Joël Thüring: "Einwurf"

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"Trainerhose isch Läbe": Es lebe die Freiheit!

Kürzlich wurde publik, dass das Basler Gymnasium Leonhard seinen Schülerinnen und Schülern den Schulbesuch mit Trainerhosen verbieten will.

Dies führte in der Öffentlichkeit zu sehr kontroversen Diskussionen. Politisch wurde das Thema zwischenzeitlich mit einer Schriftlichen Anfrage eines Grossrats aufgenommen.

Das Einleitungszitat stammt nicht von mir, sondern aus einer Umfrage von "Telebasel" bei Schülern. Auch wenn solche Umfragen nicht repräsentativ sind, so kam doch – wenig überraschend – dabei heraus, dass man ein Trainerhosen-Verbot nicht schätzen würde, eben weil die Trainerhose "Läbe" ist. Zweifelsohne ist diese jugendsprachliche Umschreibung dieses Kleidungsstückes nicht wirklich unterstützungswürdig. Die Aussage aber dennoch ernst zu nehmen.

Ich bekenne: Ich bin ein vehementer Gegner eines solchen Verbots und lehne jegliche Form der Kleidervorschrift an Schulen ab. Natürlich kann man über den Kleidergeschmack vieler Menschen die Nase rümpfen. Doch gerade an der Schule sollte eine gewisse Individualität noch möglich sein.

Mir wäre auch nicht bekannt, dass die kantonale Schulgesetzgebung ein Trainerhosenverbot juristisch zulassen würde. Immerhin handelt es sich dabei um einen nicht unwesentlichen Eingriff in die persönliche Freiheit. Da müssten doch jetzt eigentlich alle juristisch bewanderten Personen und all jene mit urliberaler Geisteshaltung auf die Barrikaden gehen.


"Ein Trainerhosen-Verbot macht Schüler
weder schlauer noch dümmer."



P
assiert das etwa nicht, weil wir – die darüber zu diskutieren und zu entscheiden haben – nicht mehr im Trainerhosen-Alter sind und dieses Bequemlichkeits-Privileg verloren haben? Dabei sind Trainerhosen momentan ja enorm hip und haben ungeachtet der Geschmacksfrage bereits den Weg in den Büroalltag (natürlich nicht die profane Trainerhose mit den drei Streifen) geschafft.

Kommt ein solches Verbot also nicht alleine schon deshalb zur Unzeit und wäre es den Schülern gegenüber nicht ungerecht? Müsste man dann konsequenterweise nicht auch die ebenfalls zurzeit sehr modernen Jeans mit Löchern oder gar den Modetrend "Flanking" (Hosen hochkrempeln) verbieten? Immerhin haben auch solche Trends längst in unserem modernen Alltag Einzug gehalten.

Im Büroalltag würde ich solche Mode-Gags weder erwarten noch sonderlich schätzen. Aber an den Schulen sollte den Jugendlichen doch bitte noch eine gewisse modische Unbeschwertheit gegönnt werden.

Denn konsequenterweise müsste es dann wohl auch Kleidervorschriften für Lehrpersonen geben. Die eine oder andere ausgetragene Hose oder auch das (leider) sehr weit verbreitete Tragen von "Finken" im Unterricht erachte ich als mindestens genauso unpassend. Auch an anderer Stelle im Berufsalltag sind gewagte und teilweise unpassende Outfits ja nicht unbedingt selten. Und damit meine ich nicht nur zu kurz geratene oder zu schlecht gebundene Krawatten.

Solange wir, die Erwachsenen, also modische Extravaganzen (wertneutral formuliert) bei uns selber durchgehen lassen, sollten wir da auch gegenüber den Schülern nicht päpstlicher als der Papst sein. Unsere Schüler werden davon weder schlauer noch dümmer. Viel störender als Trainerhosen ist da doch wohl eher die andauernde Ablenkung unserer Jugend "dank" WhatsApp, Snapchat und Co. im Unterricht, beim Essen oder beim Lernen auf die Prüfungen.

Die Trainerhose verschwindet spätestens mit dem nächsten Modetrend wieder, wetten?

1. Mai 2017
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Joël Thüring, geboren 1983, ist gelernter Kaufmann und Inhaber des KMU-Betriebes "Aspero AG" mit Mandaten im Consulting-Bereich. Politisch ist er seit 2001 in der SVP tätig und amtet als Basler Grossrat und Bürgergemeinderat sowie als Leiter des Parteisekretariates der SVP Basel-Stadt. Amtsjahr 2017/2018 Präsident des Basler Grossen Rates. Neben diesen politischen Tätigkeiten ist er unter anderem Vorstandsmitglied der Mobilen Jugendarbeit Basel und Riehen. Der überzeugte Single lebt in einem Grossbasler Aussenquartier.

joel.thuering@aspero.ch

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"Muss wirklich immer alles 'hip' sein?"

Die Trainerhose hält sich schon seit einigen Jahren im Alltag, obwohl sie auf den Sportplatz oder ins Fitness-Studio gehört. Ästhetisch finde ich sie nicht erbauend, aber über guten Geschmack kann man bekanntlich verschiedener Meinung sein.

Nur: Wer in Trainerhosen, Jeans mit Löchern, Finken oder schlampigen, oft zu tief ausgeschnittenen Shirts vorne oder zu kurzen Shirts hinten, bei denen der halbe Hinterwagen mit Spalt zu sehen ist, herumläuft, qualifiziert sich selbst. Am Arbeitsplatz und in der Schule haben diese sicherlich nichts zu suchen.

Genausowenig ist es opportun, wenn Männer mit Flipflops und kurzen Hosen im Sommer herumlaufen, das sieht einfach nur lächerlich aus. In guten Firmen sind all diese Erscheinungen verpönt, und das Recht. Muss denn wirklich immer alles "hip" sein? Ein Laisser faire, das sich schlussendlich auch in der Gesellschaft widerspiegelt. Schade, etwas mehr Stil wäre wünschenswert. So gesehen, finde ich die angestrebte Regelung in den Schulen durchaus in Ordnung, ja wünschenswert.


Esther Hug, Aesch


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"Aber der FCB möchte jede Partie gewinnen und mit dieser Einstellung werden wir auch spielen."

Alex Frei
FCB-Interimstrainer
vor dem Spiel gegen
Paok Thessaloniki
im FCB-Ticker
vom 1. August 2018
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Hoher Erkenntniswert: Welche Mannschaft möchte schon jede Partie verlieren?

Veranstaltungs-Hinweis


BÜRGERGEMEINDE-TAG IM BASLER STADTHAUS
Die Bürgergemeinde der Stadt Basel lädt zum Bürgergemeinde-Tag: Besuchen Sie die Ausstellung zum Wettbewerb «Innovation Basel» und verweilen Sie bei Speis, Trank und Sound von u.a. «Flagstaff» im schönen Innenhof.
Samstag, 18. August, 10–16 h | Stadthausgasse 13
 

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

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Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

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entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

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Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.