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Vielen Dank, Frau Bundesrätin Sommaruga

Von PETER KNECHTLI

In Therwil weigern sich zwei muslimische Schüler aus religiösen Gründen, ihrer Lehrerin zum Gruss die Hand zu geben. Die Schulleitung kommt zum Schluss, den beiden Buben dieses Sonderrecht einzuräumen. Auch an der Sekundarschule Muttenz hat sich laut BZ ein ähnlicher Fall ereignet. Schule, Kanton und Schüler hätten gemeinsam eine "einvernehmliche Lösung gefunden": nämlich die, dass dem muslimischen Sekundarschüler die Handverweigerung erlaubt wird.

Doch nun sendet die vorsichtige Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind ganz andere Signale aus: Sie lässt in ihrer Rechtsabteilung seit Mitte Februar per Gutachten abklären, ob sich die "einvernehmliche Lösung" der Handverweigerung mit dem geltenden Recht, mit dem Prinzip der Gleichberechtigung oder mit der Schulhaus-Ordnung zu vereinbaren ist. Offenbar ist die freisinnige Regierungsrätin darüber verunsichert, ob im Baselbiet Sonderrechte für radikalkonservativ sozialisierte muslimische Schüler Einzug halten sollen oder nicht.

Monica Gschwind kann anderseits zugute gehalten werden, dass sie sich zuerst fachlich dokumentieren lassen will, bevor sie einen Entscheid fällt, der sich hinterher vielleicht als fatal erweisen könnte. Es ist die typisch schweizerische Vorgehensweise: Geht es mit einem Entscheid an oberster Stelle nicht vorwärts, wird eben eine Kommission eingesetzt – oder ein Gutachten bestellt.

So sehr ich für die solide Vorbereitung politisch heikler Entscheide Verständnis habe, so sehr wünsche ich mir immer häufiger, dass politische Mandatsträger auch einmal spontan Klartext reden, wenn es um die Verteidigung von Werten geht, die unsere Identität ausmachen.


"Frau Gschwind müsste die Gruss-Frage
völlig transparent kommunizieren."




Über Therwil und Muttenz schwebt die Handgruss-Frage schon seit Monaten. Bis vergangenes Wochenende blieb sie unter dem Deckel. Ich finde es auch unverständlich, weshalb Schulen und die Bildungsdirektion die Streitfrage unter Berufung auf den Persönlichkeitsschutz aus übertriebener politischer Korrektheit wie ein Staatsgeheimnis hüten – statt sie völlig transparent und öffentlich zu kommunizieren. Schliesslich geht es hier nicht um eine schulhaus-interne, sondern um eine gesamtgesellschaftliche Frage.

Die Schweizer Justizministerin Simonetta Sommaruga hat gestern Montag Klartext geredet. Die sozialdemokratische Bundesrätin hat der Handschlag-Verweigerung in wenigen Worten eine kompromisslose Absage erteilt: "Das geht nicht. Das passt nicht zu unserer Kultur. Das hat mit Integration nichts mehr zu tun und ist auch unter dem Titel Religionsfreiheit nicht akzeptabel."

Danke, Frau Bundesrätin, für diese wenigen klaren Worte, auf die sich jetzt die verunsicherten teilautonomen Schulleitungen der Schweiz werden berufen können.

Das unmissverständliche Statement hat aber auch einen andern Wert. Es ist eine unmissverständliche Aufforderung an Politiker und Migrations-Profis, die Forderung an Flüchtlinge und Migranten, sie seien willkommen unter der Bedingung, dass sie sich an das geltende Recht und – nicht weniger wichtig – an die geltenden Sitten hielten, auch umzusetzen. Und schliesslich weist das Sommaruga-Verdikt auch jene verschwindend kleine Zahl fundamentalistisch-islamischer Eltern in die Schranken, die mit stets neuen Ansprüchen – Verweigerung von Schwimmunterricht und Schullager und neuerdings des Handgrusses – versuchen, die geforderte Anpassung an Recht und Sitten zu unterminieren.

Mir ist bewusst, dass sich die Handschlag-Verweigerung Ausländerfeinden wunderbar anbietet, ihr eigenes Süppchen zu kochen. Mir ist auch klar, dass die Welt wegen eines ausgeschlagenen Handgrusses nicht untergeht. Die Politik muss jedoch im Interesse einer geordneten Integration landesweit klare Leitlinien dazu setzen, was geht und was nicht. Sie muss dann aber konsequenterweise auch jene Schweizer Sitten des Geldversteckens zum Verschwinden bringen, wie sie uns in diesen Tagen die "Panama Paper"-Affäre offenbart hat.

