© Foto by Aurel Schmidt, OnlineReports.ch
"Tägliche Erinnerung": Graffiti zur Freiheit

Von Verdrossenheit und geistiger Trägheit zur politischen Schubumkehr

Über das Buch "Freiheit, die wir meinen" von A. C. Grayling (II): Setzen wir unsere politischen Werte aufs Spiel?


Von Aurel Schmidt


Die Ideen von Anthony Clifford Grayling in seinem Buch "Freiheit, die wir meinen" sind in einem vorausgegangen Artikel referiert worden. Hier soll das vom englischen Politologen zur Diskussion gestellte Thema in einen grösseren Zusammenhang eingeordnet und die Frage diskutiert werden, ob und wieweit Grayings Behauptung zutrifft, dass wir im Begriff sind, unsere Grundwerte zu gefährden.

W
ir leben in einer Kontroll- und Überwachungsgesellschaft, die jeden Tag die Schlinge enger zieht, ohne dass es richtig auffiele. Schon das Fernsehprogramm ist eine subtile Form der zivilen Lenkung. Wer die Werbeblöcke über Waschpulver und Heilmittel gegen Wadenkrämpfe ohne Murren über sich ergehen lässt, darf zur Belohnung eine Sendung wie "Glanz & Gloria" oder eine einfältige Ratesendung anschauen, die keinen Menschen auf die Idee bringt, mit seiner Zeit etwas Gescheiteres anzufangen.

Die Anwendung des Patriotic Act in den USA, konkret das Erfassen von Flugdaten, Zahlungen mit der Kreditkarte, Telefongesprächen, sogar von Ausleihen in der Bibliothek erfolgt angeblich aus Gründen der Sicherheit und zum Wohl der Menschen, an dem den Regierenden offenbar so viel gelegen ist. In Wirklichkeit misstraut der Staat in seiner abstrakten Form überall auf der Welt seinen Bürgern.

Computerisierte Gesichtserkennung sowie Iriserfassung werden den Rahmen der Kontrolltätigkeit noch ausweiten. Eine hoch entwickelte Technologie macht es möglich, die Menschen auf  Schritt und Tritt zu verfolgen. Schon heute können sie von den Überwachungskameras über weite Strecken durch die unterirdischen Korridore der U-Bahn wie 2005 bei den Anschlägen in London verfolgt werden.

Immer mehr interessieren sich auch Privatunternehmen für die Daten ihres Personals und ihrer Kunden. Die sozialen Netzwerke wie der Mail- und Telefonverkehr stellen sich als perfekte Lenkungs- und Überwachungsmaschinen heraus. In ihrer Ambivalenz steuern sie das Verhalten ebenso, wie sie zur Durchführung von Aufständen eingesetzt werden können. Bei jedem Kriminalfall schleppt die Polizei die Festplatten der Verdächtigen fort. Die Diskussion um die Staatstrojaner und die neuesten Enthüllungen von WikiLeaks über die milliardenschwere Überwachungsindustrie zeigen, wie elastisch einerseits und weit gezogen andererseits die Grenzen geworden sind.

"Politische Korrektheit ist ein Mittel,
um den Diskurs zu kanalisieren."



"Ubiquitious computing" heisst, dass der Kühlschrank ein Profil seines Benützers erstellen kann. Niemand entgeht dem panoptischen Auge der informationstechnischen Industrie. "Wir sind nicht mehr Herren über unsere Daten", hat kürzlich der frühere deutsche Innenminister Gerhart Baum bemerkt und gesagt: "Der umfassende Schutz der Privatheit vor staatlicher und privater Macht ist eines der grossen Freiheitsthemen dieser Zeit."

Nicht zuletzt ist die politische Korrektheit ein unter Linken verbreitetes Mittel, um die diversen Diskurse in Schranken zu halten. Nur keine unpassenden Fragen und Kommentare! Eher werden die Fakten beschönigt, harmonisiert, verfälscht, als dass etwas Anstössiges, aus dem Rahmen Fallendes zur Verbreitung zugelassen würde. Aber wer legt den Rahmen fest? Gute Absichten sind schlechte Voraussetzungen.

Zum Beispiel führen die demografischen beziehungsweise multikulturellen Veränderungen der Gesellschaft zu Verhältnissen, die immer weniger gemeistert werden. Trotzdem wird die Thematisierung heikler Fragen und wird jede kritische Differenz zunehmend als Diffamation wahrgenommen. Aber nicht jede Ärger verursachende Frage ist ein Beweis von Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit. Dem Ideal der Korrektheit liegt ein strapaziertes Ich-Ideal zu Grund, eine geistige Selbstüberforderung. Vor lauter politischer Korrektheit haben wir das Denken und Urteilen verlernt.

