© Foto by theater-augusta-raurica.ch
"Musik als emotionalste Sparte": Restauriertes Theater Augusta Raurica

Augusta Raurica: Oase und Bürgerort

Am 2. Juli wird das frisch renovierte Theater im Römer-Dorf als kultureller Bespielungsort in Betrieb genommen


Von Aurel Schmidt


Während der vergangenen 16 Jahre ist das römische Theater in Augst restauriert und konserviert worden und war es still in dem historischen Gemäuer. Es ist das grösste Theater aus römischer Zeit nördlich der Alpen, ein Premium Historic Seite, um es in würdige Worte zu fassen und südlich der Alpen so berühmt, dass der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektor Urs Wüthrich beim Besuch der Ruinen von Pompeji nur den halben Eintritt bezahlen musste, als er seine Baselbieter Herkunft preisgab. Das will etwas heissen.

Demnächst gehen die Bauarbeiten zu Ende. Am 9. Mai wird das Theater Augusta Raurica an die Öffentlichkeit übergeben und am 2. Juli von dieser Öffentlichkeit es mit einem aufwändigen Festakt "in Besitz" genommen. Aber was fängt man mit einem solchen Bauwerk an, das so imposant ist, dass es 2'000 Besucher, Besucherinnen und kleine Besucher fassen kann.

"An 92 Tagen stehen 30 Veranstaltungen
auf dem Programm."




Die Kulturdirektion hat es sich genau überlegt und eine Menge Konzepte, Projekte, Berichte, Organigramme, Reglemente, Pläne und Papiere ausgearbeitet. Verkehr, Sicherheit, Immissionen für die unmittelbare Nachbarschaft mussten geprüft werden. Ein Anlass von dieser Grösse geht nicht unbemerkt über die Bühne, nicht in Augusta Raurica und nirgends sonst. Kulturmanagement ist heute eine eigenständige Disziplin. Auch der Tourismus will sich ein Stück vom Römer Kuchen abschneiden.

Dieses Jahr, zwischen Mitte Juni und Mitte September, sind in Augusta Raurica 30 Veranstaltungen an 92 Tagen vorgesehen. Das ergibt eine Menge Arbeit für eine Menge Menschen.

Auf dem Spiel steht viel. Zum Beispiel soll, wer für eines der vielen Events nach Augusta Raurica kommt, auch das Museum besuchen können und so vielleicht neue Einblicke gewinnen. Also müssen zum Beispiel die Öffnungszeiten mit der Agenda der Veranstaltungen koordiniert werden.

Das Jahr 2007 wird als Probephase betrachtet. Für dieses und das nächste Jahr steht ein Budget von 800'000 Franken zur Verfügung, das aus Mitteln des Lotteriefonds gespeist wird. Ab 2009 soll der Spielbetrieb mit 500'000 Franken aus dem ordentlichen Budget des Kantons finanziert werden, wenn... Wenn der Landrat zustimmt.

"Der kulturelle Mehrwert für die Region
ist beträchtlich."




Der kulturelle Mehrwert für den Kanton und das Naherholungsgebiet ist also beträchtlich. Das wiederum heisst, dass das Programm der Bespielung hohe Anforderungen und Erwartungen stellt: Punkto professionelle Qualität, Publikumsresonanz, Openair-Kompatibilität, Partizipation, Vielfalt des Angebots, Berücksichtigung der archäologischen, denkmalpflegerischen und touristischen Ansprüche und so weiter. Augusta Raurica soll einerseits ein Ort für Public-Private-Partnership-Projekte werden und andererseits auf den unergründlichen, aber inspirierenden Geist des Orts eingehen, dem "mit keiner Gen-Analyse beizukommen ist", wie sich Wüthrich heute Freitag an einer Medienkonferenz ausdrückte.

Augusta Raurica liegt so gesehen gewissermassen zwischen "Oase" und "Bürgerort".

Das kulturelle Angebot der Veranstalter in der Region soll auf keinen Fall konkurrenziert werden. Der Kanton Baselland denkt eher an ein Komplementärprogramm. Er will auch nicht als Kulturimpresario auftreten, sondern versteht sich als Partner verschiedener kultureller Organisationen wie dem Theater Basel, das 2008 beispielsweise eine Aufführung der "Carmina burana" von Carl Orff beisteuern wird, dem Landkino, dem Stimmen-Festival. Er hat zu diesem Zweck als Steuerungsinstrument ein Theater-Board ins Leben gerufen und ihm ein Pflichtenheft in die Hand gedrückt. Diese Kommission oder dieser Vorstand oder dieser Ausschuss ist für Programmselektion, Finanzierung und so weiter zuständig.

Aber lassen wir das Organisatorische, das offenbar den Beteiligten nicht nur viel Arbeit, sondern auch viel Spass und selbst viel Unterhaltung bereitet zu haben scheint.
 

"Musik ist als Publikumsmagnet
am besten geeignet."



Wichtig ist dies: Am 2. Juli geht es richtig los. Von 9 bis 12 Uhr ist Eröffnung des Theaters Augusta Raurica mit Jean-Baptiste Lullys "Te Deum", der konstituierenden Sitzung des Landrats für die Legislaturperiode 2007-2011, einem Festakt zu den Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen des Kantons Baselland sowie einem Volks-Apéro. Dies alles bei jeder Witterung, denn das Wetter an einem solchen Ort ist immer ein unsicherer Kantonist.

Zum Veranstaltungsprogramm soviel: "Es muss Musik sein", wie der Baselbieter Kultur-Delegierte Niggi Ullrich dazu sagt. Musik ist die "emotionalste Sparte", und sie ist als Publikumsmagnet am besten geeignet. Ein Streichquartett wäre unter freiem Himmel nicht unbedingt das Passende. Dafür treten am 14. August die "Swiss Mariners" und am 19. August die Dixie-Band "Steppin Stompers" auf. Am 21., 22. und 23. August werden, der Aura des Orts angemessen, die Filme "Ben Hur", "Spartacus" und "Gladiator" vorgeführt.

Weitere Events können an anderer Stelle nachgelesen werden. Die Saison klingt vom 24. bis 26. August mit dem Römerfest aus.

Informationen: www.theater-augusta-raurica.ch

20. April 2007

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Zeichen deuten auf grosse Kualition"

BZ Basel online
Titel vom
25. November 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Kühe aller Fraktionen vereinigt euch!

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Promeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.