5. April 2016
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"Händedruck-Verweigerer Donald Trump"

Ist es nicht ironisch und spassig, dass ausgerechnet Donald Trump – der allen Muslimen der Welt die Einreise in die USA verbieten will – panische Angst davor hat, seinen Anhängern, Fans und potentiellen Wählern die Hand zu schütteln …

Allerdings nicht aus religiösen Gründen. Er hat schlicht und einfach Angst vor der Übertragung von gefährlichen und tödlichen Krankheiten und Bakterien beim Schütteln der Hände.


Paul Kienle, Riehen



"Warum erschüttert das die ganze Nation?"

Die Fakten zum Fall habe ich aus den Medien und frage: Warum nur erschüttert die Nachricht, dass zwei halbwüchsige Schüler ihrer Lehrerin die Hand nicht geben wollten, die ganze Nation?

Ich habe verschiedene Interpretationen gelesen, was diese Verweigerung bedeuten kann. Ich weiss nicht, welche stimmt. Vor allem scheint mir interessant, dass die beiden Jugendlichen offenbar bis im November 2015 keine Mühe hatten. Was hat den Sinneswandel herbeigeführt?

Vor allem habe ich alle meine Diskussionspartnerinnen und Diskussionspartner gefragt: "und, wie würdet Ihr das Gebot denn durchsetzen? Muss da immer ein anderer Schüler die Hand des Betroffenen nehmen und sie führen?". "Nein, natürlich nicht", sagten sie. "Andere Vorschläge?". Lehrer, Erzieher, Eltern haben sich ja immer wieder mit Verweigerungshaltungen zu beschäftigen. Da ist ein Repertoire von mehr oder weniger angemessenen und wirksamen Reaktionen vorhanden.

Diese Vereinbarung in Therwil ist vielleicht, situationsbezogen, doch nicht so schlecht. Ich habe jedenfalls nichts davon gelesen, dass sich jetzt massenweise andere Schüler der Verweigerung des Handschlags angeschlossen hätten.

Und, Hand aufs Herz: wer von uns ist nicht schon, mehr oder weniger elegant, einem Handschlag ausgewichen? Aus welchen Gründen auch immer. Nur haben wir es nicht deklariert, und es hat, zum Glück, niemand darüber geschrieben!


Judith Stamm, Luzern



"Bitte sofort abschaffen"

Seit wann gibt es denn diesen Handschüttel-Zwang an den Schulen? Nein, solche Viren- und Bakterien-Übertragungsmomente gab es damals in meinen Basler Schulen, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen  nie. Und das heutzutage, wo man in Spitälern, Arztpraxen und anderen öffentlichen Einrichtungen schief angesehen wird, wenn man seine Hände nicht unter die Gratis-Desinfektionsmittelspender hält.

Bitte sofort abschaffen, diese krankmachende, sogenannte  "Schweizer Tradition". Aber auch diese Axt eignet sich hervorragend und wird auch schon wieder fleissig aufgegriffen, um Religionen zu spalten anstatt zu vereinen. Die SVP tüftelt wahrscheinlich bereits an einem neuen Initiativ-Text?


Roland Steiner, Duggingen



"Keinerlei Toleranz signalisieren"

Das Verhalten des Schulleiters und insbesondere der zuständigen Regierungsrätin ist nicht nachvollziehbar. Im massgebenden Handweiser zum Umgang mit Disziplinarmassnahmen an den Schulen aus dem Jahr 2008 (http://burg.educanet2.ch/mg/handweiser-disziplinarmassnahmen.pdf) hat die Bildungsdirektion unter dem Titel "Abgrenzung 'Interkulturelle Toleranz' gegen die Schulordnung" unter anderem festgehalten: "Wir dürfen und müssen punkto geltende Gesetze keinerlei Toleranz signalisieren und üben. Die geltenden Gesetze sind in aller Deutlichkeit und Konsequenz anzuwenden. Dass Angehörige anderer Kulturen ihre eigenen Gesetze mitbringen und einen Staat im Staat führen dürfen, ist nicht zu tolerieren…." Um dies auch im vorliegenden Fall umzusetzen braucht es sicher keine teuren Rechtsgutachten.


Christian Heim, Riehen



"Nichts Besseres zu tun?"