Jeder Versuch, in die Aufgabe der Kritik einzugreifen, ist so falsch wie fatal. Sie mag sich irren, aber Eingriffe in ihre Funktion sind selbst ein Irrtum. Wir müssen uns nicht zwischen Toleranz und Kritik entscheiden, sondern zwischen Toleranz und Kritik auf der einen Seite und dem Obskurantismus und der Scheinheiligkeit auf der anderen.

Die grösste Gefahr droht von der "pensée unique": der absolut gesetzten, von sich selbst überzeugten Einheitsmeinung. Eine solche diskursive Verengung kann nur in einem mutilierten unabhängigen, sich selbst mitreflektierenden Denken bestehen. Das Ärgernis besteht darin, dass Liberalität und Toleranz zur Naivität werden, wenn darauf verzichtet wird, gewollte Ordnungsverhältnisse herzustellen.

"Den Religionen gemeinsam
ist eine Tendenz zur Verabsolutierung."



Auch über die Religionen muss diskutiert werden können, wie es Voltaire in seinem lebenslangen Kampf getan hat. "Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik" (Karl Marx). Radikale Christen, zum Beispiel der Christusflügel der Republikaner in den USA; orthoxe Juden, die Israel in eine Theokratie verwandeln wollen; fundamentalistische Muslime – sie alle verzeichnen Zulauf, aber hemmen mit ihren dominanten Ansprüchen die notwendige politische Mündigkeit und Entfaltung der Gesellschaft.

Die Rede von den Ungläubigen, mit denen konsequent die Anderen gemeint sind, ist unhaltbar. Im Menschenrechts-Ausschuss der UNO haben die islamischen Mitgliedstaaten durchgesetzt, dass Kritik an den Religionen, das heisst vor allem am Islam, als menschenrechtswidrige und diskriminierende Eingriffe zu betrachten sein. Als Adressat gemeint sein konnte damit nur der Westen. Mit einem solchen Vorstoss werden jedoch der Meinungsvielfalt ebenso wie dem Universalismus der Menschenrechte, die keinerlei Relativierung ertragen, enge Grenze gesetzt. Auch die Freiheit der Meinungsäusserung ist unantastbar und "heilig". Ohne sie wäre Religionsfreiheit undenkbar.

Den Religionen gemeinsam ist eine Tendenz zu Verabsolutierung. "Aller Humanität der Religion wohnt eine totalitäre Versuchung inne", schrieb der deutsche Soziologe Ulrich Beck. Zum Beispiel lehnen religiöse Eiferer die Evolutionstheorie ab. Darwins Lehre unterliegt aber, wie jede Wissenschaft, der Möglichkeit der Falsifikation, während die Heiligen Schriften auf Offenbarungen beruhen, mithin auf individuellen Erlebnissen, die nicht nachvollziehbar sind, sowie auf Behauptungen, die "vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden" (Bertrand Russell) und nicht zur Verhandlung stehen.
 
Als Literatur ist Religion, wie etwa das Hohe Lied, allemal gut. Etwas anderes ist es, wenn Religion herhalten muss, um gegen Ketzer, Häretiker und Kritiker, also alle Arten von Dissidenten, vorzugehen. Als "Dissidente" wurden die Mitglieder der Glaubensgemeinschaften bezeichnet, die sich in der Vergangenheit nicht der anglikanischen Staatskirchen unterwerfen wollten. Mit dem selben Begriff werden heute politisch Verfolgte bezeichnet.
 
Wie die Religionen in der Vergangenheit, neigt heute die Politik zu absoluten Ansichten, sofern sie nicht demokratischen Korrektiven unterliegen. Überall, wo Kritiker mundtot gemacht werden, breiten sich Missstände und Korruption aus.

"China ist für Grayling
ein extrem repressives Land."



Für A. C. Grayling, von dessen Buch über die Freiheit hier ausgegangen wird, ist China ein extrem repressives Land. Allerdings ist, und damit erfährt das Thema eine Erweiterung, sein Wirtschaftserfolg ausgerechnet auf diese Tatsache zurückzuführen: Den Investoren können billige Arbeitskräfte, gewerkschaftsfreie Verhältnisse und lasche Umweltvorschriften angeboten werden. Mit der Unterdrückung der Meinungsfreiheit schützen sich die Partei- und Regierungsspitzen vor Kritik an Menschenrechtsverletzungen, ökologischen Schäden sowie den Folgen einer überstürzten Entwicklung. Chinas Präsenz in Tibet ist ein weiteres Thema.

