Joël Thüring: "Einwurf"

<< [ 1 | (...) | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | (...) | 33 ] >>

Basel – die Stadt der schönen Baustellen

Was haben Bauern und Bauarbeiter gemeinsam? Mehr als man denkt! Bauern unterhalten die Felder auf dem Land und sichern so die Versorgungssicherheit, Bauarbeiter unterhalten die "Felder" in der Stadt und sichern so ebenfalls die Versorgungssicherheit. Ein kleiner Unterschied also – aber nur scheinbar.

Als SVP-Vertreter werde ich oft mit der Landwirtschaftspolitik meiner Partei konfrontiert. Als Vertreter einer städtischen SVP habe ich zu diesem Thema natürlich etwas weniger Bezug. Sicher sind die Subventionen sehr hoch. Jedoch, und das sei an dieser Stelle explizit erwähnt, leisten wir uns in der Stadt für das Baugewerbe dafür andere hohe Subventionen (auch wenn diese natürlich anders heissen). Und auch da bleibt teilweise fraglich, ob diese so auch tatsächlich notwendig sind.

Im Sommer ärgern mich in Basel denn auch viel weniger Bauern und deren Subventionen, sondern vielmehr die Bautätigkeiten in und rund um die Innenstadt. Von Mai bis September bohren und hämmern die Baumaschinen unnachgiebig.

Egal, wo wir uns in der Stadt auch aufhalten: Überall werden Strassen aufgerissen, Schienen neu verlegt oder Troittoirs verbreitet. Viele dieser Arbeiten sind vermutlich nötig. Doch die Frage sei erlaubt, ob wirklich jede dieser Arbeiten auch tatsächlich notwendig ist. Zumindest ist mir fast keine andere Stadt bekannt, die derart opulent ihre Infrastruktur beinahe jährlich auf den neuesten Stand bringen muss.


"Sicher ist in jedem Fall, dass es so
nicht weiter gehen kann."



Eine gute Infrastruktur ist für eine moderne Stadt wichtig, aber der diesbezügliche Bautrieb, gerade in der Innenstadt, nimmt absurde Züge an. So werden wir auch in diesem Sommer permanent mit diesen Bautätigkeiten konfrontiert und vermutlich auch belästigt.

Die Innenstadt, die ja an sich schon ein Sorgenkind geworden ist, wird wieder speziell darunter leiden. Denn wer geht unter diesen Bedingungen schon gerne shoppen, dinieren oder flanieren? Auch beliebte Attraktionen, wie beispielsweise die "Basel Tattoo-Parade", müssen auf andere Routen ausweichen, Gastrobetriebe können ihre Aussenbereiche nicht wie sonst üblich bewirten und der Tramverkehr wird gänzlich ausgesetzt.

Diejenigen, welche in ihren Amtsstuben diese Projekte ausarbeiten, meinen es sicherlich gut und unternehmen das Notwendige, um die Behinderungen auf ein Minimum zu reduzieren. Trotzdem sind die Auswirkungen für verheerend. Ich störe mich daran, dass wir auch in den kommenden Jahren eigentlich permanent diesen Bauexzessen ausgesetzt bleiben werden.

Ein Allerheilsmittel dagegen habe ich allerdings auch nicht. Sicher bin ich aber, dass Baustellen schneller abgewickelt werden könnten. So müsste halt an den neuralgischen Punkten auch vermehrt in den Abendstunden weiter gearbeitet werden oder auch einmal eine Wochenendschicht möglich sein.

Ich bin sicher, dass sich die Bauzeiten dadurch massiv verkürzen liessen. Weiter müssten die Zyklen der Erneuerungsarbeiten überdacht werden und generell die einzelnen Baustellen noch besser koordiniert werden. So ist ja der Barfüsserplatz eigentlich schon seit mehreren Jahren fast jedes Jahr in irgendeiner Form eine Baustelle. Und selbst im Bereich Universität / Lyss wurde in den vergangenen vier bis fünf Jahren faktisch jedes Jahr ein Strassen-Teilstück aufgerissen oder etwas verbessert.

Schliesslich, und hier scheint für mich der Hund am tiefsten begraben zu sein, müssten wir uns wohl auch fragen, ob die vielen modernen Trams, die immer noch stärker die Schienen abnutzen, vielleicht nicht eben auch ein Teil des Problems darstellen?

