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"Hochbewusste Leute": Sitz von "Mission 21" in Basel

"Mission 21"-Direktor unter Druck: Personal-Solidarisierung

Richtungskampf im Missionswerk: Kaderleute aus Kommunikation und Geldbeschaffung gehen


Von Peter Knechtli


Unruhe in "Mission 21", dem aus Basel weltweit operierenden evangelischen Missionswerk. Auslöser war der freiwillige Abgang des Kommunikations- und Marketingchefs und die darauf folgende Reorganisation. Es folgten mehrere Abgänge wichtiger Mitarbeitender. Der Direktor steht unter Druck.


Obschon sie zu den Organisationen mit den bedeutendsten internationalen Kontakten Basels gehört, kennt sie kaum jemand genauer: Die an der Missionsstrasse domizilierte "Mission 21" – eine vor rund zehn Jahren eingeleitete Fusion der damals weltweit tätigen Basler Mission mit vier weiteren Missionswerken. Einfach war die Zusammenführung nicht: Während der ersten drei Jahren herrschte Dauerkrise, die Finanzen waren knapp, es kam zu gegen zehn Entlassungen.

Entlassung des Fundraising-Verantwortlichen

Jetzt knistert es wieder im Gebälk der 70-köpfigen evangelischen Organisation, die sich als "internationale Lerngemeinschaft" und Hilfswerk ihrer 57 eigenständigen Partnerkirchen und -organisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa versteht. Der Konflikt kam in Gange, als Kommunikations-Chef Lukas Zemp, dem die Abteilungen "Inhalt" und  "Fundraising" mit insgesamt 21 Mitarbeitenden unterstellt waren, aus eigenem Willen kündigte und eine neue Herausforderung suchte.

Die Geschäftsleitung von "Mission 21" entschied sich für eine interimistische Reorganisation, indem sie die Abteilung "Inhalt" dem Direktor unterstellte und den Bereich "Fundraising" verselbständigte. Kurze Zeit später wurde dem Fundraising-Verantwortlichen unter sofortiger Freistellung ordentlich gekündigt, was aus dem Kreis des Personals als "Retorsionsmassnahme" empfunden wurde, weil sich der Betroffene gegen die Reorganisation gewehrt hatte.

Ein "Millionen-Loch"?

Anders die offizielle Meinung: Laut dem Theologen und "Intext"-PR-Partner Peter Felber (58, Bild), der nun als interimistischer Mediensprecher der "Mission 21" wirkt, habe "die Chemie nicht mehr gestimmt", obschon das Fundraising "eine Erfolgsgeschichte" gewesen sei. Die finanzielle Ernte aus Spenden, Legaten und Verkäufen sei auch im Krisen-Jahr 2009 "zufrieden stellend" gewesen. Intern geht die Rede von einem "Zwei-Millionen-Loch". Sprecher Peter Felber kann sich dazu nicht äussern, da die Rechnung noch nicht abgeschlossen ist. Doch betont er: "Es ist nichts Unerwartetes eingetroffen."

Das vorübergehende Sprachrohr-Mandat Felbers wurde nötig, weil dieser Tage auch der "Inhalt"-Veranwortliche und Mediensprecher nach nur sechs Monaten die "Mission 21" auf eigenen Wunsch verlässt. "Die Themen", so Felber zu OnlineReports, seien ihm "zu eng gewesen".

Richtungsstreit um Breitenfeldt

Jetzt steht "Mission 21"-Direktor Pfarrer Martin Breitenfeldt unter Druck: Die Solidarisierung innerhalb der Abteilungen "Inhalt" und "Fundraising" mit dem Entlassenen schwappte nach externen Informationen von OnlineReports teilweise auch auf die Geschäftsleitung über. Der Betroffene und die Personalkommission, die intern einen hohen Stellenwert hat, gelangten mit einer Beschwerde an den Vorstand, der den Rekurs gegen die Entlassung annahm. Mitarbeiter werfen Breitenfeldt "selbstverliebtes Verhalten" vor. Felber kontert: "So habe ich ihn nie erlebt."

Weiterer Vorwurf an Breitenfeldt, der heute Donnerstag für OnlineReports nicht erreichbar war: Der Direktor, seit Anfang Juli 2008 in seiner Funktion, betone wieder verstärkt die klassische Mission und Verkündigung, wogegen beträchtliche Teile der Belegschaft den Fokus weiterhin auf die Ernährungs-, Bildungs- und Gesundheitsprojekte in der Entwicklungs-Zusammenarbeit richten möchten.

Leute "mit seismischer Potenz"

Die Unruhe unter dem Personal hält an: Die Kündigung reichte auch eine langjährige Redaktorin und Webmasterin ein, diese Woche kündigte eine Fundraising-Mitarbeiterin. Eine weitere Mitarbeiterin ist bis auf weiteres krank geschrieben. Gestern Mittwoch – OnlineReports hatte eben die Recherche gestartet – verbreitete Direktor Breitenfeldt eine Weisung, in der er die Mitarbeitenden aufforderte, Medienanfragen "unbeantwortet" zu lassen.

Peter Felber bestreitet weder ein Vertrauensproblem noch einen ernsten Konflikt, verweist aber auf die klimatischen Eigenheiten einer Non-Profit-Organisation: Die in der "Mission 21" tätigen Angestellten seien zumeist "hochbewusste Leute mit einer hohen seismischen Potenz", die rasch "Defizite sehen" und dagegen vorgehen wollen. Sicherlich werde der Konflikt in nächster Zeit gelöst werden müssen.

Vom Konflikt nicht betroffen ist das ins Missionshaus integrierte "Hotel Bildungszentrum 21" sowie der Fair Trade-Laden "Kalebasse".

4. März 2010

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"Wer mit den Statuten nicht einverstanden ist ,..."

Mais darf auch einmal im Missionshaus sein, nicht nur im Bundeshaus! Wer von der Belegschaft mit den Statuten der Missionsgesellschaft, die der neue Direktor offenbar wieder vermehrt befolgen will, nicht einverstanden ist, kann sich ja bei Helvetas, dem DEZA, dem Roten Kreuz oder der Glückskette melden, deren Arbeit von den Entwicklungsländern auch sehr geschätzt wird.


Hans Peter Straumann, Liestal


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• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

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• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

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Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

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Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

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BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.