Ich hatte einen jüdischen Mann zu betreuen. Als ich seine erwachsene Tochter kennen lernte, weigerte sie sich aus religiösen Gründen – wie sie mir erklärte –, mir die Hand zu geben. Ich habe das einfach akzeptiert. Da nun aber die jüdische Religion Bestandteil "unserer Kultur" ist und wir deren "Sitten" durchaus auch als "geltende" anerkennen, frage ich mich, ob mit unterschiedlichen Ellen gemessen wird? Bin ich jetzt womöglich nicht als "gleichberechtigt" behandelt worden? Diskriminieren jüdische Frauen die Männer? Muss dringend ein Gesetz vorschreiben, dass "Hand geben" obligatorisch ist, weil "Kultur" und "Sitte"? Hat der Bundesrat nichts Besseres zu tun? (Und – haben die Medien schon ihr "Sommerloch"?)


Peter Waldner, Basel



"Eien Flanke für die Rechten geöffnet"

Peter Knechtlis Kommentar zeigt, wie differenziert und nachdenkend man diese Frage angehen kann – merci! Die Akzeptanz, dass junge muslimische Männer ihren Lehrerinnen den Handschlag hat nichts mit der "Wahrung des Kindeswohls" (im Kommentar Frau Gerber) zu tun, sondern alleine damit, was bei uns Usus ist. Das Schlimme ist, dass nun gerade bürgerliche und die betroffenen LehrerInnen und Schulleitungen aus Ignoranz, Abwarten und nicht Klartext reden den Rechten eine "schöne" Flanke geöffnet haben.
 
Und noch zu Frau Gerber: nach meinem Erfahrungs- und Wissensstand ist der Handschlag in den USA in bestimmten Gegenden und Kreisen absolut üblich (letztmals vor kurzer Zeit in Stanford von zwei amerikanischen knapp Zwanzigjährigen erfahren – einer mit evangelikalen, der andere mit asiatischen Wurzeln. Und jüdisch-orthodoxe Frauen sollen tatsächlich nicht von anderen Männern als jene der engsten Familie berührt werden, aber wenn ein andersgläubiger Mensch die Hand hinstreckt, wird sie aus Anstand und Respekt gedrückt!

Nicht mehr und nicht weniger verlangen wir.


Barbara Umiker Krüger, Arlesheim



"Pädagogisch minimalistischen Pragmatismus"

Der Rektor der Sek (und des Progymnasiums) in Therwil, Herr Lauener, war mal Klassenlehrer meines Sohnes (Jahrgang 1971). Er hat sich schon damals durch einen pädagogisch minimalistischen Pragmatismus ausgezeichnet. Beim ersten Elternabend meinte er, im ersten Progymnasialjahr könnten sich die Lehrer nicht so für die Schüler engagieren, da ja einige wieder in die Sek "absteigen" würden. Die Videoclips des Fernsehinterviews zeigen einen Mann, der fremdelt. Seine Regelung erlaubt den beiden Syrern, niemandem (also nicht nur Frauen) die Hand zu geben. Dass das gesellschafts- und integrationspolitisch unerwünscht ist, kam ihm offenbar nicht in den Sinn.

Falls sie sich sonst den Gepflogenheiten anpassen, können die Muslime sich ja eigene Schulen gründen – wie das andere religiöse Minderheiten auch tun. Aber den Schwanz mit dem Hund wedeln zu lassen, geht eher nicht.


Thomas Richers, Minusio



"Gratulation zum Mut"

So einfach ist es halt eben nicht immer meine Herren (und Frau Somaruga). Händeschütteln tun zudem zwischen den Geschlechtern auch noch viele andere nicht – zum Beispiel die US-AmerikanerInnen im Alltag – sie geben sich nicht die Hände, orthodox-jüdische Personen auch nicht und auch in Thailand gibt's andere Bräuche; den Schulschwimmunterricht wollten viele Jahre vor allem die Katholiken in unserem Land nicht besuchen, deshalb wurde er lange nicht in den obligatorischen Unterricht mit einbezogen.

Selbstverständlich gibt es Grenzen und notwendige Forderungen, wie dies auch gestern Robert Ruoff auf Infosperber schrieb. Er zitiert den angesehenen Westschweizer Schriftsteller Jean-Noël Cuénod der zum Verhältnis von Religion und Toleranz und zu den berechtigten Ansprüchen an Muslime, die in der Schweiz leben wollen, in etwa sage: "Wenn ein Muslim sich in der Schweiz ansiedeln will, soll man ihm zwei Fragen stellen:

1. Bist Du bereit, die freie Entscheidung Deiner Frau zu akzeptieren, nicht mehr die Burka, den Nijab, das Kopftuch zu tragen. Und vielleicht ihren eigenen Weg zu gehen. Ohne sie zu bestrafen?
2. Bist Du bereit, ohne Ausrufung eines Todesurteils die freie Entscheidung eines Muslim zu akzeptieren, aus dieser Religion auszutreten?"
 