Sicher ist in jedem Fall, dass es so nicht weiter gehen kann. Es bleibt zu hoffen, dass sich  die Bauverantwortlichen hierzu vielleicht nochmals Gedanken machen und das eine oder andere "nice and not need to have"-Projekt überdenken.

29. Mai 2017
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
Joël Thüring, geboren 1983, ist gelernter Kaufmann und Inhaber des KMU-Betriebes "Aspero AG" mit Mandaten im Consulting-Bereich. Politisch ist er seit 2001 in der SVP tätig und amtet als Basler Grossrat und Bürgergemeinderat sowie als Leiter des Parteisekretariates der SVP Basel-Stadt. Amtsjahr 2017/2018 Präsident des Basler Grossen Rates. Neben diesen politischen Tätigkeiten ist er unter anderem Vorstandsmitglied der Mobilen Jugendarbeit Basel und Riehen. Der überzeugte Single lebt in einem Grossbasler Aussenquartier.

joel.thuering@aspero.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Mehr Probleme geschaffen als gelöst"

Ihre Gedanken, Einwände erinnern mich an Situationen, wo aus der Ferne ein komplexes Thema angeschnitten wird, und da es so vielschichtig verhängt ist, auch sicher ein paar Hunde aufjaulen lässt. Diejenigen, auf deren Schwanz Sie treten oder diejenigen, die schon längst auch einmal darüber öffentlich schimpfen wollten. Darunter sind die, die Sie dazu benutzen das Problem publik zu machen. Weder Ihre persönlich Betroffenheit, noch ein bedeutendes allgemeines Interesse, mit bedeutendem Lösungspotenzial sind aus zu machen. Auch vermisse ich ein gewisses Mittelmass an Recherchen. Ein seichtes Gewässer rieselt daher. Oder: Meckern ohne Tiefgang.

Ihr Teillösungsvorschlag: "Sicher bin ich aber, dass Baustellen schneller abgewickelt werden könnten. So müsste halt an den neuralgischen Punkten auch vermehrt in den Abendstunden weiter gearbeitet werden oder auch einmal eine Wochenendschicht möglich sein." muss aus meiner ebenfalls dilettantischen Sicht nicht einmal näher betrachtet werden. Es werden damit mehr und wohl ebenso gravierende Probleme geschaffen wie gelöst.


Viktor Krummenacher, Bottmingen


www.onlinereports.ch
© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigenen Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

 

fileadmin/templates/pics/gesehen.gif
Coop
am 22. Februar 2020
in der Filiale Frenkendorf
fileadmin/templates/pics/gesehen.gif

Wie blöd. Jetzt hab' ich schon die Grättimanne eingekauft.

RückSpiegel


Die BZ nahm auf die OnlineReports-Recherche zum Konkurs der "Gallenacher"-Schule Bezog.

Die BZ nahm die OnlineReports-Meldung über die Beton-Elemente auf dem Basler Centralbahnplatz auf.

Die OnlineReports-News über die technische Panne bei Swisslos wurde von der BZ aufgenommen.

In ihrem Bericht über die Bereitschaft zur Regierungskandidatur von Beatriz Greuter zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die BZ online bezog sich in ihrem Bericht über den Tod des Baselbieter Lehrerverbands-Geschäftsführers Michael Weiss auf OnlineReports.

Die Volksstimme zitierte in ihrem Bericht über den Konkurs von "Die Medienmacher" aus OnlineReports.

Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt in ihrem Bericht über den Neujahrs-Empfang der Handelskammer beider Basel auf OnlineReports Bezug.

Die BZ schrieb in derselben Ausgabe zwei OnlineReports-Meldungen ab, ohne die Quelle zu deklarieren. Wiederholungstat!

In ihrem Bericht über Verkehrsprobleme am Aeschenplatz zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die 44-jährige Sabine Knosala, die in den letzten sieben Jahren die Redaktion des "Birsfelder Anzeigers" führte, wird als neue Redaktionsleiterin der "ProgrammZeitung" Nachfolgerin von Dagmar Brunner, die Ende Februar in Pension geht.

Die Basler Regierung lehnt ein mit Steuergeldern finanziertes flächendeckendes WLAN ab.

