte sie zum Abschied sichtlich gerührt. Dem Mädchen war die Lehrersfrau vertraut.

Ein Jahr später brachte das erneute Gespräch, nun in Beisein der religiösen Autorität ihrer Glaubensgemeinschaft, keinen Erfolg. Dem Lehrer wurde dies so begründet, dass der Koran es verbiete ein Mädchen ohne Beisein eines Familienmitgliedes übernachten zu lassen. Daran glaubten die Eltern. Es schien, als ob die Eltern den letztjährigen Verstoss und seine Folgen für Ihre Befindlichkeit nicht noch einmal erleben wollten.


Viktor Krummenacher, Bottmingen



"Immer wieder vorgekommen"

Einverstanden: Niemand soll seinem Sohn befehlen, der Lehrerin  den so genannten Handschlag verweigern zu müssen, weil das angeblich unsauber sei und mit "der" Religion nicht vereinbar. Frau Sommaruga hat dazu das Notwendige gesagt – soweit ich das hier erfahren habe.

Aber resspektive trotzdem: Ich habe über 30 Jahre lang in Basel-Stadt unterrichtet, erst an Sekundarschule, später an der Orientierungsschule, und zwar in den Kleinklassen jener Stufen. Deshalb erlaube ich mir festzuhalten, dass von Eltern oder anderen Personen aus dem privaten Lebensbereich von Schülerinnen und Schülern befohlene Handschlag-Verweigerungen von Schülern (auch von Schülerinnen) Lehrpersonen gegenüber immer wieder vorgekommen sind, und zwar aus den verschiedensten Gründen.

Am schwierigsten waren solche Dinge immer dann, wenn christliche Fundamentalsekten-Hintergründe im Spiel waren. Es gab Verweigerungen, die sich zum Schaden von Jugendlichen auswirkten – etwa, wenn die Zusammenarbeit mit Schulärzten oder mit der Schulpsychologe, vor allem mit der Jugendpsychiatrie verweigert wurde. Was haben wir dann gemacht?

Wir hatten damals in Basel-Stadt eine Struktur, welche aus verschiedenen Beratungs- und Interventionsmöglichkeiten bestand. Das Ideal einer widerspruchsfreien Schularbeit und damit auch einer "glatten" Integrationsarbeit allerdings wurde selbstredend zwar angestrebt, aber nie erreicht.

Bei diesem Handschlagthema scheint mir die Grössenordnung nicht zu stimmen. Was ist denn mit der Hilfestellungs-Struktur beispielsweise für die Schulleitung in Therwil? Gibt es da im Kanton Baselland keine Möglichkeiten, ein solches Problem so anzugehen, dass es nicht zu einer "nationalen Katastrophennachricht" ausartet?

Fest steht: Es existiert alltäglich keine Gleichheit aller Bewohnerinnen und Bewohner im Kanton Basel-Landschaft bezüglich ihrer religiösen, ihrer sozialen, ihrer politischen Positionen und deren Auswirkungen. Darüber sollte man vor allem eines: Reden. Und man sollte, was die Schule betrifft, dieses Reden dergestalt institutionalisiert haben, dass dafür Raum, Zeit und Menschen mit gewisser Unabhängigkeit gegenüber den direkt Beteiligten zur Verfügung stehen. DAS wäre meiner Ansicht nach Aufgabe der Erziehungsdirektion in dieser Angelegenheit.


Alois-Karl Hürlimann, Barcelona



"Überforderte FDP-Magistratinnen"

Nicht zum ersten Mal zeigt sich, wie die "bürgerliche" Mehrheit eine "Bürgerliche" – ohne jegliche Führungserfahrung – dem Volch aufgeschwatzt hat. Wär's nicht schön, wenn die beiden überforderten FDP-Magistratinnen, die Bildungs- und die Baudirektorin, gleich gemeinsam den Banntagshut nähmen? Zum Wohl vo Schönebuech bis Ammel. Und sogar bis nach Bettingen …


Franz C. Widmer, Riehen



"Ausnahmsweise mit Frau Sommaruga einverstanden"

Ausgezeichneter und treffender Kommentar und ausnahmsweise bin ich sogar mit Frau Bundesrätin Sommaruga einverstanden, die kurz und Klartext gesprochen hat. Eher mühsam die Signale aus der Baselbieter Bildungsdirektion. Schön wäre gewesen, wenn Frau Gschwind diesbezüglich schneller und mutiger gewesen wäre. Aber so sind eben viele "moderne" Politiker, man/frau will sich nach möglichst allen Seiten absichern, etwas ideenlos!


Albert Augustin, Gelterkinden



"Schlimme Reaktion der Bildungsdirektion"

Nicht nur vielen Dank Frau Bundesrätin Sommaruge, vielen Dank auch P. Knechtli für seinen Kommentar zur Diskussion betreffend verweigertem Gruss. Die Führungsschwäche der Schulleitung ist schon schlimm genug, noch schlimmer ist die Reaktion der Bildungsdirektion. Nur nichts falsch machen, nur sich nicht exponieren, nur sich auf irgendein Paper abstützen können. Dies, obwohl (oder weil?) die Bildungsdirektorin aus einer Partei kommt, die die Bürokratie eindämmen und das Personal reduzieren möchte. Lieber weniger Lehrer, grössere Klassen als kleinerer "Expertenstab"???


Peter Bächle, Basel



"Spielregeln sind gar klar"

Ich bin mit dem Kommentar grundsätzlich einverstanden. Nur gegen Leitlinien habe ich etwas: Sie sind nicht griffig. Bei Spielregeln ist es ganz klar. Solange der Ball im Spiel ist, läuft auch das Spiel. Wer die (Anstands-)Linie überschreitet, ist draussen, steht im Out. Wer die Fairness missachtet, bekommt die gelbe Karte zu sehen, bei Wiederholung sieht er rot. Das gibt eine Spielsperre. So müsste es sein.


Stefan Kaister, Basel



"Da kann ich mich nur anschliessen"

Ja, dem kann ich mich nur anschliessen, Danke Frau Sommaruga. Und unsere Frauen und unsere Gleichberechtigung werden ihr auch danken. Danken für den Einsatz für unsere Grundwerte. Wir haben diese Leute nicht geholt. Sie wollten zu uns kommen. Was würde uns wohl geschehen, wenn wir uns in deren Herkunftsland so respektlos verhalten würden?


Arnold Flückiger, Pratteln


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"Die Temperaturen kratzen heute am Gefrierpunkt."

BZ Basel
Newsletter
vom 1. Dezember 2017
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Hinterliessen sie Spuren, die Temperaturen?

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.