Ivo Bachmann - Host City

<< [ 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | (...) | 15 ] >>

Dieses ewige Lamento

Kleines Wissensspiel: Wie viele National- und Ständeräte der Nordwestschweiz kennen Sie namentlich? Zwei? Drei? Sogar vier? Wer es ohne langes Nachdenken auf fünf korrekte Namen schafft, dem winkt ein Gratisabonnement von OnlineReports.

Sie ahnen es schon: Wir blicken aufs Kandidatenkarussell für die Schmid-Nachfolge. "Soll Baader die Region im Bundesrat vertreten?" titelt die "Basler Zeitung" und füllt zum Thema eine ganze Seite.

Dabei ist schon die Frage falsch gestellt. Der Bundesrat ist kein Ständerat. In der Landesregierung geht es nicht um regionales Lobbying. Ausnahmen bestätigen nur die Regel. Von allen Bundesräten der letzten zwanzig Jahre hat es einzig Adolf Ogi geschafft, rein regionale Interessen durchzudrücken, am deutlichsten und teuersten mit der Lötschberg-Variante der Neat. Von diesem Tunnelblick ist man geheilt. Der SVP-Mann Caspar Baader wird deshalb wohl kaum zur Baselbieter Brieftaube mutieren, sollte er zum Höhenflug in die Landesregierung ansetzen. Als Interessenvertreter des urbanen Teils der Nordwestschweiz taugt er sowieso nicht.

Die Frage der "Basler Zeitung" ist jedoch kein Zufall. Sie spiegelt ein latent vorhandenes Unbehagen. Die Region fühlt sich chronisch untervertreten, vom Rest der Schweiz unzureichend wahrgenommen und zu wenig respektiert. In der Politik. In der Wirtschaft. In den Medien. Sogar im Sport – wie etwa die neueste Posse um die FCB-Vertretung in der Swiss Football League zeigt.

Um es hier deutsch und deutlich zu sagen: Das ewige Lamento nervt. Die Nordwestschweiz ist selber schuld, wenn sie ihre Interessen nicht durchsetzen kann – namentlich in der eidgenössischen Politik. Rein quantitativ gesehen ist die Bevölkerung der Region ja nicht schlecht vertreten.  Aber welche Parlamentarierinnen und Parlamentarier finden landesweit auch wirklich Beachtung? Peter Malama und Caspar Baader, hin und wieder Anita Fetz und Claude Janiak. Der Rest zupft – bestenfalls – die zweite Geige.

Jede Region braucht für die wirksame Durchsetzung ihrer Interessen kluge Köpfe, überzeugende Argumente – und vor allem: einen geschlossenen Auftritt. Davon ist man in Basel und Umgebung trotz partnerschaftlicher Willensbekundung weit entfernt. Die Nordwestschweiz definiert sich weiterhin als Sonderfall aus lauter Sonderfällen. Die Stadt reklamiert, sie ticke anders; die Baselbieter, die Schwarzbuben, die Fricktaler betonen ihre Eigenart. Wirklich verbindend wirkt nur die Gewissheit, dass jenseits des Juras alles noch viel sonderbarer sei.

Bevor nun also das nächste Lamento losbricht, weil schon wieder ein Vertreter der Nordwestschweiz zu wenig Unterstützung findet: Die Basler, Baselbieter, Schwarzbuben und Fricktaler sollten endlich vor ihrer eigenen Haustüre wischen: Wer vertritt sie? Mit welchen Argumenten? Und was ist ihre gemeinsame Identität?
Wer die Antworten kennt, dem winkt – Sie ahnen es schon – ein weiteres Gratisabonnement von OnlineReports.

17. November 2008
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
Ivo Bachmann, geboren 1963 in Rain bei Luzern, war unter anderem Chefredaktor des "Beobachters" und der "Basler Zeitung". Heute ist er Publizist und Inhaber der Beratungsfirma bachmann medien in Basel und Zürich. Er betreibt eine Internet-Seite unter www.feldstudien.ch. Er lebt und arbeitet in Zürich und Basel.

© Foto by OnlineReports.ch

ivo.bachmann@bachmannmedien.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

Die Partei-Ideologie der Parlamentarier"

Die Nordwestschweiz vertritt keine gemeinsamen Interessen. Das Gegenteil dürfte der Fall sein – die lokale, kleinkarierte Konkurrenz missgönnt dem Nachbarn doch schnell mal jeden möglichen Vorteil. Wie man überkantonales Lobbying betreibt, demonstrieren seit jeher die sogenannten "Bergkantone". Und so lange den Parlamentariern, welche überregionale Aufmerksamkeit erregen, ihre jeweilige Partei-Ideologie näher als gemeinsame Interessen der Nordwestschweiz liegen, so lange werden wir auch fröhlich lamentieren – und niemand hört zu!


Peter Waldner, Basel



"Wenn Parlamentarier eigene Süppchen kochen"

Recht haben Sie, Herr Bachmann. Solange die Zusammenarbeit an den Gemeindegrenzen aufhört (Ausnahmen bestätigen die Regel), solange eidgenössische Parlamentarier ihr eigenes Süppchen kochen, solange Parteien und Wirtschaftsverbände den Sonderfall zelebrieren, verpuffen viele gut gemeinten Ansätze. Schade – unsere Region hätte doch einiges zu bieten.


Erwin Killer, Hölstein


www.onlinereports.ch
© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigenen Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

 

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Weinstein setzte Spione auf Opfer ab"

BZ Basel
vom 8. November 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

... nachdem er sie zu Miniaturen erniedrigt hatte.

RückSpiegel


Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.

• Der Binninger Mike Keller ist neuer Präsident des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB) bis Frühjahr 2019 und somit Nachfolger des neuen Basler Stadtentwickers Lukas Ott, der alle politischen Ämter niederlegt.

• Der an der Harvard-Universität arbeitende Forscher Professor Alexander F. Schier wird ab 2018 neuer Leiter des Biozentrums der Universität Basel.

• Das Unternehmerpaar Marc Friedrichsen und Julia Reidemeister übernahm Mitte Oktober die "Boutique Danoise" an der Aeschenvorstadt in Basel im 50. Jahr ihres Bestehens von Thomas und Astrid Bachmann.

Hoffmann-La Roche will bis ins Jahr 2020 den Wasserverbrauch pro Mitarbeitenden um zehn Prozent senken.

• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.