Mit einem exzessiven Konsum werden die Menschen in China stillgehalten. Das konfuzianische Denken in seiner modernen Variante beziehungsweise ein System von gesellschaftlichen Anpassungsforderungen und Rücksichtsmassnahmen regelt die hierarchische Ordnung und schliesst Kritik aus. Wird sie dennoch geübt, wird sie als Staatsgefährdung, wenn nicht als Kriminalität definiert, womit ihre Unterdrückung sich als säkulare Fortsetzung dessen herausstellt, was in der Vergangenheit die Kirche mit ihren Ketzern und Häretikern getan hat. Mit der Ausgrenzung Andersdenkender wird zugleich das Vorgehen gegen sie gutgeheissen.

Neuerdings entwickelt sich in Ungarn eine neue autoritäre, halbdemokratische Gesellschafts- und Staatsform, die keinen Wert auf Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt, demokratische Austragung von Konflikten legt und repressive Ordnungsstrukturen vorzieht. Von Faschismus zu sprechen verbietet sich aus begrifflichen Gründen, aber wenn unter dieser Bezeichnung antiliberale, antisoziale und antidemokratische, generell also autoritäre Tendenzen resümiert werden, ist der falsche Weg eingeschlagen, egal, wie er bezeichnet wird.

Ungarns rechter Regierungschef Orban hat kürzlich das neu eingerichtete nationalistisch-reaktionäre System mit demjenigen in China verglichen und versucht, sein Land den Investoren aus aller Welt schmackhaft zu machen – ein Wettbewerb zwischen China und Ungarn in Sachen Repression im Dienst der wirtschaftlichen Expansion. Das ist etwas Neues.

"Müssen wir auf Freiheit verzichten,
um kompetitiv zu bleiben?"




Hier zeichnet sich ein Problem ab, das uns in Zukunft noch zu schaffen machen könnte: Müssen wir, so lautet die Frage, unsere in Jahrhunderten errungenen politischen Fortschritte und Freiheiten opfern, vielleicht aufgeben, um wirtschaftlich kompetitiv bleiben zu können mit China, Ungarn sowie den Anforderungen des globalisierten Finanzmarkts?

Es erübrigt sich, lange in den Annalen der Schweiz zu suchen, um auf die Forderung nach einem effizienten Staat und die Diskreditierung der Demokratie als Verhinderungsfalle für die wirtschaftliche Expansion zu stossen.

Statt der direkten Demokratie soll die repräsentative genügen. Zuletzt kann die Mitsprache des Volks auf eine TED-Umfrage reduziert werden. Der Kauf neuer Kampfjets soll vom Referendum ausgeschlossen werden, aber im Bundeshaus lobbyieren über 220 Personen, oft erfolgreich, wie man an der parlamentarischen Behandlung bestimmter Sachfragen erkennen kann. Pharmazie und Atomenergie finden in Bern mehr Gehör als alternative Medizin und erneuerbare Energie. Das ist offenbar in Ordnung. In der ältesten Demokratie der Welt stellt sich immer häufiger das Volk als Störfaktor heraus. 

Denkfreiheit und Demokratie gehören zusammen und zielen auf die Möglichkeit von Eingriffen, Beteiligung und Veränderungen ab, sonst sind sie nichts weiter als eine Kletterpartie im Sandhaufen. ("Demokratie" wird hier als Ausübung der politischen Rechte und Pflichten verstanden; "Freiheit" ist demgegenüber ein übergeordneter und viel weiter gefasster Begriff, der den Rahmen umreisst, in dem jegliche Entfaltung erst möglich ist.)

Wir wollen nicht davon ausgehen, dass uns eines Tages China oder das neue Ungarn als Vorbilder hingestellt werden. Wir haben mit unserem partizipativen Stil keine allzu schlechten Erfahrungen gemacht, jedenfalls bisher. Doch das kann sich jederzeit ändern.

"So schnell kann es doch
mit dem politischen Rückbau nicht gehen."