Dem kann ich mich nur anschliessen. Daneben gilt es mit einander zu sprechen und halt auch Einzelfalllösungen zu suchen, denn es gilt das Kindswohl im Blick zu behalten. Da kann ich Therwil und Muttenz zu ihrem Mut nur gratulieren.


Brigitta Gerber, Basel



"Nicht in den gleichen Topf"

Danke für die Aufforderung zu mehr Zivilcourage. Die PolitikerInnen sind eher gebrannte Kinder. Da spielen die Journalisten keine unbedeutende Rolle!

Verweigerung des Grusses mit der Hand von Schülern gehört, denke ich, nicht in den gleichen Topf wie Nicht-teilnehmen-lassen an einem Schullager oder Schwimmunterricht.

Stellen sie sich vor, sie würden in ein Land ziehen, in dem es Sitte wäre, dass die Schülerinnen und Schüler jeden Alters mit nur einem Lendenschutz baden gehen würden. Es wäre leicht vorstellbar, dass einige unter uns, dem nicht so leichten Lauf lassen könnten.

Sie werden eventuell einwenden, dass den Eltern das ja bereits vor ihrer Abreise bekannt war. Das stimm, muss jedoch keinesfalls umgekehrt auch so sein. Die allermeisten Menschen, die aus 3.Weltländern zu uns arbeiten kommen, leben nicht so informiert, wie wir. Unser sittliches Empfinden ist nicht immer das der Menschen anderer Kulturen. Das ist nicht sehr erstaunlich. Vor wenigen Jahrzehnt hatten sogar unsere Väter der Sittlichkeit wegen ein ganzes Badekleid zu tragen. Und unsere Grossmütter, je nach Alter die Urgrossmütter, trugen Kopftücher, nicht nur in der Kirche. Im Tessin noch heute.

Das Nicht-teilnehmen-lassen eines Kindes an einem Schullager trägt noch eine grössere Dimension in sich. Ein ausgeglichenes 7-jähriges Mädchen aus wohl geführtem, muslimischem Haus, durfte nicht mit ins Schullager. Das Gespräch bei ihnen zu Hause, in Beisein eines ihrer Freundes, brachte nach langem Erklären und Insistieren die Erlaubnis. Die Mutter brachte ihre Tochter an den Bahnhof, übergab sie persönlich der ihr unbekannten Frau des Lehrers, die mitging, und umarmte sie zum Abschied sichtlich gerührt. Dem Mädchen war die Lehrersfrau vertraut.

Ein Jahr später brachte das erneute Gespräch, nun in Beisein der religiösen Autorität ihrer Glaubensgemeinschaft, keinen Erfolg. Dem Lehrer wurde dies so begründet, dass der Koran es verbiete ein Mädchen ohne Beisein eines Familienmitgliedes übernachten zu lassen. Daran glaubten die Eltern. Es schien, als ob die Eltern den letztjährigen Verstoss und seine Folgen für Ihre Befindlichkeit nicht noch einmal erleben wollten.


Viktor Krummenacher, Bottmingen



"Immer wieder vorgekommen"

Einverstanden: Niemand soll seinem Sohn befehlen, der Lehrerin  den so genannten Handschlag verweigern zu müssen, weil das angeblich unsauber sei und mit "der" Religion nicht vereinbar. Frau Sommaruga hat dazu das Notwendige gesagt – soweit ich das hier erfahren habe.

Aber resspektive trotzdem: Ich habe über 30 Jahre lang in Basel-Stadt unterrichtet, erst an Sekundarschule, später an der Orientierungsschule, und zwar in den Kleinklassen jener Stufen. Deshalb erlaube ich mir festzuhalten, dass von Eltern oder anderen Personen aus dem privaten Lebensbereich von Schülerinnen und Schülern befohlene Handschlag-Verweigerungen von Schülern (auch von Schülerinnen) Lehrpersonen gegenüber immer wieder vorgekommen sind, und zwar aus den verschiedensten Gründen.

Am schwierigsten waren solche Dinge immer dann, wenn christliche Fundamentalsekten-Hintergründe im Spiel waren. Es gab Verweigerungen, die sich zum Schaden von Jugendlichen auswirkten – etwa, wenn die Zusammenarbeit mit Schulärzten oder mit der Schulpsychologe, vor allem mit der Jugendpsychiatrie verweigert wurde. Was haben wir dann gemacht?

