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"Von A bis Z erfunden": Angeklagter Politiker Samuel Wehrli mit Tochter

Sex-Vorwürfe gegen CVP-Politiker vor Gericht

Samuel Wehrli soll sich an seiner minderjährigen Tochter vergangen haben: Mitte Mai ist Gerichtstermin


Von Peter Knechtli


Der Baselbieter CVP-Politiker Samuel Wehrli (40) muss vor Gericht: Vom 15. bis 17. Mai will die Strafkammer heraus finden, ob sich Wehrli an seiner heute 12-jährigen Tochter vergangen habe. "Mehrfache sexuelle Handlungen mit einem Kind, mehrfache versuchte Vergewaltigung, versuchter Inzest und Urkundenfälschung" wirft ihm Staatsanwalt Boris Sokoloff vor.


Der Fall, über den erstmals OnlineReports berichtete, bewegt landesweit die Gemüter. Der Angeklagte ist im Baselbiet kein Unbekannter: Samuel Wehrli ist Mitglied der kantonalen CVP-Parteileitung und Präsident der christdemokratischen Einwohnerratsfraktion seiner Wohngemeinde Pratteln. Dort ist auch sein Zwillingsbruder amtierender FDP-Gemeinderat. Samuel Wehrli galt als Regierungs-Wahlkampfmanager und Organisator des Ruth-Metzler-Wahlfestes als sehr initiativer Parteigänger. Nach eigenen Angaben hätte er sich gar eine Regierungsrats-Kandidatur vorstellen können.

"Ferien- und Besuchsrecht ausgenützt"

Doch die politischen Karriereträume sind verflogen, seit der kaufmännische Angestellte am Nachmittag des 7. Januar 2000 an seinem Arbeitsplatz festgenommen und während acht Wochen in Untersuchungshaft gesetzt wurde.

Staatsanwalt Sokoloff wirft Wehrli vor, die Delikte nach der Scheidung im Jahr 1992 begangen zu haben, als sich Tochter Melissa (Name geändert) im Rahmen des Ferien- und Besuchsrecht bei seinem Vater aufhielt. Ab 1994 habe er anfänglich gegen den Willen des Kindes nackt in dessen Bett geschlafen. Zwischen 1996 und 1999 sei es dann laut Anklageschrift in seiner Wohnung und an andern Orten zu sexuellen Handlungen gekommen. So sei er mit den Finger in die Scheide des Mädchens eingedrungen; ebenso habe er Melissa dazu gebracht, "seinen Penis anzufassen und daran zu manipulieren". Schliesslich sei es im Jahr 1999 zu Beischlafshandlungen gekommen. Die Übergriffe habe Wehrli zu verheimlichen versucht, indem er die Tochter körperlich unter Druck setzte und damit drohte, die Mutter, bei der Melissa seit der Scheidung wohnt, komme ins Gefängnis. Überdies, erwägt der Staatsanwalt, könnte Wehrli seine Tochter mit Alkohol "widerstandsunfähig" gemacht haben.

Der Vorwurf der Urkundenfälschung bezieht sich auf den um 230 Franken zu tief ausgewiesenen Monatslohn, damit er seiner Frau weniger Alimente zahlen müsse.

Wehrli bestreitet sämtliche Vorwürfe

Seit seiner Verhaftung wehrte sich Wehrli vehement gegen die Vorwürfe. Mit 14 Verfahrensbeschwerden hielt er Untersuchungsrichter und Verfahrensgericht in Trab, in zwei Fällen war er mit seinen Anträgen erfolgreich. "Die Vorwürfe sind von A bis Z erfunden", sagte er zu OnlineReports. "Meine Tochter weiss das, sie kamunbewusst in diese Situation hinein." Als treibende Kraft hinter Melissas "falschen Anschuldigungen" vermutet Wehrli seine ehemalige Frau, die jetzt in der Region Zürich lebt.

Weil das Gericht in seinem Urteil weit gehend auf die auf Videoaufzeichnungen festgehaltenen Aussagen des Mädchens angewiesen ist, kam es um deren Glaubwürdigkeit zu einem heftigen Seilziehen: Nicht weniger als vier Gutachten liegen vor - ihre Schlüsse bleiben kontrovers.

Vom Prozess bleibt die Öffentlichkeit ausgeschlossen, dagegen sind die Medien zugelassen. Über Zahl und Auswahl der geladenen Zeugen wollte sich Gerichtspräsident Daniel Seiler nicht äussern. Nach Angaben von Samuel Wehrli wird es mit seiner Tochter, die er seit November 1999 nicht mehr gesehen hat, auch im Gerichtssaal keine Konfrontation geben. Sein Antrag, ihr durch einen einseitig transparenten Spiegel Fragen stellen zu dürfen, lehnt das Gericht zum Schutz des Kindes ab. Wehrli: "Ich respektiere das, auch wenn die Wahrheitsfindung schwieriger wird."

Dagegen wird Wehrlis ehemalige Frau in Anwesenheit des Angeklagten aussagen.

28. April 2002

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In einem Satz


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Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

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Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.