Damit stellt sich mit Nachdruck noch einmal die Frage: Sind wir im Begriff, unsere individuelle Freiheit, unsere Meinungsfreiheit, unsere politische Kultur aufzugeben – zu Gunsten wovon? Von mehr Konsum, wie China? Im Namen der Kapitalmärkte, die es schon richten werden, aber mit welchem Ausgang? Oder zugunsten eines multikulturellen kunterbunten Konglomerats? Wo bleibt da der Stolz auf die politischen Institutionen, die Volkssouveränität, die erkämpften individuellen Freiheitsrechte? Wir beziehen uns auf sie, wenn wir unsere politische Ordnung als Vorbild für die Welt anpreisen, während wir in Wirklichkeit eine Parallelgesellschaft zulassen, in der genau das Gegenteil dessen geschieht, worauf wir uns berufen.

So schnell kann es doch gar nicht gehen mit dem Um- und Rückbau der politischen Rechte und der demokratischen Ordnung.

Betrachtet man die aktuelle Weltlage, gibt es wenig Grund zu glauben, dass es gelingen könne, der gegenwärtigen Entwicklung etwas entgegenzustellen.

Die Irrtümer der Wachstumsideologie haben eine Virulenz erreicht, gegen die sich alle Alternativprogramme als Weichspüler herausstellen. Die organisierte Kriminalität infiltriert und infisziert schleichend die Gesellschaft, ohne zu einem breiten medialen Thema zu werden. Die 15'000 Drogentoten 2010 (44'000 seit 2006) in Mexico zeigen, wie die Kartelle das Land ruiniert haben, seitdem ein starker, regulierender Staat seine Aufgaben vernachlässigt hat. Zu nennen wäre weiter die die soziale Ungleichheit – der Problemkatalog liesse sich endlos fortsetzen.

Die Finanzmärkte regieren die Welt (früher galt ehrlicherweise noch der alte Ausdruck "Kapitalismus"). Wall Street stellt die Weichen, neuerdings die Rating-Agenturen, denen es auf wunderbare Weise gelungen ist, die Handhabung des demokratischen Prozesses zu übernehmen. Der Anleger ist zur Haupt- und Kultfigur im neuen Frivolitätstheater geworden und der Staat zum Hilfsdiener der "Märkte" und "Geldinstitute" (früher "Banken") – oder sollte man eher von den Politikern sprechen, die wie in Grossbritannien dem Medienmogul Murdoch hofierten, während sie ihre Gärtner aus der Staatskasse bezahlten: ein symptomatischer Fall von Verluderung der politischen Sitten.

"Der Modernitätsdruck stellt die Menschen
vor enorme Anforderungen."




Bleiben der einfache Mann, die einfache Frau, die Menschen auf der Strasse. Der Modernitätsdruck stellt sie vor enorme Anforderungen. Ihnen auszuweichen ist verlockender, als den Pressionen zu widerstehen. Die Bequemlichkeit der "freiwilligen Knechtschaft", wie Etienne de la Boetie vor mehr als 500 Jahren formulierte, überwiegt.

Wir haben es mit einer geistigen Müdigkeit zu tun bekommen. Die Sehnsucht nach einfachen Begriffen und Antworten führt zu unerwünschten Verhältnissen, wenn wir nicht wach und wachsam sind. Ihren Anfang nehmen sie in der Regel mit der Einführung von Zuständen, die von allen Widersprüchen und Konflikten gesäubert sind.

Deshalb aufgepasst: Ist die um sich greifende Verdrossenheit, die verweigerte Teilnahme am gesellschaftlichen Projekt erst einmal erreicht (aus "Faulheit und Feigheit", wie der Philosoph Immanuel Kant sagte, aus "Sorglosigkeit", wie Stefan Zweig in seinem Buch über Calvin und Castellio meinte), können sich die reaktionären Kräfte ungehemmt entfalten.

Die Flucht aus der Geschichte und in die Spass- und Spektakelgesellschaft zeichnet sich in Konturen deutlich ab – aber es ist die schlechteste Perspektive. Jean Baudrillard hat von "Simulation" gesprochen und einen kapitalen Realitätsverlust gemeint. Die Öffentlichkeit geht mehr und mehr verloren – ausser an einigen Stadtfesten, an der Street Parade oder im Netz als Ort für jede Art von Exhibitionismus. Wir haben uns in einer wattierten Therapie- und Selbstbespiegelungs-Gesellschaft mit Streetworkern, Animatoren, Fernsehköchen, Psychiatern, Lebensberatern, Kosmetikern und Gurus aller Art behaglich eingerichtet. 

Das mangelnde Interesse an der Zivilgesellschaft, die rasch um sich greifende Entpolitisierung sowie die naive Kritiklosigkeit und Urteilsenthaltung machen die Gesellschaft reif für die politische Schubumkehr.

