Basel wird zum Lourdes der stinkenden Titanwurz

Die seltene Riesen-Blüte im Basler Botanischen Garten entzückt Tausende: Eine Glosse


Von Claude Bühler


Ich bin restlos davon überzeugt, dass es jetzt kein wichtigeres Thema in Basel geben kann als das Aufblühen jener phallisch-geformten Pflanze aus Sumatra. Die orgiastisch stinkende Titanwurz, das ist die mit dem Knut-Effekt.

Eine Stunde! So lange standen die Titanwurz-Knut-Fans, um im Botanischen Garten der Universität vorgelassen zu werden. Ein neues Lourdes. "Bis zum Spalentor" hinauf jubelte der Wutknurz-…. ääääh Wurzknut-Züchter Heinz Schneider.

Der schaffte es, mit der SF-"Tagesschau" einen exklusiven Titanwurz-Knut-Bilderdeal abzuschliessen: Die Webcam-Bilder, die den "Penis der Titanen" ("Blick") beim Durchblühen zeigen in seinem Glashaus-Lourdes, gehören mit Erst-Ausstrahlungsrecht den Zürcher Fernseh-Machern. Auch die Zürcher wollen ihn also, unseren tropischen Titan-Knut. Keine Chance für das Basler Lokal-TV.

Und unsere Basler Titanwurz machts clever, weil: Sie machts länger: "Basler Titanwurz lässt noch auf sich warten" – das war die Schlagzeile auf BaZ Online/NewsNetz, die die Titanwurz-Knut-Lourdes-Leserschaft über Stunden und Stunden am meisten interessierte.

"Diesen Phall will sich
kein Blumenfreund entgehen lassen."




Tausende müssen es gewesen sein, die die Amorphophallus titanum auf Position 1 hochgeklickt haben, um im Artikel dann zu lesen, dass der florale Titanpenis aus Sumatra im Botanischen Garten Basel noch nicht explodiert sei. Und dass sich jetzt Tausende in sein heisses Feuchtklima drängen, um ihm dabei hautnah in seiner Glashaus-Grotte zuzusehen, wie er noch nichts macht.

Unser Wurz-Knut schlug im Zugriffs-Ranking auf NewsNetz das Holenweger-Urteil. Oder den FCB – das muss man sich mal vorstellen! Und natürlich auch Daniel Stolz. Dabei schlägt der Basler FDP-Präsident und Neo-Ständeratskandidat ja jetzt geradezu aus im Bemühen um die Stimmen-Gunst ebenjener Blüten-Verehrer. Aber: Keine Chance. Wurz schlägt Stolz um Längen. Vielleicht sollte sich die FDP auch wieder artgerechter verhalten, wer weiss.

Denn der Titan-Knut, der tut ja rein nichts Ausserordentliches für eine Wurz, ausser dass er sich Zeit lässt mit Blüte und Berühmtwerden. Das verbindet ihn mit der singenden Bus-Chauffeuse Maya Wirz. Was die mit Puccinis Werk macht, das macht jede andere Sopranistin auch – nur früher. Aber die Wirz und die Wurz: Die Massen pilgern.

Unser tägliches Staunen und Stinken gib uns heute. Oh heilige Mutter Wirz, heilige Wurz, oh geheiligter Schnidelwutz ...!

PS: Um keine allfälligen Exklusiv-Bildrechte zu verletzen, haben wir uns auf eine gezeichnete Darstellung der Titanwurz beschränkt.

21. April 2011


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"Frisch von der Online-Presse"

Claude Bühlers Wurz bei Wirz finde ich wunderschön aufgetischt. Besser könnte Mann die Knut-Wurz wirklich nicht beschreiben. Das nächste Fasnacht Sujet liegt bereits frisch von der Online-Presse bereit, ich habe mich köstlich amüsiert über diesen humorvollen Beitrag. Bravo.


Yvonne Rueff-Bloch, Basel



"Ein wahres Lesevergnügen"

Der Wortpoem Claude Bühler, der seinesgleichen sucht in seiner Mischung aus bemühter Aufrichtigkeit und Spass, aus Hohn und Spott sowie eruptiver erotischer Phantasie steht offenbar selber in Blütezeit. Seine "verlorenen" Worte aus mehr und weniger geschätzter Feder – Selbstentlarvung und Entlarvung der Gesellschaft in einem – sind ein wahres Lesevergnügen. Sie verdienen das Prädikat: Echt glaubhaft!


Sabina Droll, vom "Aerdbeerihübel" (Seltisberg)


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EVP Riehen
Website
zu den Wahlen 2018
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Sie hat halt doch einen unübersehbaren Rotstich, die EVP.

RückSpiegel


Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Hans-Peter Ulmann, seit 1996 CEO von Psychiatrie Baselland, tritt auf 30. Juni 2019 in den Ruhestand.

• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.

• Die Basler Regierung hat die Standesinitiative von FDP-Grossrat Christophe Haller betreffend "Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwerts" beim Generalsekretariat der Bundesversammlung eingereicht.

• Das Basler Hochbauamt rechnet beim Erweiterungsbau für das Kunstmuseum Basel mit einer Kostenüberschreitung von 3,5 Prozent.

Stagnierende Gesamtzahl der Studierenden an der Universität Basel: 12'873 Studierende und Doktorierende haben sich im Herbstsemester 2017 für ein Studium eingeschrieben.

• Die volle Freizügigkeit, die auf 1. Januar 2014 in beiden Basel eingeführt wurde, bleibt auch mit der ab 2018 geltenden Spitalliste weiterhin bestehen.

• An der Sitzung vom 18. Dezember hat das französische Parlament dem schweizerisch-französischen Abkommen zum Steuerregime am EuroAirport zugestimmt.

Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.