© Foto by Polizei Basel-Landschaft
"So viele Schugger": Inneneinrichtung nach Einbruch

"Euro 08"-Flaute für die Freunde fremden Eigentums

Während des Fussball-Grossanlasses nahm die Zahl der Einbrüche in der Region Basel ab statt zu


Von Peter Knechtli


Machte die Uefa während der "Euro 08" einen Milliardengewinn, herrschte in der Zunft der unerwünschten Hausgäste Baisse: Die Zahl der Einbrüche in der Region Basel nahm während den drei EM-Wochen erfreulicherweise ab statt zu.


Immer im Herbst, wenn die Tage kurz und kürzer werden warnt die Polizei auf wiederkehrende Weise: "Vorsicht vor Dämmerungseinbrechern!" Das Haus ist schon dunkel, aber noch niemand zu Hause - das Signal für Einbrecher, die richtige Wahl getroffen zu haben. Aber auch die Ferienzeit ist Einbruchszeit: Die Liebhaber fremden Eigentums nutzen längere Absenzen, um in Häuser und Wohungen einzusteigen, in ihrem Plan untersützt durch überquellende Briefkästen, dauernd heruntergelassen Storen oder nachts ständig dunkle Räume.

"Weniger Einbrüche als sonst"

Dieses Jahr kam die dreiwöchige Fussball-EM dazu, dass sich zahlreiche Fussball-Begeisterte in die Basler Fanzonen begaben und ihr Fest oft bis früh morgens dort feierten. Ideale Umstände für Diebe, sich an leeren Appartements gütlich zu tun.

Falsch! Zur Überraschung von Polizei und Staatsanwaltschaft stieg die Zahl der Einbrüche in der Region Basel im Verlaufe des Juni nicht, sondern ging teilweise deutlich zurück - mit Sicherheit unter den Durchschnitt. "Ja, es trifft zu, wir hatten etwas weniger Einbrüche an sonst", bestätigt Markus Melzl, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, gegenüber OnlineReports. Im Juni kam es zu 10 bis 15 Einbrüchen wöchentlich, einzig die Woche 25 schlug mit 24 Ereignissen aus. Laut Melzl ist diese Ausnahme auf "Zigenuer-Aktivitäten" zurückzuführen. "Im Sommer haben wir sonst mehr Einbruch-Fälle."

Betrieb im Haus schreckt Interessenten ab

Kein "Euro"-Boom für Einbrecher auch im Baselbiet. Von einem "erfreulich tiefen Wert" mit "nur" 59 Einbrüchen im ganzen Monat Juni spricht Meinrad Stöcklin, Sprecher der Polizei Basel-Landschaft. Diese Zahl, relativiert er, passe zu den "bisher sehr tiefen Zahlen dieses Jahres sowie zur Entwicklung in den letzten Jahren". Eine aussagekräftige Monats-Vergleichszahl aus dem Jahr 2007 war bei Stöcklin nicht erhältlich. Tatsächlich geht die Zahl der Einbrüche im Landkanton seit 1999 kontinuierlich zurück (Ausnahmen 2001 und 2003).

Wer den Unsachen der erfreulichen Einbruchs-Baisse nachgeht, kann derzeit kaum mehr als "Kaffeesatz lesen" (so Markus Melzl). "Es waren offenbar so viele Schugger präsent",  dass  Einbrüche ungünstig gewesen  seien, vermutet der Basler Polizeisprecher Klaus Mannhart, ein Eindruck, den auch Stöcklin teilt. Markus Melzl glaubt ausserdem, dass trotz des teils starken Publikumsandrangs in den Fanzonen "einfach auch sehr viele Fussballfreunde die Spiele zu Hause anschauten". Melzl: "Wenn viele Leute zu Hause sind, hält das Einbrecher ab."

Ein Eldorado für Taschendiebe

Kommt dazu, dass die unerwünschten Haus-Besucher ihrer Fussball-Begeisterung nicht widerstehen konnten und sich vor dem Fernseher möglicherweise selbst von ihrer Arbeit abhielten.

Daraus zu schliessen, die "Euro 08" habe eine Welle der Fairness und Abkehr von Delinquenz ausgelöst, ist indes falsch, wie Markus Melzl betont: Wie an andern Grossanlässen ist die Zahl der Taschendiebstähle sprunghaft angestiegen. Taschendiebe zu fassen, gehört zum Schwierigsten in der Polizeiarbeit. In diesem Bereich liegt die Aufklärungsquote im Baselbiet bei Null Prozent.

10. Juli 2008

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Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

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• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

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• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".