"Zurück in die Platonische Höhle!
Zurück in die Welt der Games!"




Wir erleben zur Zeit eine zweite Romantik. Die erste bestand im Aufstand gegen Goethe und das Zeitalter der Klassik (heute würden wir von einer Abkehr von den "Grossen Erzählungen" sprechen) und in einer Fokussierung auf das Seelische, Sentimentale, Empfindsame, auf Natur und Schwärmerei. Auch damals hatten die Menschen genug von den Anstrengungen der Begriffe. "Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten": So drückte es der Dichter Novalis aus. Die Aussenwelt war für ihn die Schattenwelt. Zurück in die Platonische Höhle! Zurück in die Welt der Games, der digitalen Bilder, der virtuellen Märkte; zurück in die politischen Gaukeleien. 

Eine Analyse der heutigen Weltlage legt die Schlussfolgerung nahe, dass wir an einem Scheideweg stehen. Entweder wird alles noch schlimmer, als es schon ist. Niemand kann diese Entwicklung ausschliessen. Das wäre die pessimistische Variante. Oder es gibt überall versteckte Indizien und disperse Impulse für das, was Michael Hardt und Antonio Negri als "Multitude" dem "Empire" entgegenstellen: ein Zeichen, dass weitherum die Menschen angefangen haben, ihre Souveränität zurückzufordern; ein Zeichen auch für eine neue Option, eine neue Denkweise. Das wäre die optimistische Variante.  

27. Dezember 2011

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

Gefahr liegt bei totalitäten Ideologien"

Aurel Schmidt ist es zu danken, dass er dieses heisse Thema anspricht, leider zwischen Weihnachten und Neujahr, wo die meisten weg sind. Die Bequemlichkeit der "freiwilligen Knechtschaft" sind verlockender als nachzudenken. Mehr als 50 % gehen nicht abstimmen und fühlen sich dadurch von Zwängen befreit; ein grosser Teil der Wählenden wirft die Liste der Partei, die ihm von den Medien als sympathisch geschildert wird, in die Urne, ohne auch nur einen einzigen Namen anzusehen und wundert sich dann über das Resultat der Politik.

 

Oder das Handy, heute ein Kleincomputer mit Twitter und Facebook. Die Benutzer fühlen sich frei und mit der ganzen Welt verbunden. Sie korrespondieren mit "Freunden", die sie nie gesehen haben. Sie wissen nicht oder wollen es auch nicht wissen, dass sie damit zur Manipuliermasse werden, die man hierher oder dorthin bestellen kann, wie das im "Arabischen Frühling" geschehen ist, in den Medien als "Revolution der Jugend" gefeiert. Das war es sicher nicht, die Jugend wurde manipuliert und skandierte einige Parolen, die ihnen die Hintermänner via Facebook und Twitter einflüsterten; dahinter standen sicher nicht Mubarak und Co., die haben diese Entwicklung verschlafen, sondern ganz andere Staaten, die ein Interesse an Öl und strategisch wichtigen Stützpunkten haben. Abgesehen davon, sind auch hier in Basel Mikrozellen und Antennen dicht verbreitet, so dass man von jedem, der ein Handy hat, wissen kann, wo er sich gerade aufhält.

 

Heute liegt die Gefahr nicht mehr bei Religionen, diese sind längst durch totalitäre Ideologien ersetzt. Fakten dürfen auch hier in der Schweiz nicht mehr genannt werden, Tatsachen nicht mehr frei diskutiert werden. Stellenverlust kann die Folge sein, bestenfalls totschweigen. Wenn Faulheit und Feigheit zum Massstab einer Gesellschaft werden, ist es zu spät. Wer eine Zukunft haben will, muss jetzt aufwachen und anfangen, nachzudenken.


Alexandra Nogawa, Basel



"Setzen wir auf die Freiheit!"

Keine leichte Kost, aber eine nahrhafte und lebenswichtige. Wir laufen Gefahr, die Errungenschaften der Aufklärung über Bord zu werfen. Der andauernde Zweikampf zwischen Sicherheit und Freiheit fordert unsere Entscheidung: Setzen wir auf die Freiheit, denn wenn wir sie verlieren, verlieren wir auch die Sicherheit!


Thomas Weber, Buus


www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Rentenmassaker auf Kosten der Staatsangestellten"

Juso Baselland
Betreff einer Medienmitteilung
vom 31. Mai 2018
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Kriegsberichterstattung von der Baselbieter Polit-Front – ganz im Stil von Markus Somm.

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.