Wir hatten damals in Basel-Stadt eine Struktur, welche aus verschiedenen Beratungs- und Interventionsmöglichkeiten bestand. Das Ideal einer widerspruchsfreien Schularbeit und damit auch einer "glatten" Integrationsarbeit allerdings wurde selbstredend zwar angestrebt, aber nie erreicht.

Bei diesem Handschlagthema scheint mir die Grössenordnung nicht zu stimmen. Was ist denn mit der Hilfestellungs-Struktur beispielsweise für die Schulleitung in Therwil? Gibt es da im Kanton Baselland keine Möglichkeiten, ein solches Problem so anzugehen, dass es nicht zu einer "nationalen Katastrophennachricht" ausartet?

Fest steht: Es existiert alltäglich keine Gleichheit aller Bewohnerinnen und Bewohner im Kanton Basel-Landschaft bezüglich ihrer religiösen, ihrer sozialen, ihrer politischen Positionen und deren Auswirkungen. Darüber sollte man vor allem eines: Reden. Und man sollte, was die Schule betrifft, dieses Reden dergestalt institutionalisiert haben, dass dafür Raum, Zeit und Menschen mit gewisser Unabhängigkeit gegenüber den direkt Beteiligten zur Verfügung stehen. DAS wäre meiner Ansicht nach Aufgabe der Erziehungsdirektion in dieser Angelegenheit.


Alois-Karl Hürlimann, Barcelona



"Überforderte FDP-Magistratinnen"

Nicht zum ersten Mal zeigt sich, wie die "bürgerliche" Mehrheit eine "Bürgerliche" – ohne jegliche Führungserfahrung – dem Volch aufgeschwatzt hat. Wär's nicht schön, wenn die beiden überforderten FDP-Magistratinnen, die Bildungs- und die Baudirektorin, gleich gemeinsam den Banntagshut nähmen? Zum Wohl vo Schönebuech bis Ammel. Und sogar bis nach Bettingen …


Franz C. Widmer, Riehen



"Ausnahmsweise mit Frau Sommaruga einverstanden"

Ausgezeichneter und treffender Kommentar und ausnahmsweise bin ich sogar mit Frau Bundesrätin Sommaruga einverstanden, die kurz und Klartext gesprochen hat. Eher mühsam die Signale aus der Baselbieter Bildungsdirektion. Schön wäre gewesen, wenn Frau Gschwind diesbezüglich schneller und mutiger gewesen wäre. Aber so sind eben viele "moderne" Politiker, man/frau will sich nach möglichst allen Seiten absichern, etwas ideenlos!


Albert Augustin, Gelterkinden



"Schlimme Reaktion der Bildungsdirektion"

Nicht nur vielen Dank Frau Bundesrätin Sommaruge, vielen Dank auch P. Knechtli für seinen Kommentar zur Diskussion betreffend verweigertem Gruss. Die Führungsschwäche der Schulleitung ist schon schlimm genug, noch schlimmer ist die Reaktion der Bildungsdirektion. Nur nichts falsch machen, nur sich nicht exponieren, nur sich auf irgendein Paper abstützen können. Dies, obwohl (oder weil?) die Bildungsdirektorin aus einer Partei kommt, die die Bürokratie eindämmen und das Personal reduzieren möchte. Lieber weniger Lehrer, grössere Klassen als kleinerer "Expertenstab"???


Peter Bächle, Basel



"Spielregeln sind gar klar"

Ich bin mit dem Kommentar grundsätzlich einverstanden. Nur gegen Leitlinien habe ich etwas: Sie sind nicht griffig. Bei Spielregeln ist es ganz klar. Solange der Ball im Spiel ist, läuft auch das Spiel. Wer die (Anstands-)Linie überschreitet, ist draussen, steht im Out. Wer die Fairness missachtet, bekommt die gelbe Karte zu sehen, bei Wiederholung sieht er rot. Das gibt eine Spielsperre. So müsste es sein.


Stefan Kaister, Basel



"Da kann ich mich nur anschliessen"

Ja, dem kann ich mich nur anschliessen, Danke Frau Sommaruga. Und unsere Frauen und unsere Gleichberechtigung werden ihr auch danken. Danken für den Einsatz für unsere Grundwerte. Wir haben diese Leute nicht geholt. Sie wollten zu uns kommen. Was würde uns wohl geschehen, wenn wir uns in deren Herkunftsland so respektlos verhalten würden?


Arnold Flückiger, Pratteln


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Wer kann einem solchen Top-Angebot schon widerstehen!

Frisch pubertiert

Nicht nur "fräch und härzig"
RückSpiegel


Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.