Die Baselbieter Regierung und die Verbände des Lehrpersonals haben sich auf die wesentlichen Eckwerte zum zukünftigen Mitarbeitenden-Gespräch geeinigt.

Baselland Tourismus hat ab Mai 2020 einen neuen Geschäftsführer: Michael Kumli übernimmt dann als Nachfolger von Tobias Eggimann die Leitung der touristischen Dachorganisation.

Die über Funk gesteuerten Sirenen in Basel-Stadt und Baselland haben die Bewährungsprobe bestanden: Das System funktionierte während des Probealarms vom 5. Februar ordnungsgemäss.

Der BVB-Verwaltungsrat hat am 3. Februar den 48-jährigen Bauingenieur und Leiter "Infrastruktur" Ramon Oppikofer zum Vize-Direktor gewählt.

Der 19-jährige FCB-Spieler Noah Okafor wechselt per sofort vom FC Basel 1893 zum FC Red Bull Salzburg in die österreichische Fussball-Bundesliga.

Melanie Nussbaumer, Tochter des Baselbieter SP-Nationalrats Eric Nussbaumer, wird als Nachfolgerin von Kerstin Wenk neue Vizepräsidentin der SP Basel-Stadt.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, das Gesetz "über den unverzüglichen Bau der H2 zwischen Pratteln und Liestal" formell aufzuheben, da es "seinen Zweck erfüllt" habe.

Kilian Winkler wird als Nachfolger von Marco Natoli neuer Präsident der JCVP Basel-Stadt.

Wegen des Baus eines neuen Kreisverkehrs im Schweizer Sektor der Basler Flughafenstrasse wurde eine temporäre Verkehrsumleitung auf der rechten Strassenseite auf der Höhe von dem Parkplatz S4 eingerichtet worden.

Die Gemeinde Riehen spendet 10'000 Franken zugunsten eines Nothilfe-Projekts des Roten Kreuzes für Geflüchtete in Bosnien-Herzegowina.

Ein überparteiliches Komitee hat am 15. Januar bei der Basler Staatskanzlei die Unterschriften für die Initiative "für erschwingliche Parkgebühren" eingereicht.

Urs Bucher wird am 1. August 2020 die Leitung der Volksschulen Basel-Stadt übernehmen und damit die Nachfolge von Dieter Baur antreten, der zum Ende des Schuljahres in Pension geht.

Die 53-jährige Juristin Blanche Gilli ist seit Anfang 2020 neue Präsidentin des Vereins gemeinsame Opferhilfe beider Basel.

Der FC Basel leiht seinen 21-jährigen Innenverteidiger Yves Kaiser bis zum Ende der Saison 2019/2020 an den FC Schaffhausen aus der Challenge League aus.

Knut Schmidtke, Marc Schärer und Lucius Tamm werden per 1. April 2020 die Leitung des in Frick domizilierten Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL von Urs Niggli übernehmen.

Die Baselbieter Grünen reichten am 12. Dezember ihre mit rund 1700 Unterschriften versehene Klimaschutz-Initiative ein, die das Ziel des Pariser Abkommens gesetzlich verankern will.

Die Basler SP-Bürgergemeinderätin Canan Özden tritt auf Anfang 2020 die Nachfolge der zurücktretenden Gabriella Matefi (SP) als Basler Bürgerrätin (Exekutive der Bürgergemeinde) an.

Das Theater Basel konnte im Jahr 2018/2019 die Anzahl der Besuchenden zum vierten Mal in Folge auf 183'705 Personen (+1,6 Prozent) erhöhen, während jedoch die Besucher-Einnahmen um 1,7 Prozent sanken.

Die neue grüne Baselbieter Landrätin Laura Grazioli übernimmt von der frisch gewählten Nationalrätin Florence Brenzikofer das freiwerdende Präsidium der Finanzkommission.

Paola Gallo, die ehemalige Geschäftsleiterin von "Surprise", übernimmt per 1. Oktober 2019 die Geschäftsführung der Job Factory Basel AG und der Stiftung Job Training.

Der 19-jährige Geografie- und Geschichtsstudent Nino Russano wird als Nachfolger von Nicolas Eichenberger neuer Präsident der Juso Basel-Stadt.

Der Basler Bürgerrat hat eine spürbare Senkung der Einbürgerungsgebühren beschlossen, von der sowohl ausländische als auch Schweizer Bewerbende profitieren.